OnePlus 10T 5G im Test: Auch ohne Hasselblad ein großartiges Smartphone

      OnePlus 10T 5G im Test: Auch ohne Hasselblad ein großartiges Smartphone

      Das OnePlus 10T 5G ist der jüngere Bruder des 10 Pro. Es bietet aber einen verbesserten Prozessor, ein fähigeres Kühlsystem und 150W-Schnellladen. Dafür mussten das Hasselblad-Branding, die Telekamera und der beliebte Schieberegler weichen.

      Normalerweise veröffentlicht OnePlus in jeder Smartphone-Generation ein „normales“ Modell und ein „Pro“ Modell. Dieses Jahr erschien auf dem weltweiten Markt nur das OnePlus 10 Pro.

      Mein Kollege Clemens war in seinem Test dazu sehr angetan. Nun soll das OnePlus 10T als jüngerer Bruder die Lücke des „Nicht Pro“-Modells schließen.

      Im Grunde handelt es sich hier um das OnePlus 10 Pro mit einigen Änderungen. Einiges wurde verbessert und an einigen Stellen wurde der Rotstift angesetzt: Es kommt der neuere und effizientere Snapdragon 8+ Gen 1 als Prozessor zum Einsatz, das Kühlsystem wurde ebenfalls verbessert und es gibt nun 150W-Schnellladen.

      Dafür verzichtet OnePlus auf die Hasselblad-Zusammenarbeit bei der Kamera und auch der beliebte Schieberegler an der linken Seite mussten weichen.

      OnePlus positioniert das 10T nicht direkt unter dem 10 Pro, sondern denkt eher in Zielgruppen: Wem eine exzellente Kamera wichtig ist, kann weiterhin zum 10 Pro greifen. Wer etwas mehr Leistung braucht, nimmt das 10T.

      Ich selbst sehe es eher als den kleinen –  aber dafür jüngeren – Bruder des OnePlus 10 Pro. Doch ist der jüngere Bruder nicht vielleicht sogar das bessere Smartphone?

      Technische Daten OnePlus 10T 5G
      Software OxygenOS 12.1 auf Basis von Android 12
      Prozessor Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1
      Grafikeinheit Adreno 730
      Arbeitsspeicher 8 GB/ 12 GB/ 16 GB LPDDR5
      Speicher 128 GB/ 256 GB UFS 3.1
      nicht erweiterbar
      Display 6,7 Zoll, FHD+ (2.412*1.080), 20,1:9, AMOLED, 120Hz, Up to 1,000Hz Touch Response Rate, 10 Bit Farbtiefe, Max. 950 Nits, HDR10+, Adaptive Bildwiederholrate (60Hz, 90Hz, 120Hz), Corning Gorilla Glass 5
      Kamera Hauptkamera
      50MP (Sony IMX766), f/1.8, OIS, EIS
      Max. Video Hauptkamera
      2.160p@30/60 fps
      1.080p@30/60 fps
      720p@30/60 fps
      Slow Motion: 1080p@240 fps, 720p@480 fps
      Time Lapse: 1080p@30 fps, 4K@30 fps
      Ultraweitwinkel
      8MP, f/2.2, 119,9°
      Makro
      2MP, 2 – 4 cm
      Selfiekamera
      16MP, f/2.4, EIS
      Anschlüsse USB-Typ-C 2.0
      Konnektivität GSM, WCDMA, LTE, 5G
      Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax 2*2 mimo
      Bluetooth 5.3 (aptX, aptX HD, LDAC, AAC)
      GPS (L1 + L5 Dual Band)
      GLONASS
      Galileo (E1 + E5a Dual Band)
      Beidou
      A-GPS
      SIM Kartenslot: Dual
      Kartengröße: Nano
      Bedienung Multitouch
      Fingerabdruckleser im Display
      Akku 4.800 mAh (Dual-Cell 2.400 mAh), 150W-Schnellladefunktion (SUPERVOOC Endurance Edition)
      Besonderheiten Stereo-Lautsprecher (Dolby Atmos)
      3 Mikrofone
      Design Höhe: 16,3 cm – Breite: 7,53 cm – Dicke: 0,87 cm
      Gewicht: 203,5 Gramm
      Farben: Moonstone Black, Jade Green
      Preis 8GB RAM + 128GB – 699 Euro*
      16GB RAM + 256GB  – 799 Euro*
      Zum Shop: Smartphones von OnePlus

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      Lieferumfang

      In der schicken Box ist alles Nötige dabei: Das Smartphone, ein transparentes Case, ein rotes USB-C-Ladekabel, ein Ladegerät mit 160 Watt, ein SIM-Toolkit und diverse Zettel. Auf dem Display ist bereits eine dünne Schutzfolie aus Plastik angebracht.

