Samsung Galaxy S20 FE 5G: Ziemlich viel Smartphone für euer Geld

      Samsung Galaxy S20 FE 5G: Ziemlich viel Smartphone für euer Geld

      Das Galaxy S20 hatte es im vergangenen Jahr nicht leicht. Von vielen Seiten gab es teils heftige Kritik am Samsung-Flaggschiff. Ende des Jahres kam mit der Fan Edition eine neue Variante auf den Markt. Und die bietet in ihrer 5G-Variante ein ziemlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

      Die Unterschiede zwischen den S20-Modellen und der Fan Edition erstrecken sich über viele Felder. Das fängt bei der Optik an, setzt sich bei den verwandten Materialien fort und endet bei der Kamera. Der wichtigste Unterschied ist aber der Prozessor, der im S20 FE 5G verbaut ist. Dort kommt nämlich ein Oberklasse-Snapdragon zum Einsatz, der den Samsung-eigenen Exynos-CPUs in vielen Bereichen überlegen ist.

      Technische Daten Samsung Galaxy S20 FE 5G
      Software Android 10, Update auf Android 11 steht bereit
      Prozessor Snapdragon 865
      1x 2.8 GHz + 3x 2.4 GHz + 4x 1.8 GHz
      Arbeitsspeicher 6 GB
      Speicher 128 GB
      per microSD um 1 TB erweiterbar
      Display 6,5″ Super AMOLED-Display mit FHD+-Auflösung (2400×1080 Pixel) im 20:9-Format, 120Hz-Bildwiederholrate, HDR10+, Corning Gorilla Glass 3, 407 ppi
      Kamera Selfiekamera: 32 Megapixel, f 2.2
      Hauptkamera: 12 Megapixel, f/1.8 Weitwinkel
      12 Megapixel, f/2.2 Ultra-Weitwinkel
      8 Megapixel, f/2.4 Tele
      Videoaufnahme: 4K60, EIS Frontkamera: 4K60
      Akku 4.500 mAh mit 25-Watt-Schnellladefunktion
      kabelloses Laden (Qi) mit 15 Watt
      Reverse wireless Charging
      Besonderheiten USB-C
      Fingerprintreader im Display
      Bluetooth 50 WiFi 802.11 ax (Wi-Fi 6)
      Abmessungen, Gewicht und Farben 75 mm x 160 mm x 8 mm
      190 Gramm
      Cloud Navy, Cloud Lavendver, Cloud Mint, Cloud Red, Cloud Orange, Cloud White
      Preis ab 675 Euro*

      Design und Lieferumfang

      Wenn ihr das Galaxy S20 FE 5G aus der Verpackung holt, werdet ihr eines sofort feststellen. Für ein Modell der (noch) aktuellen Flaggschiff-Reihe ist es erstaunlich leicht. Das liegt an der Rückseite aus Kunststoff. Es ist anfangs ein sehr ungewohntes Gefühl, wenn man vorher Glas gewohnt war. Die Kunststoffrückseite hat allerdings noch einen anderen Vorteil gegenüber einer Glasrückseite. Sie ist bei Stürzen weniger anfällig gegen Brüche als Glas.

      samsung galaxy s20 fe 5g test

      Samsung spendiert der Fan-Edition des S20 diverse knallige Farben. Ich habe mich allerdings für den Test für das gedeckte Navy Blue entschieden. Und ich muss ehrlich sagen: Die Farbe gefällt mir richtig gut. Da die Rückseite mattiert ist, halten sich Fingerabdrücke auch in Grenzen.

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      In verschiedenen anderen Tests kann man lesen, dass sich die Rückseite leicht eindrücken lässt. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ja, sie gibt leicht nach, wenn man draufdrückt. Aber es fühlt sich trotzdem nicht wackelig oder billig an. Die Verarbeitung ist generell Samsung-typisch auf einem sehr hohen Niveau.

      Die Triple-Kamera steht auf der Rückseite in einem recht deutlichen Buckel heraus. Das S20 FE lässt sich trotzdem gut bedienen, wenn es auf dem Tisch liegt. Wen das durch die Kameras bedingte Wackeln stört, der muss sich eine Hülle kaufen.

      Das Display ist im Gegensatz zum normalen S20 nicht abgerundet, sondern flach. Dadurch ähnelt es in der Draufsicht eher den Note 20-Modellen als den S20-Smartphones.

