OMEN X 2S 15-dg0070ng: High-End-Gaming-Notebook getestet – wie nützlich ist das zweite Display?
  • Display
  • CPU/Grafik
  • SSD/RAM
  • 15,6" UHD IPS / 60 Hz
  • Core i9-9880H / RTX 2080 Max-Q
  • 2 TB PCIe / 32GB DDR4

OMEN X 2S 15-dg0070ng: High-End-Gaming-Notebook getestet – wie nützlich ist das zweite Display?

Das OMEN X 2S 15-dg0070ng ist das Gaming-Notebook-Flaggschiff von OMEN. Während die Hardware mit Intel® Core™ i9-9880H Prozessor, 32 GB RAM, RTX 2080 Max-Q und UHD-IPS-Display an der oberen Leistungsgrenze nagt, ist das eigentliche Hauptaugenmerk des OMEN X das zweite Display über der Tastatur. Das eignet sich von Spotify über Let’s Plays bis zum NumPad. Die Verarbeitung des Notebooks ist gut und alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden. Bei der vorhandenen Leistung ist es zudem überraschend, wie sich das Notebook unter Last verhält.

Das gefällt uns

  • schickes Design
  • gute Verarbeitung & Materialwahl
  • schnelle SSD
  • viel Leistung
  • bleibt leise und kühl unter Last
  • zweites Display

Das gefällt uns nicht

  • viel Bloat-/ Scareware vorinstalliert
  • hoher Preis
  • zweites Display spiegelt
  • höhenlastige Lautsprecher

High-End-Gaming-Notebook mit zwei Displays für 4.000 Euro*

Hinter der Marke „OMEN X“ verstecken sich die Leistungsträger der Gaming-Notebooks und -PCs von OMEN. Während es ohne X beim OMEN 15-dc1211ng (Test) für 1.200 Euro* beginnt und bis zum OMEN 15-dh0020ng für 3.000 Euro* geht, legt der OMEN X 15-dg0070ng noch einen drauf. Für 4.000 Euro* bekommt ihr die absolute High-End-Ausstattung und auch nur hier das zweite Display über der Tastatur.

Wer ein schnelles Display der UHD-Variante mit 60 Hz Bildwiederholrate bevorzugt, bekommt das OMEN X 15-dg0030ng ebenfalls mit FHD-IPS-Display und 240 Hz Bildwiederholrate. Die restliche Ausstattung ist fast gleich. Statt des Achtkerners Core i9-9880H kommt der Sechskerner Core i7-9750H zum Einsatz. Wirklich spüren sollte man das im Alltag kaum. Ein weiterer Vorteil der Gaming-Variante für schnelle First-Person-Shooter ist der Preis, denn sie kostet 500 Euro* weniger.

OMEN X 15 mit zusätzlichem 6″-Display, LAN und Thunderbolt 3

Auf den ersten Blick wirkt das zugeklappte OMEN X eher schlicht. Die Oberseite mit dem beleuchteten Logo ist im Vergleich mit dem OMEN 15 sogar noch etwas unauffälliger, da beim Aluminium-Gehäuse auf extravagante Carbon- und Brushed-Alu-Texturen verzichtet wird. Wirklich auffällig wird das OMEN X erst, wenn es aufgeklappt wird. Dann zeigt sich die breite Glasfläche über der Tastatur mit dem 6″ großen Display. Viel Platz für Schnörkel bleibt nicht und auch die Tastatur rutscht bis an den vorderen Rand. Die Verarbeitung bewegt sich augenscheinlich auf sehr hohem Niveau und auch ein LAN-, HDMI- und Thunderbolt-3-Port sind mit von der Partie. Soweit so gut, doch beginnen wir mit den technischen Details.

