RugGear RG650: Minimalistisches und robustes Outdoor-Smartphone
  • Größe/Auflösung
  • CPU
  • Speicher
  • 5,5''/1440x720px
  • MTK6739WW
  • 16 GB (erweiterbar)

RugGear RG650: Minimalistisches und robustes Outdoor-Smartphone

RugGear richtet sich mit seinen Smartphones nicht an den durchschnittlichen User, sondern an diejenigen, an deren Arbeitsplätzen solche Dinge wie Staub, Dreck, Wasser oder Stürze keine Katastrophen, sondern Alltag sind. Mit dem RG650 haben sie ein minimalistisch gehaltenes Smartphone im Programm, das ich mir jetzt einmal eine Weile näher angesehen habe.

Das gefällt uns

  • sehr helles Display
  • lange Akkulaufzeit
  • sehr robust
  • gute Verarbeitung

Das gefällt uns nicht

  • microUSB-Anschluss
  • wenig Speicher

Inhalt:

Bevor wir aber zu den lustigen Teilen wie Droptest kommen, gibt es noch einmal die technischen Daten vorweg.

Technische Daten des RugGear RG650
Software Android 8.1 – Oreo
Prozessor MTK6739WW, Quad core, 4 x 1.5GHz
Arbeitsspeicher 2 GB
Speicher 16 GB; erweiterbar um bis zu 128 GB via microSD-Karte
Display 5,5 Zoll HD (1440×720 Pixel)
Kamera Hauptkamera: 8 MP
Frontkamera: 2 MP
Anschlüsse microUSB
3,5 mm-Klinkenanschluss
Konnektivität EU-Variante: GSM: 850/900/1800/1900
WCDMA: Band 1/5/8
LTE-FDD: Band 1/3/5/7/8/20
LTE-TDD: Band 40
US-Variante: GSM: 850/900/1800/1900
WCDMA: Band 1/2/4/5/8
LTE-FDD: Band 2/4/7/12/17/28AB/B66
Unterstützung von VoLTE
Unterstützung von GPRS/SMS/MMS
Bluetooth 4.2 Low Energy
IEEE 802.11b/g/n-WLAN mit Hotspot
SIM Kartengröße: Nano + Nano
Hybridkartenslot
Bedienung Touch
Akku 4.200 mAh
Maße 152.5 x 75.4 x 12.5 mm
Gewicht 196g
Besonderheiten IP68 – Wasserdicht bis 1,2 m für 30 Min., vollständig staubdicht
Falltest: bis 1.5 m

Lieferumfang und Design

Der Lieferumfang enthält alles Wichtige. Dem RG650 liegen ein microUSB-Kabel, der Ladeadapter, das SIM-Karten-Tool und eine Kurzanleitung mit dabei. Mehr braucht es auch nicht.

Für ein Outdoor-Smartphone hat das RG650 ein geradezu zierliches Design. Das Display wird von einem orangen Streifen eingefasst. Auf der linken Seite gibt es noch eine orange Taste. Die könnt ihr euch im System mit einer Anwendung frei belegen. Darüber findet ihr den Ansonsten ist das RG650 schlicht gehalten. Schwarz und auf der Rückseite ein leichtes Grau. Auf der Oberseite findet ihr unter einer Abdeckung den 3,5mm Klinkenanschluss. Rechts befinden sich die Lautstärketasten und der Power-Button. Auf der Unterseite ist dann schließlich noch der microUSB-Anschluss.

Die Rückseite hat ein grau-schwarzes Muster. Unten befindet sich der Lautsprecher unter einem großen Gitter. Oben die Kamera samt LED-Blitz.

Optisch ist es also so, wie man es von RugGear kennt. Keine großen Spielereien, sondern schlicht. Durch die leicht abgerundete Rückseite liegt es auch sehr gut in der Hand und lässt sich einwandfrei bedienen. Ungewohnt ist allerdings der fehlende Fingerprintreader. Die Entsperrung läuft ausschließlich über eine PIN-Abfrage.

ruggear rg650 outdoor smartphone

Die Verarbeitung ist einwandfrei. Es gibt keine Kanten, an denen ihr euch mit Handschuhen verfangen könntet. Ebenso wenig gibt es störende Grate oder lose sitzende Abdeckungen. Die Tasten haben alle einen sehr guten Druckpunkt und geben ein gutes Feedback. So soll das sein.

Rugged Phones sind für Spielkinder wie mich dankbare Testgeräte. Es macht einfach Spaß in der Öffentlichkeit diverse Dinge mit einem Smartphone zu machen, die bei den Umstehenden Leuten für große Augen sorgen. Es gab diverse Versuche, die Schwerkraft zu überwinden, die allesamt mit einem satten Klatsch des RG650 auf dem Boden endeten. Stürze aus bis zu 1,5 Meter Höhe soll es überstehen und übersteht es auch problemlos. Die wenigen Blessuren, die es davontrug, ließen sich allesamt abwischen und abwaschen.
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Display

Das Display ist ziemlich hell. Selbst in sehr hellen Umgebungen und bei direkter Einstrahlung könnt ihr Inhalte noch gut erkennen. Die Inhalte werden ordentlich scharf dargestellt und auch an den Farben gibt es nichts zu meckern. Durch die geringe Größe lässt es sich auch sehr gut mit einer Hand bedienen.

