Samsung Galaxy A32 5G: Gutes Smartphone für wenig Geld
  • Display
  • CPU
  • RAM/Speicher
  • 6,5'' HD+
  • MediaTek Dimensity 720
  • 4 GB/64 GB

Samsung Galaxy A32 5G: Gutes Smartphone für wenig Geld

Die Galaxy-A-Reihe umfasst die Brot-und-Butter-Smartphones von Samsung. Das A32 5G gehört dabei zu den Einstiegsgeräten. Trotzdem bietet es eine Menge Features und für einen geringen Preis auch 5G. Wir haben es uns im Test mal genauer angeschaut.

Das gefällt uns

  • gute Verarbeitung
  • ordentliche Kamera
  • erweiterbarer Speicher

Das gefällt uns nicht

  • Rückseite anfällig für Fingerabdrücke

Die Galaxy-A32-Modelle liegen preislich bei deutlich unter 300 Euro und sind in zwei Speichergrößen verfügbar: 64 und 128 GB. Mein Modell kommt in der kleinen Speicherausführung daher. Da der Speicher aber erweiterbar ist, spielt die Speichergröße beim Kauf nicht die alles entscheidende Rolle.

Die genauen technischen Daten meines Testgerätes findet ihr wie immer in der ausklappbaren Tabelle.

Technische Daten: Samsung Galaxy A32 5G
Software Android 11 mit OneUI 3.1
Prozessor/Grafik MediaTek Dimensity 720 (MT6853V)
2x 2.0 GHz + 6x 2.0 GHz
Mali-G57
Arbeitsspeicher 4 GB
Speicher 64/128 GB
per microSD-Karte um bis zu 1 TB erweiterbar
Display 6,5″ TFT LCD-Display mit HD+-Auflösung (1600×720 Pixel) im 20:9-Format, Corning Gorilla Glass 5, 269 ppi
Kamera Selfiekamera: 13 Megapixel, f 2.2
Video: Full HD 30 fps
Hauptkamera: 48 Megapixel, f/1.8 Weitwinkel
8 Megapixel, f/2.2 Ultra-Weitwinkel
2 Megapixel, f/2.4 Bokeh
5 Megapixel, f.2.4 Makro
Videoaufnahme: 4K 30 fps
Akku 5.000 mAh mit 15-Watt-Schnellladefunktion
Besonderheiten USB-C
Fingerprintreader im Powerbutton
3,5mm Klinkenanschluss
Bluetooth 5.0, WiFi 802.11 ac (Wi-Fi 5), NFC
Abmessungen, Gewicht und Farben 76 mm x 164 mm x 9 mm
205 Gramm
Awesome Blue, Awesome Black, Awesome White, Awesome Violet
Preis ab 259 Euro*

Design und Lieferumfang

Der Lieferumfang ist nahezu klassisch. Neben dem Galaxy A32 gibt es noch das 15W-Ladegerät und ein USB-A auf USB-C-Kabel. Bei den Oberklasse-Smartphones hat Samsung das Ladegerät übrigens aus dem Lieferumfang gestrichen. Offiziell aus Umweltschutzgründen. Warum das dann noch in der Einstiegsklasse mit dabei ist, erschließt sich mir nicht. Es dürfte wohl so sein, dass Samsung von den Galaxy-S-Käufern noch den einen oder anderen Euro für ein Ladegerät sehen möchte.

Beim Design könnt ihr in der Einstiegsklasse keine Wunder erwarten. Es ist schlicht, funktional und unaufgeregt. Die Frontseite besteht fast komplett aus dem Display. Die Selfiecam ist in einer kleinen Tropfennotch untergebracht. Die Ränder des flachen Displays sind angenehm schmal und nur an der Unterseite geringfügig breiter.

Die Rückseite besteht aus Kunststoff und ist leider für Fingerabdrücke sehr anfällig. Die Investition in ein Putztuch ist beim Galaxy A32 5G also absolut zu empfehlen. Optisch fällt vor allem die Quad-Kamera auf der Rückseite auf. Drei der vier Linsen stehen in einzelnen Fassungen leicht aus dem Gehäuse hervor, die vierte Kamera und der Blitz sind leicht versetzt und plan im Gehäuse untergebracht.

