Schenker XMG CORE 15 im Test: schlichter Full HD-Gamer

      Schenker XMG CORE 15 im Test: schlichter Full HD-Gamer

      Wie gut der neue Intel i7 Prozessor mit der GTX 1650 zusammen spielt, habe ich mir im Test des Schenker XMG CORE 15 angesehen. Das 144Hz-Panel hat den Test dabei noch interessanter gemacht.

      Gaming Notebooks gibt es viele, aber Geräte von Schenker genießen bei uns in der Redaktion einen besonders guten Ruf als „No-Bullshit“-Laptops. Kein/wenig buntes Geblinke, schlichtes Gehäuse und dazu ein Fokus auf passende Leistung machen sie bei uns so beliebt. Darum war ich auch auf das neue XMG CORE 15 gespannt.

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      Bevor es aber jetzt mit den Details los geht, gibt es noch schnell die technischen Daten.

      Technische Details

      Produkteigenschaften des Schenker XMG CORE 15-M19xnv

      Display 15,6″, IPS, 144 Hz, non-glare
      Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
      Prozessor Intel Core i7-9750H (6×2,6GHz, maximal 4,5GHz)
      Grafik Nvidia GeForce GTX 1650 (4GB GDDR6 VRAM)
      Arbeitsspeicher 16GB DDR4 SO-DIMM, Dual Channel, bis zu 64 GB
      Festplatte 500GB Samsung 970EVO Plus (NVMe)
      Netzwerk Realtek Gigabit LAN
      WLAN 802.11a/b/g/n/ac
      Bluetooth 5.0
      Anschlüsse 1x USB-A 2.0
      2x USB-A 3.0
      1x USB-C 3.1 Gen1 (DisplayPort: nein, Power Delivery: nein)
      2x Mini DisplayPort 1.4 (unterstützt G-SYNC-fähigen Monitor)
      1x HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2)
      1x Kopfhörerausgang
      1x Mikrofoneingang
      1x RJ45 Port (LAN)
      1x Kartenleser (MMC/SD/SDHC/SDXC)
      Akku wechselbarer 62,32Wh Lithium-Polymer-Akku (intern verschraubt)
      Eingabegeräte RGB-Tastatur mit frei konfigurierbaren Zonen und Nummernblock
      Microsoft Precision Touchpad mit Multi-gesture- & Scroll-Funktion, zwei integrierte Tasten
      Sound 2.0-Lautsprechersystem
      Kamera HD Webcam
      Sicherheit Kensington Lock
      TPM 2.0 (via Intel PTT)
      Betriebssystem Windows 10 Home (64bit)
      Abmessungen 359,8 x 244,3 x 25,85 mm (B x T x H)
      Gewicht ca. 2, kg
      Preis ca. 1500 Euro*
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      Schenker XMG CORE 15 bei uns im Shop

      Lieferumfang

      Wie schon beim großen Bruder gibt es auch beim XMG CORE 15 ein paar kleine Zugaben beim Lieferumfang. Nach Notebook und Netzteil findet sich auch hier eine Recovery-CD von Microsoft, ein XMG gebrandetes Mauspad und ein 16GB USB Typ-A Stick mit Treibern und Handbuch im Karton. Nichts davon wirkt übertrieben exklusiv, ist aber gerne gesehen. Allerdings verströmt die geöffnete Verpackung einen wenig charmanten Geruch nach Chemie.

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      Design und Verarbeitung

      Mit dem Slogan „Undercover Gaming“ will die XMG CORE-Serie Leute abholen, die auf der Suche nach einem schlichten Gaming-Notebook sind. Entsprechend ist das CORE 15 ein mattschwarzes Notebook ohne Schnörkel. Schwarz auf schwarz befindet sich auf dem Displaydeckel das leicht erhöhte XMG-Logo.

      Die Gaming-Akzente halten sich in Grenzen, aber die Luftauslässe auf der Rückseite lassen erahnen, dass in diesem Notebook mehr Power steckt, als man es auf den ersten Blick vermutet.