Technische Details

Produkteigenschaften des OMEN X 15-dg0070ng

1. Display 15,6″, IPS, 60 Hz, entspiegelt
300 cd/m², Non-Touch
Ultra HD (3840×2160 Pixel)
2. Display 6″, IPS, spiegelnd
400 cd/m², Touch
Full HD (1920×1080 Pixel)
Prozessor Intel® Core™ i9-9880H Prozessor (8×2,3 GHz, maximal 4,8 GHz)
Grafik Nvidia GeForce RTX 2080 Max-Q (8GB GDDR6 VRAM)
Arbeitsspeicher 32 GB DDR4 3200 Mhz
Festplatte 2 TB NVMe SSD Western Digital
Netzwerk Realtek Gigabit LAN (MU-MIMO unterstützt)
Intel Dual Band WLAN 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 5.0
Anschlüsse 3x USB-A 3.1
1x USB-C 3.1 Gen2 (Thunderbolt 3)
1x HDMI
1x Klinkenanschluss
1x RJ45 Port (LAN)
1x Stromanschluss
Akku 72Wh Lithium-Polymer-Akku (intern verschraubt)
Eingabegeräte Tastatur mit RGB-Beleuchtung
zuschaltbarer Display-Nummernblock
Touchpad
Sound Bang & Olufsen 2.0-Lautsprecher
DTS:X Ultra
Kamera HD Webcam
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 36,21 x 26,17 x 2 cm (B x T x H)
Gewicht 2,46 kg
Preis 3.999 Euro*
OMEN X 15 bei uns im Shop

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Handballenauflage inklusive

In der großen Verpackung des 2 cm schmalen OMEN X 15 steckt neben dem Gerät selbst ein im Vergleich zu anderen High-End-Gaming-Notebook schlankes 230-Watt-Netzteil und ein Stromkabel. Außerdem legt OMEN noch eine schicke, bebilderte Kurzanleitung dazu. Dazu kommt eine massive Handballenauflage aus Gummi, die ihr vorne an das Notebook anlegen könnt.  Anleitung und Gummi-Auflage sind mit Folie verpackt.

Das OMEN X 15 ist schick

Das Design des OMEN X 15 ist relativ schlicht. Die Oberseite ist mit einem großen X durchzogen, auf dessen Flächen jeweils Mattschwarz zum Einsatz kommt. Zwei der Bereiche besitzen ein gitterartiges Lochmuster. Das Logo auf der Oberseite hat wie die einzelnen Tasten der Tastatur eine anpassbare RGB-Beleuchtung. Sonstige RGB-Leisten gibt es nicht.

Die Displayrahmen an den Seiten sind schmal, der obere und untere Rahmen ist allerdings etwas breiter als bei vergleichbaren Notebooks in diesem Preisbereich. Letztendlich ist das aber auch notwendig, damit die Oberseite beim Zuklappen bündig mit der Unterseite abschließt. Letztere wird auf der oberen Hälfte komplett von einer Glasfläche eingenommen, unter der sich mittag das 6″ große Zweitdisplay befindet. Die breiten Ränder bleiben ungenutzt.

Die Tastatur befindet sich auf der unteren Hälfte und rutscht bis knapp an den Rand. Wer das nicht mag, kann die Handballenauflage aus Gummi nutzen. Die Touchfläche fungiert nicht als NumPad, da das zweite Display diesen Part auf Wunsch – oder besser Knopfdruck – übernimmt. Das zweite Display wird über eine kleine Kante von der Tastatur getrennt. Diese Abstufung gibt es ebenfalls an der Unterseite, da der hintere Teil mit dem Kühlsystem etwas dicker ausfällt.

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Full-Alu-Body, gute Verarbeitung

Das OMEN X 15 hat einen gut verarbeiteten Full-Alu-Body. An Fingerabdrücke solltet ihr euch aber besser gewöhnen. Das Gaming-Notebook ist robust und das Display stabil. Es gibt keine scharfen Kanten und nichts wackelt. Die Spaltmaße sind sehr gut, allerdings gibt es ein paar Ausnahmen. Beim zweiten Display befinden sich oben und unten kleine Spalte, die allerdings nur beim genauen Hinsehen auffallen. Eine ungleichmäßige Lücke gibt es an der Rückseite.

