Nokia 3.4 im Test: Ausdauerndes Einstiegs-Smartphone
  • Display
  • CPU
  • RAM/Speicher
  • 6,39'' HD+
  • Snapdragon 460
  • 3/64 GB

Nokia 3.4 im Test: Ausdauerndes Einstiegs-Smartphone

Der 4000mAh Akku bringt es auf knapp zwei Tage Laufzeit bei normaler Nutzung. Ob es jenseits der langen Akku-Laufzeit punkten kann, klären wir im Test.

Das gefällt uns

  • gute Verarbeitung

Das gefällt uns nicht

  • lange Ladezeiten

Es ist nicht das erste Einsteiger-Smartphone von Nokia, das seinen Weg in unsere Redaktion gefunden hat. Bei den bisherigen war es allerdings so, dass sie es äußerst schwer hatten, sich auf dem Markt durchzusetzen. Mit dem Nokia 3.4 gibt es also einen neuen Anlauf der Finnen.

nokia 3.4 einsteiger-smartphone mit großem akku im test

Die genauen technischen Daten des Nokia 3.4 findet ihr in der ausklappbaren Tabelle.

Technische Daten Nokia 3.4
Software Android 10
Prozessor Snapdragon 460
Octa Core (8 Kerne)
1.8GHz
Arbeitsspeicher 3 GB
Speicher 64 GB
per microSD-Karte um bis zu 512 GB erweiterbar
Display 16,23 cm (6,39“) IPS LCD mit HD+-Auflösung (1560x720px)
Kamera Hauptkamera
13 Megapixel Weitwinkel
2 Megapixel Bokeh
5 Megapixel Ultra-Weitwinkel
Frontkamera
8 MP
Video
max. Full HD/30fps
Akku 4.000 mAh
Besonderheiten 802.11 n, Bluetooth 4.2, NFC, USB-C (2.0), 3,5mm Klinkenanschluss, Button für Google Assistant
SIM-Karte Dual SIM: Nano-SIM + Nano-SIM + MicroSD
Abmessungen, Gewicht 76 mm x 161 mm x 9 mm
180 g
Preis ab 155 €*

Design und Lieferumfang

Das Thema Lieferumfang lässt sich schnell abhandeln. Das Nokia 3.4, Ladegerät und -kabel sowie der SIM-Piekser liegen in der Verpackung. Auf Kopfhörer verzichtet Nokia hier dankenswerter Weise. Die sind in der Preisklasse in aller Regel alles, aber nicht brauchbar.

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Das Design ist schnörkellos und schlicht. Die Front besteht größtenteils aus Display. Der untere Rand ist das typische Nokia-Kinn mit einem Nokia-Schriftzug. Die Rahmen an den restlichen drei Seiten sind angenehm schmal. Die Frontkamera ist in einer Punch-Hole-Notch untergebracht, die in der linken oberen Displayecke sitzt.

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Die Rückseite besteht aus Kunststoff, der eine feine Struktur besitzt. Das erhöht die optische Wertigkeit des Nokia 3.4 und sorgt dafür, dass das Smartphone immer gut in der Hand liegt. Die Kamera sitzt mittig in einem Buckel, so dass das Telefon nicht wackelt, wenn es auf dem Tisch liegt und ihr es bedient. Knapp darunter sitzt der Fingerprintreader. Der verrichtet seinen Dienst unaufgeregt und solide. Durch den Buckel der Kamera besteht auch nur eine geringe Gefahr, dass ihr aus Versehen auf der Kamera herumtatscht, wenn ihr den Fingerprintreader treffen wollt.

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Auf der linken Seite befindet sich der SIM-Karten-Slot. Der bietet euch Platz für zwei Nano-SIM und eine microSD-Karte. Finde ich gut, dass die Finnen euch hier alle Möglichkeiten einräumen.

nokia3.4 smartphone im test

Außerdem gibt es hier noch den Button für den Google-Assistant. Den könnt ihr in den Einstellungen ausschalten. Eine andere Belegung ist leider nicht möglich.

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Die rechte Seite werden von der Lautstärkewippe und dem Power-Button belegt. Alle Tasten sind leichtgängig, ohne zu leicht auszulösen.

nokia3.4 smartphone im test

An der Oberseite befindet sich der 3,5mm-Port und an der Unterseite der USB-C-Anschluss zum Laden sowie den Lautsprecher.

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An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Die ist einwandfrei. Alle Kanten sind glatt, die wenigen Spaltmaße ebenmäßig und die Tasten haben einen guten Druckpunkt.
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Großes Display mit schönen Farben

Mit 6,4“ bekommt ihr beim Nokia 3.4 ein großes Display. Wie bei allen großen Displays kann es mit kleineren Händen ein Problem werden, es einhändig zu bedienen.

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Die Helligkeit des Displays geht für diese Preisklasse in Ordnung. Wenn ihr eine starke Beleuchtung direkt von hinten habt, dann kann es zu Schwierigkeiten kommen, die Inhalte akkurat zu erkennen. In allen anderen Situationen werdet ihr aber keine Probleme haben.

Bei der Farbwiedergabe leistet sich das Nokia 3.4 keinen Schnitzer. Die Farben sind natürlich und kräftig, ohne dabei übertrieben zu wirken. Die Blickwinkel sind stabil, so dass sich das Bild nur unwesentlich abdunkelt, wenn ihr seitlich auf das Display schaut.