      Mit einem Gewicht von etwa 2 Kilogramm und einer Bildschirmdiagonale von 15,6 Zoll ist das XMG CORE 15 auch einigermaßen portabel. Die Displayrahmen sind dabei schlank und dem Jahr 2019 angemessen.

      Ein weiterer Vorteil eines Notebooks mit dieser Displaygröße ist definitiv die Tastatur. Es gibt eine vollwertige Tastatur – inklusive Nummernblock. Allerdings sind die üblichen Tasten rechts neben dem Nummernblock hier als Zweit- oder Drittbelegung zu den Zahlen gewandert. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig, wenn man viel mit den Zahlen des Nummernblocks arbeitet.

      Bei der Tastaturbeleuchtung ist das XMG CORE 15 ein vollwertiges Gaming-Notebook. Alle Tasten können in bunten Farben leuchten und dazu noch in verschiedenen Farbzonen arrangiert werden – inklusive unterschiedlicher Muster. Meine liebste Kombination war dabei einfach nur eine schlichte weißblaue statische Tastaturbeleuchtung.

      Wie schon beim CORE 17 (unser Test) fällt auch beim CORE 15 das Touchpad leicht in Richtung des Nutzers ab. Ich hätte mir auch hier ein planes Pad gewünscht. Ansonsten hat es mit 10,5×7,5cm eine angenehme Größe ist unterhalb der Tastatur leicht nach links versetzt positioniert. Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist in Ordnung und entspricht in etwa der Preisklasse. Es ist zwar möglich mit den Finger zwischen die einzelnen Verkleidungsteile aus Kunststoff zu kommen, aber die Spaltmaße sind ansonsten klein und gleichmäßig.
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      Anschlüsse

      Beim XMG CORE 15 gibt es an drei von vier Seiten Anschlüsse für Peripherie. Die Anschlüsse entsprechen dabei genau der großen 17 Zoll-Version.

      Auf der linken Seite wurden zwei 3,5mm Klinkenanschlüsse platziert. Entsprechend können Mikrofon und Kopfhörer separat angesteuert werden. Darüber befindet sich ein USB 2.0 Anschluss, der wohl nur für eine Kabelmaus noch Verwendung finden wird. Den Abschluss bildet ein Netzwerkanschluss, über den sich die Online-Gamer und Netzwerkkünstler sehr freuen dürften.

      Auf der rechten Seite befindet sich ein vollwertiger 4in1-Kartenleser und zwei USB 3.0 Ports

      Außerdem gibt es auf der Rückseite des CORE 15 noch einen vollwertigen HDMI-Ausgang und ein USB Typ-C-Anschluss. Der Typ-C-Anschluss kann nicht zur Übertragung von Bildsignalen an einen Monitor verwendet werden und das Notebook kann darüber auch nicht aufgeladen werden. Der sinnvollste Einsatz dafür wäre eine Docking-Station. Die zwei Mini DisplayPorts runden das Gesamtbild ab. Beide Mini-DisplayPorts unterstützten G-Sync.


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      Display

      Mit 15,6 Zoll Bildschirmdiagonale entspricht der der XMG CORE der „normalen“ Größe bei Notebooks. Beim Display selbst setzt Schenker auf ein IPS-Panel. Entsprechend sind die Blickwinkel stabil und Farben wirken natürlich. Das CORE 15 setzt bei der Bildwiederholungsrate auf schnelle 144Hz, verzichtet aber auf G-Sync, um die fps der Grafikkarte mit den Hz-Zahl des internen Displays abzugleichen. Wie die restliche Hardware mit dem Display zusammengespielt hat, erfahrt ihr im Abschnitt Performance.

      Bei der Farbraumabdeckung macht das CORE 15 ebenfalls einen guten Job. Mit 96% sRGB und 73% AdobeRGB liefert es stabile Werte. Im Vergleich mit anderen Gaming-Notebooks liegen die Werte im oberen Bereich unserer Vergleichstabelle.

