Project Denver: Nvidia spricht über 64-Bit-Variante des Tegra K1

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Nvidia hat mit dem ARM-Mobilprozessor Tegra K1 derzeit ein heißes Eisen im Feuer. Das SoC (System on a Chip) feiert demnächst im Shield Tablet auch seine Deutschlandpremiere, vorerst aber nur in der 32-Bit-Variante mit vier Cortex-A15-CPU-Kernen. Eine 64-Bit-Version des Tegra K1, die Nvidia unter dem Codenamen „Project Denver“ entwickelt hat, soll noch vor Ende dieses Jahres erhältlich sein und es damit als erster 64-Bit-fähiger Mobilprozessor nach Apples A7 auf den Markt schaffen. Im Zuge der Hot-Chips-Konferenz hat das kalifornische Unternehmen kürzlich ein paar weitere Details zur dem Denver-SoC zugrundeliegenden Architektur verraten, wie heise online informiert.

Die 64-Bit-Ambitionen von Nvidia für die hauseigene Tegra-Chip-Familie sind nicht neu. Seit rund einem Jahr spricht das Unternehmen über entsprechende Pläne. Im Rahmen eines Vortrages wurden jetzt aber erstmals eine Handvoll sehr konkrete Informationen zur 64-Bit-Ausgabe des Tegra K1 offen gelegt. Demnach wird das SoC zwei von Nvidia selbst entwickelte CPU-Kerne besitzen, die den Befehlssatz ARMv8 nutzen sowie 7-fach skalar und mit einer maximalen Taktfrequenz von 2,5 Gigahertz arbeiten. Im Vergleich zu Cortex-A15-Kernen haben die Kalifornier außerdem den L1-Cache vergrößert und dem 64-Bit-Chip einen sogenannten „Dynamic Code Optimizer“ spendiert, durch den beispielsweise überflüssige Berechnungen vermieden und Code-Schleifen frühzeitig aufgelöst werden sollen.

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Aufgrund der genannten Eigenschaften soll ein Denver-CPU-Kern laut Nvidia bis zu sieben Instruktionen pro Taktzyklus verarbeiten können. In Benchmarks vergleicht das Unternehmen sein 64-Bit-SoC dann auch selbstbewusst mit namhafter Konkurrenz in Form einer Ultrabook-Celeron-CPU (Haswell-Familie) von Intel, dem Apple-A7-SoC oder dem Krait-400 von Qualcomm, wobei der Tegra K1 wenig überraschend in den meisten Tests klar vor den anderen reinen Mobilprozessoren liegt und sich vereinzelt sogar vor den Haswell-Chip schieben kann, was schon beachtlich ist. Als wirklich aussagekräftig sind die Benchmark-Ergebnisse allerdings trotzdem nicht zu bewerten, da hierbei einfach SoCs mit zu unterschiedlichen Energiebudgets verglichen wurden.

Fotos: Nvidia
Quelle: heise online

 

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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