Sehr gute Tastatur, gewöhnungsbedürftiges Touchpad

Die Tastatur des OMEN X 15 macht einen sehr guten Eindruck und ist vergleichsweise schlicht gehalten. Die Beleuchtung der Tasten lässt sich einzeln ansteuern, allerdings gibt es keine stufenweise Helligkeitsregelung, sondern nur „ein“ oder „aus“. Das Schreibgefühl ist einwandfrei und das Feedback der Tasten angenehm präzise. Längere Texten lassen sich ohne Probleme tippen. Lediglich das Touchpad ist etwas ungewöhnlich, da es auf eine matte und dadurch ziemlich raue Oberfläche setzt. Es reagiert damit insgesamt nicht so geschmeidig wie Glas-Touchpads.

Über dem Touchpad befinden sich einige Sondertasten. Mit der OMEN-Taste könnt ihr das OMEN Command Center aufrufen. Mit der Taste darunter aktiviert ihr den Ziffernblock auf dem zweiten Bildschirm. Da es sich hierbei um ein Touch Display handelt, könnt ihr Zahlen einfach auf dem Display eintippen. Die Tasten rechts daneben könnt ihr nutzen, um das zweite Display zu aktivieren, die Helligkeit zu verändern oder geöffnete Apps von dem Erst- auf den Zweitbildschirm zu verschieben. Insbesondere letzteres ist ziemlich angenehm und erspart euch das lästige Verschieben und Anpassen an das kleinere Display.

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Höhenlastige Lautsprecher von Bang & Olufsen

Beim OMEN X 15 kommt ein Stereo-Lautsprechersystem von Bang & Olufsen zum Einsatz. Tiefen sind kaum vorhanden und das Klangbild ist insgesamt unausgewogen, da Höhen zu stark betont werden. Hohe Passagen werden aber zumindest sehr klar wiedergegeben. Bei halber Lautstärke lässt sich Musik durchaus noch gut hören.

Thunderbolt-3- & LAN-Port, aber kein SD-Kartenleser

OMEN verbaut beim OMEN X 15 viele aktuelle Anschlüsse. Auf der linken Seite befinden sich auf der hinteren Hälfte der Stromanschluss, ein HDMI- und zwei USB-3.2-Type-A-Ports. Davor sitzen der schmale LAN-Port und der Kombi-Klinkenanschluss. Auf der rechten Seite platziert OMEN einen Thunderbolt-3- und einen weiteren USB-3.2-Type-A-Anschluss.

Rückseitig verbaute Anschlüsse hat das OMEN X 2S 15-dg0070ng nicht. Bedingt durch den Platzbedarf des zweiten Displays muss man Abstriche bei den Anschlüssen machen. Ein microSD-Kartenleser fehlt und DisplayPort wird nur in Verbindung mit dem Thunderbolt-3-Anschluss (Type C) unterstützt. Die Vorrichtung für ein Kensington-Schloss ist ebenfalls nicht dabei.

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OMEN X 15 bei uns im Shop

Scharfes, helles und mattes 4K-UHD-Primärdisplay

Das matte Hauptdisplay ist ein 15,6″ großes IPS-Panel mit UHD-Auflösung (3840×2160 Pixel). Es kommt auf eine Punktdichte von sehr scharfen 282 PPI. Das Panel ist von AU Optronics (AUO30EB). Das Display hat ein 16:9-Format und eine Bildwiederholrate von 60 Hz. Das OMEN X ist jedoch auch mit FHD-Display und 240 Hz Bildwiederholrate erhältlich.

Die Ausleuchtung des Displays ist gut und es leuchtet mit durchschnittlich 274 cd/m² ziemlich hell. Der mittlere Bereich ist wie so häufig am hellsten und zu den Seiten fällt die Leuchtdichte etwa 10% niedriger aus. Wirklich sichtbar ist das allerdings nicht. Wir haben das Display mit unserem Spyder5Elite kalibriert, wodurch die Darstellung deutlich wärmer und parallel ein bisschen dunkler wird. Die maximale Helligkeit sinkt um durchschnittlich um 30 cd/m². Mit 250 cd/m² ist das Display immer noch schön hell.

