OMEN by HP Reactor: optomechanische Gaming-Maus mit RGB-Beleuchtung und Auflageverstellung im Test

      OMEN by HP Reactor: optomechanische Gaming-Maus mit RGB-Beleuchtung und Auflageverstellung im Test

      HP möchte es mit der OMEN by HP-Serie nicht bei Gaming-PCs und -Notebooks belassen. Die Kalifornier haben neuerdings auch einiges an Gaming-Peripherie im Sortiment. Darunter befindet sich unter anderem die OMEN by HP Reactor – eine hochpreisige Gaming-Maus. Vorgestellt hatten wir die Maus bereits, jetzt haben wir sie getestet.

      Das gefällt uns

      • sehr gute Verarbeitung
      • präziser Tastenanschlag
      • griffige Form
      • gute Gleiteigenschaften
      • anpassbare Auflagefläche

      Das gefällt uns nicht

      • Gewicht nicht anpassbar
      • Reinigung umständlich


      Mit der Reactor richtet sich HP an qualitätsbewusste Gamer, die keine Qualitätsabstriche machen wollen und auf Präzision setzen. Die OMEN by HP Reactor verfügt deshalb über bis zu 16.000 dpi und optomechanische Tasten. Diese bieten mit 0,2 ms eine schnellere Reaktionszeit als mechanische Tasten. Neben der Reactor haben die Kalifornier außerdem die Gaming-Tastatur OMEN by HP Sequencer und das Gaming-Headset OMEN by HP Mindframe im Angebot. Diese haben wir ebenfalls ausführlich getestet.

      OMEN by HP Reactor

      Mattschwarz mit roten Details: OMEN by HP Reactor

      Wer mit dem Gedanken spielt, sich zwei OMEN by HP-Peripheriegeräte mit dem OMEN by HP Transceptor Rucksack zu holen, sollte einen Blick auf unsere Bundles werfen. Diese sind zwar keine Schnäppchen, aber immerhin günstiger als die drei Geräte einzeln.

      • Bundle 1 (OMEN by HP Reactor Gaming-Maus, OMEN by HP Mindframe Gaming-Headset, OMEN by HP Transceptor Gaming-Rucksack)
      • Bundle 2 (OMEN by HP Reactor Gaming-Maus, OMEN by HP Sequencer Gaming-Tastatur, OMEN by HP Transceptor Gaming-Rucksack)
      OMEN by HP Peripherie

      OMEN by HP-Peripherie: Sequencer, Mindframe und Reactor (v.l.n.r)

      OMEN by HP Reactor – die Gaming-Maus

      Kommen wir zunächst zu den technischen Details der OMEN by HP Reactor:

      Produkteigenschaften der OMEN by HP Reactor
      Tasten optomechanisch
      Anschluss USB 2.0
      Reaktionszeit 0,2 ms
      Lebensdauer 50 Millionen Klicks
      maximale Auflösung 16.000 dpi
      Abtastung optisch
      Anzahl der Tasten 6 (programmierbar)
      Besonderheiten RGB-Beleuchtung
      höhenverstellbare Auflagefläche
      metallummanteltes Kabel
      Kabellänge 2 m
      Abmessungen 4,2 x 8 x 12,3 cm
      Gewicht 160 g
      OMEN by HP Reactor bei uns im Shop

      Der Skarabäus unter den Gaming-Mäusen

      Zum Lieferumfang gibt es nicht viel zu sagen. In der schicken Verpackung befindet sich etwas Papierkram und eine kurze Bedienungsanleitung. Das war es aber auch schon. Optisch passt die Reactor natürlich perfekt zur OMEN-Serie von HP. Die Maus ist fast komplett schwarz und matt.

      Ein paar Details gibt es aber doch: Die Feder zur Höheneinstellung der Ablagefläche für die Handfläche glänzt rot. Außerdem sind die Daumentasten und die DPI-Taste in glänzendem Schwarz gestaltet. Das große OMEN by HP-Logo und das Mausrad verfügen über eine RGB-Beleuchtung. Der Korpus unter den Haupttasten ist passend zur OMEN by HP Sequencer in einer Art gebürsteter Alu-Optik gehalten. Das gummierte Mausrad geht sehr leichtgängig, ist leise und in kleinen Stufen gerastert. Es lässt sich aber nicht in einen stufenlosen Modus umschalten.

