Razer Blade 14 im Video-Test: Viel Power im kleinen Gehäuse

      Razer Blade 14 im Video-Test: Viel Power im kleinen Gehäuse

      Mit Nvidia GeForce RTX 3080 und AMD Ryzen 5900HX ist das Razer Blade 14 ein Gaming-Notebook-Biest, das nicht viel größer als ein DIN-A4-Blatt ist. Es hätte aber auch noch mehr sein können.

      Das gefällt uns

      • Größe
      • Leistung
      • Verarbeitung

      Das gefällt uns nicht

      • Preis (Qualität hat ihren Preis)

      AMD-CPUs sind unter Enthusiasten seit Jahren sehr beliebt. Mehr Kerne bedeuten auch mehr Arbeit, die gleichzeitig erledigt wird. Intel hält zwar immer noch das Monopol bei Notebook-CPUs, aber es gibt da langsam eine Veränderung. Das Blade 14 ist eines der ersten Notebooks dieser Veränderung und legt direkt richtig vor. Dank einer Nvidia RTX 3080 hat Razer ein echtes Biest im Angebot, das aber an der Kette gehalten wird.

      Technische Daten – Razer Blade 14

      Display 14 Zoll (35,56 cm) IPS-Display
      2560 x 1440 bei 165 Hz,
      Prozessor AMD Ryzen 9 5900HX
      8 Kerne / 16 Threads,
      3,3 GHz / 4,6 GHz (Basis/Max. Turbo)
      Grafiklösung NVIDIA GeForce RTX 3080 (8 GB VRAM)
      Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 – 3200 MHz (fest verbaut)
      SSD 1 TB SSD (M.2 NVMe PCIe 3.0 x4)
      Konnektivität Wi-Fi 6E (802.11ax)
      Bluetooth® 5.2
      Anschlüsse 2x USB-Anschlüsse (Typ A, 3.2, Gen 2)
      2 USB-Anschlüsse (Typ C, 3.2, Gen 2) mit Stromversorgung und DisplayPort 1.4
      Unterstützt USB-C-Ladegeräte mit PD 3.0 und 20 Volt
      HDMI 2.1-Ausgang
      Akku 61,6 Wh Lithium-Ionen-Polymer-Akku
      Audio Integrierte Stereo-Lautsprecher
      3,5 mm Kopfhörer-/Mikrofon-Kombi-Anschluss
      Integriertes Array-Mikrofon
      THX® Spatial Audio
      7.1-Codec-Unterstützung (über HDMI)
      Besonderheiten Microsoft Precision Glas-Touchpad
      Betriebssystem Windows 10 Home (64-Bit)
      Abmessungen (BxHxT) 16,8 mm x 220 mm x 319,7 mm
      Gewicht (inkl. Akku) 1,78 kg
      Preis 2.999 €

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      Razer Blade 14 bei uns im Shop

      Design & Verarbeitung – dezenter Gamer

      Wie alle Geräte der „Blade“-Serie setzt das Razer Blade 14 auf klare Linien und wenig Schnörkel. Abgesehen vom (beleuchteten) Logo auf dem Displaydeckel ist es kaum möglich zu erkennen, von wem das Notebook ist – das ist ein großes Kompliment. Beim ersten Anheben fällt auf, dass sich das Razer Blade 14 schwer anfühlt. Es ist mit knapp 1,8 kg nicht schwerer als andere Gaming-Notebooks. Durch den kleinen Formfaktor fühlt es sich aber „dichter“ an.

      Bei der Verarbeitung macht Razer mit dem Blade 14 ebenfalls alles richtig. Das verwindungssteife Gehäuse aus Aluminium fühlt sich sehr gut an und steht auf einer Stufe mit einem Surface Laptop 4, DELL XPS 13 oder MacBook Pro. Das Gehäuse neigt aber minimal zum Sammeln von Fingerabdrücken.

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      Tastatur, Trackpad & Webcam – knackig, Glas & naja

      Kurze Anmerkung zu unserer Testeinheit: Wir haben die Version mit amerikanischem Tastatur-Layout für den Test bekommen. Kauft ihr das Razer Blade 14 bei uns im Shop, bekommt ihr natürlich das deutsche QWERTZ-Layout.

      An die Tastatur des Razer Blade 14 musste ich mich erst gewöhnen. Ich bin ein großer Fan von kurzem Tastenhub und genau das liefert es, aber ein präziser Druckpunkt fehlt. Nach zwei Tagen lief das Schreiben aber weitestgehend problemlos von der Hand.

