SCHENKER VISION 14: Vorbildliches Premium-Notebook

      SCHENKER VISION 14: Vorbildliches Premium-Notebook

      Schenker ist für Premium-Notebooks bekannt und das VISION 14 ist keine Ausnahme: (Noch) aktueller Tiger-Lake-Prozessor, optionale Nvidia GPU, 16 GB RAM, 3K-Display, unzählige Anschlüsse und ein hochwertiges Magnesiumgehäuse schnüren ein ansprechendes Paket.

      Auf dem Papier macht das SCHENKER VISION 14 eine ausgesprochen gute Figur und kann in vielen Punkten frei konfiguriert werden. Je nach Ausstattung geht es hoch bis zu einem Intel Core i7-11370H, einer Nvidia Geforce RTX 3050 Ti, 64 GB DDR4-Arbeitsspeicher und einem 3K-Display.

      Das Notebook kann entweder fix und fertig gekauft werden oder über den firmeneigenen Shop Bestware frei konfiguriert werden. Das SCHENKER VISION 14 kostet in der Grundausstattung 1.169 Euro und in der von uns getesteten Version knapp 1.656 Euro. Es kann aber noch weiter ausgebaut und damit teurer werden. Wichtig ist zu erwähnen, dass die Auswahl an Konfigurationen fluktuiert, daher kann der Basispreis etwas variieren.


      Das Magnesium-Gehäuse macht einen robusten Eindruck, während das Design positiv unauffällig ist. Durch das einfache und dunkle Äußere wirkt es elegant und passt in jede Umgebung. Dabei wiegt es nur 1,1 Kilogramm und ist mit 15,6 mm überraschend schlank. Perfekt, um es überall hin mitzunehmen oder in den Rucksack zu packen. Obwohl es so schlank ist, wurde bei den Anschlüssen nicht gespart. Es ist sogar ein richtiger Kartenleser (SD/SDHX/SDXC) verbaut.

      Ich war überrascht, da mir das SCHENKER VISION 14 irgendwoher bekannt vorkam. Das Schwesterunternehmen TUXEDO verwendet das gleiche Barebone für ihr Infinity Book Pro 14 . Wem ein Linux-Notebook mit stark optimierten Betriebssystem lieber ist, kann gerne dazu greifen.

      Technische Daten Testkonfiguration SCHENKER VISION 14
      Display 14 Zoll, entspiegeltes IPS, 16:10, 2.880×1.800 Pixel, 90 Hz, 380 cd/m², 99% sRGB
      Prozessor Intel Core i7-11370H, 3,3 – 4,8 GHz, 4 Kerne/8 Threads, 12 MB Cache, 35+ W TDP, Flüssigmetall-Wärmeleitmittel
      Grafik Intel Iris Xe Graphics G7, 80/96 Execution Units (i5/i7), integriert (iGPU)
      Arbeitsspeicher 2 x 8 GB DDR4 3200 MHz
      Dual Channel, max. 64 GB
      Festplatte Samsung M.2 2280 SSD 980 Pro 1TB MZ-V8P1T0BW
      Netzwerk
      WiFi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax)
      Bluetooth 5.2
      Anschlüsse Links:
      Kensington Lock
      2-in-1-Audio (Kopfhörer + Mikrofon)
      Kartenleser (SD/SDHX/SDXC)
      USB-A 3.2 Gen1
      USB-C 3.2 Gen2 (DisplayPort 1.4, Power Delivery)Rechts:
      Netzteilanschluss
      HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2)
      USB-A 3.2 Gen1
      Thunderbolt 4/USB-C 4.0 Gen3×1 (DisplayPort 1.4, Power Delivery)
      Betriebssystem/Software Microsoft Windows 11 Pro
      Wahl des Betriebssystems ist optional, Vorinstalliertes Windows und Lizenz erwerbbar
      Akku
      Wechselbarer Lithium‐Polymer-Akku mit 53 Wh (intern verschraubt)
      Eingabegeräte Tastatur mit weißer Hintergrundbeleuchtung
      Microsoft Precision Glas-Touchpad
      720p-Webcam (Windows Hello-kompatibel)
      Sound Zwei Stereo-Lautsprecher
      Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
      THX Spatial Audio (ohne RTX 3050 Ti)
      Sound Blaster Cinema 6+ (mit RTX 3050 Ti)
      Abmessungen 30,88 x 21,5 x 1,56 cm (B x T x H)
      Gewicht ca. 1,1 kg
      Preis Abhängig von der Konfiguration, aktueller Startpreis 1.169 Euro*

