Samsung Galaxy Note 2 Hands on und Test

Ich bin ja doch der Android Fan unter den Kollegen und hab nun die Möglichkeit gehabt, das Galaxy Note 2 zu testen. Technisch ist das Galaxy Note 2 schon toll. Dank Quad-Core Prozessor mit 1,6 GHz arbeitet es sehr flüssig, der Touchscreen mit 5,5 Zoll ist riesig und die Akkulaufzeit ist wirklich sehr gut. Aber ganz der Reihe nach, denn das sind ja nur die technischen Eindrücke die mich faszinierten.

Größe: Als ich das Galaxy Note 2 das erste Mal in der Hand hielt, da dachte ich schon, dass es zwar sehr groß ist, aber es passt schon. Falsch gedacht. Ich hatte das Galaxy Note 2 im Wochenendeinsatz und habe diesen dann abgebrochen, als ich bemerkte, dass dies Smartphone absolut nicht Party tauglich ist. Es ist einfach viel zu groß. Okay, Samsung hat die Software dahingehend optimiert, dass es möglich ist, die Tastatur und wichtige Funktionen für den Einhand-Betrieb zu konfigurieren. Dennoch liegt das Galaxy Note 2 einfach nicht gut in der Hand, um es länger als reines Smartphone zu verwenden. Dies ist das Gerät aber auch nicht. Viel mehr ein kleines Notizbuch und man sollte sich von dem Gedanken verabschieden, dass man das Galaxy Note 2 gut als Smartphone verwenden kann. Wie ich darauf komme?
Es ist unhandlich, liegt nicht gut in der Hand um schnell Nachrichten zu schreiben und oftmals muss man es in zwei Hände nehmen. Als Telefon sieht es schrecklich am Ohr aus, als hätte man ein Brett vorm Kopf, aber es ist zum Glück nicht schwer. Jedoch kann es auch seine Stärken ausspielen, wenn es um die Nutzung von Apps, das schauen von Videos und das Surfen im Internet geht. Auch ist es sehr angenehm ist es, die abonnierten RSS-Feeds oder E-Mails zu lesen.

Verarbeitung: Samsung halt, Plastik und Kunststoff, von weitem sieht es zwar so aus, als wäre es aus gebürstetem Metall, elegant, aber sobald man es in der Hand hält, wirkt das äußere zumindest nicht wie ein edles Smartphone. Das hochauflösende AMOLED-Display ist gut ablesbar und von der Helligkeit her mehr als ausreichend, um damit auch in heller Umgebung arbeiten zu können. Die Farben werden kontrastreich dargestellt und man erkennt, auch wenn man nahe am Display ist, keine einzelnen Pixel. Dafür ist das weiß aber leider nicht richtig weiß, sondern hat einen bläulichen Stich. Die anderen Farben sind sehr kräftig. Im direkten Vergleich mit dem Lumia 920 habe ich festgestellt, das dort das Schwarz noch besser war als es auf dem Galaxy Note 2 der Fall ist. Aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau.

Software: Installiert auf dem Galaxy Note 2 ist Android 4.1.1 und natürlich jede Menge Samsung Software wie zum Beispiel TouchWiz. Zum einen ist diese Software auf die Stifteingabe, wie es bei der Note Serie üblich ist, optimiert, zum anderen aber empfinde ich diese Vielzahl an Samsung Software als teilweise langsam. Mein erster Eindruck mit diesem Handy bestätigte sich kurz nach Eingabe meiner Google Daten: Die Synchronisation brach mehrfach unter Neustart des Smartphones ab. Daraufhin musste ich aus dem Play Store alle benötigten Programme manuell installieren. Ebenso ruckelte die Menü-Navigation mehrfach nach einem Neustart. Er nach einiger Zeit legt sich dieses, da dann die Anwendungen in den Zwischenspeicher geladen waren. Die „S Note“ Software zum Beispiel ist eine der Anwendung, die typisch Samsung völlig überladen an Grafiken sind. Die Software ist so gestaltet, als wenn man ein klassisches Notizbuch in den Händen hält und reagiert sehr zuverlässig auf die Stift-Eingabe. Ebenso finde ich die Texterkennung sehr gut gelungen.

Wie ich bereits erwähnt hatte, ist es sehr praktisch bei einem solch großem Display, dass man sowohl die Wähl-Tastatur als auch die Tastatur zum Schreiben auf den Ein-Hand-Modus umschalten kann. Dies bedeutet, dass die Tastatur nun etwas kleiner ist und entweder an der rechten oder linken Bildschirmseite liegt. Wenn man nun verkrampft das Smartphone mit einer Hand hält, kann man somit nun zumindest mit der doch gut durchdachten Funktion schreiben.