      Design

      Beim Design hat sich im Vergleich zum OnePlus 10 Pro wenig getan: Die Rückseite besteht weiterhin aus Glas und gibt es in den Farben Moonstone Black oder Jade Green. Die grüne Variante hat eine glatte Oberfläche und verändert je nach Lichteinfall etwas ihre Farbe. Die schwarze Variante bietet eine leicht angeraute Textur und liegt damit sicherer in der Hand.

      Es gibt jedoch wieder eine Vielzahl an offiziellen Hüllen für das Smartphone, unter anderem auch die beliebte Sandstone-Hülle. Damit bekommt das OnePlus 10T deutlich mehr Gripp und ist gut vor Kratzern geschützt.

      Die Vorderseite bietet ein 6,7 Zoll großes FullHD+-Display mit dünnen schwarzen Rändern und einer klassische Selfie-Kamera mit 16 Megapixel oben in der Mitte. Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display hat während meiner Testzeit immer gut funktioniert. Er ist für meinen Geschmack aber etwas zu weit unten angebracht.

      Die Seiten des Geräts bestehen aus Kunststoff in Silberoptik und lassen das Smartphone gut in der Hand liegen. Rechts befinden sich die Lautstärketasten und links der Power-Button. Leider müssen Fans beim OnePlus 10T auf den beliebten Schiebeschalter für den Benachrichtigungsmodus (Laut, Vibration, Leise) verzichten. Der wurde – offiziell aus Platzgründen – diesmal eingespart. Er soll aber bei zukünftigen Geräten wieder mit von der Partie sein.

      Ober- und Unterseite sind flach gehalten und man kann – mit etwas Feingefühl – das Smartphone sogar vertikal hinstellen. Auf der Oberseite befinden sich zwei Mikrofone, auf der Unterseite ein Lautsprecher, ein weiteres Mikrofon, der USB-C-Anschluss und Einschub für die SIM-Karten.

      Soweit so gut und mit dem OnePlus 10 Pro identisch. OnePlus hat das große Kamera-Modul aus poliertem Keramik beim 10T-Modell nun besser besser in die Rückseite eingearbeitet. Damit steht es weniger heraus und wirkt einfach etwas hübscher.

      Die Verarbeitung des OnePlus 10T ist einwandfrei und gleichauf mit anderen Oberklasse-Smartphones. Dennoch solltet ihr bei der Rückseite aufpassen, da Glas bei einem Sturz leicht zerspringen kann. Das OnePlus 10T hat keine IP-Zertifizierung, sollte aber dennoch Staub- und Spritzwassergeschützt sein. Es wird mit den gleichen Bauteilen wie zertifizierte Geräte gebaut, verzichtet aber aus Kostengründen auf das offizielle Siegel.

      Mit einer Höhe von 16,3 cm und einer Breite von 7,53 cm ist es nicht gerade ein kleines Smartphone. Durch die Bauweise und die schmalen Displayränder wirkt es aber kompakter. Das Gewicht von 203,5 Gramm fühlt sich angenehm in der Hand an und es ist somit nicht zu schwer.

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      Display

      Das OnePlus 10T verwendet ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Panel mit einer FHD+-Auflösung. Das Pro beherrscht hingegen eine QHD-Auflösung. Im Alltag sollte es aber keinen wirklichen Unterschied machen. Fotos und Texte sind scharf und die niedrigere Auflösung spart zudem etwas Akku.

      Während das OnePlus 10 Pro mit gebogenen Seiten daherkommt, hat sich OnePlus beim 10T-Modell für ein flaches Display entschieden. Das dürfte bestimmt einigen Leuten gefallen und ist auch mir tatsächlich lieber. Am Ende kommt es aber auf den Geschmack an.

      Das Display bietet eine maximale Bildwiederholrate von flüssigen 120Hz, die aber auch adaptiv funktionieren kann. Dabei handelt es sich jedoch nicht um die feinstufige LTPO 2.0-Technik, sondern um ein dreistufiges System. Je nach App wird zwischen 60Hz, 90Hz und 120Hz hin- und hergeschaltet. In meinem Testzeitraum hat das gut funktioniert, ich habe es jedoch später einfach auf 90Hz festgelegt.