Die Seiten des Galaxy A32 werden von einem dunklen Metallrahmen geprägt. Auf der linken Seite gibt es lediglich den Hybrid-SIM-Kartenslot. Ihr könnt dort entweder zwei Nano-SIM einlegen oder eine SIM und eine MicroSD-Karte mit maximal 1 TB Speicher.

Auf der rechten Seite gibt es zwei Tasten. Die eine ist die Lautstärkewippe, die für meinen Geschmack zu weit oben sitzt. Sie bietet einen guten Druckpunkt und reagiert präzise auf eure Eingaben. Darunter sitzt der Powerbutton mit dem integrierten Fingerprintreader. Letzterer macht einen guten Job und entsperrt das Galaxy A32 5G fix und zuverlässig. Fehleingaben traten im Test nur selten auf.

Dass der Fingerprintreader im Button sitzt, dürfte auch der Grund sein, weswegen die Lautstärkewippe so weit oben sitzt. Der Reader ist in der perfekten Position, um ihn mit dem Daumen der rechten Hand zu erreichen. Die schlechte Nachricht für alle Linkshänder: Mit der linken Hand lässt sich das A32 nur schwer entsperren und ihr müsst euch umgewöhnen.

Die Unterseite ist dem USB-C-Port und dem 3,5mm-Klinkenanschluss vorbehalten. Darüber hinaus befindet sich dort noch der Speaker des A32. An der Oberseite gibt es nichts zu sehen. Sie ist blank.

Die Verarbeitung ist einwandfrei. Alle Kanten sind bündig, die Tasten bieten einen guten Druckpunkt und reagieren präzise.

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Galaxy A32 5G bei uns im Shop

Gutes Display für diese Preisklasse

Das Display des Galaxy A32 5G hat kein AMOLED-, sondern ein LCD-Panel. Anders wäre der Preis wohl auch nur schwerlich zu realisieren gewesen. Es ist hell genug, dass ihr auch in hellen Umgebungen die Inhalte gut erkennen könnt. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es allerdings kniffelig werden. Da reicht die Helligkeit des Displays nicht in allen Fällen, um die Umgebungshelligkeit zu überstrahlen.

Die automatische Helligkeitsregelung macht einen guten Job. Bei abrupten Wechseln der Helligkeit braucht sie einen Moment, um sich neu einzustellen. An den Stellen merkt man dann, dass die Hardware nicht mit der Hardware der Spitzenmodelle mithalten kann.

Die Farben sind – wie man es von Samsung kennt – kräftig. Sie bleiben aber in einem natürlich wirkenden Bereich und sind nicht übertrieben knallig.

Das Display misst in der Diagonale 6,5“ und löst mit HD+ auf. In Pixeln ausgedrückt sind das 720x1600px. Damit kommt ihr auf einen PPI-Wert von 269. Und das wiederum bedeutet, dass eure Inhalte scharf dargestellt. Klar gibt es schärfere Displays, aber zum Surfen und Filme schauen ist der Wert mehr als ausreichend.

In der jüngsten Zeit kamen immer mehr Smartphones mit 90, 120 oder auch 144 Hz Bildwiederholrate auf den Markt. Je höher der Wert, desto smoother und angenehmer ist das Erlebnis beim Scrollen, bei Animationen und auch beim Gaming. Alles wirkt weicher und runder. Auf dieses Feature müsst ihr hier verzichten. Das Galaxy A32 5G bietet ein klassisches 60-Hz-Display mit Tropfennotch für die Selfiekamera.

Das Display besitzt flache Kanten. Samsung setzt damit den Trend der Abkehr von den runden Displayrändern fort. Es reagiert zügig und präzise auf eure Eingaben. Zum Schutz vor Beschädigungen setzt Samsung beim A32 5G auf Gorilla Glass 5. Auf eine Displayschutzfolie verzichten die Koreaner bei ihrem Einstiegsmodell. Das Gorilla Glass sollte aber einen ausreichenden Schutz vor den meisten Alltagsgefahren bieten.
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Performance und Bedienung

Der MediaTek-Prozessor bietet für den Alltag genug Leistung. Apps starten zügig und auch der Wechsel zwischen verschiedenen Apps geht flüssig vonstatten.

