Nokia Lumia 1320 ausprobiert

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Auch wenn sich Nokia lange mit großen Smartphones zurück gehalten hat, hat man mit dem Lumia 1320 und dem Lumia 1520 dann doch zwei Geräte mit jeweils 6-Zoll-Display auf den Markt gebracht. Wir haben die Mittelklasse-Version Lumia 1320 in die Hände gekriegt und ausprobiert!

Der erste Eindruck beim Auspacken des Lumia 1320 ist gewaltig, besonders wenn man sonst ein 4-Zoll-Smartphone sein eigen nennt. Der Eindruck legt sich aber sehr schnell, nachdem man das Gerät zum ersten Mal einschaltet. Bei dieser Größe ist die Bedienung mit einer Hand nur eingeschränkt möglich und man sollte lieber beide Hände zur Nutzung frei haben.

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Das IPS-ClearBack-Display ist nicht nur sehr groß, sondern auch sehr farbkräftig und kontrastreich. Auf den ersten Blick denkt man, man hätte es hier mit einem AMOLED-Display zu tun, welches die Farben ähnlich kräftig und kontrastreich darstellt. Im Gegensatz zum großen Bruder Lumia 1520 hat das Lumia 1320 leider „nur“ eine Auflösung von 1280 x 720 Pixel. Das entspricht einer Pixeldichte von 241 PPI und ist in etwa vergleichbar mit dem iPad Air. Dadurch wirkt alles nicht so gestochen scharf wie beim Lumia 1520, aber stören tut es nicht wirklich. Das Display ist relativ hell und auch bei Sonneneinstrahlung noch vergleichsweise gut ablesbar.

An der Verarbeitung gibt es nichts aussetzen. Die mattierte Rückseite fühlt sich sehr gut an und sorgt für einen rutschfesten und sicheren Halt. Auch wenn die Rückseite abnehmbar ist, kann der Akku leider nicht ohne weiteres ausgetauscht werden. Hinter der abnehmbaren Rückseite verstecken sich lediglich der SIM- und MicroSD-Karten-Slot.

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Auf der Rückseite sitzt auch eine 5-Megapixel-Kamera inklusive LED-Blitz, die natürlich nicht mit der Kamera anderer Top-Modelle von Nokia mithalten kann. Für Schnappschüsse bei Tageslicht reicht die Kamera aus, jedoch fangen die Bilder bei nicht optimalen Lichtverhältnissen leider schnell an zu rauschen. Neben der Hauptkamera gibt es natürlich auch eine auf der Vorderseite für Videotelefonie, die genau die Qualität liefert, die man von einer 0,3 Megapixel-Kamera erwarten darf.

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Bei der Konnektivität hingegen kann das Lumia 1320 mit den Top-Modellen durchaus mithalten: Neben UMTS, WLAN a/b/g/n und Bluetooth 4.0 steht auch LTE für die schnelle mobile Datenverbindung bereit. Außerdem mit an Bord sind GPS für die Ortung, ein Bewegungssensor, ein digitaler Kompass sowie ein Näherungssensor.

Geladen wird das Lumia 1320 über den microUSB-Anschluss am unteren Ende des Gerätes. Ein 3,5mm Klinkenanschluss für Headset oder Kopfhörer ist oben am Gerät vorhanden.

Kommen wir nun zu den inneren Werten: Im Gegensatz zu Android erfordert das mobile Betriebssystem von Microsoft keinen Hochleistungsprozessor, um flüssig zu laufen. Daher sorgt schon ein Snapdragon S4 Pro Dual-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,7 GHz gepaart mit 1 GB Arbeitsspeicher für ein absolut butterweiches Erlebnis bei der Nutzung. Es waren kein Ruckeln und auch keine längeren Wartezeiten beim Starten von Apps zu spüren. Der interne Speicher ist 8 GB groß, wovon noch ca. 4,5 GB zur freien Verfügung stehen. Dank microSD-Karten-Slot kann der Speicher aber um bis 64 GB erweitert werden. Der Akku ist mit 3.400 mAh recht ordentlich und reicht für zwei bis drei Tage bei durchschnittlicher Nutzung aus. Bei intensiver Nutzung hält der Akku immer noch locker einen Tag durch.

Als Betriebssystem kommt übrigens Windows Phone 8 zum Einsatz. Das Nokia Black Update ist bereits vorinstalliert, in dem neben Nokia-eigenen Neuerungen auch die neue Version GDR3 des Betriebssystems enthalten ist.

Fazit: Wer bereits Erfahrung mit Windows Phone hat, auf ein großes Display wert legt und die etwas schwächere Kamera nicht stört, dem kann man das Nokia Lumia 1320 bedenkenlos empfehlen. Wer hingegen auf eine gute Kamera nicht verzichten möchte und auch scharfe Displays mag, der sollte sich das Lumia 1520 näher anschauen. Das Nokia Lumia 1320 kann ab 295 Euro bestellt werden.

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Über Cihan Boz

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