Neidisch auf den Pulsmesser im Samsung Galaxy S5? Andere Smartphones können das auch!

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Der Pulsmesser des neuen Samsung Galaxy S5 hatte bei vielen Aufmerksamkeit erregt. Was aber viele nicht wissen: Die meisten Smartphones mit LED-Blitz sind ebenfalls in der Lage den Puls zu messen! In den App Stores gibt es einige Apps (viele davon kostenlos), die den Puls messen können und mit der gleichen Technik arbeiten, wie das Galaxy S5.

Das Funktionsprinzip ist so einfach wie intelligent und schnell erklärt: Der LED-Blitz durchleuchtet den Finger und die Kamera misst dabei die Farbveränderung bei jedem Herzschlag, wenn das Blut durch die Adern strömt. Das Verfahren nennt sich Pulsoxymetrie.

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Ich habe die für Android sowie iOS erhältliche App „Heart Rate“ von Runtastic auf einem iPhone sowie einem Android-Smartphone ausprobiert und die Ergebnisse mit einem richtigen Pulsmesser unter verschiedenen Szenarien verglichen. Die Ergebnisse aus dem Smartphone sind wirklich überraschend präzise! Man legt für die Messung seinen Zeigefinger ganz leicht auf die Kameralinse, die App startet automatisch den Blitz der Kamera und durchleuchtet so den Finger für die Messung. Am Anfang braucht man paar Versuche bis man den Dreh raus hat, aber danach klappt die Messung wirklich innerhalb von wenigen Sekunden. Die App gibt es sowohl in einer kostenlosen Version, in der man maximal drei Messungen pro Tag machen kann, als auch in einer kostenpflichtigen Pro-Version für 1,99 Euro ohne Beschränkungen. Daneben gibt es in den App Stores noch viele andere Pulsmesser-Apps, die ich allerdings nicht getestet habe und daher nichts zur Messgenauigkeit sagen kann. Einfach mal nach „Heart Rate“ oder „Pulsmesser“ suchen! Auch gibt es natürlich ähnliche Apps für die anderen Smartphone-Plattformen wie Windows Phone oder Blackberry.

Zum Schluss noch eine Warnung: Diese Apps können, auch wenn sie dem Anschein nach gut arbeiten, professionelle Geräte beim Arzt nicht ersetzen. So können beispielsweise Extraschläge des Herzens, die physiologisch und pathologisch beim Menschen auftreten können, die Messung verfälschen. Dann entsteht ein sogenanntes „Pulsdefizit“. Hierbei schlägt das zentral gelegene Herz häufiger, als die Messung am Finger vermuten lässt und so hat man dann einen Messfehler. Doch auch andere Aspekte wie Durchblutungsstörungen können zu Messfehlern bei dieser Methode führen.

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Über Cihan Boz

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