Review des NBB Spieler PCs

Wir haben einem unserer treuen Forum-Supporter unseren NBB Spieler PC (alle NBB Systeme findet ihr hier) zum Test zur Verfügung gestellt. Die Erfahrungen von Harry könnt ihr in diesem Beitrag lesen.

Nachdem ich im Forum von NBB nun schon einige Zeit mitschreibe, wurde ich vom NBB Team gefragt, ob ich nicht Lust hätte einen kleinen Test mit einem Produkt zu machen. Na logisch hatte ich….

Mir wurde vorher nicht mitgeteilt um was es sich handelt, das erhöhte natürlich die Spannung. Es hieß also warten auf das Paket.

Es war ein NBB Spieler I 2.0 AMD Athlon II X4 640 GTX 550 Ti 

Der Rechner kam sehr gut verpackt und absolut ohne Kratzer bei mir an, er sah aus wie aus dem Ei gepellt.

Lieferumfang, Daten und Äußeres 

Gehäuse: Cooltek K3 Evolution NBB Limited Orange mit Lüftersteuerung in der Front

Prozessor: AMD Athlon II  X4 640 4 x 3.0 GHz Quad Core

Kühler: Scythe Samurai ZZ

Mainboard: ASUS M4A79XTD EVO

Speicher: 4096 MB DDR3 1333MHz (KINGSTON) 1 Riegel

Festplatte: 1000 GB 3,5″ S-ATA II WD Cavier Green

Grafikkarte: nVidia Geforce GTX 550Ti von ASUS 1024mb 192 Bit

Netzteil: be quiet! System Power (S6) 350W

Betriebssystem: Windows7 Home Premium SB 64 Bit vorinstalliert (CD liegt bei)

Zubehör: Cardreader liegt in Form eines USB Sticks mit bei

Das Äußere ist schlicht gehalten, der orangefarbene Streifen ist ein Hingucker und passt sehr gut zu dem Stil von NBB. Vorne befindet sich die Lüftersteuerung für den Frontlüfter sowie 4 x USB 2.0 Anschlüsse und die Mikrofon- und Kopfhörereingänge. Was allerdings fehlt ist ein integrierter Cardreader (liegt nur in Form eines USB Sticks mit bei) in der Front, sowie USB 3.0 Anschlüsse. Windows7 Home Premium SB 64 Bit ist bereits vorinstalliert und somit kann der PC nach dem auspacken sofort in Betrieb genommen werden. 

Ausstattung innen:

Wenn man die 2 Schrauben entfernt hat und das Seitenteil abnimmt offenbart sich, dass ausschließlich Markenkomponenten verbaut worden sind, was bei “Fertig-PC’s“ ja eher selten der Fall ist. Das 350 Watt Netzteil von Be Quiet ist für das System absolut ausreichend und leistet auch unter Vollgas perfekte Arbeit. Ok, ein bis zwei Kabelbinder mehr wären schön gewesen, aber wir wollen es ja nicht übertreiben. Ansonsten wurde sehr auf Sauberkeit geachtet, nirgends ist auch nur ein Fingerabdruck von der Montage zu sehen.

Auf dem Original CPU Kühler von AMD wurde bewusst verzichtet, stattdessen kommt der Scythe Samurai ZZ zum Einsatz, was sich natürlich positiv auf die Temperatur und Lautstärke auswirkt. Zum Nachrüsten ist ebenfalls noch genug Platz vorhanden, sei es für Grafikkarte, Laufwerk oder Festplatte.

Das Cooltek K3 Gehäuse ist eine gute Wahl und bietet durch die Geräumigkeit mehr als genug Platz für alle Komponenten. Bei der GTX 550ti handelt es sich um ein Modell von Asus, welches sicherlich je nach verfügbarem Lieferanten variieren wird. Die Grafikkarte hat 192 Bit und besitzt 1024 MB GDDR5 VRam.

(Benchmark) Test des Systems:

Hier habe ich die wichtigsten Benchmark und Systemtests durchgeführt, da diese für einige auch entscheidend und interessant bei der Wahl des PC’s sind. 3D Mark 06 ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen, neuere Grafikkarten haben da etwas das Nachsehen.

3D Mark 06

3D Mark Vantage

Für das System in diesem Preissegment ein sehr guter Wert, da kann man schon etwas mit anfangen.

Windows Leistungsindex

 Für mich nicht unbedingt wichtig der Windows Leistungsindex, wird aber oft nach gefragt…….

Memory Benchmark

Verbaut wurde leider “nur“ ein Riegel mit 4 GB. Somit ist Dual Channel nicht vorhanden. Dazu kommt, das man als Laie doch etwas nach dem passenden zweiten Riegel zum Nachrüsten im Handel suchen muss, da beide identisch sein müssen. Ich habe den Test einmal mit dem original verbauten Riegel gemacht, und einmal mit zwei  identischen (2 x 2 GB) Riegeln von Corsair (1333 MhZ 9-9-9-24) damit der Unterschied zu sehen ist.

Single Channel mit einem 4 GB Riegel…

Test mit dem Dual Channel Kit. Der Unterschied ist nicht sehr groß, aber dennoch spürbar, gerade beim kopieren.

Burn in Test (Vollasttest) und Lautstärke

Um herauszufinden wie sich der PC unter Vollast verhält, habe ich Prime 95 (für CPU) und Furmark  (für Grafikkarte) gleichzeitig laufen lassen. Der fehlende Lüfter, der oben die warme Luft heraus saugt sollte sich dabei als größtes Manko erweisen.