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Ordentliche Performance und ein starker Akku

Bei der Performance leistet sich das Nokia 3.4 keinen Schnitzer. Sie bewegt sich im erwartbaren Bereich. Apps starten zügig, bei intensiveren Tasks müsst ihr allerdings mit kurzen Gedenksekunden rechnen. Das trifft insbesondere auf Bild- und Videobearbeitung zu. Dafür ist die Hardware einfach zu schwach, um auf diesem Gebiet glänzen zu können. Dem gelegentlichen Aufhübschen eines Bildes steht allerdings nichts im Wege.

Beim Gaming zeigt sich ein ähnliches Bild. Wenig fordernde Spiele laufen auf niedrigen Detailstufen ordentlich. Grafisch anspruchsvolle Games wie etwa CSR Racing solltet ihr lieber auf anderen Smartphones spielen. Die machen selbst auf niedriger Detailstufe keinen Spaß.

Man sollte sich aber auch ehrlicherweise eingestehen, dass weder kreatives Arbeiten noch Gaming zu den Kernkompetenzen des Nokia 3.4 zählen. Es ist ein Smartphone, das in erster Linie für den Konsum von Inhalten gemacht ist. WhatsApp, YouTube, Netflix (und wie sie nicht alle heißen) laufen problemlos.

nokia3.4 smartphone im test

Der Akku umfasst 4000 mAh und hält euch ohne Weiteres zwei Tage von einer Steckdose fern. Schnellladen unterstützt das Nokia 3.4 leider nicht. Eine komplette Ladung dauert deutlich über zwei Stunden. Der kurze Zwischensprint an der Steckdose ist also nicht drin. Da die meisten aber ihr Smartphone ohnehin über Nacht laden, wird das Fehlen von Schnellladen kein Beinbruch sein. Zumal dieses Feature ein Gerät auch gleich wieder deutlich teurer macht.
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Triple-Kamera produziert ordentliche Fotos

HMD Global spendiert dem Nokia 3.4 eine Triple-Kamera. Hauptkamera ist ein 13 MP-Weitwinkelsensor, dem ein Ultraweitwinkel mit 5 MP und eine 2 MP-Linse für das Bokeh zur Seite stehen.

Bei guten Lichtverhältnissen macht die Kamera auch einen ordentlichen Job. Farben und Lichtstimmung der Motive werden korrekt eingefangen und wiedergegeben. Wie immer sagen Bilder natürlich mehr als tausend Worte. Und wie immer sind sämtliche Beispiel-Fotos in diesem Kapitel unbearbeitet.

Sind die Lichtverhältnisse schlecht, dann sackt die Leistung der Kamera deutlich ab. Die Bilder sind verrauscht und wirken matschig und flach. Eine wirklich Tiefenschärfe ist nicht zu erkennen. Im Hintergrund saufen die Details in einer Weichzeichnerorgie ab. Unter diesen Lichtbedingungen taugt die Kamera nicht wirklich. Der Automatikmodus sorgt dabei für die etwas besseren Bilder. Der Nachtmodus hellt sie stärker auf, erkauft dieses aber mit einem erheblichen stärkeren Rauschen.

links Automatikmodus, rechts Nachtmodus des Nokia 3.4

Für Selfies gilt das Gleiche wie für die Hauptkameras. Bei normalen Lichtbedingungen macht sie einen guten Job, bei schlechtem Licht ist das Ergebnis mau.

Die Kamera verhält sich vollständig so, wie es in der Preisklasse um die 150 Euro zu erwarten ist. Wer eine höhere Bildqualität bei schlechtem Licht oder mehr Features in der Kamera-App möchte, muss entsprechend seinen Ansprüchen mehr bezahlen.
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Vernünftiger Sound für einen Monospeaker

Beim Sound liefert das Nokia 3.4 so ab, wie man es von einem Smartphone in dieser Preisklasse erwarten kann. Der Klang ist für Telefonate geeignet, Stimmen sind gut und klar erkennbar.

Bei Musik und Filmen bekommt ihr eine sehr höhenlastige Performance. Sie werden auch schon bei halber Lautstärke in den Spitzen schrill und der Klang ist generell sehr flach. In Ausnahmesituationen mag es gehen. Aber ihr solltet euch lieber ein paar vernünftige Kopfhörer besorgen, wenn ihr mit dem Nokia 3.4 Musik hören oder Filme schauen möchtet.
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Fazit: Nokia 3.4

Das Nokia 3.4 gehört zu den soliden Einsteiger-Smartphones, die ihren Job so verrichten wie sie sollen: unaufgeregt. Es ist für alle geeignet, die ein Smartphone in erster Linie zum Konsum nutzen wollen.

nokia3.4 smartphone im test

Für den aufgerufenen Preis von derzeit 159 Euro* bekommt ihr eine im Alltag ausreichende Leistung mit einem vernünftigen Display. Der Speicher lässt sich erweitern und ihr könnt ihr neben der microSD-Karte auch noch zwei SIM-Karten einsetzen und habt damit volle Flexibilität.

Das Nokia 3.4 muss sich im Preisbereich bis 200 Euro gegen starke Konkurrenz durchsetzen. Und das dürfte nicht ganz einfach werden.

Nokia 3.4 bei uns im Shop

*Stand: Dezember 2020

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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