Samsung erklärt das Akku-Desaster beim Galaxy Note 7

Wenig überraschend ist die Kernaussage: die Akkus waren defekt. Es war allerdings nicht nur ein Fehler, der die Geräte in Flammen aufgehen ließ, sondern zwei unterschiedliche. Bei der ersten Serie waren es verbogene Elektroden. Bei der zweiten Serie waren es Unregelmäßigkeiten bei der positiven Elektrode, die zu einem Kutzschluss führten. Neue Standards sollen jetzt verhindern, dass sich solche Fehler wiederholen.

Um die genaue Ursache für das Akku-Desaster mit dem Note 7 herauszufinden, untersuchten nach Samsungs Angaben 700 Techniker 200.000 Geräte und rund 30.000 Akkus. Beim ersten Akku gab es in der rechten oberen Ecke des Note 7 verbogene Elektroden. Die waren zudem auch noch zu lang.

The observed damage provides multiple potential routes to internal cell faulting and thermal failure with normal cycling, including compromise of the separator and lithium plating

Der Akku saß bei der ersten Serie nicht nur sehr fest im Gehäuse des Note 7. Im Inneren war auch sehr wenig Platz für die Bestandteile, was Kurzschlüsse begünstigt hat. Bereits im Dezember hatte eine US-Techfirma zu wenig Platz für den Akku als Ursache für die Pannenserie vermutet.

Ursache Akku-Probleme Samsung Galaxy Note 7

Bei der zweiten Serie kam ein anderer Fehler zum Tragen. Zum Teil waren Schweißpunkte zu dick. Dadurch wurde die Trennschicht zwischen den Elektroden beschädigt. Bei einigen Akkus fehlte zudem Isolierband zwischen den einzelnen Schichten.

Für die Fehler übernimmt Samsung die Verantwortung, denn schließlich wurden die Akkus nach dessen Vorgaben gefertigt.

So will Samsung künftig Akku-Fehler verhindern

Die Fehler sind also bekannt. Jetzt geht es für Samsung darum, zu verhindern, dass sich so etwas wiederholt. Das gilt insbesondere deshalb, weil die Fehler wohl bei genaueren Kontrollen hätten auffallen müssen. Mit einem neuen Programm sollen die Akkus künftig verschiedenen Kontrollen unterzogen werden. Was es damit auf sich hat, seht ihr im Video unten. Darüber hinaus sollen die Akkus künftig besser gegen Verformungen geschützt sein und die Software Parameter wie Temperatur der Akkus genauer im Blick haben.

Quelle: Samsung 1, 2, 3

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