      Film-Fans freuen sich, da das Panel HDR10+ unterstützt, eine Farbtiefe von 10 Bit beherrscht und dank AMOLED knallige Farben und tiefschwarze Bildbereiche bietet. Filme und Serien auf Netflix und Amazon Prime Video haben mir damit viel Spaß gemacht.

      OnePlus gibt eine maximale Helligkeit von 950 Nits an, die wohl für den HDR-Modus gilt. Da mir ein Messgerät für Smartphone-Displays fehlt, kann ich die offizielle Angabe nicht bestätigen. Im Alltag wird das Display dennoch ausreichend hell und selbst bei praller Sommersonne hatte ich kein Problem damit.

      In den Einstellungen finden sich diverse Farbmodi für das Display: Lebhaft, Natur, Pro-Modus (Cineastisch mit P3-Farbraum, Brilliant mit größter Farbdarstellung). Die Farbtemperatur lässt sich ebenfalls anpassen. Am Ende bin ich beim Pro-Modus (Brilliant) gelandet, der für mich das angenehmste Bild erzeugt.

      Spieler*innen freuen sich über eine Touch Response Rate von bis zu 1.000Hz. Damit bewegt sich das OnePlus 10T auf einem guten Niveau und reagiert schnell auf eure Eingaben.

      Insgesamt gibt es am Display nichts zu meckern: Der Bildschirm ist scharf, ausreichend hell (selbst für den Sommer), bietet flüssige 120Hz und sieht dank HDR10+ und einer hohen Farbtiefe erstaunlich gut aus.

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      Performance

      OnePlus hat dem 10T-Modell den neuen Snapdragon 8+ Gen 1 spendiert. Im Chip sitzt zudem der Adreno 730 als Grafikeinheit. Die Plus-Variante des Prozessors soll 10 Prozent mehr CPU- und GPU-Leistung bringen, dabei aber 30 Prozent weniger Strom verbrauchen. Damit besitzt das OnePlus 10T einen etwas besseren Prozessor, als das OnePlus 10 Pro.

      Neben einem effizienteren Prozessor hat OnePlus aber auch das Kühlsystem verbessert und verwendet  nun eine „Cryo-Velocity-Vapor-Chamber“. Es soll doppelt so gut wie klassische Vapor-Chamber-Systeme sein und 50 Prozent besser als Graphite-Systeme kühlen. Mein Kollege Clemens hatte bereits beim OnePlus 10 Pro keine Probleme mit der Hitzentwicklung. Auch ich hatte in meiner Testzeit keine Probleme und die Rückseite wurde selbst bei langen Gaming-Sessions nur leicht warm.

      Begleitet wird der Prozessor von bis zu 16 GB an Arbeitsspeicher (LPDDR5) und bis zu 256 GB an Speicher (UFS 3.1). OxygenOS beherrscht auch die Funktion „RAMBoost“ mit der ihr euch zusätzlich einige GB an Arbeitsspeicher vom schnellen UFS-3.1-Speicher abzapfen könnt. Wenn ihr viele Medien auf dem Smartphone speichert oder unzählige Apps verwendet, rate ich euch zum Modell mit 256 GB Speicher.

      Im Alltag erweisen sich der aktuell schnellste Android-Prozessor und eine große Menge an RAM natürlich als Vorteil: Alles läuft flüssig, der Wechsel zwischen vielen Apps funktioniert schnell und es gibt keine „Denkpausen“. Auch intensive Bildbearbeitung und ein kurzer Videoexport liefen einwandfrei.

      Auch beim Gaming kann das OnePlus 10T überzeugen. Ich habe damit einige Runden PUBG Mobile und Raid: Shadow Legends gespielt. Alles lief mit den höchsten Einstellungen hervorragend und es gab keine Ruckler. Die Rückseite wurde dabei nur etwas warm, mehr aber nicht.

      Da die meisten Spiele übrigens ein Framelimit von 60 FPS und somit auch 60Hz besitzen, lohnt es sich die Bildwiederholrate bei langen Gaming-Sessions zu senken. Das spart Leistung und Akku. In Normalbetrieb könnt ihr dann wieder auf 90 oder 120Hz wechseln, um das System geschmeidig wirken zu lassen.

