NVIDIA Quadro RTX – Raytracing in Echtzeit ist da

NVIDIA Quadro RTX – Raytracing in Echtzeit ist da

NVIDIA stellte am 14. August 2018 die nach eigenen Angaben erste Raytracing GPU der Welt vor. Die Quadro RTX Familie soll fotorealistisches Rendering in Echtzeit ermöglichen.

Fotorealistische Lichteffekte in Echtzeit

Raytracing ist eine große Nummer. Vereinfacht ausgedrückt beschreibt der Begriff, dass jeder einzelne Lichtstrahl in einer gerenderten Szene realistisch berechnet wird. Auf diese Weise bricht sich das Licht korrekt an Oberflächen, es wird realistisch reflektiert usw. Bisher war Raytracing nur sehr aufwändig und mit Hilfe von sehr, sehr viel Rechenpower realisierbar. Dies hat sich nun geändert, denn die neuen NVIDIA Quadro RTX GPUs sollen Raytracing in Echtzeit ermöglichen – ohne dass eine eigene Serverfarm notwendig wäre.

Einen guten Eindruck, was Raytracing bedeutet, zeigt diese Sequenz, die mit Hilfe der Unreal Engine 4 und NVIDIA Hardware entstand:

Konkret nennt NVIDIA folgende Vorteile der neuen Quadro RTX GPUS:

  • Neue RT-Cores für das Echtzeit-Raytracing von Objekten und Umgebungen mit physikalisch genauen Schatten, Reflexionen, Brechungen und umfassenden Beleuchtungsmöglichkeiten.
  • Turing-Tensor-Cores zur Beschleunigung des Trainings und der Inferenz von tiefen neuronalen Netzen, die für die Entwicklung von Renderings, Produkten und Dienstleistungen mit KI-Erweiterungen von entscheidender Bedeutung sind.
  • Neue Turing Streaming-Multiprozessor-Architektur bietet bis zu 4.608 CUDA-Cores, die bis zu 16 Teraflops Rechenleistung liefern, um komplexe Physik-Simulationen zu beschleunigen.
  • Fortschrittliche programmierbare Shading-Technologien zur Verbesserung der Leistung komplexer visueller Effekte und des grafikintensiven Erlebnisses.
  • Erste Implementierung des ultraschnellen Samsung 16-GB-GDDR6-Speichers zur Unterstützung von komplexeren Designs, umfassenden Architekturdatensätzen, 8K-Filminhalten und mehr.
  • NVIDIA NVLink kombiniert zwei GPUs mit einer Hochgeschwindigkeitsverbindung zur Skalierung der Speicherkapazität auf bis zu 96 GB und zur Steigerung der Leistung mit bis zu 100 GB/s Datentransfer.
  • Hardware-Unterstützung für USB-C und VirtualLink, einem neuen offenen Branchenstandard für die Strom-, Anzeige- und Bandbreitenanforderungen von VR-Headsets der nächsten Generation über einen einzigen USB-C-Anschluss.
  • Neue und verbesserte Technologien zur Verbesserung der Leistung von VR-Anwendungen, einschließlich Variable Rate Shading, Multi-View Rendering und VRWorks Audio.

Es wurden drei verschiedene RTX Modelle angekündigt. Die Quadro RTX 8000, die Quadro RTX 6000 sowie die Quadro RTX 5000. Die einzelnen Grafikkarten basieren auf der neuen Turing-Architektur und verfügen in der Tat über beeindruckende Specs:

GPU Speicher Speicher mit NVLink Raytracing CUDA-Cores Tensor-Cores
Quadro RTX 8000 48 GB 96 GB 10 Giga-Rays/Sek 4.608 576
Quadro RTX 6000 24 GB 48 GB 10 Giga-Rays/Sek 4.608 576
Quadro RTX 5000 16 GB 32 GB 6  Giga-Rays/Sek 3.072 384

Zum Vergleich: Eine GeForce GTX 1080 Ti verfügt über 3584 CUDA Cores und 11 GB Speicher.

Erhältlich ab Q4 2018

Falls ihr nun überlegt, schonmal euer Sparschwein zu plündern, sollten wir uns vielleicht noch über die Preise unterhalten. Jene haben es nämlich in sich, zumindest wenn man Consumer-Maßstäbe anlegt. Der Straßenpreis der kleinsten Quadro RTX 5000 mit 16 GB Speicher wird rund 2.300 US Dollar betragen. Für die RTX 6000 mit 24 GB werdet ihr rund 6.300 Dollar auf den Tisch packen müssen und für das Spitzenmodell Quadro RTX 8000 mit 48 GB Speicher sogar 10.000 Dollar.

Für professionelle Anwender dürfte sich aber dennoch eine deutliche Kostenersparnis ergeben.

Quelle: NVIDIA

Veröffentlicht von

Nerd, Geek, SciFi-Fan, Rollenspieler, Gamer. Beruflich schreibe ich seit 2011 Dinge ins Internet – seit 2017 als Redakteur und Community Manager bei notebooksbilliger.de. Erste Computer-Gehversuche ca. 1985 auf einem C64.

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