      Die Form der Maus erinnert mich mit der kantigen Tastenanordnung und den Lücken irgendwie an einen Käfer. Genauer gesagt ist es der heilige Pillendreher, auch besser bekannt als Skarabäus. Die beiden Haupttasten stehen frei und unter der hinteren Ablagefläche befindet sich ein Hohlraum mit der besagten Feder. Bedingt durch die vielen Kanten und Lücken dürften sich hier mit der Zeit aber unausweichlich Schmutz und Fusseln ablagern, die sich dann vermutlich nur mit etwas mehr Aufwand entfernen lassen. Abnehmbare Außenteile könnten hier eine Lösung sein.

      Die Höhenverstellung für die hintere Ablagefläche ist mit einem kleinen Schiebemechanismus an der rechten Seite fixiert. Wenn ihr den Regler gezogen haltet, könnt ihr die Fläche in der Höhe verstellen. Lasst ihr ihn los, rastet die Fläche ein. Das Ganze funktioniert in kleinen Stufen. Je nachdem wie groß eure Hände sind und wie ihr die Maus anfasst, kann es aber sein, dass ihr die Auflagefläche sowieso nicht berührt.

      OMEN by HP Reactor

      Ziehmechanismus für die Höhenverstellung auf der rechten Seite

      An der linken Seite befindet sich eine kleine Ablagefläche für den Daumen. Generell ist die Maus nicht symmetrisch und damit auch nicht für Linkshänder ausgelegt.

      Sehr gute Verarbeitung mit schwerer Kabelummantelung aus Metall

      Die Verarbeitung der Maus ist sehr gut. Nichts wackelt, knarzt oder sitzt locker. An der Unterseite sind genügend Gleitflächen angebracht, dank derer ihr die Maus sehr leicht und präzise über euer Mauspad manövrieren könnt. Das klappt mit dem mittig vorne auf der Unterseite platzierten optischen Sensor übrigens sehr gut.

      Auch die optomechanischen Tasten auf der Oberseite sind sehr präzise und geben ein sehr gutes und direktes Feedback. Ob die schnellere Reaktionszeit der optomechanischen Tasten tatsächlich einen Vorteil bietet, lässt sich im Alltag allerdings nicht wirklich nachvollziehen. Sie machen übrigens unterschiedliche Klickgeräusche.

      OMEN by HP Reactor

      Die Gleitflächen sind groß und verleihen der Reactor gute Gleiteigenschaften

      Wer schon mehrere Mäuse in der Hand hatte und sie von der Geburt bis zum Tod begleitet hat, der weiß, dass insbesondere Soft Touch-Oberflächen nach einiger Zeit unschön werden oder sich der Lack an diesen Stellen mitunter verabschiedet. Bei der Reactor wurde dieses Material zum Glück nur auf der Daumenablage genutzt. Alle anderen Elemente sollten mit der rauen und matten Oberflächenbehandlung und bei angemessenem Gebrauch mehrere Jahre ohne Schaden überstehen.

      Mit einem Gewicht von 160 Gramm wirkt die Maus auf keinen Fall zu leicht. Sie könnte für meinen Geschmack sogar gerne etwas schwerer sein. Die Möglichkeit, das Gesamtgewicht über zusätzliche kleine Gewichte zu verändern, gibt es aber bei der Reactor nicht.

      Ein weiterer Schwachpunkt von vielen Mäusen ist das Kabel. Ich besitze Zuhause eine Logitech G9x, die auch ein mit Stoff ummanteltes Kabel besitzt. Über die Jahre ist aber auch dieser Stoff gerissen und das Kabel kommt an dieser Stelle zum Vorschein. Es ist zudem nicht mehr besonders schön anzusehen. Bei der Reactor ist das Kabel mit einer Metallspirale ummantelt. Diese ist nicht nur sehr flexibel, sie bietet auch einen besseren Schutz vor scharfen Kanten und Klemmen und sollte deutlich langlebiger als Stoff sein. Zudem liegt das Kabel bedingt durch die schwere Ummantelung auch immer flach auf dem Tisch auf.