      Beim 10T hebt OnePlus ihre „HyperBoost Gaming Engine“ hervor. Diese im Hintergrund arbeitende Software soll für ein flüssigeres Spielerlebnis sorgen. Dazu gehören mehrere Module (General Performance Adapter Frame Stabilizer, GPU Load Control und LSTouch).

      Inwieweit die Software das Spielerlebnis wirklich verbessert oder die pure Leistung des Snapdragon-Prozessors einfach alles erschlägt, kann ich nicht sagen. Meine getesteten Titel liefen aber jederzeit flüssig und stabil.

      Akku

      Das OnePlus 10T besitzt einen 4.800 mAh großen Akku, aufgeteilt auf zwei kleinere Akkus mit 2.400 mAh. Damit ist der Akku etwas kleiner, als beim Pro-Modell. Dafür gibt es aber eine Schnellladetechnik mit 150 Watt, die OnePlus „SUPERVOOC Endurance“ nennt.

      Jede der beiden Batterie-Zellen wird so mit 75W aufgeladen. Dadurch ist das OnePlus 10T eines der am schnellsten ladenden Smartphones auf dem Markt. Es sind aber schon Geräte mit 200 Watt und mehr angekündigt.

      Dennoch: Das OnePlus 10T soll von 1 auf 100 Prozent in nur 19 Minuten geladen werden. Das ist verdammt schnell und entspricht auch (fast) der Realität: Bei mir war es in 20 Minuten vollständig aufgeladen. Leider gibt es weiterhin kein Wireless-Charging – das bleibt dem Pro-Modell vorbehalten.

      Da so schnelles Laden grundsätzlich nicht unbedingt das Beste für Lithium-Ionen-Akkus ist, hat OnePlus ebenfalls an seinen Batterie-Management gearbeitet und 13 Temperatur-Sensoren verbaut.

      Das System heißt „Battery Health Engine“ und soll – dank Algorithmen und smarten Ladetechniken – die Lebensdauer des Akkus sogar erhöhen. Nach 1.600 Ladezyklen (knapp 4,8 Jahre bei einer Ladung pro Tag) soll der Akku noch rund 80 Prozent seiner Leistung besitzen.

      Obwohl der Akku 200 mAh kleiner als beim Pro-Modell ist, ist die Akkulaufzeit immer noch beeindruckend. Bei normaler Nutzung (Surfen, Nachrichten schreiben und etwas YouTube) hält der Akku bei mir knapp zwei Tage.

      Natürlich könnt ihr den Akku auch innerhalb eines Tages verbrauchen, wenn ihr das Smartphone als Hot-Spot verwendet oder damit viel spielt. Im Alltag müsst ihr euch aber um den Akkustand des OnePlus 10T wenig Sorgen machen.

      Software

      Das OnePlus 10T verwendet OxygenOS 12.1 auf Basis von Android 12. Damit seid ihr auf dem aktuellen Stand der Dinge. OnePlus verspricht drei große Android-Versionen und bis zu vier Jahre an Sicherheits-Updates. Es gab auch einen kurzen Ausblick auf OxygenOS 13, das recht bald in eine Beta-Phase geht. Damit bekommt ihr noch dieses Jahr Android 13 auf euer Smartphone.

      OxygenOS 12 ist immer noch ein großer Streitpunkt unter den Fans, da es in vielen Punkten vom schlanken und minimalistischen Betriebssystem alter Tage abweicht. Kurzgesagt haben OnePlus und Oppo ihre Software-Basis zusammengelegt, um die Geschwindigkeit und Qualität der Entwicklung zu verbessern. Ihr bekommt bei OxygenOS dann eine für OnePlus-Geräte angepasste Oberfläche.

      Unterm Strich gefällt mir das „neue“ OxygenOS wirklich gut und die Unterschiede zu damals dürften nur Hardcore-OnePlus-Fans stören. Letzten Endes ist es ein aufgeräumtes Betriebssystem mit vielen Anpassungsmöglichkeiten und einer konsistenten Oberfläche. Dazu gibt es noch einige OxygenOS-exklusive Funktionen, wie das Shelf oder den Zen Mode.

      Ansonsten könnt ihr das Smartphone mit vielen Einstellungen an eure Bedürfnisse und Stil anpassen. Es gibt viele Optionen für das Always-On-Display, ihr könnt euch eigene Hintergrundbilder erstellen lassen oder auch die Fingerabdruck-Animation ändern.

