Review und Meinung: Samsung Galaxy Tab 10.1

Wir hatten es in der letzten Woche angekündigt und haben Wort gehalten: das brandneue Samsung Galaxy Tab 10.1 kam pünktlich im Lager an und konnte den zahlreichen Bestellern bereits am Freitag übergeben werden. Einer der Besteller war ich – klar, für unser Blog möchte ich euch doch das Tablet aus dem Hause Samsung vorstellen – in Form meiner eigenen, subjektiven Meinung.

Haptik

Ich habe, bedingt durch meinen Beruf, schon unzählige Tablets in den Händen halten dürfen. Ich darf schon einmal vorgreifen: vom Anpackgefühl her ist das Samsung Galaxy ganz weit vorne. Es muss sich natürlich immer mit dem Klassenprimus messen lassen und dies ist bekanntlich immer noch das iPad. Das iPad 2 besteht zum Teil aus Aluminium und wiegt dadurch mehr. Samsung setzt beim Galaxy Tab 10.1 Kunststoff ein. Dadurch gehört das Samsung Galaxy Tab 10.1 zu den leichtesten und dünnsten Geräten auf dem Markt. Lediglich 569 Gramm bringt das Tablet auf die Waage, bei Abmessungen von (Breite x Höhe x Tiefe) 257 x 175 x 8,6 mm. Das Gerät ist wertig verarbeitet, man ist über die Leichtigkeit überrascht, wenn man dieses in Händen hält.

Optik

Ich habe das weiße Samsung Galaxy Tab 10.1 vor mir liegen, die Rückseite ist dabei aus weißem Kunstoff, der ein wenig an Klarlackbeschichtung erinnert. Natürlich wird man dort Fingerabdrücke sehen, durch das Weiß sind diese allerdings nicht so stark zu sehen, wie auf schwarzen Geräten mit Klarlackoptik. Auf der Rückseite befindet sich auch einer der Kameras, diese hat 3,2 Megapixel und wird von einem LED-Blitz unterstützt. Seitlich  (bei horizontaler Quer-Haltung) befinden sich die Stereolautsprecher, oben befinden sich Einschalter, der Kophörereingang, die Lautstärkeregelung und der Einschub für die SIM-Karte. An der Front findet man noch die zweite Kamera für Videotelefonie, sie hat 2 Megapixel. Unten am Gerät befindet sich der Connector.

Das Display

Wie eigentlich fast alle Displays ist auch das von Samsung nicht matt, was natürlich Fingerabdrücke bedeutet. Die Ausleuchtung und die Helligkeit passen definitiv, die Auflösung von ganzen 1280 x 800 Bildpunkten verteilt auf 10,1 Zoll weiss zu gefallen.

Unter der Haube

Im Inneren des Samsung Galaxy Tab 10.1 findet man keine großen Besonderheiten. Ein Dual Core-Prozessor (Tegra 2) mit 1 GHz Leistung verrichtet seinen Dienst. Arbeitsspeicher sind 1024 MB vorhanden, zum Speichern von Daten stehen 16 GB Speicherplatz zur Verfügung (für Nutzerdaten knapp über 12 GB). Erweiterungstechnisch verzichtet Samsung auf einen Kartensteckplatz, was viele Nutzer schade finden. Auch wird kein Standard-Anschluss geliefert, Samsung packt ein eigenes Kabel für den Connector bei.

Will man SD-Karten nutzen, dann wird als Zubehör ein Adapter fällig – kostet natürlich nicht gerade wenig und erinnert an Apple. Auch fehlt ein HDMI-Anschluss, den mittlerweile ja schon viele Tablets haben. Aber: wir müssen uns vor Augen halten, dass wir das momentan flachste und leichteste Tablet vor uns liegen haben. Gesprächig ist das Samsung Galaxy Tab 10.1 auch, so stehen WLAN, Bluetooth und natürlich UMTS (HSPA+) zur Verfügung. Die SIM-Vorrichtung ist für normale SIM-Karten ausgelegt, also nicht jene, die wir beim iPad vorfinden. Des Weiteren verfügt das Samsung Galaxy Tab 10.1 über GPS, einen Gyroskop und einen Beschleunigungssensor.

Der Akku hat eine Kapazität von 7000 mAh (Lithium-Polymer) und er hielt bei mir auf der Couch gestern ca. 8 Stunden durch. Ob ich mich nun im Inneren befand oder draußen auf dem Balkon, das Display war auch in heller Umgebung gut lesbar. Standardmäßig regelt das Samsung Galaxy Tab 10.1 die Helligkeit selber, allerdings kann man auch selber Hand anlegen.

Die Benutzung

Die Bildschirmtastatur lässt sich wunderbar bedienen, das Betriebssystem Android 3.1 (Android 3.2 für das Samsung Galaxy Tab 10.1 steht allerdings schon in den Startlöchern) wurde hier im Blog schon des Öfteren erwähnt und wird daher nur kurz angerissen.

