Review: My Book Studio Edition II von Western Digital

Letztens schrieb ich noch über sie und seit einigen Tagen verrichtet sie ihren Test-Dienst auf meinem Schreibtisch. Die Rede ist vom Speichermonster My Book Studio Edition II, die mit einer Gesamtkapazität von 6 Terabyte daher kommt. Zwei Festplatten mit einer Kapazität von jeweils 3 TB kommen in der Western Digital My Book Studio Edition II zum Einsatz.

Fangen wir erst einmal mit den technischen Daten und dem Lieferumfang an. Die Festplatte kann entweder per FireWire 400 oder 800 angeschlossen werden. Auch steht ein USB 2.0-Anschluss zur Verfügung, nebst einem eSata-Anschluss. Man findet die passenden Kabel, die Software und die Festplatte selber im Lieferumfang vor.

Wer braucht so eine Festplatte eigentlich? Darauf könnte ich noch im meinem nächsten Beitrag eingehen, sprengt aber hier den Rahmen und ist zu exotisch. Der typische Einsatz ist sicherlich das schnöde Erweitern des eigenen Speicherplatzes oder als Ergänzung zur Datensicherungsstrategie.

Die Western Digital My Book Studio Edition II kommt mit Backup-Software für Windows und Mac OS X daher, des Weiteren kann man die Platten als eine große mit 6 Terabyte Speicherplatz laufen lassen, oder man nutzt ein RAID 1. Dabei wird der Inhalt von Platte 1 1:1 auf Platte 2 gespiegelt. Im Falle eines Festplattendefektes muss nur eine Platte ausgetauscht werden, keine Daten gehen dabei verloren. Klar ist: lässt man bei Platten im Stripe und 6 TB Platz laufen, dann ist beim Crash einer Platte tatsächlich alles weg. Hier sieht man schon: zu Datensicherungszwecken ausschließlich auf der Platte nutzt man lieber RAID 1, wer „nur“ Daten seines Rechners extern sichert, der kann auch das Stripe (RAID 0) und die vollen 6 TB nutzen.

Für meine Zwecke hatte ich die Festplatte zu einem Stripe und 3 TB zusammen gefügt. Ich habe knapp ein Terabyte via Firewire 800 auf sie geschoben. Eine Schnittstelle, die man heutzutage noch typischerweise an Macs findet, viele normale PCs greifen ja schon zu USB 3.0. Das wären vielleicht auch schon die zu bemängelnden Punkte. Natürlich unterstützt die Western Digital My Book Studio Edition II auch Apples TimeMachine, aber vielleicht wäre es möglich gewesen, die USB-Schnittstelle auf Version 3.0 zu leveln und ein Netzwerk-Interface in die Platte zu bauen. Dies hätte sie zu einem schönen Netzwerkspeicher gemacht. Diese Möglichkeit ist ja bei anderen Geräten von Western Digital gegeben.

Nun einmal zu den nackten Benchmarkwerten. Wie erwähnt: angeschlossen per Firewire800 an einem iMac:

Direkt im Vergleich die interne Festplatte des iMacs:

Hier noch einmal der XBench der Western Digital My Book Studio Edition II:

Im Vergleich dazu die interne Festplatte:

Und die Geschwindigkeit eines NAS, angeschlossen per Gigabit-LAN:

Im Gebrauch ist die Festplatte stets leise, ich würde sie als kaum hörbar einstufen. Wer eine externe Festplatte sucht, sei es für Backup oder den schnellen Datenzugriff (zum Beispiel bei Videobearbeitung & Co), der kann beruhigt zuschlagen. Fragen? Fragen.

Dieser Beitrag wurde unter Ausgepackt, Netzwelt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

10 Kommentare auf "Review: My Book Studio Edition II von Western Digital"

Benachrichtige mich zu:
avatar
avatar
Gast

Klitzekleiner Fehler: „[…] von jeweils 3 Gigabyte […]“.

Zur Sicherung stehe ich eher auf ein NAS, das macht sich am Laptop einfach komfortabler, lässt sich aber auf die schnelle mal nicht zum Kumpel mitnehmen.

avatar
Gast

„…zwei Festplatten mit einer Kapazität von jeweils 3 Gigabyte…“

Finde den Fehler … 🙂

Ansonsten eine schöne Alternative für jemanden, der sich nicht gleich ein NAS zu Hause hinstellen will.

//edit: wohl Zeitgleich mit Markus gepostet…

avatar
Gast

Ich finde es fahrlässig Raid1 als eine „Backup-Möglichkeit“ darzustellen, bzw hier kommt es etwas so rüber.
Raid 1 ist kein Backup, sondern eine Hochverfügbarkeitslösung.

Drückt man im falschen Moment auf die Entf-Taste, wird auf beiden Platten alles gelöscht. Nix mit sicher.

avatar
Gast

Verlosen! 😀

EDIT: Oh, die Ironie-Tags wurden offensichtlich rausgelöscht! Nur als Klarstellung, um keine Stereotypen-Hass-Attacken zu provozieren. 😉

avatar
Gast

@Hendrik: so isses doch auch beschrieben mit dem Raid 1 … „Im Falle eines Festplattendefektes muss nur eine Platte ausgetauscht werden, keine Daten gehen dabei verloren“ Da steht nix von Bacvkup, sondern Ausfallsicherheit 😉

Aber nebenbei @Cashy:
„Für meine Zwecke hatte ich die Festplatte zu einem Stripe und 3 TB zusammen gefügt.“
Und was machen die anderen 3TB? ^^ Meintest du nich eher nen Raid1?

avatar
Gast

afaik: Stripe = Raid0 = ohne Redundanz zusammengefasste Festplatten und eigentlich kein „echter“ RAID verbund…
Aber ich glaub ich hab grad meinen Lesefehler gefunden 😉

avatar
Gast

Hallo

Ich bin mir auch am überlegen dieses Speichermonster zu kaufen. Nun wollte ich Fragen ob du Erfahrungen mit Raid1 gemacht hast und wie deine Erfahrung mit dem WD Manager sind den man ja braucht um die Platten zu verwalten.

Grüsse
Pascal

avatar
Gast

Ist es wahr, daß nur Festplatten von WD aus der Green Serie verwendet werden können? (Z.B. bei einem Upgrade, das Gehäuse wurde ja auch mit 2×1 und 2×2 TB angeboten.)

wpDiscuz