Schenker XMG P722 Gaming Notebook Test & Hands On

Vorweg bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass dieses Notebook ein Gamer-Herz höher schlagen lässt. In meiner Gamer Community hörte ich nur begeisterte Stimmen, jedoch als es dann um den Preis ging, verstummten dann doch einige. Was steht hier also für ein Monster vor mir auf dem Schreibtisch? Es ist ein Schenker XMG Pro Gaming Notebook. Wer sich nicht alles durchlesen möchte, der kann sich auch direkt ganz unten die Videos anschauen.

Um nur die wichtigsten technischen Details aufzuführen, die so manchen Desktop Rechner in den Schatten stellen:

  • Intel Core i7-3840QM mit 2,8 GHz
  • 2 x NVIDIA GTX 680M als SLI mit je 4 GB GDDR 5 Speicher
  • 16 GB Arbeitsspeicher
  • 256 GB SSD + 750 GB HDD mit 7.200 U/min
  • THX TruStudio Sound System mit HD Audio und Onkyo 2.1 Lautsprechern
  • beleuchteter Tastatur inkl. Nummernblock
  • 17,3″ Full-HD (1920*1080) Non-Glare Display mit LED-Backlight

Aber keine Sorge, es gibt das Schenker Gaming Notebook in verschiedenen Ausführungen, wir wollten nur mal stellvertretend das High End Modell testen.

Eingeschaltet und los geht es: Dank SSD startet Windows 7 sehr schnell, wir haben dann angefangen den Rechner mit Benchmarks zu quälen. 3D Mark 2011, Heaven, Prime 95, und Furmark. Teilweise liefen Prime und Furmark parallel um das Notebook zum schwitzen zu bekommen, aber auch nach 1,5 Stunden stresstest lief das Schenker wie geschmiert. Dabei erhitzte sich die CPU auf ungefähr 90°C und die Grafikkarten auf 80°C und die Lüfter rauschten vor sich hin. Das Lüftergeräusch ist gut hörbar, aber nicht penetrant störend, so dass auch nach längerer intensiver Nutzung der Lüfter als vorhanden, aber nicht als nervig empfunden wird.

Heavens  DX11 Benchmark in höchster Einstellung

Furmark in höchster Einstellung

3D Mark 11 Basis Test (free)

Natürlich sind das nur nackte Zahlen: Wie spielt es sich auf dem Notebook ist dann doch die wichtigere Frage. Und so haben wir Battlefield 3, Metro 2033 und Minecraft installiert und angespielt. Minecraft eigentlich nur, um zu testen, mit welchen Texture Pack Größen das Game problemlos funktioniert. Mit in die Bewertung zählen natürlich auch die Bedienung des Notebooks, Akkulaufzeit und Stromverbrauch.

Battlefield 3 ist mitunter eins der grafikintensivsten Spiele zur Zeit auf dem Markt, aber selbst mit Ultra Einstellungen lief das Spiel problemlos mit mindestens 80 fps. Ob es nun die weiten Landschaften auf Armored Kills oder Wake Islands sind oder eine 64-Spieler Metro Map, machte da keinen großen Unterschied. Oftmals waren es sogar über 100 fps und die Grafikkarten waren nicht einmal voll ausgelastet. Auch bei Metro 2033 lief das Spiel mehr als Flüssig und auch hier hatte die Grafikkarte noch Luft nach oben. Aber dies ist kein Wunder bei einer GTX 680 M im SLI Betrieb und bei einer Full HD Auflösung des Bildschirms.

Minecraft war eher ein kleiner Spaß am Rande, denn wirklich Grafikleistung braucht das Spiel ja nicht. Ein Texture Pack mit 256 x 256 ist dann schon etwas anspruchsvoller, es lief problemlos und absolut ruckelfrei auch über einen längeren Zeitraum. Lediglich die Größe des Speicherverbrauchs für Java im 64-bit Modus musste manuell per Batch Datei angepasst werden.

Die Tastatur ist sehr angenehm und aufs Gaming abgestimmt und die Hand liegt angenehm ohne verkrampfen zu müssen. Das schöne an der Tastatur ist aber, dass sie ebenfalls sehr gut zum arbeiten geeignet ist und es sich somit auch sehr gut mit der Tastatur schreiben lässt. Zusätzlich sind die Tasten beleuchtet und sie lassen sich in den Einstellungen in mehreren Farben ansteuern. Das Touch-Pad ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, da es eine leicht angeraute Oberfläche besitzt und recht empfindlich ist. Auch ist der Druck-Punkt der beiden integrierten Maustasten sehr weich, so dass ich anfangs ab und zu einen ungewollten Tastendruck ausgelöst hatte. Aber zum Spielen benötigt man eh eine Maus, deshalb ist das Touch-Pad da eher zu vernachlässigen und nach einer Eingewöhnung kann man damit auch gut arbeiten.

Das 300 Watt Netzteil des Schenker Notebooks im Verhältnis zum iPhone 4s

Jedes Notebook benötigt Strom, Gamer-Notebooks benötigen viel Strom. Mit dabei ist ein 300 Watt Netzteil, welches 15A mit 20V Spannung liefert und locker 2 Kilo wiegt. Das ThinkPad X1 carbon ist deutlich leichter als das Netzteil. Der Akku hat 5900mAh und hält im normalen Betrieb knapp 2 Stunden. Im Grafikbetrieb, während eines Spiels zum Beispiel, hält der Akku gerade mal 40-50 Minuten, obwohl sowohl die Grafikkarten als auch der CPU nicht in maximaler Geschwindigkeit laufen. Während des Aufladens verbraucht das Netzteil gute 50 Watt, im Gaming-Modus liegt der durchschnittliche Stromverbrauch bei 220 Watt und auch während des Spielens lädt der Akku nebenbei auf.

Natürlich haben wir das Notebook auch aufgeschraubt und zeigen euch, was im Inneren steckt. Unten rechts und links befinden sich je eine GTX 680M Grafikkarte, dazwischen liegt mittig der Intel CPU, jeweils mit einem großen Kühlkörper versehen.
Rechts über dem Kühler befindet sich der Subwoofer, links direkt daneben per mSATA das W-LAN Modul und ein weiterer freier mSATA Steckplatz.
Genau mittig über dem Prozessorkühler befindet sich der Arbeitsspeicher.
Oben links befinden sich die beiden Festplatten, diese sind übereinander verbaut. Rechts daneben ist der Einschub für den Akku.

Fazit: Wer ein Gaming Notebook benötigt, bekommt mit den Schenker Gaming Pro Notebooks sehr gute Hardware zu einem für die Leistung gerechtfertigten Preis. Da Schenker aber verschiedenen Gaming Notebooks im Sortiment hat, muss es nicht zwingend das High End Monster sein, ein kleineres tut es auch. Zusätzlich gibt es bei diesem Modell 4 Jahre Garantie von Schenker. Das von uns getestete Notebook liegt ungefähr bei einem Preis von 3000 € und ja: Für einen absoluten Pro Gamer lohnt sich die Anschaffung zumindest hardwareseitig. Im Akkubetrieb ist es zum Spielen nicht wirklich geeignet und mir gefällt das Touchpad nicht. Zum unterwegs Arbeiten und ständigen Transport ist inklusive Netzteil einfach zu schwer , da sollte man schon einen Rollkoffer mit sich führen.

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1 Kommentar auf "Schenker XMG P722 Gaming Notebook Test & Hands On"

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Gast

Mein Notebook hatte bei Heavenbenchmark nen wert von ungefähr 30 fps und hat 700 € gekostet

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