Scharfes, helles und spiegelndes FHD-Sekundärdisplay

Beim zweiten Display über der Tastatur handelt es sich um ein knapp sechs Zoll großes IPS-Display mit Touch-Unterstützung. Das Display befindet sich mittig unter einer spiegelnden Glasfläche, die bis zu den Seitenrändern des Notebooks reicht. Das kleine Display löst mit Full HD auf und ist mit durchschnittlich 410 cd/m² auf der höchsten Helligkeitsstufe sehr hell. Dadurch sind alle Inhalte gut erkennbar.

 

Der zweite Bildschirm lässt sich – festhalten – wie ein zweiter Bildschirm nutzen. Ihr könnt über die Tastenkombination FN+F3 einstellen, ob Inhalte erweitert, nur auf dem kleinen Display oder nur auf dem großen Display angezeigt werden sollen. Mit der „Content-Switch-Taste“ über dem Touchpad lassen sich alle Inhalte via Knopfdruck von dem großen auf das kleine Display verschieben und werden dort dann direkt im Vollbildmodus angezeigt. Das geht wesentlich einfacher als die Fenster via Maus in das kleine Display zu ziehen.

Es ist natürlich sinnvoll, auf dem zweiten Display Programme wie Spotify oder Youtube anzeigen zu lassen, wenn ihr bspw. ein Let’s Play direkt nachspielen wollt. Oder ihr lasst euch eine Video-Anleitung für Photoshop anzeigen. Beim Spielen ist das Omen Commend Center für die Überwachung das Hardware-Auslastung praktisch. Da das kleine Display wie ein zweiter Monitor behandelt wird, wechselt man leider automatisch auf den Desktop, wenn man im Spielgeschehen auf das zweite Display klickt.

Ob und inwiefern die Anzeige wirklich einen Mehrwert bringt, hängt ganz von euch ab. Mit einer Größe von 6″ ist das Display mit einem Smartphone-Display vergleichbar. Inhalte sind dementsprechend klein und ihr sollte nah am Notebook sitzen, um sie gut erkennen zu können. Die Spiegelung der Inhalte des Primärdisplays im Zweitdisplay könnte für den ein oder anderen als störende empfunden werden.

Durchschnittliche Farbtreue

Beim matten Primärdisplay gibt es mit Lichtquellen im Raum keine Probleme. Beide IPS-Panels haben stabile Blickwinkel und zeigen Farben satt, aber trotzdem natürlich an. Die Farbabdeckung des Primärdisplays liegt bei 99% sRGB, 70% NTSC und 76% AdobeRGB. Wie das Diagramm zeigt, bewegt es sich damit leicht über dem Mittelfeld der unserer getesteten Gaming-Notebooks. Viele Hersteller setzen auf gleiche oder zumindest ähnliche Panels.

Wer nach einer höheren Farbabdeckung sucht, sollte sich das Gigabyte AERO 15 OLED (Test) oder das MSI GT76 Titan (Test) anschauen. Das Razer Blade 15 gibt es ebenfalls mit UHD-OLED-Display. OLED-Panels bieten aktuell die genaueste Farbdarstellung im Notebook-Segment. Da diese wie das Sekundärdisplay spiegeln, wäre der Einsatz beim OMEN X 15 allerdings nicht sehr sinnvoll. Das Farbprofil könnt ihr hier herunterladen.
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Windows und viele Programme ab Werk

Auf dem OMEN X 15 ist ab Werk Windows 10 Home in der 64-Bit-Version installiert. Dazu gesellt sich jede Menge Bloat- und Scareware in Form von Candy Crush Friends & Saga, Dropbox, LinkedIn, Netflix, Skype, Solitaire und Co. Eine mit Popups nervende McAfee-Testversion ist ab Werk ebenfalls installiert. Das macht das HP Care Pack übrigens auch. Des Weiteren befindet sich auf dem Notebook jede Menge HP-Software in Form des OMEN Command Centers, Energy Star, HP Audio Switch, HP Connection Optimizer, HP Documentation, HP JumpStarts, HP Smart usw. Ihr könnt fast alles deinstallieren.