Akku: Den Akku kann ich nur loben. Bei mir ruft ein Smartphone im Hintergrund Twitter, Facebook, Google, Foursquare, mehrere E-Mail-Server und andere Daten ab. Ein Smartphone muss für mich immer Online sein und auch wenn ich im Web surfe, sollte der Akku nicht zu schnell zu Neige gehen. Und was konnte ich beobachten: Bei normaler Nutzung kam ich locker über den Tag und musste mir keine Gedanken machen, wie ich den Abend verbringe oder ob ich das Smartphone lieber nochmal auflade. Ich hatte immer noch genügend Puffer. Was mich dann aber erstaunte, war die Tatsache, dass ich pro Stunde Youtube-Video per WLAN ca. 10 % Akku verbraucht habe, bei einem Spiel (Plaque Inc) das deutlich Batterie verbraucht, konnte ich knapp 5 Stunden durchspielen, bis der Akku leer war.

Kamera: Die 8 Megapixel Kamera ist halt eine typische Smartphone-Kamera. Sie vollbringt keine Wunder, aber ist auch nicht schlecht. Da ich für Fotos generell eine richtige Kamera bevorzuge, reicht sie für Schnappschüsse und kurze spontane Videos vollkommen aus. Bei geringen Lichtverhältnissen ist aber auch dort mit der guten Qualität Schluss und die Kamera muss dann passen. Wir haben aus unserem Büro das HTC Sensation, das HTC Windows Phone 8X, das iPhone 4S und das Galaxy Note 2 gegeneinander antreten lassen. Den Vergleich seht ihr hier. Eindeutiger Sieger war das Note 2. Schade dass mein Kollege das Lumia 920 nicht hier hatte. Dann gäbe es nämlich einen anderen Sieger als das Note 2 🙂

Hier die technischen Details:

  • Prozessor: Exynos 4412 Prozessor, 1,6 GHz (Quad Core)
  • Display: 14,00 cm (5,5 Zoll) AMOLED-Touchscreen mit 1280 x 720 Pixel
  • Speicher: 16 GB
  • Betriebssystem: Android Jelly Bean 4.1
  • Kameras: 2,0 Megapixel (vorne); 8,0 Megapixel (hinten)
  • Videoaufzeichnung: 1080p
  • Band: Quad-Band, W-CDMA
  • UMTS (HSUPA, HSPA+)
  • Standby: bis zu 820 Stunden (3G)
  • Telefonie: bis zu 27 Stunden
  • WiFi: IEEE 802.11 a/b/g/n
  • Speicherkarten-Slot für SD-Karten
  • drucksensitiver Stift für präzise Eingabe
  • GPS
  • UKW-Radio mit RDS
  • TouchWiz Oberfläche

Hands On Video:

Fazit: Ich bin unentschlossen. Zum einen weiß ich definitiv, dass ich mir kein Galaxy Note 2 kaufen werde, da es mir für den Alltag zu groß ist. Zum anderen ist es zu klein, um es täglich als Tablet zu verwenden. Aber: Das ist mein Eindruck, ich denke schon, dass es viele Personen gibt, die das Galaxy Note 2 genau richtig finden, denn es hat einen großen Bildschirm für die tägliche Arbeit mit Mails und dem ganzen drumherum und durch die Stifteingabe kann es perfekt als Notizbuch verwendet werden. Die Verarbeitung ist Samsung-typisch, aber im ganzen recht wertig und hält sich trotz der Größe gut in der Hand. Die Hardware ist top, da kann ich nicht meckern und wenn es ein 4,3 – 4,7 Zoll Handy mit dieser Akkulaufzeit gäbe, wäre ich schon mehr als zufrieden. Auch positiv zu vermerken ist, dass Samsung bei den aktuellen Galaxy Modellen endlich zeitnah die Updates auf den Markt bringt, hoffe ich, dass sie dieses beibehalten.

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1 Kommentar auf "Samsung Galaxy Note 2 Hands on und Test"

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Gast

Mein erster Eindruck mit diesem Handy bestätigte sich kurz nach Eingabe meiner Google Daten: Die Synchronisation brach mehrfach unter Neustart des Smartphones ab. Daraufhin musste ich aus dem Play Store alle benötigten Programme manuell installieren.

Sowas darf nicht passieren. Gerade bei einem neuen Gerät nicht. 99% aller Nutzer stehen bei solchen Vorfällen auf dem Schlauch. Da hätte ich schon keine Lust mehr drauf.

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