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      Lieferumfang

      Der Lieferumfang ist erfreulich gering: Das Notebook, ein Netzteil, der übliche Papierkram, sowie ein Treiber-USB-Stick.

      Auf das gesamte Notebook gibt Schenker standardmäßig zwei Jahre Basis-Garantie und 6 Monate Schnellreparatur. Die Garantie kann, gegen eine Gebühr, verlängert und in ein Premium-Angebot aufgewertet werden.

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      Design und Verarbeitung

      Das SCHENKER VISION 14 zählt zu den Notebooks, die sich unheimlich hochwertig anfühlen. Bis auf den Bildschirmrahmen aus Kunststoff kommt hier eine Magnesiumlegierung (AZ91D) zum Einsatz. Das gesamte Gehäuse ist dadurch verwindungssteif und selbst bei starken Tippen biegt sich der Tastaturbereich nicht. Dennoch ist das Gewicht mit etwa 1,1 Kilogramm angenehm leicht.


      Das Design ist schlicht und erinnert – wie so oft – an ein Apple Macbook. Jedoch ist das kein Negativpunkt. Durch die mattschwarze Farbe wirkt das Notebook stilvoll und hält dabei noch Fingerabdrücke versteckt.

      Nur ein Logo auf der Bildschirmrückseite zeigt die Marke und bricht den Minimalismus. Bei Bestware kann das Design gegen eine Gebühr aber davon „befreit“ werden. Selbst die üblichen „Intel“ oder „Nvidia Geforce“-Sticker werden optional in einer kleinen Tüte im Karton mitgeliefert und sind nicht standardmäßig angebracht. Das ist löblich und verhindert hässliche Rückstände beim Entfernen.


      Aufgeklappt bricht nichts das bisherige Design, denn auch im Inneren verwendet Schenker mattschwarzes Magnesium und Kunststoff. Der Bildschirmrahmen fällt erstaunlich schmal aus und hindert damit nicht den Blick auf das 14-Zoll-IPS-Display im 16:10-Format.

      Das ist mit einem großen einzelnen Scharnier am Gehäuse verbunden. Leider wackelt das Display, wenn man das Notebook etwas bewegt. Im Alltag – mit Tippen und Trackpad – stört das allerdings kaum. Dafür lässt sich das Notebook mit einer Hand leicht öffnen (max. 160 Grad Öffnungswinkel). Es hätte sich aber gerne einen Tick schwerer öffnen lassen, wenn es dafür weniger wackelt.


      Auch die Tastatur mit weißer Hintergrundbeleuchtung ist in Mattschwarz gehalten. Damit ist die komplette Innenseite angenehm wehrhaft gegen Fingerabdrücke. Die Tasten selbst sind präzise und haben einen angenehmen Druckpunkt. Ich würde sie sogar auf eine Stufe mit der Tastatur von Apple MacBooks stellen. Sie ist überraschend gut. Einzig ein Fingerabdruck-Sensor im Power-Button fehlt mir, aber dafür beherrscht die Webcam Windows Hello.


