Review ThinkPad X121e Intel Core i3

Vorwort:
Dieses Review ist im Grunde genommen dem Flughafenpersonal am Flughafen Rom zu verdanken. Es stellte sich im Nachhinein heraus, dass es doch wohl klüger gewesen wäre, mein vor einigen Monaten gereviewtes ThinkPad Edge 11 mit ins Handgepäck
zu nehmen…

Mein Koffer wurde aufgebrochen und das ThinkPad wurde geklaut. Schade eigentlich, dabei hat es stets zuverlässig seinen Dienst bei mir verrichtet. Die Daten waren zumindest sicher vor unberechtigtem Zugriff, da das Gerät verschlüsselt war. Glück gehabt!

Nun gut, was blieb mir anderes übrig, als ein neues Notebook zu besorgen? Mein wichtigstes Kriterium weiterhin: Mobilität. Ausserdem sollte es wieder ein Lenovo ThinkPad werden, da mir das schlichte Design einfach super gefällt. Zusätzlich wollte ich gern ein mattes Display haben. Wer einmal im freien bei Sonnenlicht ein Display ablesen wollte weiß warum!

Schnell hatte ich mir einen Favoriten rausgesucht: Das ThinkPad X121e.

Die Prozessorfrage und -antwort:
Anfangs zögerte ich ein wenig bei der Prozessorwahl, aber schnell wurde mir klar:
Das Modell mit dem Core i3-Prozessor soll es sein!

Warum?
Ganz einfach: Das Leistungsplus des Prozessors von 30%-60% gegenüber dem X121e mit AMD Fusion.

Außerdem lege ich keinen großen Wert auf Grafikleistung. Ein Remote-Desktop oder ein Linux-Terminal braucht schließlich kein DirectX 11 🙂
Ich würde allerhöchstens mal einen Full-HD-Film schauen. Und das packt die Intel-Grafik im i3 auch.

Die Bestellung:
Somit bestellte ich am Dienstag gegen 11:00 Uhr das Lenovo ThinkPad X121e mit Core i3 Prozessor ohne Windows mitsamt einem zusätzlichen 4GB RAM-Riegel
und einer ThinkPad Neopren-Tasche via Paypal und Express-Versand.
Express war diesmal wirklich EXPRESS: Am Mittwoch gegen 9:00 Uhr war das Gerät bereits bei mir in Köln! Ein großes Dankeschön schon mal dafür an
notebooksbilliger.de und DHL für diese extrem schnelle Abwicklung!

Unboxing und Upgrade:
Der erste äußerliche Eindruck nach dem Auspacken: Hochwertige Verarbeitung, nichts wackelt, nichts knarzt. Die Displaybefestigung ist besser (fester, fixierter) als beim Edg 11.

Gewohnt vom Edge 11 habe ich im Karton des X121e nicht mehr gefunden als das Gerät, den Akku, das Ladegerät und ein kleines Infoheftchen. Weiter geht es mit dem Einbauen des RAM-Moduls…

Gerät umgedreht, auch hier das selbe wie beim Edge 11: Eine durchgehende aus Metall gefertigte Wartungsklappe, die mit 3 Schrauben befestigt war. Nach Entfernen der 3 Schrauben kommt man an alles heran, RAM, Festplatte, PCIe Module. Super Ide Lenovo!
Der Einbau nahm keine 2 Minuten in Anspruch.

Inbetriebnahme und Installation:
Ich entschloss mich diesmal zu einer Dual-Boot Konfiguration bestehend aus Windows 7 Professional mit Service Pack 1 und Ubuntu Desktop 11.04 (Natty Narhawl).
Jede Betriebssystempartition sollte separat verschlüsselt werden. (Windows mit Hilfe von TrueCrypt, Ubuntu mit Hilfe des „hauseigenen“ dm-crypt.) Des weiteren sollte die „Medienpartition“ aus einem Verschlüsselten Container bestehen, der in Windows und Ubuntu gleichermaßen zu nutzen ist. So sind einzig und allein 300MB von den 320GB der 7200upm drehenden Fesplatte unverschlüsselt (Linux Bootloader)
Sicherheit geht vor!

Die Windows-Installation ging recht schnell von statten: Mit Treiberinstallation und Windows-Updates in etwa 1:15h. Ubuntu war ähnlich schnell: Etwa 1:20h

Performanceeinbußen durch die Verschlüsselung sind für mich nicht spürbar. Die Festplatte schreibt mit etwa 50-60MB/s und liest mit bis zu 90MB/s – völlig ausreichend für mich. Vielleicht gönne ich mir bald noch eine SSD  🙂

Bedienbarkeit:
Entgegen der weit verbreiteten Meinungen über das schlechte Touchpad des X121e habe ich kaum Probleme mit der Bedienbarkeit des Touchpads. Kleiner Tip: Einfach mal etwas leichter mit dem Finger drüberstreichen, dann ist das Touchpad auch nicht ungenau. Seit sanft, wie bei einer Frau 😉 Die Tastatur ist perfekt. Super Tastenanschläge, der Abstand der jeweils einzeln gefassten Tasten ist auch ideal für mich. So macht Arbeiten auf einem
Linux Terminal oder das Schreiben eines Berichtes Spaß!

Die Prozessorleistung ist sehr gut, der Windows Leistungsindex liegt bei 4,5 von max. 7,9. Für solch ein Gerät echt nicht schlecht! Alles geht wunderbar leicht und schnell von der Hand. Unter Ubuntu läuft die gesamte Hardware (einschließlich WLAN) OOTB (Out of the Box). Einzig und allein die Lüftersteuerung ist für mich ein Rätsel. Der Lüfter dreht so gut wie immer, jedoch pustet er KALTE Luft hinaus. Völlig unnötiger
Stromverbauch in meinen Augen. Daher habe ich TPFanControl unter Windows und Thinkfan unter Ubuntu installiert, damit der Lüfter erst ab einer
CPU-Temperatur >65°C anspringt. Bis jetzt ist im Akkubetrieb der Lüfter nicht ein einziges mal angesprungen.