Beim Thema Gaming werdet ihr die Unterschiede zur Oberklasse-Hardware deutlich merken. Gerade grafikintensive Spiele wie etwa Asphalt 9 oder CSR Racing 2 laufen selbst auf geringen Detailstufen mit kleineren Rucklern und haben relativ lange Ladezeiten. Anspruchslosere Games wie PUBG Mobile sind hingegen kein Problem.

Auch beim Thema Videoschnitt oder Bildbearbeitung machen sich die Grenzen der Hardware bemerkbar. Ein einminütiges, durchgehend mit allerlei Effekten versehenes Full HD Video benötigt zum Rendern 2:08 Minuten. Zum Vergleich: Das Galaxy S21 benötigt für ein ähnliches 4K-Video 44 Sekunden. Das Ergebnis des Galaxy A32 5G ist in Ordnung, denn ihr müsst immer im Hinterkopf behalten, dass anspruchsvolle Dinge wie komplexer Videoschnitt nicht das eigentliches Aufgabengebiet des Smartphones sind. Es geht, aber ihr müsst Zeit mit einplanen.

Beim Akku macht sich die Hardware ebenfalls bemerkbar. Hier allerdings im positiven Sinne. Denn die verbaute Hardware ist stromsparend und dadurch kommt ihr mehr als problemlos über den Tag. Im Homeoffice waren bei sparsamer Nutzung mehr als zwei Tage drin. Das mitgelieferte Ladegerät unterstützt 15W-Schnellladen. 15 Watt klingen heute nicht mehr nach viel, aber da ihr den Akku in aller Regel über Nacht laden werdet, ist das kein Beinbruch. Für eine komplette Ladung müsst ihr knapp zwei Stunden einplanen.

Von den 64 GB Speicher stehen euch am Anfang noch 50 GB zur Verfügung. Da es beim A32 5G aber Unterstützung für microSD-Karten gibt, ist das kein Beinbruch. Ab Werk sind diverse Apps vorinstalliert. Es gibt die unvermeidlichen Samsung-Apps, diverse Google-Apps, Microsoft-Apps und so Dinge wie Facebook und Netflix. Bis auf Onedrive und Netflix lassen sich aber alle Apps komplett deinstallieren. Die beiden Apps lassen sich nur deaktivieren und leider nicht vollständig entfernen.

Als Betriebssystem kommt Android 11 mit der OneUI 3.1 zum Einsatz. Ob die euch optisch zusagt, müsst ihr selbst entscheiden. Updates und Android sind gerade in der Einstiegs-Klasse nicht immer die besten Freunde. Viele Hersteller schlampen da und versorgen die niedrigpreisigen Geräte nicht mit Updates. Samsung fährt da eine etwas andere Schiene. Direkt nach dem ersten Einschalten bekam ich beim Test (Anfang März 2021) ein Systemupdate und auch den Sicherheitspatch für Januar 2021. Das darf gerne so weitergehen.

Die Leistung entspricht insgesamt den Erwartungen. Sie reicht für den Alltag vollkommen aus. Auch komplexe Aufgaben sind möglich, allerdings müsst ihr mehr Zeit als bei Oberklasse-Smartphones einkalkulieren. Wer oft mit solchen Tasks konfrontiert ist, sollte sich besser nach einem anderen Smartphone umsehen.
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Galaxy A32 5G bei uns im Shop

Kamera: Für diese Preisklasse ziemlich gut

Samsung spendiert dem Galaxy A32 5G eine Quadcam. Das ist im Moment gerade der heiße Scheiß, den alle Hersteller machen. Wobei nicht alle verbauten Kameras immer Sinn ergeben. Das A32 5G ist leider keine Ausnahme.

Auf der Rückseite seht ihr von oben nach unten den 8MP Ultraweitwinkel, den 48 MP Weitwinkel und die 2MP Bokeh-Linse. Seitlich versetzt findet ihr die 5 MP Makro-Linse und den Blitz.

Auf eine optische Bildstabilisierung müsst ihr verzichten. Das ist bei Tag kein Problem, bei schlechten Lichtverhältnissen müsst ihr das aber im Hinterkopf behalten. Da Bilder wie immer mehr als 1000 Worte sagen, sind alle Fotos in diesem Abschnitt unbearbeitet. Und sofern es nicht anders angegeben ist, wurden sie im Automatikmodus aufgenommen.