      Das Trackpad ist mit 13 x 8 cm vergleichsweise groß und machte im Test nie Probleme. Es entspricht dem Microsoft-Precision-Standard und besteht aus – Überraschung – mattschwarzem Glas. Die integrierten Tasten klicken in einer hörbaren Lautstärke. Mir persönlich gefällt das, sollte aber dennoch für empfindliche Nutzer*innen erwähnt werden.

      Das Unibody-Gehäuse des SCHENKER VISION 14 wurde präzise verarbeitet, weißt keine Schwachstellen auf und ist ein großer Pluspunkt des Geräts.

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      Anschlüsse

      Auch bei den Anschlüssen kann das SCHENKER VISION 14 punkten: Alle nennenswerten Ports sind verbaut. Einzig ein Ethernet-Port fehlt, der ist aber nur selten bei schlanken Notebooks zu finden.


      Auf der linken Seite befindet sich ein Kensington-Schloss, ein 3,5mm-Kopfhörer-Anschluss, ein ausgewachsener Kartenleser (SD/SDHX/SDXC), einmal USB-A 3.2 Gen1 und einmal USB-C 3.2 Gen2. Der letzte Anschluss beherrscht auch DisplayPort 1.4 und Power Delivery. Der Kartenleser erreicht in einem kurzen Kopier-Test Übertragungsraten von schnellen 79 MB/s.


      Rechts befindet sich ein Netzteilanschluss, einmal HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2), einmal USB-A 3.2 Gen1 und Thunderbolt 4/USB-C 4.0 Gen3. Der Thunderbolt-Anschluss eröffnet diverse Möglichkeiten, z.B. externe Grafikkarten.

      Das Notebook kann zusätzlich über die USB-C-Anschlüsse geladen werden. Jedoch funktioniert es beim linken USB-C-Port nur im eingeschalteten Zustand oder Energiesparmodus. Auf der rechten Seite funktioniert es dagegen jederzeit.

      Neben den physischen Anschlüssen bietet es noch einen WLAN-Chip von Intel (AX201) mit Wi-Fi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax) und Bluetooth 5.2.

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      Display

      Das Notebook besitzt ein IPS-Panel mit 3K-Auflösung, 380 cd/m², 99% sRGB, 90Hz und ist im 16:10-Format gehalten. Es bietet daher etwas mehr Platz in der Breite als andere Notebooks. Es gab Modelle mit Full-HD-Display, welche aber nur noch schwer zu bekommen sind.


      Bevor ich die Ergebnisse der Spyder-Messung vorstelle, kurz meine subjektive Meinung: Das Display ist beeindruckend. Die etwas ungewöhnliche Auflösung wirkt auf dem 14-Zoll-Display sehr scharf und die 90Hz lassen alltägliche Anwendungen flüssig erscheinen. Die Farbdarstellung ist natürlich und selbst professionelle Fotos sehen darauf gut aus. Es wird ausreichend hell und es gibt keine Probleme mit sichtbarem Screen-Bleeding.

      Kommen wir jetzt zu den Ergebnissen der Spyder-Messung: Die maximal gemessene Helligkeit ist 379,2 nits (cd/m²) in der Mitte des Bildschirms und nimmt zu den Rändern hin ab. Für mich ist ein Wert ab 300 nits (cd/m²) gut, je weiter es nach oben geht desto besser. Die offizielle Angabe von 380 Nits wird – im Grunde – eingehalten. Das IPS-Display besitzt stabile Blickwinkel und eignet sich für gemeinsame Filmabende mit Freunden.

      Laut dem Spyder5 hat das Display eine sRGB-Abdeckung von 98 Prozent, das für Medienschaffende wichtige AdobeRGB wird mit 78 Prozent abgedeckt. Der ebenfalls wichtige P3-Farbraum wird zu 80 Prozent dargestellt. Der gemessene Kontrast ist 1130:1 bei 100 Prozent Helligkeit und der Schwarzwert liegt bei 0,34.

