Schick und günstig: HP Envy x360 13 mit AMD Ryzen 5 im Test
  • Display
  • CPU / Grafik
  • RAM / SSD
  • 13,3 Zoll / Full HD / Touch
  • AMD Ryzen 5 3500U / Vega 8
  • 8 GB / 512 GB SSD

Schick und günstig: HP Envy x360 13 mit AMD Ryzen 5 im Test

Mit einem Ryzen 5 Prozessor, Vega 8 Grafik, 512 GB SSD und Touchscreen im schicken Metallgehäuse bietet das HP Envy x360 13 ein Komplettpaket zum Kampfpreis.

Das gefällt uns

  • Stylisches Design
  • Hohe Leistung
  • Scharfer Touchscreen

Das gefällt uns nicht

  • Mittelmäßige Akkulaufzeit

Bisher setzen nur Lenovo und HP auf einen AMD in der 13-Zoll-Klasse der Notebooks und bereiten der unsäglichen Tradition, dem Chiphersteller nur mittelmäßige Vehikel zu spendieren, ein Ende.

Das HP Envy x360 13-ar0104ng aus unserem Test fährt bei den Specs mehr als solide auf. Schnelle Chips für Prozessor und Grafik, geräumige 512-GB-SSD, ausreichend Akkulaufzeit, Fingerprint-Reader, Alucase, Full-HD-Touchscreen – was will man mehr? Full-Size-HDMI? Müsst ihr halt einen Adapter für USB-C mitbringen. Zu diesem Preispunkt sollte das drin sein. Gehen wir mal auf die Suche nach weiteren Haken.

HP Envy x360 13

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Wir haben den Ryzen 5 vor seinem Geschwindigkeits-Upgrade (+200 MHz) schon gegen das Intel-Pendant Core i5-8250U antreten lassen. Besonders durch die zwei- bis dreifache Grafikleistung und den Preisvorteil bei ansonsten ähnlichem Abschneiden sichert sich AMD zwei gewichtige Vorteile in der Klasse der 13-Zoll-Notebooks. Hier habt ihr die Specs in der Übersicht:

Technische Details

Produkteigenschaften des HP Envy x360 13-ar0104ng

Display 33 cm (13,3“) IPS-Panel, WLED-Hintergrundbeleuchtung, Glänzend, Touchscreen
Auflösung 1920 x 1080px (Full HD)
Prozessor AMD Ryzen™ 5 3500U (4x 2,1 GHz, Turbo bis max 3,7 GHz, 6 MB Cache, 4 Kerne)
Grafik AMD Radeon™ Vega8
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4 (2.400 MHz)
Festplatte 512 GB PCIe® NVMe M.2 SSD
Netzwerk Intel 802.11b/g/n/ac (2×2)
Bluetooth® 4.2
Anschlüsse 1 x USB Typ-C™ Gen 1
2 x USB 3.1 Typ-A (1 x Always On)
1 x microSD Card Reader
1 x Kopfhörer (Stereo) / Mikrofon Kombianschluss
Akku 4 Zellen Lithium-Ionen (53 Wh), bis zu 14,5 Stunden Akkulaufzeit
Eingabegeräte Inseltastatur in Originalgröße, Hintergrundbeleuchtung
Sound Bang & Olufsen, HP Audio Boost, vier Lautsprecher
Kamera HD Webcam
Betriebssystem Windows 10 Home (64-Bit, vorinstalliert)
Abmessungen 306 x 212 x 14,7 mm (BxTxH)
Gewicht ca. 1,3 kg (inkl. Akku)
HP Envy x360 13 Convertible-Notebook bei uns im Shop

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Lieferumfang, Design und Verarbeitung

Mit Blick fürs Wesentliche reduziert HP den Lieferumfang auf das HP Envy x360 13 und ein Netzteil. Weil es sonst nicht viel auszupacken gibt, habt ihr umso mehr Zeit, um mit dem stylischen, aschgrauen 13-Zoller und seinem angenehm kompakten 65-Watt-Netzteil auf Tuchfühlung zu gehen.

Das Design des Convertibles gefällt mir wirklich. Es ist mit 14,7 Millimetern sehr flach, wiegt nur 1,3 Kilogramm und bietet eine stimmige Komposition aus grau eloxiertem Leichtmetall mit Gorilla Glass NBT für den Touchscreen. Schmale, seitliche Displayränder, die perforierte Abdeckung der oberen Lautsprecher und konsequenter Einsatz kantiger Designelemente vermitteln ein Premium-Feeling.

Dank der zwei robusten Scharniere lässt sich der Bildschirm um 360 Grad umklappen, was mehr Flexibilität bei der Nutzung erlaubt. Als Tablet ist uns das Envy zu schwer, hier ist für uns die Grenze bei 800 bis 900 Gramm erreicht. Selbst das wird relativ schnell ermüdend.

