Remedy & Rockstar Games: Max Payne 1 und 2 kommen als Remake für Next-Gen

      Remedy & Rockstar Games: Max Payne 1 und 2 kommen als Remake für Next-Gen

      Sowohl Max Payne 1 als auch Teil 2 werden für PlayStation 5, Xbox Series und (nochmal) für den PC erscheinen.

      Remedy und Rockstar Games haben angekündigt, dass sie Max Payne und Max Payne 2: The Fall of Max Payne neu auflegen werden. Die Ankündigung kam überraschend. Remedy wird die Entwicklung übernehmen, während Rockstar sein GTA-Online-Geld einbringt.

      Die Max Payne Remakes sind eine „typische AAA-Produktion von Remedy“

      Trotz der Tatsache, dass Remedy aktuell mit der neuen Unreal Engine 5 arbeitet, werden die Remakes von Max Payne auf der Northlight-Game-Engine basieren. Das ist die hausinterne Grafik-Engine von Remedy, die bereits Control angetrieben hat und auch das Grundgerüst für Alan Wake 2 sein wird.

      „Wir waren begeistert, als unsere langjährigen Freunde bei Remedy auf uns zukamen, um die ursprünglichen Max-Payne-Spiele neu aufzulegen“

      Sam Houser, Rockstar-Gründer

      Entscheidend dürfte der Veröffentlichungstermin für die Max Payne Remakes sein – es gibt noch keinen. Die Entwicklung steht noch ganz am Anfang und es dauert wahrscheinlich noch Jahre, bis die Spiele erscheinen. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Xbox One und PlayStation 4 keinen Port bekommen und es weder Trailer noch Concept-Art gibt.

      Max Payne 1 und 2 waren Projekte aus der PlayStation-2-Ära, die von Remedy entwickelt und von Rockstar veröffentlicht wurden. Max Payne 3 wurde hingegen zehn Jahre später komplett von Rockstar entwickelt und vertrieben.

      My Two Cents: Braucht es diese teuren Remakes wirklich?

      Im Gegensatz zu Remastered-Versionen von alten Spielen verbrauchen Remakes viele Ressourcen – denkt an Final Fantasy VII oder die Resident Evil Remakes. Diese Ressourcen werden dann nicht in die Entwicklung neuer Spiele gesteckt. Statt also ein Max Payne 4 zu machen, bekommen wir, was wir schon kennen.

      Spiele sind zudem auch immer ein Produkt ihrer Zeit. Das originale Max Payne erschien 2001 und Teil 2 folgte 2003. Damals waren Spiele simpler und der Zeitgeist war ebenfalls ein anderer. Die beiden Spiele legten außerdem den Grundstein für „bessere“ spirituelle Nachfolger. In diesem Fall z.B. Stranglehold, Quantum Break oder auch Control. Dann wieder zurückzugehen, ist nicht immer die beste Idee – oder möchtet ihr Assassin’s Creed 1 nochmal mit besserer Grafik spielen? Letztendlich wissen wir aber alle, warum Remedy und Rockstar die ersten beiden Max Payne Spiele neu auflegen.

      Ich sage nicht, dass die Max Payne Remakes schlecht sein werden. Ich sage, dass Publisher im Moment immer weniger Risiken eingehen und lieber eine überschaubare Anzahl von größeren Produktionen bekannter Namen umsetzen. Die Max Payne Remakes werden daran nichts ändern – eher im Gegenteil.

      Wir müssen entscheiden, ob wir diesen Trend mit einem Kauf unterstützen wollen. Remedy wird nicht Pleite gehen und Rockstar schwimmt in GTA-Online-Geld – in Existenznot kommt hier also keines der beiden Unternehmen. Alternativ müssen wir uns alle damit abfinden, dass die ganze Industrie den Weg von Nintendo geht und immer nur das absolute Minimum tut, um möglichst viel Geld zu machen. Das ist zumindest für mich ein sehr deprimierender Gedanke.

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      Quelle & Bilder: Remedy I, II, III

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      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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