Eine Einstellung solltet ihr vorab in der Kamera vornehmen: Im Automatikmodus die automatische Szenenerkennung ausschalten. Die sorgt für Bonbonfarben und eine – für meinen Geschmack – massive Überschärfung der Fotos. Ohne sie ist fast alles fein. Bei guten Lichtverhältnissen bekommt ihr schöne Fotos mit einer guten Dynamik. Hier leistet die Kamera wirklich gute Arbeit.

Auch der Portraitmodus macht einen guten Job. Das Bokeh ist schön weich und der Algorithmus erkennt auch feinere Strukturen wie Haare ziemlich gut. Ab und zu liegt er daneben, aber die Fehlerquote ist für eine Kamera in diesem Segment erstaunlich gering.

Die Makrolinse ist hingegen mehr Ziergegenstand als wirklich nützlich. Auf dem Smartphone sind die Makro-Aufnahmen noch erträglich, aber auf einem größeren Bildschirm gehen sie gar nicht. Lasst sie lieber außen vor, nehmt euer Motiv mit 48 MP auf und croppt euch das Bild dann zurecht. Das Ergebnis ist deutlich besser.

Optischen Zoom gibt es beim Galaxy A32 5G nicht. Das ist auch nicht weiter überraschend. Den digitalen Zoom solltet ihr nicht nutzen. Der ist nahezu unbrauchbar. Auch das ist keine Überraschung. Wer zoomen will, muss hier die Füße bewegen.

Der Nachtmodus kommt bei weitem nicht an die Oberklasse heran, leistet aber insgesamt gute Arbeit. Samsung bewahrt weitestgehend die originale Lichtstimmung und holt viele Details aus den Tiefen hervor. Da die Kamera über keine optische Bildstabilisierung verfügt, werden die Ergebnisse deutlich besser, wenn ihr ein kleines Stativ verwendet. Anderenfalls können sich kleine Unschärfen einschleichen.

Bei Kunstlicht schwächelt das Kamera-Setup etwas. Details werden weichgezeichnet und sie neigt, je nach vorhandener Lichtmenge, auch zum Rauschen. Aber angesichts des Preises für das A32 ist das Meckern auf hohem Niveau. Für diese Preisklasse ist es eine ziemlich gute Kamera.
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Teilweise guter Klang

Gerade in den unteren Preisklassen waren und sind Smartphones oftmals nur mit einem miesen Klang ausgestattet. Das Galaxy A32 5G ist eine Ausnahme, denn es kann wenigstens in Teilen einen guten Klang für ein Smartphone für unter 300 Euro bieten.

Bei halber Lautstärke bekommt ihr einen ausgewogenen Klang geboten. Tiefen sind erkennbar und insgesamt überwiegen im Klangbild die Mitten. Musik macht da wirklich Spaß.

Bei voller Lautstärke ist das Klangbild anders. Die Höhen haben die Kontrolle über den Sound übernommen und werden in den Spitzen auch schrill. Tiefen sind hingegen nicht mehr vorhanden. Musikvergnügen hält sich da in ganz engen Grenzen.

Ihr solltet zudem tunlichst darauf achten, dass ihr den Speaker an der Unterseite nicht verdeckt. Ansonsten werdet ihr mit einem dumpfen Klang belohnt. Für einen dauerhaften Gebrauch solltet ihr euch aber gute externe Speaker zulegen.
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Fazit Samsung Galaxy A32: Gelungenes Einstiegs-Smartphone

Das Galaxy A32 ist ohne Frage ein gutes Smartphone mit einem ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine einwandfreie Verarbeitung, dank 5G Zukunftssicherheit, erweiterbarer Speicher, Dual-SIM, eine vernünftige Kamera und ein ausdauernder Akku: Damit lässt sich eine Menge anfangen.

Zielgruppe sind eindeutig diejenigen, die in erster Linie mediale Inhalte konsumieren wollen. Für kreative Zwecke und Gaming ist es nur bedingt geeignet. Hier ist die Hardware eindeutig nicht gut genug.

Im normalen Alltag meistert es die gestellten Aufgaben souverän. Mit derzeit rund 260 Euro* ist es daher ein wirklich attraktives Gerät.

Galaxy A32 5G bei uns im Shop

Stand: 03/2021

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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