Den Tent-Mode setze ich dafür ganz gerne ein. Durch den geringeren Platzbedarf lässt sich so prima Youtuben beim Frühstück, man kann abends im Bett auch noch die eine oder andere Folge Rick & Morty gucken (im November startet die vierte Staffel, yeah!).

Im Flugzeug, in der Bahn oder auf der Couch bin ich auch besonders dankbar für den Touchscreen. Gerade in beengten Situationen ist der Griff zum Bildschirm bequemer als das Touchpad. Obwohl ihr mit Synaptics anstelle von Windows Precision vorlieb nehmen müsst, gibt das Touchpad wenig Anlass zur Beschwerde. Bei der beleuchteten Tastatur finde ich die Beschriftung etwas zu groß, das Feedback ist aber komfortabel.

Die Verarbeitung des HP Envy x360 13 ist vorbildlich. Durchweg geringes Spaltmaß, hohe Verwindungssteifigkeit, Gummierungen zum Schutz des Innenraumes und kratzfestes Displayglas lassen keine Wünsche offen.

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Anschlüsse

An dieser Stelle fordert der AMD-Chip Kompromisse, denn am Envy x360 13 findet ihr kein Thunderbolt 3. Der USB-C-Port auf der rechten Seite kann Bildsignale über DisplayPort 1.4 ausgeben. Über den Anschluss, der eine maximale Bandbreite von 5 Gbps bietet, kann das Envy auch geladen werden.

Einen vollwertigen HDMI-Port sucht man beim 13-Zoll-Modell vergeblich, der ist dem 15-Zoll-Schwestermodell vorbehalten. Dafür entschädigt euch das Envy x360 mit zwei USB-A-Ports und einem microSD-Kartenleser.

Drahtlos kommt ihr über WLAN-ac ins Netzwerk, bis ich mir den passenden Treiber bei Realtek gezogen habe, gab es da aber immer wieder Aussetzer. Dazu mehr unter dem Punkt „Software“. Das Funkmodul beherrscht Bluetooth 4.2.

HP Envy x360 13

Da es kaum mehr 13-Zoller gibt, die ohne irgendeine Art von USB-C-Hub auskommen, ist die Ausstattung des HP Envy x360 13 doch ordentlich. Zweimal Fullsize-USB erleichtern den Alltag, genauso wie der Cardreader. Für den Displayausgang braucht es halt mindestens ein Adapterkabel und eGPU muss man sich abschminken. Der flotte Fingerabdruck-Scanner für die Anmeldung per Windows Hello ist mehr als genug Trost.

Für Privatsphäre in Bezug auf die Webkamera bietet HP einen Kill-Switch auf der rechten Seite.

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HP Envy x360 13

Display

Der Touchscreen des HP Envy x360 13 macht wirklich Spaß. Dank IPS-Technologie hat das Panel stabile Blickwinkel. Die Full HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln reicht, um Inhalte scharf darzustellen auf 13,3 Zoll. Mit der recht gleichmäßig verteilten Helligkeit von 285 Nits kann man sich auch nach Draußen wagen, sollte sich aber aufgrund des spiegelnden Displayglases ein schattiges Plätzchen suchen.

Mit 1500:1 zeigt das HP Envy auch ein starkes maximales Kontrastverhältnis – Bei Filmen, Youtube oder Netflix zeigt das Display seine Entertainer-Qualitäten. Das Scharnier gehört zudem zu den festerem seiner Art und verhindert allzu starkes Nachwippen bei Touch-Eingaben.

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Software

Hier ist der Anwender leider etwas gefordert, „Out-of-the-Box“ braucht das HP Envy x360 13 noch ein wenig Nachhilfe. Ich habe den McAfee-Virenscanner und Bloatware wie Candy Crush Friends deinstallieren müssen. Damit wird man bei vielen Notebooks konfrontiert.

Nerviger ist, dass man als Nutzer selbstständig den HP Support Assistant aufsuchen und sich um Treiber-Updates kümmern muss. Erst nach der Auffrischung des WLAN-Treibers beispielsweise lief die Realtek-Karte im Envy x360 13 problemfrei ohne Aussetzer bei der Verbindung. Normalerweise gehen Notebooks diesbezüglich proaktiv vor.

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Leistung

Im Vergleich zum Intel Core i5-8250U schlägt sich AMDs sparsamer Mobilchip wirklich hervorragend.

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Programmstarts, Browsing, Entpacken, Konvertieren – AMD macht einen guten Job in der 15-Watt-Klasse und rackert sich mit 8 GB DDR4-Arbeitsspeicher (Dual-Channel) flott durch das Aufgabengebiet eines Ultrabooks. Das Highlight auf dem DIE ist allerdings die Vega 8 Mobile Grafikeinheit, die Intels UHD 620 je nach Benchmark oder Spiel um 50 bis 80 Prozent überflügelt.