      Danach habe ich das Display kalibriert, um zu sehen, ob sich dadurch die Werte verbessern lassen. Nach der Kalibrierung hat die sRGB-Abdeckung einen Prozentpunkt verloren, dafür hat sich die Farbtreue deutlich verbessert. Lag sie vor der Kalibrierung bei maximal 4,03 und 1,92 im Durschnitt, konnte sie damit auf maximal 2,41 und im Schnitt auf 0,63 verbessert werden. Das ist eine deutliche Verbesserung und den Verlust des einen Prozentpunktes sicherlich wert.

      Hier könnt ihr euch das kalibrierte Farbprofil gerne herunterladen.

      Mit der verbesserten Farbtreue und den guten Werten bei der Farbraum-Abdeckung eignet sich das Display des SCHENKER VISION 14 durchaus für semiprofessionelle Bild- und Videobearbeitung. Zudem wird es hell genug, um es draußen und bei direkter Sonneneinstrahlung nutzen zu können.

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      Leistung

      Das VISION 14 kann mit verschiedenen CPUs ausgestattet werden: Core i5-11300H und Core i7-11370H. Es gab auch Modelle mit Core i5-1135G7 und Core i7-1165G7, diese sind aber nur noch selten zu finden. Zusätzlich gibt es noch eine optionale Nvidia Geforce RTX 3050 Ti bei dem Modell mit Intel Core i7-11370H. In unserem Testgerät arbeitet „nur“ der Core i7-11370H, daher ist die Gaming-Leistung etwas begrenzt. Mit der dedizierten Grafikkarte sollten die Ergebnisse deutlich besser sein.


      Schenker liefert ein eigene Control-Center-Software mit zwei verschiedenen Leistungsprofilen (Leise und Performance) mit. Jedes Profil bietet nochmal drei Unterprofile, insgesamt also sechs. Damit wird die Stärke der Lüfter und die PL1/PL2 der Intel-CPU verändert. In der höchsten Einstellung kann der Core i7-11370H 38 Watt im PL1 und sogar bis zu 60 Watt im PL2 verbrauchen. Das ist fast das Doppelte zu seinen angegeben 35 Watt. Um realistische Ergebnisse zu erzielen, habe ich mich für das Profil „Performance Ausbalanciert“ entschieden, mit PL1 30 Watt und PL2 60 Watt.


      Lasst uns das SCHENKER VISION 14 durch die Benchmarks jagen und die Ergebnisse anschauen.

      Assassin’s Creed Valhalla


      Im aktuellsten Assassin’s Creed schlüpft ihr in die Rolle von Eivor und befreit das mittelalterliche England. Der grafisch ansprechende Titel erreicht im internen Benchmark mit der nativen Auflösung und niedrigen Einstellungen gerade einmal durchschnittlich 14 FPS. Senkt man die Auflösung auf 1920×1200, steigen die durchschnittlichen FPS auf 23.

      Counter-Strike: Global Offensive


      Der wohl berühmteste E-Sport-Titel erreicht im uLLeticaL-FPS-Benchmark auf den höchsten Einstellungen und nativer Auflösung im Schnitt 18,85 FPS. Mit heruntergeschraubter Auflösung erreicht es dann schon 41,95 FPS und mit niedrigsten Einstellungen sogar 123 FPS. Mit den richtigen Einstellungen lässt sich CS:GO also wunderbar darauf spielen.

      Anno 1800

      Leider stürzt der integrierte Benchmark beim ersten Szenenwechsel regelmäßig ab. Die erste Szene zeigt aber in der nativen Auflösung und niedrigen Einstellungen zwischen 39 und 45 FPS. Mit gesenkter Auflösung erreicht es spielbare FPS von 73 bis 80 FPS. Getestet wurde mit DX12, das zwar die FPS etwas senkt, aber für deutlich weniger Schwankungen in der Bildrate sorgt. Mit Anpassungen lässt sich Anno durchaus spielen.