      Das Trackpad des Blade 14 ist hingegen von der ersten Sekunde an ein Traum. Glasoberfläche, Microsoft Precision Treiber und eine gute Größe machen es zu einem guten Mausersatz für unterwegs – natürlich nicht für Gaming, aber für alles andere.

      Die Webcam liefert die typische Qualität: Etwas unscharf, etwas körnig, aber immerhin mit akkuraten Farben. Pluspunkte gibt es für den Infrarot-Sensor neben der Webcam, da dieser beim Razer Blade 14 Windows Hello ermöglicht. Das ist immer gerne gesehen, da es die ständige Passworteingabe ersetzt.

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      Anschlüsse – Typ-A & Typ-C

      Sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite des Razer Blade 14 sitzen jeweils ein USB-3.2-Gen2-Typ-A und -Typ-C-Port. Beide sorgen für eine schnelle Datenübertragung und über beide Typ-C-Ports kann das Notebook auch geladen werden – sehr gut.

      USB-C kann nicht die volle Spannung des Netzteils liefern, aber um über den Tag zu kommen und zwischenzuladen ist es perfekt. Ich bin froh, dass Razer sich das nicht gespart hat. Die meisten Gaming-Laptops verzichten auf Power-Delivery via Typ-C

      Jenseits davon sitzen auf der rechten Seite des Blade 14 noch eine Vorrichtung für ein Kensingtonschloss und der HDMI 2.1-Ausgang, während auf der rechten Seite der eigentliche Ladeanschluss und ein 3,5mm-Klinkenanschluss verbaut sind.

      Abgesehen von einem Netzwerkanschluss und eventuell einem SD-Kartenleser fehlt am Razer Blade 14 nichts. Alle verbauten Ports glänzen dazu mit hohen Übertragungsraten. USB4 wäre schön gewesen, hat aber bisher noch kaum einen Mehrwert im Gaming.

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      Display – schnell und farbgenau

      Beim Display geizt das Razer Blade 14 ebenfalls nicht. Nicht nur werden Farben der erweiterten Farbräume präzise dargestellt, sondern auch die Ausleuchtung ist gleichmäßig mit nur 10 Prozent Abweichung auf dem gesamten Panel. Gerade bei schnellen Displays sind diese Werte für gewöhnlich deutlich schlechter.

      Mit etwas über 350 Nits maximaler Helligkeit reicht es nicht für den Einsatz in der prallen Sonne, aber für eine entspannte Runde im Schatten wird das Display des Blade 14 allemal hell genug. Ebenfalls sehr gut sind Gamma (2,2) und Delta E (1,38) ab Werk. Damit eignet sich das Razer Blade 14 für farbkritische Arbeiten.

      Zusammen mit den schnellen 165Hz lässt das Display des Razer Blade 14 kaum einen Wunsch offen. Es spielt keine Rolle, ob ihr einen schnellen Shooter oder ein hochaufgelöstes Foto damit bearbeitet – das Display erledigt seinen Job und das sehr gut.

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      Performance – RTX 3080

      Mit 8 Kernen und 16 Threads versteckt sich mit dem AMD Ryzen 5900HX ein regelrechtes Monster im Razer Blade 14. Die CPU zieht – zumindest in Anwendungen, die von vielen Kernen profitieren – Kreise um die Intel-Gegenstücke. Bei der Single-Core-Performance liegt der Ryzen 9 ebenfalls vorne, aber da ist der Abstand zu 10th bzw. 11th Gen. von Intel nicht mehr so groß.

      Entsprechend gut eignet sich das Blade 14 für kreative Anwendungen. Ab einem bestimmten Punkt werden aber die verbauten 16GB Arbeitsspeicher zum Flaschenhals. Leider ist der RAM fest verlötet und so habt ihr keine Chance, im Nachhinein noch etwas mehr Power rauszukitzeln. Das limitiert nicht beim Gaming, aber beispielsweise bei der Bearbeitung von großen Video-Dateien.

      Beim Thema Gaming kann die Nvidia GeForce RTX 3080 glänzen. Die Grafikleistung befeuert auch das native 1440p-Display ohne Probleme. Gerade bei grafisch anspruchsvollen Spielen können die Details auf Maximum gedreht und trotzdem knapp 60 FPS im Durchschnitt erreicht werden.

