Nvidia stellt GeForce GTX 750 und GTX 750 Ti mit neuer Maxwell-Architektur vor

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Nvidia hat in dieser Woche mit der GeForce GTX 750 und der GeForce GTX 750 Ti zwei neue Mittelklasse-Grafikkarten für Desktop-PCs vorgestellt, die es in sich haben. Beide Modelle stellen zwar keine Benchmark-Rekorde auf, sie sind jedoch Nvidias erste Grafikbeschleuniger mit brandneuer Maxwell-Architektur. Dank dieser sollen die Karten viel effizienter arbeiten als ihre Vorgänger der Kepler-Familie.

Sowohl die GeForce GTX 750 als auch die GeForce GTX 750 Ti sind mit einer Maxwell-GPU vom Typ GM107 bestückt. Die GM107 ist die erste Maxwell-Ausführung, die es auf den Markt schafft, und wird noch im selben 28-Nanometer-Fertigungsprozess hergestellt wie die Vertreter der Kepler-Generation. Erst später in diesem Jahr sollen die echten Maxwell-Flaggschiff-Modelle folgen, die Nvidia dann im fortschrittlicheren 20-Nanometer-Verfahren produzieren lassen will.

Obwohl der GM107-Grafikchip auf beiden Neuvorstellungen zum Einsatz kommt, unterscheiden sich die GeForce-Grafikkarten bei der Anzahl der zur Verfügung stehenden Shader-Rechenkerne und der maximalen Speicherbestückung, was den Leistungsunterschied der beiden Modelle erklärt. Während bei der GTX 750 512 Shadereinheiten aktiviert sind und 1 Gigabyte GDDR5-Speicher vorhanden ist, wartet die GTX 750 Ti mit 640 Rechenkernen und 2 Gigabyte GDDR5-VRAM auf. Bei beiden Karten beträgt der GPU-Basistakt 1020 Megahertz, mit Turbo können bis zu 1085 Megahertz erreicht werden. Die Speicheranbindung erfolgt über einen 128 Bit breiten Bus. Was die Maxwell-GPUs der ersten Generation noch immer nicht vollständig unterstützen, ist DirectX 11.2.

Mit Blick auf die ersten unabhängigen Benchmarkergebnisse im Netz wird schnell klar, dass die neuen Nvidia-Grafikkarten an einem vergleichbaren Modell der Kepler-Generation vorbeiziehen können, ohne dabei ins Schwitzen zu kommen. Die GeForce GTX 750 Ti ist im Vergleich zur GeForce GTX 650 Ti im Schnitt rund 30 Prozent flotter, und auch die GTX 750 lässt das ältere Modell noch mit knapp 15 Prozent hinter sich. Besonders interessant dabei: GeForce GTX 750 und 750 Ti erreichen den erwähnten Geschwindigkeitsvorteil mit einem TDP-Wert (Thermal Design Power) von 55 beziehungsweise 60 Watt, während die GTX 650 Ti einen TDP-Wert von 110 Watt aufweist. Die Maxwell-Grafikkarten arbeiten demzufolge deutlich energieeffizienter. Eine Tatsache, die künftig gerade auch dem Notebook-Segment zugutekommen dürfte.

Link: Nvidia GeForce Grafikkarten

Modellvarianten der GeForce GTX 750 und GeForce GTX 750 Ti von diversen Herstellern sollen ab sofort ab rund 110 beziehungsweise 140 Euro auf dem Markt erhältlich sein.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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[…] offiziell vor. Vermutlich nicht zufällig lassen sich dabei gewisse Parallelen zum aktuellen Desktop-GPU-Portfolio des kalifornischen Chipspezialisten ausmachen, da zunächst nur die Einsteiger- und […]

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