Für Fortnite in Full HD müsst ihr die Details ganz runter schrauben, für PUBG zudem noch die Auflösung. Overwatch oder Rocket League laufen sogar mit mittleren Details. Im Vergleich zum Intel Ultrabook müsst ihr deutlich weniger Kompromisse eingehen.

Beim Bootvorgang und Programmstarts zeigt das HP Envy x360 13 ein flottes Tempo, auch wenn die M.2-SSD zu den langsameren ihrer Art gehört. Ihr könnt beim Kaltstart binnen 10 Sekunden im Windows agieren. Die sequentiellen Lese- und Schreibraten der WD PC SN520 um die 1,7 und 1,4 GB/s werden von der Konkurrenz in Form der Samsung 970 EVO Plus mehr als verdoppelt. Im Alltag hat man mit dem Envy x360 trotzdem ein enorm reaktionsschnelles Gerät vor sich.

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HP Envy x360 13

Akku

Bei der Akkulaufzeit zeigt das HP Envy x360 13 eher durchschnittliche Werte. Im Benchmark mit gemischter Nutzung hält das Envy 6 Stunden durch, im Büroalltag noch etwas länger. Videos könnt ihr für 5,5 Stunden schauen.

Die Laufzeit ist insgesamt ok, wir haben allerdings schon deutlich bessere 13-Zoll-Notebooks im Test gehabt. Die „bis zu 14,5 Stunden“, die das Envy x360 13 laut HP bieten soll, sind im Alltag unerreichbar.

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HP Envy x360 13

Emissionen

Mit einem auffälligen Lüfter muss man beim HP Envy x360 13 einfach leben. Unter Last sind sie dauerhaft zu hören, oder man schaltet das Thermo-Profil im HP Command Center auf „leise“ und muss mit halber Rechen-Power leben. Für Browsing, Office oder Netflix in angenehmer Stille ist das immer noch ausreichend.

Ihr könnt natürlich auch das Tool Notebook Fan Control (NBFC) herunterladen. Das Profil für „HP Envy x360 13 ag0xxx“ wurde zwar für einen Ryzen 5 2500U geschrieben, nimmt aber auch seinem Nachfolger den Wind etwas aus den Segeln. Deaktiviert dafür HP Coolsense im Command Center („weitere Informationen“ im Profil „HP Empfehlung“).

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Aufrüsten

Man kann an der Unterseite des HP Envy x360 13 zwei offensichtliche Schrauben lösen – und ein paar, die unter den Gummifüßen versteckt sind. Falls ihr müsst, gelangt ihr an eure Daten im Innenraum. Der Weg dahin ist jetzt nicht so einfach, als dass ich es als Möglichkeit erachte, die SSD direkt unkompliziert aufzurüsten.

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HP Envy x360 13

Sound

Weil HP das Envy x360 13 mit insgesamt vier Lautsprechern ausstattet, habt ihr sowohl im Laptop- als auch im Tent-Mode ordentlichen Sound. Dass man mit einem 13-Zoll-Ultrabook keine Party feiert, versteht sich von selbst, aber für Youtube-Sessions oder eine Folge bei Netflix enttäuschen die Lautsprecher mit Bang & Olufsen Label nicht.

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HP Envy x360 13

Fazit

Schick, schnell, flexibel – das HP Envy x360 13 ist ein starkes 13-Zoll-Convertible. Mit AMD Ryzen 5 3500U und Vega 8 liefert es viel Power zum kleinen Preis. Vor allem Gelegenheitsspieler dürfen sich über die zwei- bis dreifache Leistung einer Intel-Grafikeinheit freuen.

Bei der Akkulaufzeit müssen Abstriche hingenommen werden, 5 bis 6 Stunden sind nicht allzu enttäuschend aber weit von HPs Angaben entfernt. Dafür vertröstet das Envy x360 13 mit einem top verarbeiteten Aluminiumgehäuse und einem brillantem Touchbildschirm – In Kombination eher unüblich in der Preisklasse.

Wer ein stylisches, portables Convertible sucht und mit 5 bis 6 Stunden Laufzeit auskommt, darf gern zugreifen beim HP Envy x360 13.

HP Envy x360 13 Convertible-Notebook bei uns im Shop

*Stand: 20.05.2019

Veröffentlicht von

Robert schaut am liebsten auf OLED-Panels und bastelt in seiner Freizeit häufig an Wasserkühlungen. Er zockt am PC sowie der PS4 Pro und fliegt mit seiner Drohne am liebsten tropische Strände ab.

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