      Shadow of the Tomb Raider


      In dritten und letzten Abenteuer von Lara Croft erreichte das SCHENKER VISION 14 mit der nativen Auflösung und niedrigen Einstellungen durchschnittlich 12 FPS. Senkt man die Auflösung auf 1920×1200, steigen die durchschnittlichen FPS auf 25.

      Cinebench R23 & R20

      Selbstverständlich haben wir auch die beiden aktuellen Cinebench-Varianten laufen lassen. In R23 erreicht der Intel Core i7-11370H 6.523 Punkte im Multi-Core und 1.527 Punkte im Single-Core-Test. In R20 erreicht er 2.541 Punkte im Multi-Core- und 591 Punkte im Single-Core-Test.


      Aufgrund der Beschränkung auf vier Kerne und acht Threads, tummelt sich der Core i7-11370H leistungstechnisch etwas über einem Intel Core i7-7700K und knapp 1.600 Punkte über dem aktuellen Core i7-1165G7 bei Multi-Core-Anwendungen. Der Single-Core-Wert unterscheidet sich nicht groß von einem Intel Core i7-1165G7. Beide CPUs haben einen ähnlichen Turbo und das Kühlsystem entscheidet über die Dauer. Der hier aufgelistete Intel Core i7-1165G7 hatte wohl eine gute Kühlung.

      AS SSD Benchmark


      Die verbaute 1 TB M.2-NVMe-SSD von Samsung bietet auch dank PCIe-4.0 schnelle Lese- und Schreibvorgänge. Sie ist damit hervorragend für Videoschnitt oder andere Festplatten-intensive Aufgaben geeignet. Beim alltäglichen Surfen und Arbeiten sollte sich der Geschwindigkeitsunterschied zwischen PCIe-4.0 und PCIe-3.0 nicht bemerkbar machen. Auch in CrystalDiskMark hat die SSD von Samsung gute Werte produziert.


      Die CPU meistert alle Anforderungen des Alltags. Auch Medienanwendungen wie Davinci Resolve waren kein Problem: Ein 1-Minütiger Werbeclip wurde mit vielen Effekten und Text in 192 Sekunden exportiert. Dabei haben wir das 4K-YouTube-Preset verwendet. Mit dem Preset für 1080p dauerte der Export nur 56 Sekunden.

      Das SCHENKER VISION 14 reicht in der Fassung ohne dedizierte GPU für alle alltäglichen Arbeiten und sogar Videobearbeitung. Wer es jedoch für intensive und regelmäßige Medienbearbeitung oder Gaming verwenden will, sollte zur Version mit einer Nvidia GeForce RTX 3050 Ti greifen. Die verbaute Intel-Xe-Grafikeinheit ist für anspruchsvolle grafische Anwendungen leider zu schwach. Ansonsten ist das SCHENKER VISION 14 bestens dafür ausgestattet.

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      Akkuleistung

      Beim SCHENKER VISION 14 handelt es sich um ein Notebook mit Fokus auf Produktivität. Man soll es morgens mit in die Arbeit nehmen und damit einen ganzen Tag bestreiten können. Durch die geringen Ausmaße ist „nur“ ein 53Wh-Akku verbaut. Zudem legt Schenker – je nach CPU – verschiedene Netzteile mit: Bei U-Modellen 65 Watt und bei den stärkeren H-Modellen 90 Watt. Es gibt von Schenker keine offizielle Akkulaufzeit.

      Um realistische Ergebnisse zu erzielen, habe ich die Akkuleistung mehrere Tage beobachtet und wie folgt getestet: Die Display-Helligkeit habe ich auf rund 80 Prozent gestellt und bei aktiver WLAN-Verbindung einen normalen Arbeitstag bestritten. Auf dem Programm stand: Surfen im Internet und Arbeiten in Office-Anwendungen. Die Tastatur und das Trackpad wurden dauerhaft genutzt. Als Leistungsprofil wurde „Leise 30 dB“ verwendet. Damit beträgt das PL1 17 Watt und PL2 35 Watt.