RugGear selbst spricht von bis zu 500 nits. Die 500 nits haben wir beim Messen der Ausleuchtung nicht geknackt. Aber mit 485 nits haben wir einen sehr guten Wert gemessen.
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Performance

Das RG650 kommt mit nahezu reinem Android. Das gefällt mir persönlich sehr gut. Neben dem Google-Kram sind lediglich zwei Apps vorinstalliert. Ihr solltet den Speicher aber unbedingt per microSD-Karte erweitern. 16 GB sind wirklich nicht mehr viel und ziemlich schnell voll. Im Auslieferungszustand sind zudem schon knapp 30% des Speichers belegt.

ruggear rg650

Das RG650 ist nicht das schnellste Smartphone unter der Sonne. Das ist beim Blick auf die technischen Daten klar. Aber es verrichtet seinen Dienst, ohne zu murren. Beim App-Start müsst ihr zwar ein wenig warten, aber dann laufen die Apps flüssig.

Solche Dinge wie Bildbearbeitung solltet ihr allerdings unterlassen. Das macht mit den Verzögerungen einfach keinen Spaß.

Für den Fall, dass ihr des Öfteren Arbeitshandschuhe tragt: Es gibt auch beim RG650 den Handschuhmodus. Damit lässt sich das Smartphone auch mit dicken Handschuhen bedienen. Es ist zwar gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber insgesamt ganz gut.

Der Akku umfasst 4200 mAh. Damit kommt ihr locker eine Weile ohne Steckdose aus. Wenn ihr es laden müsst, dann solltet ihr allerdings Zeit mitbringen. Das RG650 verfügt nicht über eine Schnellladefunktion. Und „dank“ des microUSB-Anschluss benötigt ihr für eine volle Ladung rund vier Stunden. Es empfiehlt sich also, das RG650 über Nacht aufzuladen.
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Kamera

Bei der Kamera dürft ihr nicht allzu viel erwarten. Mit 8 MP ist die Auflösung brauchbar, aber naturgemäß ziemlich weit entfernt von dem, was heute bei Smartphones möglich ist. Der Autofokus ist auch nicht besonders schnell. Aber das ist in diesem Fall auch kein Problem, wenn man sich die Zielgruppe vor Augen hält. Die Kamera verrichtet ihren Job gut und führt auch bei widrigen Lichtbedingungen zu brauchbaren Bildern.

Die Beispielbilder sind wie immer nicht bearbeitet.

Bei guten Lichtverhältnissen gelingen mit der Frontkamera brauchbare Selfies. Das war es aber auch schon, was sie zu leisten imstande ist.
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Sound

Das RG650 kann laut. Es kann richtig laut. Bei halber Lautstärke bietet es immerhin noch Ansätze eines ausgewogenen Klangs. Die Tiefen sind zu erahnen und die Höhen nicht komplett blechern. Das ändert sich allerdings bei voller Lautstärke. Die Mitten kommen nicht vor.

Legt ihr das RG650 auf einen Tisch, erhöht sich die Lautstärke deutlich. Allerdings führt das auch zu einem absolut blechernen Klang mit beißenden Höhen und verschwundenen Tiefen.

Der Sound reicht für den gelegentlichen Konsum von Videos und für Telefonate über den Lautsprecher vollkommen aus. Mehr ist aber nicht drin.

ruggear rg650 outdoor smartphone
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Fazit RugGear RG650

Das RugGear RG650 ist eindeutig ein Smartphone, das seine Stärken nicht in Features für den Privatgebrauch hat, sondern sich an diejenigen richtet, die in lauten und dreckigen Umgebungen unterwegs sind. Es ist sehr robust, wasserdicht und verzeiht ohne Weiteres unsanfte Landungen auf dem Boden. Der Akku hält im Alltag ordentlich lange durch.

Es gibt lediglich zwei Kritikpunkte: Zum einen ist der Prozessor für heutige Verhältnisse zu schwach. Und zum anderen ist der microUSB-Anschluss ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Da wäre es schön, wenn RugGear nachbessern würde. Für knapp unter 200 Euro bekommt ihr hier aber insgesamt ein faires Gesamtpaket.

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Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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€200 für ein Smartphone mit 2GB RAM 16GB ROM und ein Mediatek MTK 67339 Prozessor ist leider nicht günstig, insbesondere wenn man andere Smatphones mit den gleichen techischen Daten für ca. €100, und sogar weniger bekommt (ich könnte Marken nennen, aber das werde ich selbstverständlich nicht tun 🙂 ). In ordnung, legen wir nochmal €50 für das spezielle „rugged“ Gehäuse und den größeren Akku drauf. Dann sind wir schön €150, aber nicht bei €200.