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      Der Rahmen ist aus Metall. An der Unterseite sitzen einer der beiden Speaker und der USB-C-Port. An der Oberseite ist der SIM-Karten-Schacht untergebracht. Das ist ein Hybrid-SIM-Schacht. Ihr könnt also entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD-Karte nutzen. Die microSD-Karte kann bis zu 1TB groß sein.

      Lasst euch beim SIM-Karten-Schacht nicht durch die Optik ins Bockshorn jagen. Der Tray sieht aus wie ein Single-SIM. Er hat allerdings auf beiden Seiten ein Schubfach.

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      Am Rahmen lässt sich mit dem Finger eine leichte Kante erspüren. Die fällt im Alltag aber nicht weiter auf.

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      Auf der rechten Seite sitzen die Lautstärkewippe und darunter der Powerbutton. Auf der linken Seite befindet sich nichts. Dedizierte Buttons für die Assistenten sind meiner Meinung nach überbewertet und überflüssig.

      Alles in allem ist das Galaxy S20 FE 5G ein schnörkelloses Smartphone mit einem unaufgeregten Design. Das gefällt mir ganz gut.

      Der Lieferumfang bietet keine Überraschungen. Es gibt ein 25 Watt Netzteil und ein passendes Ladekabel. Kopfhörer gibt es nicht. Das ist aber auch kein großer Verlust. Die sind in aller Regel ja nicht wirklich gut. Eine Hülle wäre allerdings nett gewesen, aber auf die verzichtet Samsung.
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      Helles und schnelles AMOLED-Display

      Eigentlich ist mit der Überschrift alles gesagt. Das Display ist hell und bietet euch wunderschöne Farben. Wer die bonbonfarbene Welt von Samsung nicht mag, der stellt in den Einstellungen einfach vom Modus „Lebendig“ auf „Natürlich“ um.

      Bei der Helligkeit gibt es nichts zu meckern. Die ist groß genug, um auch in sehr hellen Umgebungen alles gut ablesen zu können.

      Die Auflösung ist mit 2400x1080px mehr als ausreichend. Inhalte sind knackscharf und die 120 Hz-Bildwiederholrate sorgt dafür, dass alle Animationen und Bewegungen wunderschön smooth sind. Zusätzlich unterstützt das Display noch den Samsung-eigenen HDR-Standard HDR10+.

      Das Display wird mit Gorilla Glass 3 gegen Beschädigungen geschützt. Zusätzlich ist noch eine Folie angebracht, die weiteren Schutz vor Kratzern bietet.

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      Performance und Bedienung: Galaxy mit Snapdragon

      Normalerweise liefert Samsung seine Galaxy-Smartphones in Europa mit dem hauseigenen Exynos-SoC aus. In der LTE-Version des S20 Fan Edition ist der auch verbaut. In der 5G-Version kommt der Snapdragon 865 zum Einsatz. Und das bemerkt ihr vor allem an einer Stelle – der Akkulaufzeit. Im Vergleich mit den Exynos-CPUs ist der Snapdragon energieeffizienter und so gehören Akkusorgen hier der Vergangenheit an. In den meisten Fällen waren nach einem normalen Tag zwischen 20-30% Akku übrig. Meine normale Nutzung umfasst hier Surfen, Mails, Fotografieren, Bild- und Videobearbeitung. Die Bildwiederholrate war dabei übrigens auf 120Hz eingestellt.

      Für eine volle Ladung benötigt ihr mit dem mitgelieferten 25 Watt-Ladegerät ziemlich genau 90 Minuten. Falls ihr lieber drahtlos mit Qi ladet, dann könnt ihr das mit maximal 15 Watt machen. Und falls ihr Freunden mit Strom aushelfen wollt, könnt ihr das über Wireless Power Share machen. Einfach aktiveren, Gerät auf die Rückseite legen und schon lädt das S20 FE 5G das andere Device.

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      Ich hatte das Galaxy S20 FE 5G mehrere Wochen im Test. Und ich hatte nie das Gefühl, dass ich an irgendeiner Stelle einen Flaschenhals bei der Leistung habe. Alle Apps starten zügig, der Wechsel zwischen Tasks geht flüssig und auch anspruchsvolle Games oder Tasks bringen das S20 FE 5G nicht an seine Grenzen.