      Das SCHENKER VISION 14 schafft in meinem Test knapp 6 Stunden und 12 Minuten. Das ist leider kein ganzer Arbeitstag. Wenn man die Bildschirmhelligkeit weiter senkt, sollte man noch etwas Laufzeit herausholen können. Auf 8 oder sogar 9 Stunden für einen Arbeitstag kommt man aber niemals. Ich tippe darauf, dass das helle 3K-Display einiges an Strom zieht.

      Es gibt aber eine große Auswahl an anderen schlanken Notebooks mit größeren Batterien. Wenn ihr viel unterwegs arbeitet oder Akkulaufzeit entscheidend ist, dann solltet ihr euch ein anderes Modell ansehen.

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      Geräuschemissionen

      Die Lautstärke lässt sich leicht über die Control-Center-Software einstellen. Dort tragen die leisen Leistungsprofile ihre durchschnittliche Lautstärke sogar im Namen: Leise 20 dB, Leise 30 dB, Leise 40 dB. Dabei bleiben die Lüfter meist deaktiviert, bis eine gewisse Auslastung aufgebaut ist. In den Performance-Profilen reagieren die Lüfter schneller, um das Innenleben zu kühlen.


      Die gemessene Lautstärke bewegt sich meist etwas über den offiziellen Angaben. So habe ich bei „Leise 20 dB“ um die 26 dB(A) gemessen. Auch bei den anderen Modi weicht der gemessene Wert immer einige dB vom Ideal ab. Dennoch ist das SCHENKER VISION 14 mit den Leise-Profilen ein angenehm ruhiges Notebook. Unter Volllasst und mit dem stärksten Profil „Performance Overboost“ habe ich knapp 49 dB(A) gemessen, lauter wurde es nie. Die Lautstärke liegt im Rahmen und ist nie störend. Ich konnte im ganzen Test kein Spulenfiepen oder nervige Töne bei hohen Drehzahlen hören.

      Um einen Vergleich zu haben: Das erst kürzlich von mir getestete ASUS TUF Gaming F15 FX506HM ist ein Gaming-Notebook mit einer effizienten Kühlung. Dessen Lautstärke ist im stärksten Kühlmodus „Turbo“ maximal 52 dB(A).

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      Temperatur

      Während der Benchmarks wurde der Bereich nahe des Displays warm. Da sich dort der Prozessor und die Lüfter befinden, verwundert das nicht. Es wurde auf der Außenseite nie unangenehm oder zu heiß. Gerade zum Trackpad oder der Handauflage hin blieb es deutlich kälter. Man merkt, dass bei anspruchsvollen Spielen oder Benchmarks im Inneren viel Wärme entsteht.

      Da ich leider kein Messgerät für die Außentemperatur des Notebooks zur Hand habe, schätze ich so um die 45 Grad. Die Unterseite – dort wo die Luft rausgepustet wird – ist deutlich heißer. Jedoch wurde es nie unangenehm heiß, als ich es auf dem Schoß verwendet habe.


      Während der Benchmarks habe ich die Temperaturen im Inneren verfolgt. Insgesamt blieben die Temperaturen – in so einem schlanken Gerät – auf einem sehr guten Niveau. Die CPU erreichte im Spitzenmoment zwar 79 Grad, im Durschnitt bewegte sich die Temperatur aber auf angenehmen 48 Grad. Auch die SSD erreichte maximal 52 Grad und bewegte sich ansonsten bei kühlen 20 Grad.

      Intels 11. Generation an Notebook-CPUs sind meist leichte Hitzköpfe, was sich mit der 12. Generation aber deutlich bessern sollte. Dennoch schafft es das schmale Schenker, CPU und das gesamte Innere auf einem guten Niveau zu halten. Selbst in hitzigen Situationen wurde der Prozessor nicht über 80 Grad heiß.