      So bleibt von meiner Seite aus wenig Kritik am Betriebssystem: Es sieht gut aus, biete viele Funktionen und läuft sehr flüssig. Nur das Google Discover (Nachrichten von Google, werden links Start-Menü angezeigt) im Launcher nicht deaktiviert werden kann, empfand ich während meines Tests als störend.

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      Kamera

      Beim OnePlus 10 Pro wurde das Kamera-System zusammen mit Kamera-Legende Hasselblad erstellt. Vor allem in der Farb-Verarbeitung der Kameras und in den Funktionen der Kamera-App wird die Zusammenarbeit sichtbar.

      Beim jüngeren Bruder hat OnePlus darauf verzichtet und setzt wieder auf eigene Algorithmen und Software. Das OnePlus 10T verwendet zum Beispiel „Image Clarity Engine 2.0“, „HDR 5.0“ und „TurboRAW“. Dazu gibt es auch einen verbesserten Nachtmodus „Nightscape 2.0“ und eine AI-Funktion, die je nach Motiv, euer Bild verbessert.

      Auf der Rückseite erwarten euch eine Hauptkamera mit einem 50 Megapixel-Sensor von Sony, einer Ultraweitwinkel-Kamera mit 8 Megapixel, eine Makro-Kamera mit 2 Megapixel und ein Dual-Tone-LED-Blitzlicht.

      Auf der Vorderseite befindet sich eine Selfie-Kamera mit 16 Megapixel in einem Kamera-Ausschnitt.


      Ich habe für euch einige Beispiele der Kameras gesammelt. Es handelt sich dabei um Galerien, wenn ihr also auf den Pfeil rechts bei den Bildern klickt, kommen weitere Bilder zum Vorschein.

      Die Hauptkamera schießt die besten Bilder des Kamera-Setups und kann durchaus überzeugen. Die Fotos sind scharf und die Farben authentisch. Hier sieht man an deutlichsten den Unterschied zwischen den Fotos ohne (links) und mit AI (rechts).

      Die Hauptkamera bietet einen 50MP-Modus und kann damit deutlich mehr Details in ein Bild bringen. Die Dateigröße wächst aber damit ebenfalls stark an. Im Alltag macht der Modus am meisten bei sehr filigranen Motiven Sinn, ansonsten reicht der normale Modus.

      Die Ultraweitwinkel-Kamera ist praktisch, wenn man viele Dinge auf ein einzelnes Foto bekommen will. Die 8 Megapixel bieten aber nicht genügend Auflösung und lassen das Bild etwas unscharf wirken. Dazu sind die Farben leicht unterschiedlich zur Hauptkamera.

      Ganz offen und ehrlich: Die Makro-Kamera mit 2 Megapixel hätte man sich sparen können. Die Auflösung ist zu gering, das ganze Bild viel zu weich und die Farben wirken sehr ausgewaschen.

      Die Kamera-App von OnePlus zählt für mich immer noch zu den besten Android-Kameras. Sie bietet unzählige Modi, wirkt dabei aber nicht überladen und ist schön aufgeräumt. In den Einstellungen gibt es ebenfalls einiges zum anpassen.

      Der Portrait-Modus ist ein kleines Highlight für mich. Das Bokeh im Hintergrund wirkt natürlich und der Algorithmus schneidet mich gut aus. Leider kommt er bei meinen Ohringen/Plugs etwas durcheinander, weshalb sie oft verschwommen sind.

      Der Nachtmodus ist ebenfalls sehr gut und aktiviert sich bei dunklen Umgebungen automatisch. Er belichtet etwa eine halbe Sekunde lang und erzeugt damit bereits gute Nacht-Aufnahmen. Es gibt aber auch noch einen Modus mit längerer Belichtungszeit (für Tripods und Halterungen gedacht), der nochmal deutlich hellere Bilder mit mehr Details erstellt.

      Die Selfie-Kamera mit 16 Megapixel leistet eine gute Arbeit und erzeugt scharfe Fotos, ausreichende Details und gute Farben.