Nach bereits ca. 10 Minuten unter Vollast wird das Gehäuse allerdings so warm, dass jeder Laie den PC sofort wegen Überhitzung ausgeschaltet hätte. Die heiße Luft die sich im oberen Teil des Gehäuses sammelte, schrie förmlich danach, entweichen zu wollen. In Anbetracht der Wärme die im Tower blieb, waren die Temperaturen der CPU und der Karte (siehe Bild unten) allerdings im grünen Bereich, was dem CPU Kühler Scythe Samurai ZZ und der guten Grafikkartenkühlung zu verdanken ist.

Abhilfe für die im Tower gestaute, warme Luft bringt hier ein 120er Lüfter für nicht einmal 10€, den man ohne Problem nachrüsten kann bzw. schon von Werk aus hätte montieren können.

Während des Tests habe ich einen 120er Lüfter oben im Tower eingebaut, beim zuschalten des Lüfters ist die Temperatur der CPU und der Grafikkarte um ca. 5°C gesunken, was jedoch wichtiger war, die Hitze im Tower verschwand in nicht einmal 2 Minuten und das Gehäuse war dementsprechend noch nicht mal “Handwarm“. Es lohnt sich also definitiv einen Hecklüfter nachzurüsten.

Während des Windows Betriebs und etwas Photoshop ist der PC fast gar nicht zu hören, er schnurrt vor sich hin wie eine Katze. Unter Last ist klar die Grafikkarte heraus zu hören (was an sich bei 100% Auslastung normal ist), der CPU Lüfter bleibt im angenehmen Bereich bei Vollastbetrieb.

 Hier der Test ohne Hecklüfter, die Temperaturen sind trotz allem im grünen Bereich. Die Werte für die CPU lagen bei 66°C und bei der Grafikkarte 79°C.

Spieletest

Getestet habe ich insgesamt drei Spiele, Treiber wurde der derzeit aktuellste von Nvidia genommen. Gemessen habe ich die Durchschnitts FPS mit dem Programm Fraps.

Call of Duty MW3

Läuft mit dem PC mehr als flüssig in den höchsten Einstellungen, das ist allerdings mit der alten Grafikengine von Call of  Duty auch nicht wirklich verwunderlich.

Battlefield 3

Hier muss man logischerweise ein paar Abstriche machen. Trotz allem ist Battlefield 3 auch in mittleren Einstellungen eine Augenweide. 34 FPS ist ein guter Wert und man kann damit mehr als flüssig spielen.

Battlefield Bad Company 2

Bei diesem Game kann man durchaus in hohen Einstellungen sehr gut spielen und mit 52 FPS im Durchschnitt kommt da Freude auf.

Die meisten neuen Spiele sind in mittleren oder sogar hohen Einstellungen spielbar, Abstriche sollte man zwecks flüssigeren Spielens lieber mit ausgeschaltetem Antialiasing machen. Ältere Spiele wie FarCry 2 oder die komplette Call of Duty Reihe sollten keine Probleme darstellen.

Fazit

Alles in allem kann man NBB ein klares Lob aussprechen; was die Eigenmarke verspricht, das hält sie im Großen und Ganzen auch ein. Nicht nur das ausschließlich Markenkomponenten eingebaut wurden, auch die gesamte Aufmachung macht den Eindruck, dass man sich an den Tisch gesetzt hat, um einen guten Kompromiss zwischen Qualität, Leistung und Preis zu finden.

Dass der fehlende Hecklüfter bald der Vergangenheit angehört und in der nächsten Produktionsreihe von Anfang an mit dazu gehört, davon bin ich fest überzeugt.

Ein Manko ist sicherlich das Fehlen der USB 3.0 Anschlüsse, aber auch das ist über einen Steckplatz nachrüstbar. Also wer einen guten Mittelklasse Gaming PC fürs Spielchen zwischendurch und  kleines Geld sucht, ist hier genau richtig.

Positiv: Preis Leistungsverhältnis, ausschließlich Markenkomponenten verbaut, gute und sehr saubere Verarbeitung, leises System

Negativ: kein USB 3.0, Hecklüfter nicht vorhanden, nur ein RAM Riegel verbaut, somit kein Dual Channel

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4 Kommentare auf "Review des NBB Spieler PCs"

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Alles gut und schön, aber warum mit Athlon-Prozessor!? Die 2500k/2600k Core i’s von Intel rocken gerade alles weg und haben zudem noch einen offenen Multiplikator – somit ideal für’s Gaming. Speziell der Ci5-2500k ist auch preislich attraktiv. Meiner Meinung nach wird hier auf’s falsche Pferd gesetzt.

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Gast

Hai,

naja das ganze macht schon Sinn,das System ist mit der Karte und den Prozessor Absolut ausgewogen.Was nützt Dir ein 2600K wenn die Karte nicht hinter herkommt.Somit reicht der X4 640 völlig aus.Und wenn man unbedingt einen 2600 K möchte, kann man ein solchen Komplett PC mit einer schnelleren Karte und einem 2600K gerne auch bei NBB kaufen.Die Palette ist da ja groß……

LG

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Gast

Der Ci7-2600k ist sicher übertrieben (und natürlich auch in einer anderen Preisklasse. Aber der Ci5-2500k würde passen. Die Grafikkarte kann ich bei steigenden Ansprüchen später mal tauschen. Mit Board + CPU wird das schon aufwändiger….

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Gast

Bei steigenden Ansprüchen was Grafikkarten betrifft,solltest Du dann auch gleich das Netzteil tauschen,da das System wie gesagt mit den Komponenten aufeinander abgestimmt ist.Also würde ich persönlich wenn mir die Karte und die CPU zu langsam sind etwas mehr investieren um später beim nachrüsten nicht doppelt Kohle blechen zu müssen 🙂

So etwas dann,da hast Du einen i5 2500 und sogar schon eine GTX560:
http://www.notebooksbilliger.d.....+2500k+8gb

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