      Aufrüsten


      Die untere Hälfte lässt sich nach dem Entfernen von einigen Kreuzschrauben einfach öffnen. Austauschbar sind der Akku, die beiden M.2-SSDs, das WLAN-Modul sowie der Arbeitsspeicher. Das ist alles sehr erfreulich, da bei so dünnen Notebooks meist RAM und andere Komponenten fest verlötet sind.


      Bei den beiden M.2-2280-Steckplätzen bietet der rechte Steckplatz PCIe-4.0-x4 und der linke Slot PCIe-3.0-x2. Im Idealfall bestückt man den Slot mit PCIe-4.0-x4 mit möglichst schnellem Speicher für das Betriebssystem und Spiele, der zweite Slot eignet sich für eine große aber etwas langsamere SSD. Beide Steckplätze können für RAID 0/1 verwendet werden.

      Sound & Webcam

      Die verbauten Stereo-Lautsprecher sind nach unten gerichtet und erreichen bis zu 75 dB. Sie liegen damit im Durchschnitt bei Notebooks. Bei hoher Lautstärke fangen sie an etwas zu verzerren.
      Sie sind für den Alltag mit Videos oder Internet-Telefonie vollkommen ausreichend, auch Podcasts gehen damit in Ordnung. Erwartet aber kein Klangwunder oder Lautsprecher auf dem Niveau eines Apple MacBooks. Natürlich lassen sich jederzeit über den Klinkenanschluss ein Headset oder Lautsprecher anschließen.


      Die 720P-Webcam befindet sich mittig oben im Display. Das ist bei so schmalen Display-Rändern nicht üblich und ermöglicht einen brauchbaren Blickwinkel. Die Qualität reicht für gelegentliche Videochats aus. Eine Full-HD-Webcam wäre in einem möglichen Nachfolger aber definitiv lobenswert.

      Die Webcam fängt bei schattigen Umgebungen schnell das Rauschen an und wirkt etwas weich. Für einen häufigen Einsatz empfehle ich eine externe Webcam, die es schon für um die 20 Euro gibt.

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      Fazit: Tolles Medien-Notebook, mit einem Haken

      Das SCHENKER VISION 14 macht unheimlich viel richtig: Das Design ist dezent aber ansprechend, die Verarbeitung einwandfrei, das 3K-Display klasse und die Leistung dank Tiger-Lake und optionaler Grafikkarte gut. Es kann in Benchmarks aber auch bei der alltäglichen Nutzung überzeugen.

      Jedoch hat Intel bereits ihre 12. Generation an Prozessoren, unter den Namen Alder-Lake, für 2022 vorgestellt. Damit soll es mehr Leistung bei besserer Effizienz und andere Verbesserungen geben. Notebooks mit solchen Prozessoren stehen direkt vor der Türe. Auch AMD hat erst vor Kurzem ihre kommenden Ryzen-6000-CPUs vorgestellt. Sicherlich wird bereits an einem Refresh mit Intels neuen Prozessoren gearbeitet, zum Testzeitpunkt gibt es aber noch keinen zeitlichen Rahmen. Wer sich das SCHENKER VISION 14 kaufen will, sollte vielleicht noch eine Weile warten. Vor allem das Modell ohne dedizierte Grafikkarte, wird von den besseren Prozessoren stark profitieren. Aber auch Intels Tiger-Lake-Architektur bzw. die 11. CPU-Generation bietet genügend Leistung.

      Grundsätzlich ist das SCHENKER VISION 14 aber ein Musterbeispiel in vielen Kategorien und den hohen Startpreis durchaus wert. Käufer*innen werden nicht enttäuscht und erhalten ein leistungsstarkes aber schlankes Notebook.

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      SCHENKER VISION 14 (Test-Ausstattung) kaufen

      Via: Schenker – Stand: 01.2022

      Veröffentlicht von

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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