Übersichtliches und gut strukturiertes OMEN Command Center

Das OMEN Command Center lässt sich mit einer eigenen Taste neben der Entfernen-Taste aufrufen. Die Software ist gut strukturiert, aufgeräumt und läuft reibungslos. Mit der App könnt ihr CPU-, GPU- und Speicherauslastung überprüfen, die Beleuchtung einstellen und auch einen energiesparenden Komfort-Modus aktivieren. Wer noch mehr Leistung benötigt, kann den RAM, der standardmäßig mit 2.666 Mhz läuft, auf 3.200 Mhz anheben. Es bleibt allerdings fraglich, ob spürbare Performance-Verbesserungen erreicht werden und welche Auswirkungen die Übertaktung auf den Temperaturhaushalt hat. Sinnvoller ist es, den Modus „Leistung“ zu aktiveren, worauf allerdings im nachfolgenden Kapitel weiter eingegangen wird. Wer weniger Leistung benötigt, kann den energiesparenden Komfort-Modus wählen.

Von den 1,86 TB Speicherplatz der beiden im Raid 0 arbeitenden NVMe SSDs stehen euch 1,82 TB zur freien Verfügung. Damit sollte ausrechend Platz für Spiele und Programme vorhanden sein.
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High-End-Hardware etwas langsamer als Wettbewerb

Das OMEN X 15 verfügt in der getesteten Variante über einen Core i9-9880H, 32 GB RAM und eine RTX 2080 im flachen Max-Q-Design. Neben dem leistungsstarken Achtkerner ist die RTX 2080 Max-Q nach der normalen RTX 2080 in dieser Grafikkarten-Generation die zweitstärkste verbaute GPU in Gaming-Notebooks. Das OMEN X 15 eignet sich also sehr sehr gut zum Zocken von aktuellen Spielen in FHD oder WQHD bei maximalen Details und auch für UHD-Gaming auf mittlerer Detailstufe.

Je nach eigener Wahrnehmung einer flüssigen Framerate müssen bei UHD jedoch Abstriche gemacht werden, da es bei Titeln wie Ghost Recon Wildlands mit durchschnittlich 40 Bildern pro Sekunde schon zu FPS-Drops und somit kleinen Rucklern kommen kann. Ich würde bei dem 15,6″-Display daher eher auf WQHD mit maximalen Details setzen, anstatt bei UHD mit niedrigen Details unterwegs zu sein. Die hohe Bildschärfe ist bei WQHD auf dem Display mit 188 PPI trotzdem gegeben.

Damit erreicht das Notebook im normalen Performance-Modus bis zu 15% weniger FPS als das vergleichbar ausgestattete Razer Blade 15 (Test) und liegt in etwa auf einem Level mit dem ASUS ROG Strix Scar III (Test) mit Core i7-9750H und RTX 2070. Die Vorteile dieser Vorgehensweise zeigen sich jedoch im Kapitel Emissionen, da das Razer Blade 15 unter hoher Last unangenehm laut und warm wird. Wer möchte, kann im OMEN Commend Center den Modus „Leistung“ aktivieren. Dadurch generiert die Hardware ca. 5 bis 10 % mehr Leistung.

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Alle Werte könnt ihr den Diagrammen zu den einzelnen Spielen entnehmen. Wer noch mehr Leistung sucht, wird übrigens beim MSI GT76 Titan (Test) fündig, das neben einem Desktop-i9-9900K auch eine RTX 2080 und 64 GB RAM bietet. Wirklich mobil ist man damit zwar nicht, bekommt aber die aktuell maximale Notebook-Leistung.