      Die Temperatur hält sich auch in Grenzen. Selbst bei einer ausgiebigen Gaming-Session wurde das S20 FE 5G nur lauwarm und ließ sich ohne Probleme angenehm in der Hand halten.

      Die Bedienung ist problemlos mit einer Hand möglich. Auf dem Bildschirm lassen sich alle Elemente gut erreichen und auch die Buttons an der rechten Seite sind einwandfrei. Sie bieten beide einen guten Druckpunkt, reagieren präzise und lassen sich gut erreichen.

      Der Fingerprintreader ist in das Display integriert und sitzt ziemlich weit unten. An die Position muss man sich gewöhnen. Für meinen persönlichen Geschmack könnte er etwas weiter oben sitzen. Aber er reagiert schnell und präzise und es kommt äußerst selten zu Fehleingaben.

      Bei einer Sache hat Samsung sich in den vergangenen Jahren gemausert: Updates. Das war bei Android einmal ein absoluter Krampf und auch Samsung hat sich damals nicht mit Ruhm bekleckert. Wie gesagt, das hat sich verändert. Mitte Dezember kam der Sicherheitspatch mit Stand 01. Dezember 2020. Und in den ersten Januartagen das Update auf Android 11.

      Von den 128 GB Speicher sind im Auslieferungszustand noch 112 GB frei. Es gibt allerhand vorinstallierte Software, die sich leider in den meisten Fällen nicht komplett entfernen lässt. Lediglich Facebook werdet ihr komplett los. Netflix, Onedrive und Google Duo könnt ihr nur deaktivieren.
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      Kamera: Gute Kamera für die allermeisten Situationen

      Das Kamera-Setup des S20 FE 5G unterscheidet sich von dem des normalen S20. Bei letzterem habt ihr eine 64 MP-Telelinse, hier ein 12 MP. Das macht schon einen Unterschied – der im Alltag allerdings gar nicht so sehr zu bemerken ist. Denn der optische Zoom ist bei beiden Modellen gleich, nämlich 3x. Und digitaler Zoom ist nichts, was man ernsthaft für Fotos in Erwägung ziehen sollte. Will man näher ran, dann hilft nur eines: die Füße benutzen.

      Bevor ich euch die Kamera näherbringe, noch der übliche Hinweis auf die Fotos in diesem Abschnitt. Die wurden wie immer im Automatikmodus aufgenommen, es sei denn, es ist explizit etwas anderes angegeben. Sie wurden darüber hinaus in keiner Weise bearbeitet.

      Die Kamera bietet euch alle Möglichkeiten, euch nach Herzenslust kreativ auszutoben. Ihr bekommt sowohl für Fotos als auch für Videos jeweils einen Automatik- als auch einen Pro-Modus. Damit könnt ihr eine Menge anfangen. Besonders dann, wenn ihr eure Bilder bearbeiten wollt, solltet ihr den nutzen. Ihr bekommt dann einfach besseres Ausgangsmaterial.

      Im Automatikmodus solltet ihr den automatischen Szenenoptimierer ausschalten. Der sorgt nämlich dafür, dass es die Farben übertrieben gesättigt und die Fotos zudem sehr stark nachgeschärft werden. Lasst ihr den weg, bekommt ihr ansprechendere Ergebnisse.

      Zu den Verfügbaren Kameramodi zitiere ich mich der Einfachheit halber einmal selbst:

      Euch stehen die üblichen Kamera-Modi zur Verfügung. Automatikmodus, Panoramamodus, Live-Fokus (für Foto und Video), Essen (Foodporn ist schließlich wichtig), Nachtmodus, Pro-Modus, Zeitraffer und -lupe, die Super SlowMo und Single Take. Die meisten Modi sind selbsterklärend. Hinter Single Take verbirgt sich ein Feature, bei dem ihr kurze Videos und unterschiedlich bearbeitete Fotos aufnehmt. Ihr könnt dann im Anschluss wählen, welche ihr behaltet.

      Der Autofokus reagiert fix und findet sich auch bei komplexeren Motiven schnell zurecht.

      Die Frontkamera liefert mit ihren 32 MP gute Ergebnisse. Erfreulicherweise verzichtet Samsung auf irgendwelche Spielereien, um Gesichter glattzuziehen. Für Gruppen-Selfies steht ein ein leichter Weitwinkel zur Verfügung. Sie ist insgesamt gesehen eine deutliche Verbesserung gegenüber der Kamera im normalen S20.

