Netflix: Account-Sharing kostet wohl bald extra

      Netflix: Account-Sharing kostet wohl bald extra

      Netflix wird geizig. Aktuell wird die Möglichkeit getestet, Menschen außerhalb des eigenen Haushalts mit einer Zuzahlung in den eigenen Account aufzunehmen.

      Die Preise für Netflix kennen nur eine Richtung – nach oben. Einzige Ausnahme ist die Basis-Mitgliedschaft, um Menschen dazu zu verleiten, Netflix überhaupt zu testen. Viele Nutzer*innen teilen daher ihr Netflix-Konto mit Freunden und Familie. Daran möchte Netflix in Zukunft mitverdienen.

      In einem Blogbeitrag sagt Chengyi Long, Direktor für Produktinnovation: „Obwohl diese [Haushaltspläne] sehr beliebt waren, haben sie auch einige Verwirrung darüber gestiftet, wann und wie Netflix geteilt werden kann. Infolgedessen werden Konten zwischen Haushalten geteilt – was sich auf unsere Fähigkeit auswirkt, in großartige neue Fernsehsendungen und Filme für unsere Mitglieder zu investieren.“

      Ähm, nee Chengyi – da herrscht keine Verwirrung. Wir wissen, dass es eigentlich nicht erlaubt ist. Wir machen es trotzdem und ihr habt in den letzten Jahren den Mund gehalten, weil es euch mehr Abonnenten gebracht hat. Ihr glaubt jetzt nur daran, dass ihr ein Bestandteil des Lebens der Menschen geworden seid, dass ihr auch mal etwas sticheln könnt.

      Netflix testet in Südamerika

      Abonnenten in Chile, Costa Rica und Peru haben aktuell die Möglichkeit, Profile in andere Konten/Accounts zu übertragen. Die Übertragung beinhaltet dann die Empfehlungen und für später gespeicherten Filme/Serien. Preislich werden dafür umgerechnet etwa 2€ pro Person aufgerufen (2.380 CLP in Chile, 2,99 USD in Costa Rica und 7,9 PEN in Peru).

      Die Zahl der weltweiten Netflix-Abonnenten sinkt. Daher verwundert es auch nicht, dass der Streaming-Gigant darüber nachdenkt, wie er trotzdem wachsen kann. Das Geld für den ganzen Original-Content muss ja irgendwo herkommen. Ob das aber der richtige Weg ist, wage ich zu bezweifeln.

      Abos mit Werbung sind aktuell kein Thema für Netflix

      Netflix plant derweil kein günstigeres Abo mit Werbung. Deren CFO Spencer Neumann sagte allerdings auch, dass man nichts kategorisch ausschließen will. „Sag niemals nie“.

      Disney hat hingegen bereits angekündigt, dass sie ab Ende 2022 in den USA und ab Anfang 2023 weltweit eine neue Option für Disney+ ausrollen werden, die ein günstigeres Abo ermöglichen wird, das dann mit Werbung querfinanziert wird. Wie das konkret aussehen soll, behielt das Maus-Imperium noch für sich.

      Mit mehr und mehr Streaming-Anbietern würde ich mir eher ein Management-Tool wünschen. Eine App in der Disney+, Netflix, Prime Video, Sky Ticket und all die ganzen Anbieter aufgelistet sind und ich jeden Monat ganz einfach das Abo kündigen/pausieren kann. Ein Klick und ich habe für einen Monat Disney+, weil es eine neue Staffel von The Mandalorian gibt. Eine neue Staffel Stranger Things und Umbrella Academy kommen bald? Okay, Netflix für Mai ist gesetzt.

      Wie steht ihr zu der ganzen Account-Sharing-Sache – könnt ihr Netflix verstehen oder sollen sie lieber mit mehr Produktplatzierungen in ihren Shows und Filmen mehr Geld reinholen und euch in Ruhe lassen?

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      Quelle: Netflix, comicbook.com

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      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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      1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

      1. Sofern es in der Familie bleibt sollte es frei bleiben. Sollte das der Fall sein das man Extra bezahlen soll kommt das sofort weg

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