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Gute Anwendungs-Performance und schnelle WD-SSDs

Im Cinebench R20 landet das Gaming-Notebook mit Achtkern-CPU und 2.733 Punkten auf dem zweiten Platz. Schneller ist nur das MSI GT76 Titan mit der Desktop-CPU. Im Photoshop-Benchmark kann sich das OMEN X 2S 15 sogar an die Spitze setzen.

Im Gaming-Notebook stecken zwei Marken-NVMe-SSDs des Typs Western Digital SN720 mit jeweils einem TB Speicher. Die SSDs erreichen als RAID-0-Verbund im AS SSD-Benchmark mit knapp über 4.000 Punkten einen hohen Wert. Unsere Referenz, die EVO 970 Plus von Samsung (Test) kommt zwar auf 6.255 Punkte, aber im Alltag solltet ihr den Unterschied kaum merken. Im Kopier-Benchmark liefern die SSDs ebenfalls überdurchschnittlich gute Werte ab.

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Zwei Stunden Akkulaufzeit

Zocken ist im Akku-Modus an keinem Notebook möglich, da die Performance auf einen Bruchteil der normalen Leistung schrumpft, wenn man den Stecker zieht. Der 72-Wh-Akku liefert nicht genug Spannung für die geforderte Leistung und muss im OMEN X 15 zudem zwei Displays mit Strom versorgen. Im Akku-Benchmark schaltet sich das zweite Display nach kurzer Zeit ab und das Gaming-Notebook erreicht insgesamt eine Laufzeit von zwei Stunden und 17 Minuten bei einer Display-Helligkeit von 200 cd/m². Nach einer Stunde im Benchmark verliert es ca. 40% Batterielaufzeit.

Damit liegt das OMEN X 15 auf einer Höhe mit dem Lenovo Legion Y740 (Test). Das Razer Blade 15 (Test) mit RTX 2080 Max-Q und das Schenker XMG NEO 15 (Test) mit RTX 2070 Max-Q halten mit über vier Stunden jedoch deutlich länger durch.

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OMEN X 15 bewahrt im Stresstest einen kühlen Kopf..

Ich hatte erwartet, dass das OMEN X 15 bedingt durch die verbaute Hardware unter Last deutlich wärmer als das Einsteiger-Gaming-Notebook OMEN 15 mit GTX 1650 wird, doch hier enttäuscht mich das getestete Notebook auf ganzer Linie – im positiven Sinne. Wir haben das Temperaturverhalten wie immer mit HWiNFO64 im Idle, beim Systemstabilitätstest von AIDA64 und beim Zocken von The Witcher 3 in UHD bei mittlerer Detailstufe untersucht.

Im Ruhezustand liegen CPU- und GPU-Temperatur bei guten 47°C und 42°C. Im Stresstest steigen die Temperaturen im Durchschnitt auf 74°C (CPU) und 66°C (GPU). Das sind sehr niedrige Temperaturen für den Stresstest und es verwundert nicht, dass die CPU-Kerne nicht gedrosselt werden müssen. Der Achtkerner kann die Taktfrequenz also permanent halten. Nervig laut wird das OMEN X 15 im Stresstest ebenfalls nicht. Die Lüfter sind zwar hörbar, aber verdammt leise für ein Gaming-Notebook.

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..und wird auch beim Zocken weder laut noch heiß

Beim Zocken verhält sich das OMEN X 15 trotz der flachen Bauweise ebenfalls überraschend souverän. Obwohl The Witcher 3 das Notebook in UHD auf mittlerer Detailstufe ordentlich fordert, bleiben die Temperatur und auch das Geräuschniveau auf einem sehr guten Level. Der Prozessor erreicht eine Temperatur von durchschnittlich 70°C und die RTX 2080 Max-Q wird im Durchschnitt 65°C warm. Wir haben uns ebenfalls kurz das Verhalten im Modus „Gaming“ angeschaut, aber auch hier ist die Temperaturentwicklung ebenso wie die Geräuschkulisse akzeptabel, wenngleich etwas höher bzw. lauter. Die Temperaturen steigen auf durchschnittlich 75°C (CPU) und 67°C (GPU) an.