Samsung hat dem Betriebssystem allerdings eine eigene Oberfläche namens TouchWiz verpasst, die ein paar Widgets, eine eigene Startleiste und eine direkte Screenshotfunktion verpasst. Wer allerdings versucht mit 2 Händen zu tippen, der wird höchstwahrscheinlich scheitern, dazu ist das Samsung Galaxy Tab 10.1 zu groß – oder meine Hände zu klein.

Android 3.1 hat standardmäßig 5 Homescreens, die mit einem Wischen durchgeschaltet werden. Das System unterstützt standardmäßig keine Home-Tasten und Co, sodass Zurück, Home oder der Switch durch die Anwendungen via der Oberfläche, nicht aber über Hardware-Buttons geregelt wird. Auch das früher oft bemeckerte Ruckeln beim Surfen oder dem Wischen zwischen Anwendungen und Bildschirmen ist nur geringfügig vorhanden.

Lautsprecher

YouTube, Filme und Co: die Lautsprecher sind ok, haben ordentliche Höhen, aber durch den fehlenden Resonanzkörper nicht wirklich viel Bass, ein warmer Klang ist so nicht wirklich möglich. Die Tablets unterscheiden sich alle nicht großartig, von daher würde ich keinen Favoriten nennen wollen.

Kamera

Die Kamera hat 3,2 Megapixel und macht für ihre Verhältnisse ordentliche, aber nicht brilliante Bilder.  Trotz dieser nüchternen Aussage gebe ich zu bedenken, dass ich schon wesentlich schlechtere Ergebnisse mit Kameras erzielt habe. Dies sind nur zwei Beispielfotos, ich habe wesentlich mehr geschossen 😉

Benchmarks

Es soll Menschen geben, die richten sich nur nach Benchmark-Ergebnissen – auch diese möchte ich hier nicht leer ausgehen lassen. Ich ließ den Vellamo-, den Quadrant- und den Nenamark 2 durchlaufen.

Mein persönliches Fazit

Ja, das Samsung Galaxy Tab 10.1 macht mir Spaß. Viel Spaß sogar. Aus unerfindlichen Gründen müssen sich Android-Tablets preislich immer mit dem iPad vergleichen lassen. Während man früher unkte, dass das iPad unverhältnismäßig teuer ist, stellte man bei Erscheinen der Android-Tablets fest: ne, ist doch nicht so.

Das Samsung Galaxy Tab kostet momentan knapp 550 Euro, ist damit um einiges teurer als die Klassenkameraden, die auch mit Android daherkommen und teilweise Schnittstellen via Kartenleser, HDMI und USB ihr Eigen nennen. Schnittstellenmäßig ist man also gar nicht so weit von Apple entfernt: keine Erweiterungsmöglichkeit, kein Standardanschluss.

Aber: man hat rein baulich gezeigt, dass nicht nur Apple schick und leicht kann. Trotz alledem ist das iPad auch aufgrund des größeren Ökosystems immer noch der Klassenprimus. Dies liegt weder an Samsung, Asus und den ganzen anderen Herstellern, ist aber das momentane Schicksal von Android.

Aber ich weiss: da tut sich momentan ganz, ganz viel. Wer unbedingt heute ein Android-Tablet kaufen will, der kann beim Samsung Galaxy Tab 10.1 definitiv zuschlagen, es definiert eine eigene Klasse, die baulich dem iPad nachempfunden ist und den gleichen „Anpackspaß“ bietet.

Allerdings gibt es, wie bereits erwähnt, günstigere Mitbewerber, die besser ausgestattet sind. Sicherlich ist das Ganze auch eine Frage der Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger – wer es optisch und haptisch etwas gehobener mag, der zahlt bekanntlich immer den einen oder anderen Euro mehr. Auch denke ich, dass das Samsung Galaxy Tab in absehbarer Zeit im Preis fällt, ein Schicksal, welches bislang noch fast jedes Android-Tablet ereilt hat.

Warten wir einmal ab, wie sich das Gerät verkauft und was das Samsung Galaxy Tab 8.9 nächsten Monat an Erlebnis bietet. Müsste ich jetzt zuschlagen, so würde ich rein preislich beim Asus Eee Pad Transformer landen. Müsste ich nicht aufs Geld achten und den vollen Anpackspaß haben, der ans iPad erinnert, dann würde es wohl (Stand heute) das Samsung Galaxy Tab 10.1 werden.

Hier noch einmal die Übersicht aus unserer Produktbeschreibung (nicht von mir):

Kompakt und flexibel wie ein Smartphone, aber mit riesigem Display von 25,7 cm. Funktionsreich wie ein PC. So ist die Kombination ausSprach- und Videotelefonie-Funktion, mobilem Internet, Entertainment-Center und Navigationsgerät stets zur Stelle, wenn man sie braucht. Durch den Einsatz von Android 3.0 genießt das Samsung Galaxy Tab 10.1 die Vorzüge des Zugriffs auf abertausende Apps im Android Marketund des leichten Datenaustauschs über WLAN und BluetoothAdobe® Flash® 10.1-Unterstützung bietet vollen Genuss beim Ansehen von Flash-basierenden Webseiten. Auch Arbeiten ist mit dem Samsung Galaxy Tab 10.1 eine Freude. ThinkFree™ ist bereits vorinstalliert und bietet auch unterwegs Zugriff auf lokal oder online gespeicherte Office-Dokumente. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 – grenzenlose Vielfalt, immer und überall.