      Sowohl für die Haupt- als auch die Frontkamera gilt, dass sie sich bei Naturlicht am wohlsten fühlen. Je mehr Kunstlicht es gibt, bspw. abends in beleuchteten Räumen, desto stärker neigt die Kamera dazu, Details weichzuzeichnen.

      Beim Nachtmodus hat Samsung gegenüber dem normalen S20 den Algorithmus offenbar verbessert. Beim S20 gab es im Frühjahr 2020 einen ziemlich aggressiven Weichzeichner. Der ist beim S20 FE nicht mehr so ausgeprägt. Auch das Aufhellen dunkler Stellen geschieht jetzt etwas zurückhaltender. Die Bilder wirken dadurch deutlich harmonischer. Schön finde ich weiterhin, dass Samsung im Nachtmodus die originale Lichtstimmung weitestgehend einfangen kann. Das ist nicht selbstverständlich. An die Nachtkönige von Huawei kommt das S20 FE nicht heran. Aber es spielt weit vorne mit.

      Da ich eben gerade über den digitalen Zoom gelästert habe, will ich euch die Beweise nicht vorenthalten. Hier also alle Zoomstufen, die das S20 FE bietet:

      Alles nach dem 3x Zoom ist digital und wie man unschwer erkennen kann, lässt die Qualität ab dann ziemlich zu wünschen übrig.

      Video könnt ihr maximal in 4K mit 60 FPS aufnehmen. Das ist vollkommen ausreichend für die nächste Zeit. Die Videoqualität ist so, wie man sie von Samsung kennt – einwandfrei. Das können sie schon seit Jahren sehr gut.

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      Guter Sound für ein Smartphone

      Wie auch beim normalen S20 kommt hier ein solider Sound auf euch zu. Es fehlt zwar die Bühne für richtig satten Sound, aber das ist ja bei allen Smartphones so.

      Höhen, Mitten und Tiefen stehen insgesamt in einem guten Verhältnis zueinander, auch wenn sie nicht zu 100% klar voneinander trennbar sind. Die Höhen haben zudem eine leichte Dominanz. Aber das überrascht bei einem Smartphone nicht. Die Dominanz nimmt zu, sobald ihr die Lautstärke aufdreht. Auch das ist normal. Die Höhen gleiten aber selbst bei voller Lautstärke nur in Ausnahmefällen ins Schrille oder Klirrende ab.

      samsung galaxy s20 fe 5g test

      Erfreulicherweise verteilt sich der Sound halbwegs gleichmäßig auf beide Speaker, wobei der untere Speaker etwas lauter ist. Haltet ihr also aus Versehen einmal einen der Speaker zu, dann bekommt ihr nicht sofort dumpfen Notenbrei. Finde ich gut.

      Über das Adapt Feature könnt ihr den Klang noch an eure Ohren anpassen. Dabei werden euch verschiedene Frequenzen vorgespielt und ihr müsst angeben, ob ihr sie hört. Daraus wird dann ein auf euch abgestimmtes Profil erstellt.
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      Fazit Samsung Galax S20 FE 5G: Ziemlich gutes Smartphone

      Das Galaxy S20 hat bei mir im Frühjahr gemischte Gefühle hinterlassen. Es ist kein schlechtes Smartphone, aber es hat mich auch nicht vom Hocker gerissen. Das Galaxy S20 FE 5G hingegen ist eine klare Empfehlung.

      Ihr bekommt hier ein ausdauerndes und starkes Smartphone, mit dem ihr in den nächsten Jahren absolut ausreichend Leistung bekommt. Am Display gibt es nichts zu meckern und auch der erweiterbare Speicher ist ein absoluter Pluspunkt. Die Kamera macht ebenfalls einen guten Job. Und auch in Sachen Akku-Laufzeit gibt es keinen Grund zur Klage.

      Während meines Testzeitraumes ist mir nichts gravierendes aufgefallen, was gegen das Galaxy S20 FE 5G spricht. Preislich geht es derzeit bei rund 700 Euro los. Aber das dürfte sich demnächst ändern, wenn das Galaxy S21 verfügbar ist.

      Galaxy S20 Fan Edition 5G bei uns im Shop

      Stand: Januar 2021

      Veröffentlicht von

      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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