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Damit bleiben die Komponenten ziemlich kühl, jedoch wird das Gehäuse über dem zweiten Display und auch an der Unterseite etwas wärmer. Es lässt sich aber noch überall anfassen, ohne dass es unangenehm wird. Wenn es einen Silent-Award für leise Gaming-Notebooks bei uns geben würde, das OMEN X 15 würde ihn bekommen.

Damit zahlt sich die etwas geringere Leistung im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Notebooks wie dem Razer Blade 15 (Test) mit einem besseren Energiemanagement und damit womöglich einer längeren Lebensdauer aus.

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Keine freien Ports im Gehäuse

Um die Unterseite zu öffnen, müsst ihr sechs Schrauben lösen. Die Platte ist mittig allerdings ziemlich stark an der Unterseite eingehakt und es erfordert etwas Kraft und Mut, sie komplett zu öffnen. Da die Spaltmaße sehr klein sind, ist es zudem nicht ganz einfach, einen Anfang zu finden. Am besten fängt man an einer der hinteren Ecken mit dem Aushaken an. Eine Plastikkarte ist zwar nicht zwingend erforderlich, vereinfacht das Unterfangen aber deutlich.

Der Innenraum zeigt sich aufgeräumt. Die beiden SSDs, der Akku und ein RAM-Riegel sind direkt zugänglich. Über dem anderen RAM-Riegel liegt eine Schutzfolie, die ihr nach oben klappen könnt. Freie Ports gibt es bedingt durch den großen Akku und das zweite Display in dem Gehäuse keine. Eine 2,5″-HDD passt im Gegensatz zum OMEN 15 nicht hinein. Wenn ihr die vorhandenen Komponenten aufrüsten möchtet, müsst ihr sie mit besserer Hardware austauschen. Wirklich sinnvoll ist das in meinen Augen nicht.
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Fazit: OMEN X 15

Mit der aktuellen Gaming-Notebook-Serie macht OMEN vieles richtig. Schon das OMEN 15-dc1211ng hat mich im Test mit der guten Verarbeitung, einem schicken Design und der leisen und kühlen Performance unter Last überzeugt – und das für faire 1.200 Euro.* Das OMEN X 15-dg0070ng setzt natürlich in allen Belangen einen drauf: Mehr Leistung, sehr scharfes UHD-IPS-Display, größerer und schneller SSD-Verbund und eine schönes und wertiges Aluminium-Gehäuse.

Blickfang des OMEN X 15 ist das spiegelnde 6″-IPS-Display mit FHD-Auflösung und Touch-Bedienung über der Tastatur, mit dem das Gaming-Notebook für 4.000 Euro* den exklusiven Anspruch unterstreicht. Für das Omen Command Center, Spotify oder Let’s Plays und Tutorials ist es ganz gut geeignet. Inwieweit dieser Mehrwert den Preis rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.

Das OMEN X 15 bietet bei einem schmalen Formfaktor von nur 2 cm Höhe eine Menge Leistung, die für UHD-Gaming ausreichend ist, jedoch etwas niedriger als bei vergleichbar ausgestatteten Gaming-Notebooks ausfällt. Dafür bleibt das Gaming-Notebook unter Last angenehm leise und kühl. Positiv ist im Test auch die sehr gute Tastatur aufgefallen. Die großen Lücken am Scharnier sind hingegen Geschmackssache.

Das OMEN X 15 hat aber trotzdem Potential nach oben. Einen Mini-DisplayPort-Anschluss und microSD-Kartenleser hat das High-End-Gaming-Notebook nicht. Außerdem sitzen keine Anschlüsse an der Rückseite. Bei der Verarbeitung leistet sich das OMEN X 15 trotz wertigem Full-Alu-Body einen kleinen Schnitzer und die viele Bloat- bzw. Scareware ist ebenfalls vermeidbar.

OMEN X 15 bei uns im Shop

*Stand: 14.10.2019

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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