      Die Ausleuchtung ist größtenteils in Ordnung, aber die jeweiligen unteren Ecken sind dunkler als der Rest und das ist in einem dunklen Raum auch zu erkennen. Zwischen dem hellsten und dunkelsten Punkt liegt der Unterschied bei etwa 23% . Ohne die beiden Flächen links und rechts unten wäre die Abweichung nur 12%.


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      Tastatur und Trackpad

      Es handelt sich um eine klassische Rubberdome-Tastatur und auch wenn ihr damit der präzise Anschlag einer mechanischen Tastatur fehlt, lassen sich auch lange Texte sehr gut darauf tippen. Der Tastenhub ist dabei etwas länger. Zwischen den einzelnen Tasten sind Lücken, was die Chance auf Fehleingaben deutlich reduziert.

      Wie eingangs schon erwähnt, sind die „fehlenden“ Tasten am rechten Rand anfangs etwas störend, aber nach den ersten 1000 Worten hat man sich auch daran gewöhnt, dass die zweite Enter-Taste als kleiner Punkt ganz unten rechts platziert ist.

      Das Trackpad hat eine normale Größe und fällt leicht in Richtung des Nutzers ab. Die Deadzone bewegt sich im durchschnittlichen Bereich und auch ansonsten reagiert das Mauspad präzise. Die üblichen Zoom-Gesten werden genauso unterstützt, wie das scrollen mit zwei Fingern.
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      Software

      Dinge wie die Beleuchtung der Tastatur und die Performance- & Lüftersteuerung können in der App „ControllCenterU“ angepasst werden. Die Anpassung der Lüfter/ Leistung geht schnell und ist leicht verständlich. Auch die Anpassung der Lichtshow erklärt sich größtenteils von selbst.

      Als Betriebssystem setzt Schenker derweil beim CORE 15 auf Windows 10 Home. Zusätzlich gibt es die üblichen kleinen Anwendungen von Microsoft. Alle Zusatz-Programme lassen sich bei Bedarf schnell und einfach deinstallieren, was gerade bei Candy Crush sehr sinnvoll ist. Sehr zu meiner Freude suchte ich Programme wie den Angstmacher McAfee vergebens.
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      Leistung

      Wie alle Gaming-Notebooks muss sich auch das CORE 15 in zwei Kategorien beweisen: Benchmarks und Gaming.

      Bei den üblichen Benchmarks wie Cinebench oder PCMark kann der Intel Core i7 der 9. Generation seine Muskeln spielen lassen. Seine sechs Kerne händeln die üblichen Task spielend leicht und darüber hinaus hat er genug Leistungsreserven, um auch in den kommenden Jahren noch komplexe Aufgaben leicht zu bewältigen. Entsprechend weit oben positioniert sich das Schenker XMG CORE 15 in unseren Listen mit den prozessorlastigen Benchmarks.

      Im Bereich Gaming gibt es wenig Überraschungen. Die GeForce GTX 1650 bietet 4GB V-RAM und eignet sich entsprechend gut für Full HD Gaming mit maximalen Details. Große AAA-Spiele laufen in dieser Konfiguration mit etwa 40fps und mehr. Wird die Auflösung über einen externen Monitor erhöht, sinken die Frames deutlich und schon bei WQHD sind wir teilweise unterhalb von Spielekonsolen.

      Das schnelle 144Hz-Display bräuchte allerdings mehr Bilder pro Sekunde, um sein volles Potential zu entfalten. Die werden bei Battle Royale Shooter wie PUBG oder Apex Legends erreicht. Die GTX 1650 erfüllt heute alle Anforderungen, wenn das Ziel 1080p-Gaming ist. In den kommenden Jahren ist es aber wahrscheinlich, dass hier ein Flaschenhals entstehen wird und Details in großen Spielen drastisch reduziert werden müssen. Zum Glück gibt es das Schenker XMG CORE 15 auch mit einer stärkeren Nvidia GTX 1660 Ti, die auch meine Empfehlung wäre.