      In den Kamera-Einstellungen könnt ihr eine 10-Bit-Farbtiefe zusammen mit dem heif-Format aktivieren. Durch die höhere Farbtiefe zeigen eure Bilder deutlich mehr und realistischere Farben und das heif-Dateiformat speichert Bilder in einem sparsamen aber detailreichen Bild. Leider kann nicht jedes System .heif-Dateien darstellen, daher gibt es eine Umwandungsmöglichkeit in der OnePlus-Galerie-App.

      Daneben bietet das OnePlus 10T natürlich diverse Video-Funktionen und Modi. Die Hauptkamera beherrscht bis zu 2.160p/60FPS und kann dank OIS und EIS stabile und wackelfreie Videos aufnehmen. Ansonsten gibt es noch eine Slow-Motion- und eine Time-Lapse-Funktion. Die Bildqualität und die Farb-Verarbeitung sind hier insgesamt sehr gut

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      Sound

      Das OnePlus 10T Pro bietet – wie sein großer Bruder – Stereo-Lautsprecher. Ein Lautsprecher befindet sich auf der Unterseite und die Hörmuschel dient als zweiter Lautsprecher. Damit werden sie nicht nur laut, sondern bieten auch noch ein angenehmes Stereo-Erlebnis. Wenn ihr also Filme und Serien schaut, sind der linke und rechte Kanal deutlich voneinander unterscheidbar.

      Natürlich sind Smartphone-Lautsprecher kein Ersatz für ordentliche Kopfhörer oder HiFi-Lautsprecher. Dennoch klingt das OnePlus 10T für ein Smartphone richtig gut. Das Klangbild kommt mit diversen Musikrichtungen bestens zurecht und wird auch bei hohen Lautstärken nicht schrill oder blechern. Mitten und Höhen sind voneinander getrennt und sogar etwas Bass ist vorhanden.

      Auch die verbauten Mikrofone leisten eine gute Arbeit: In Sprachnachrichten und bei Telefonaten konnte mein Gegenüber mich immer klar und deutlich verstehen. Hintergrundgeräusche, wie Autos oder Wind, werden auch (ein wenig) herausgefiltert.

      Zu guter Letzt: Der verbaute Vibrationsmotor ermöglicht ein gutes Rütteln. Spiele mit Vibrationsfunktion machen Spaß, eingehende Anrufe sind selbst in der Hosentasche gut spürbar und auch beim Tippen mit der Tastatur gibt es ein befriedigendes Feedback.

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      Fazit: Für die meisten sogar besser als das 10 Pro

      Das OnePlus 10T ist eigentlich der jüngere Bruder des OnePlus 10 Pro und verzichtet auf das Hasselblad-Branding und den berühmten Schieberegler. Durch all seine Änderungen und die neuere Technik in einigen Bereichen, ist es aber für die meisten Nutzer*innen das bessere Smartphone.

      Der Prozessor bietet euch mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch, das Laden geht mit 150 Watt fast doppelt so schnell, das Display bietet flache Ränder und das Gehäuse wurde – im Vergleich zum Pro – verfeinert.

      Dazu ist die UVP (699/799 Euro*) niedriger und die Top-Ausführung bietet sogar mehr Arbeitsspeicher als das Pro. Auch wenn  gesagt werden muss, dass es keinen gewaltigen Unterschied zwischen 12 und 16 GB RAM im Alltag gibt.

      Die Kameras schießen scharfe und brauchbare Bilder, auch wenn die kleine Makro-Kamera wirklich nicht nötig gewesen wäre. Beim OnePlus 10T bekommt ihr etwas schwächere Hardware und müsst auf das Hasselblad-Branding, samt der guten Farb-Verarbeitung verzichten.

      Insgesamt ist das OnePlus 10T ein hervorragendes Oberklasse-Smartphone, das es beim Display und der Performance mit dem Samsung Galaxy S22 und dem Google Pixel 7 aufnehmen kann. Es macht sogar seinem großen Bruder deutlich Konkurrenz. Auch der Preis für die beiden Ausführungen stimmt und ihr bekommt viel Smartphone für euer Geld.

      Eine weitere Alternative könnte das Realme GT2 Pro sein. Es bietet ebenfalls ein flaches Display, hat aber bereits eine höhere Auflösung samt LTPO 2.0-Technik. Auch die Ultraweitwinkelkamera ist hier etwas besser. Dafür kommt noch der ältere Snapdragon 8 Gen.1 ohne Plus zum Einsatz.

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      Via: OnePlus – *Stand: 08.2022

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      Veröffentlicht von Daniel

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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