Das Samsung Galaxy Tab 10.1 zeichnet sich durch folgende spezifische Eigenschaften aus:

  • Prozessor Dual Core 2x 1Ghz
  • 1GB Arbeitsspeicher
  • Android 3.0
  • 3,2MP Digitalkamera
  • MP3-Player
  • Video-Player
  • Video-Telefonie
  • 16GB Speicher
  • Bluetooth
  • WLAN
  • USB
  • Navigation
  • integriertes 3G-Modul
Tablet-Geräteeigenschaften
Abmessungen (BxHxT) 257 x 175 x 8,6 mm
Akku 7000 mAh (ca. 10 Stunden Laufzeit, je nach Anwendung)
Anschlüsse Kopfhörer-Anschluss // eingebauter Lautsprecher und Mikrofon // TV-Ausgang
Arbeitsspeicher/RAM 1024 MB
Besonderheiten Adobe Flash 10.1 Support // 2 MP Front-Kamera, 3,2 MP Rear-Kamera (Videoaufnahmen bis 1080p)
Betriebssystem Google Android 3.0 Honeycomb
Display 25,7 cm (10,1 Zoll) MultiTouch-Display (Auflösung 1280 x 800 Pixel)
Gewicht 569 g
Interner Speicher 16 GB
Kommunikation und Netzwerk WLAN a/b/g/n, A-GPS/GPS, Bluetooth 2.1 mit EDR, integriertes 3G-Modul (HSPA+, HSUPA, UMTS, EDGE, GPRS)
Prozessor Dual-Core Prozessor 2x 1 GHz
Sensoren Gyroskop // Beschleunigungssensor // Annäherungssensor und digitaler Kompass

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10 Kommentare auf "Review und Meinung: Samsung Galaxy Tab 10.1"

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Review in Textform: Samsung Galaxy Tab 10.1

[…] das sie sich Videos ansehen. Für diejenigen habe ich in meinem Berufsblog heute den ganzen Tag eine etwas längere Review über das brandneue, weiße Samsung Galaxy Tab 10.1 geschrieben. Ich mache einen kleinen Ausflug […]

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Mirco

Danke für die ausführliche Review. Wir beschaffen uns grade genau dieses Tablet für ein Kundenprojekt. Es ist gar nicht so einfach, ein gutes 10.1 Tablet zu finden, welches auch alle Anforderungen genügt. Das iPad konnten wir nicht nehmen, da es keine Flash-Unterstützung bietet.

Das Asus Eee Pad Transformer bietet kein Variante mit 3G. Somit blieben nur wenige Alternativen. Das Samsung Galaxy Tab 10.1 ist somit für uns die beste Wahl, da auch aktuelle Netzstandard unterstützt werden. Schade ist allerdings wie auch schon von dir erwähnt, dass kein HDMI und SD-Karten-Slot vorhanden ist.

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Danny Altmann

Liest sich gut. Finde ich gut. Schöner Test, wie immer. Ist mir aktuell aber zu teuer als reines Tab.

Was ich mich frage: Was ist eine horizontale Quer-Haltung? Sowas wie ein rotes Feuerwehrauto oder ein weißer Schimmel? 😉

Gruß
Danny

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Jan

Hi,
ich finde das Galaxy Tab 10.1 sehr spannend, ist bisher wirklich der beste iPad-Konkurrent, denke ich. Obs das beste Tablet ist, weiß ich nicht… 😉
Nun zu meiner Frage: Wackelt die Rückseite? Ich liebe die Rückseite des iPads und wie filigran, aber auch dennoch stabil, sie ist. Befürchte, dass sich das dünne Plastik durckdrücken lässt oder nachgibt…

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Matthias

Was nun? Android 3.0 oder Android 3.1? 😉

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Galaxy Tab komm zu mir! | Galaxy in use...

[…] Der Caschy hat in seinem Arbeitsblog eine sehr ausführliche Review zum Tab geschrieben. Danke […]

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Samsung Galaxy Tab mal interaktiv

[…] Samsung Galaxy Tab 10.1 habe ich gestern noch via Twitter bekommen, nachdem ich über meinen Samsung Galaxy Tab 10.1-Test berichtet […]

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[…] kleines, privates Video über das Samsung Galaxy Tab 10.1 für euch, welches wir hier im Blog schon in Textform vorgestellt haben. Wer bereits den Text las, der muss das Video nicht zwingend schauen, welches übrigens […]

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Tobias

Hallo,

vielen Dank für den Test. Schade das das kleiner 8.9 Zoll Tab noch auf sich warten lässt. Noch leichter ist schon schick. Ich bin noch am überlegen welches es nun werden soll.

Tobias

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