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      Akku

      Gaming-Notebooks haben auf Grund ihrer starken Komponenten für gewöhnlich keine guten Akkulaufzeiten. Ein starker Prozessor und eine dedizierte Grafikkarte brauchen eben Strom. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, jagen wir alle Notebooks durch den PCMark8 Battery-Test „Work“ in der beschleunigten Variante und kalibrieren die Displays auf etwa 200cd/m².

      Mit über fünf Stunden punktet der XMG CORE 15 hier aber voll. Dank der sparsamen Nvidia GeForce GTX 1650 kann das Notebook sehr gut als mobiles Arbeitsgerät für Fotografen oder Architekten verwendet werden, die auch gerne unterwegs genug Grafikpower haben wollen.

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      Emissionen

      Lärm wird von jedem unterschiedlich wahrgenommen. Es gibt Leute die sich an lauten Lüftern nicht stören, ich gehöre nicht dazu. Bei Intel Core i7-Prozessoren und dedizierten Grafikkarten entsteht häufig viel Hitze und dann müssen die Lüfter auch stark arbeiten, um die warme Abluft aus dem Gerät zu befördern. Entsprechend habe ich beim XMG CORE 15 ganz genau hingehört.

      Im Idle sind die Lüfter nicht zu hören und auch bei leichten Task sind sie kaum wahrnehmbar und werden schon von Tastenanschlägen oder der üblichen Geräuschkulisse eines Büros übertönt. Wird das Notebook allerdings gefordert, wird es deutlich hörbar. Es entsteht dazu noch ein hoher Pfeifton bei voller Auslastung. Es empfiehlt es sich daher bei Gaming-Sessions mit einem guten Headset zu arbeiten.

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      Aufrüsten

      Auch wenn die Komponenten im XMG CORE 15 schon ziemlich gut gewählt sind, kann es in ein paar Jahren doch mal passieren, dass mehr Arbeitsspeicher oder generell Speicher benötigt wird. Beides geht nach dem Lösen der elf Schrauben auf der Unterseite sehr einfach. Die beiden RAM-Bänke sind schnell zugänglich und neben der bestehenden NVMe-SSD kann einfach noch eine zweite gesteckt werden, um den Speicher zu erweitern. Eine 2,5 Zoll SSD oder HDD kann nicht nachgerüstet werden. Auch der Akku ist nur mit wenigen Schrauben gesichert. Sollte in einigen Jahren der verbaute Akku schwächer werden, kann er also auch schnell durch einen neuen Akku ersetzt werden.

      Das gilt leider nicht für die Grafikkarte. Die kann laptoptypisch nicht getauscht werden und so sollte man genau überlegen, ob einem die Leistung einer GTX 1650 auch noch in den kommenden Jahren reichend wird.

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      Sound

      Beim Sound gibt es nicht viel zu sagen: es ist sind Laptop-Lautsprecher. Entsprechend sind sowohl Mitten als auch Höhen eher zu erahnen, als zu hören. Die Höhen dagegen sind klar, wenn auch nicht bis in die letzten Spitzen. Das Klangbild wirkt insgesamt eher flach. Für ein kurzes YouTube-Video oder einen Podcast ist das ausreichend. Aber für alle anderen Medien sollten externe Boxen oder ein gutes Headset verwendet werden.

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      Fazit Schenker XMG CORE 15

      Das Schenker XMG CORE 15 ist für Full HD Gaming konzipiert und sollte auch dafür genutzt werden. In höheren Auflösungen kommt die GTX 1650 zu schnell an ihre Grenzen. Die Verarbeitung ist gut und der 15,6 Zoll Formfaktor erlaubt es auch das Gerät unterwegs zu nutzen. Zusammen mit der guten Akkulaufzeit und dem schlichten Äußeren bieten sich das XMG CORE 15 auch gut als mobiles Arbeitsgerät an.

      Der Preis in Höhe von 1500 Euro* kommt größtenteils durch den neuen Intel Prozessor und auch wenn die zukünftigen Leistungsreserven beruhigend sind, würde sich ein minimal niedrigerer Preis besser machen, um die Nvidia GTX 1650 leichter zu rechtfertigen.

      Schenker XMG CORE 15 bei uns im Shop

      *Stand: 07/2019

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