      OMEN by HP Reactor bei uns im Shop

      Strukturierte Software und obligatorische RGB-Beleuchtung

      Wie bei allen Geräten der OMEN by HP-Serie könnt ihr auch bei der Reactor die RGB-Beleuchtung mit dem OMEN Command Center individuell anpassen. Das gibt es exklusiv im Microsoft Store und für Windows 10 als Download. Das Programm ist gut strukturiert und dank kurzer Tutorials findet man sich schnell zurecht.

      Ihr könnt die RGB-Beleuchtung von dem Mausrad und dem Logo separat einstellen. Sie lassen sich statisch beleuchten und es gibt drei Animationen: Zyklus, pulsierend oder blinkend. Auf diese könnt ihr unterschiedliche Farbschemata anwenden und auch die Geschwindigkeit anpassen. Im folgenden Video wird gezeigt, wie die RGB-Beleuchtung mit dem OMEN Command Center angepasst werden kann.

      Über die Software lassen sich ebenfalls die Makros anlegen. Hier könnt ihr bspw. den Daumentasten bestimmte Funktionen zuweisen und dafür eine Tastenreihenfolge festlegen. Im Command Center findet ihr zudem die Einstellungen, in denen ihr Empfindlichkeit, Abfragerate und die „Entfernung beim Anheben“ verändern könnt. Im folgenden Video sehr ihr, wie ihr via OMEN Command Center Makros anlegen könnt.

      Die DPI lassen sich übrigens stufenweise mit der Taste an der Oberseite erhöhen. Die G9x kann das auch, aber genutzt habe ich es noch nie. Ich ändere auch nur sehr ungern die Sensitivität des Mauszeigers. Wer hier hohe Werte nutzt, muss die Sensitivität im Windows auch auf ein Minimum reduzieren. Ich gehe daher davon aus, dass die 16.000 dpi höchstens für Marketing-Vergleiche interessant sein dürften.

      Fazit: OMEN by HP Reactor

      Obwohl sie optisch nicht ganz mein Fall ist, kann die OMEN by HP Reactor im Test sehr überzeugen. Neben der hochwertigen Verarbeitung und den angenehmen Materialien punktet die Gaming-Maus außerdem mit einer griffigen Form, präzisen Tasten und guten Gleiteigenschaften. Das Design und die RGB-Beleuchtung sind aber natürlich Geschmackssache. Im Vergleich zu anderen aktuellen Mäusen ist die Reactor hier aber noch zurückhaltend, zumal sich die Beleuchtung via Software abschalten lässt.

      Wer mit der Mimikry von Käfern kein Problem hat und wen die 69,99 Euro* nicht abschrecken, erhält mit der Reactor einen sehr guten und langlebigen Begleiter für präzisionsfordernde Spiele und Arbeiten am PC.

      OMEN by HP Reactor

      Sehr empfehlenswerte Maus: OMEN by HP Reactor

      Eine vernachlässigbare Schwachstelle sehe ich in der Reinigung der zerklüfteten Konstruktion. Das ist jedoch ein generelles Problem von vielen (Gaming-)Mäusen. Für einige Nutzer könnte zudem die fehlende Gewichtsanpassung und ein größeres Format wünschenswert sein. Hier könnt ihr mit der anpassbaren Auflagefläche zumindest etwas entgegensteuern. Mehr Licht ins Dunkel dürfte grade hinsichtlich der Lebensdauer von Peripheriegeräten wie immer ein Langzeittest bringen.

      Ich finde die Maus sehr empfehlenswert. Das trifft insbesondere zu, wenn ihr die Reactor mit anderen Peripheriegeräten von OMEN by HP nutzt.

      OMEN by HP Reactor bei uns im Shop

      *Stand: 28. Januar 2019

      Veröffentlicht von

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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