      Da zeigt sich jedoch eines der Probleme von modernen Gaming-Notebooks. Die Bezeichnungen „RTX 3060″,“3070“ und „3080“ haben nur noch bedingt eine Aussagekraft. Die GeForce RTX 3080 im Razer Blade 14 wird mit 100 Watt befeuert. In größeren Gaming-Notebooks, in denen mehr Platz für eine stärkere Kühlung ist, zieht bspw. auch eine RTX 3070 gerne mehr mal Watt. Entsprechend liefert das Blade 14 viel Leistung, aber weniger FPS als beispielsweise das 17″ große MSI GP 76 Leopard mit einer 3070 (Test).

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      Akkulaufzeit – besser als die meisten Gaming Notebooks

      Es gab mal eine dunkle Zeit, in der Gaming-Notebooks kaum vier Stunden ohne Stromversorgung durchgehalten haben. Diese Zeit ist zum Glück weitestgehend vorbei. Selbst ein leistungsstarkes Gerät wie das Razer Blade 14 hält bei normaler Büroarbeit etwa sechs bis sieben Stunden durch. Wie bereits erwähnt, kann auch über den USB-C-Port zwischengeladen werden.

      Allerdings wird deutlich, dass die CPU ohne Steckdose ihre Leistung drosselt. Das fällt dank der schnellen SSD und der schieren Stärke der restlichen Komponenten im Alltag aber zum Glück kaum ins Gewicht. Wenn der knapp 62 Wh große Akku leer ist, kann das Razer Blade 14 mit dem mitgelieferten 230V-Netzteil immerhin zügig aufgeladen werden.

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      Temperaturen und Lüfter – kühl, aber definitiv hörbar

      Bei den verbauten leistungsstarken Komponenten hatte ich erwartet, dass das Razer Blade 14 mit der Kühlung zu kämpfen hat. Tatsächlich machen die Lüfter einen guten Job: Sowohl die CPU als auch die GPU werden in einem guten Bereich gehalten. Eine thermische Drosselung setzt nicht ein. Das ist beeindruckend für das bisschen Platz, den das Blade 14 hat.

      Selbst die Lüftergeräusche halten sich in Grenzen und sind nicht lauter als bei anderen Gaming-Notebooks. Unsere Testeinheit hat allerdings unter Last einem leichten Piepton erzeugt. Um das obligatorische Headset beim Zocken kommt ihr also nicht drum herum. Was schade ist, da die Speaker des Razer Blade 14 sehr gut sind – minimal dumpf, aber mit genug Platz für Mitten, leichte Bässe und einer ordentlichen Lautstärke.

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      Aufrüsten – minimal machbar

      Zehn Torx-Schrauben stehen zwischen euch und dem Innenleben des Razer Blade 14, aber es lohnt sich nur bedingt, die geklickte Bodenplatte zu lösen. So könnt ihr maximal die verbaute 1TB-SSD und das WiFi-Modul wechseln. Alles andere ist fest verbaut bzw. verlötet.

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      Fazit zum Razer Blade 14 – großartiger Gamer, aber es hätte mehr sein können

      Das Razer Blade 14 ist einer der besten Gaming-Laptops, die ich bisher auf meinem Schreibtisch hatte. Dank AMD Ryzen 9 5900HX bietet es viel Leistung in einem handlichen Formfaktor. Verarbeitung, Anschlüsse und Display spielen in der ersten Liga – typisch für die Razer-Blade-Serie.

      Zudem punktet das Razer Blade 14 beim Akku, der Tastatur und der Gaming Performance. Als Gaming-Notebook in dem Formfaktor gibt es kaum etwas daran auszusetzen und im Moment existiert nur sehr wenig Konkurrenz.

      Als Kreativ-Maschine vermisse ich aber die Möglichkeit, 32 oder sogar 64 GB Arbeitsspeicher nachrüsten zu können. Einfach nur, um das Blade 14 vom Gaming-Notebook in die Liga der mobilen Videoschnitt-Maschinen heben zu können. Damit würde sich das Blade 14 eine zweite Nutzergruppe erschließen. Die würden vielleicht auch weniger zucken, wenn sie etwa 3.000 € für einen Gaming-Laptop ausgeben sollen. Ein SD-Kartenleser wäre für Grafiker*innen allerdings trotzdem noch wünschenswert.

      Ich hoffe sehr, dass Razer alles aus dem Razer Blade 14 in ein neues Blade 15 packt – inklusive der biestigen AMD-CPU und einer stärkeren Kühlung, damit die RTX 3080 mehr Watt verbrauchen kann. Die Tür zu erstklassigen AMD-Gaming-Laptops ist damit mehr als geöffnet und ich hoffe, dass noch viele Hersteller solche Gaming-Laptops auf den Markt bringen.

      Razer Blade 14 bei uns im Shop

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      *Stand: 08/2021

      Veröffentlicht von

      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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