Display:
Das matte 11,6″ große Display lässt sich in allen Lagen prima ablesen. Die Helligkeit lässt sich in 15 Stufen regeln. Im Akkumodus hab ich es auf Stufe 7 eingestellt, das war bis jetzt immer ausreichend.

Konnektivität/Anschlüsse:
Der Netzzugang via LAN und WLAN war kein Problem. Der Intel-Chipsatz des WLAN-Moduls, sowie der Atheros-Chip des LAN-Anschlusses verrichten
zuverlässig und schnell ihren Dienst. Weitere Anschlüsse am Gerät: 3x USB, davon 1x Power-USB (USB-Stromversorgung auch bei ausgeschaltetem Notebook), HDMI, VGA,
Mikrofon-/Kopfhöreranschluss (Kombibuchse) und ein Multicard-Reader.
Die Anschlüsse sind an beiden Gehäuseseiten untergebracht. An der linken Seite VGA, HDMI, 1x USB, LAN und Mikrofon-/Kopfhörerbuchse – rechts 2x USB,
Stromanschluss und der Cardreader. An der Geräterückseite ist kein Platz für Anschlüsse, dafür steht bei diesem Gerät der 6-Zellen Akku nicht über,
was sich angenehm bemerkbar macht.

Akkulaufzeit:
Der Akku in dem Gerät hat 6 Zellen und eine vorgesehene Kapazität von knapp 62,7Wh. Lenovo dankt einem das ordentliche Laden und Entladen mit einem
Kapazitätszuwachs. Bei mir waren es hinterher 65,1 Wh – ein Plus von 2,4Wh, also knapp 20 min mehr Laufzeit!
Insgesamt komme ich so im Akkubetrieb im „Surfmodus“ (WLAN an, Display Stufe 5-7, Lüftersteuerung mit TPFanControl) auf etwa 8:00h Laufzeit, bis
Windows den kritischen Energiestand meldete und das Gerät herunterfuhr. Mehr als ausreichend, aber da ist sicherlich noch etwas drin!

Fazit:
Lenovo hat mit dem X121e in Kombination mit dem Core i3 Prozessor von Intel ein performantes und zugleich ausdauerndes Subnotebook auf den Markt gebracht.
Mit einem zweiten RAM-Modul kann man sich bei dem Intel-Modell über einen weiteren Perfomancezuwachs freuen. (Dual-Channel Unterstützung).

Der matte Bildschirm lässt sich prima ablesen und ist mit den stabilen Scharnieren sehr gut am Body befestigt. Die Tastatur ist schon fast perfekt, eine Hintergrundbeleuchtung oder das ThinkLight wären eine positive Verbesserung. Das Touchpad ist relativ gut zu bedienen. Man muss nur darauf achten, nicht zu fest aufzudrücken! Bei der Lüftersteuerung besteht noch Handlungsbedarf seitens Lenovo. Sie springt viel zu früh an! Alles in allem ein gutes Einstiegs-ThinkPad mit Ambitionen zur Verbesserung bzgl. Lüftersteuerung und Touchpad-Bedienbarkeit. Von meiner Seite aus eine Kaufempfehlung, sollte das Touchpad und die Lüftersteuerung verbessert werden sogar eine KLARE Kaufempfehlung.

Nochmals vielen Dank an notebooksbillger.de für die rastante, rekordverdächtige Abwicklung!

Nachtrag von Carsten: Ralph, wie haben zu danken – für die überaus lesenswerte Review. Danke!

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8 Kommentare auf "Review ThinkPad X121e Intel Core i3"

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dachte ichs mir doch: das war nicht caschys schreibsstil 🙂

evtl solltet ihr das im vorwort iwie erwähnen á la: Moin, mein Name is Ralph, hier die Review für das TPx121e, da …

sonst denkt sich jeder noch: seit wann nutzt herr knobloch lenovos und wann war er in rom (ich les doch als sein blog^^) ?

ansonsten bleibt nur zu sagen: schickes gerät. fürs produktive arbeiten sind mir aber 13,3″-14″ lieber, daher ist so ein subnetbook nichts mehr für mich. mein samsung n130 staubt auch (naja die neoprenhülle staubt) nur noch vor sich hin.

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schon klar. aber iwo bei twitter oder so hätte man schon mitbekommen, wenn der lappi wech wär 😀
also ich zumindest hätte erstmal geflamed… 😛

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Ne Menge Rechtschreibfehler und die Formatierung vom Text ist auch nicht so pralle…

Aber das Gerät ist super. Nutzen wir in der Firma auch 1 von.

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Ich bin auch total begeistert. Grafik und Leistung sind wirklich überzeugend und in gewohnter Thinkpad-Qualität. Die Treiberseite ist aber leider auch gewohnt konfus, wann die dort wohl endlich mal aufräumen werden?

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Woher stammen deine Daten für die Lüftersteuerung, also woher weißt du, dass es eine gute Idee ist, den Lüfter erst ab >65°C anspringen zu lassen? Ich hab schon das halbe Internet auf den Kopf gestellt auf der Suche nach offiziellen und verlässlichen Daten.

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Der Frage von klass möchte ich mich anschließen. Für eine Info wäre ich dankbar.

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Thinkpads können mit dem „System Update“ – Tool alle Treiber automatisch runterladen und installieren…

Zu den Lüftern: schaut mal ins thinkpad-forum.de nach TPFC

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