Smartphone-gesteuerter High-End-Kinderwagen Smartbe fährt von selbst

Smartbe Kinderwagen

Kinderwagen sollen angeblich das neue Statussymbol sein. Wer neidische Blicke auf sich ziehen will, sollte sich das Indiegogo-Crowdfunding-Projekt Smartbe ansehen. Der Smartbe Kinderwagen fährt nicht nur von selbst und lässt sich per Android-Smartphone und Apple iPhone ansteuern, sondern bietet auch eine ganze Reihe technischer Raffinessen, die den Komfort des Kindes erhöhen und das Leben geplagter Eltern erleichtern sollen.

Die meisten Eltern sind ja stolz wie Oskar, wenn sie ihr Neugeborenes im Kinderwagen durch die Gegend schieben. Nach einiger Zeit lässt das aber nach, wenn nämlich die lieben Kleinen nach ihrem Fläschchen schreien oder in einem Tobsuchtsanfall den Kinderwagen auseinandernehmen. Für all diejenigen, die keine Lust darauf haben, einen Kinderwagen zu schieben, bietet das Crowdfunding-Projekt Smartbe möglicherweise eine Lösung. Der Smartbe Kinderwagen ist mit allerlei Motorik ausgerüstet und klappt automatisch aus und faltet sich auch selbstständig wieder zusammen. Ausgelöst werden diese und andere Funktionen über eine App für Android und iOS. Einzelne Funktionen sollen auch mit einer Android Smartwatch oder einer Apple Watch angesteuert werden können.

Im vollautomatischen Modus fährt der Kinderwagen vor einem her. Das ist praktisch beim Lauf-Sport, außerdem hat man so die Hände für wichtigere Dinge frei. Den Abstand hält der Kinderwagen automatisch. Stoppt die Person vor dem Kinderwagen, dann hält auch er an. Bei besonders schweren Kindern hilft ein halbautomatischer Modus. Dann wird das Schieben durch Motorkraft unterstützt. Der Smartbe lässt sich aber auch einfach ohne jegliche motorische Unterstützung bewegen.

Die Liste mit Zusatzfeatures des Smartbe liest sich wie eine Ausstattungsliste eines Autos: Anti-Diebstahl-System, beheizbarer Innenraum, elektrisches Verdeck, drahtloses Sound-System, Web-Cam und Flaschenwärmer sind nur einige der vielen Ausstattungsmerkmale des Smartbes. Den soll es in mehreren Modellen mit unterschiedlicher Ausstattung und in verschiedenen Farbvarianten geben. Geplant ist eine Auslieferung des Spitzenmodells für April 2017. Davor sollen bereits die einfacheren Modelle an die Unterstützer des Indiegogo-Projektes gehen. Ganz billig ist der selbstfahrende Spaß übrigens nicht: Ein vollausgestatteter Smartbe schlägt mit rund 3100 US Dollar zu Buche. Wenn man genau darüber nachdenkt, ist das doch gar nicht so viel. Das sollte einem Kind und die Dokumentation des eigenen Status doch schließlich Wert sein, oder?

Foto/Video: Indiegogo, Vimeo

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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3 Antworten auf Smartphone-gesteuerter High-End-Kinderwagen Smartbe fährt von selbst

  1. avatar Chris sagt:

    Kann aber auch zu einer Gefahr werden, wenn die Technik spinnt und der Kinderwagen außer Kontrolle gerät.

  2. avatar Friedrich Günter Daniel sagt:

    Zitat aus dem Artikel:

    …Im vollautomatischen Modus fährt der Kinderwagen vor einem her. Das ist praktisch beim Lauf-Sport, außerdem hat man so die Hände für wichtigere Dinge frei….

    Wichtigere Dinge? Beim Spazierengehen mit dem Kind im Wagen? Lasst mich überlegen, wahrscheinlich aufs Smartphone glotzen oder ähnlich unglaublich wichtiger Mist. Wenn das Kinderwagenschieben schon nicht wichtig ist, sind es dann die Kinder auch nicht? Traurig so was….Für diesen Typus Mensch hätte ich noch den „Windelwechselautomat“, den „iOS- Fütterungsassistenten“ oder den „Android- Spielkumpel“ im Angebot. Dann muss man sich gar nicht mehr um den Klotz am Bein (Nachwuchs) kümmern, sondern kann sich ungestört wichtigeren Dingen widmen.

    Wie sich der Wagen wohl in einem gut besuchten Supermarkt mit engen Gängen, Einkaufswagen- Gegenverkehr und unachtsamen Mitarbeitern mit Hubwagen verhält?
    Was macht der Wagen an hohen Bordsteinkanten, tiefen Schlaglöchern oder Hundehaufen 
    Musik, Heizung, und Diebstahlsicherung (wie geht das?) kann ich bei viel Wohlwollen noch einen gewissen Mehrwert abringen, aber eine Webcam im Kinderwagen, deren Nutzen bleibt mir vollkommen verborgen.
    Zusätzlich ist der Wagen unpraktisch, da keinerlei zusätzlicher Stauraum für Babyzubehör, Elternverpflegung und ähnliches vorhanden ist. Aber vielleicht gibt es dafür auch eine App? 

    Ich bin wahrlich technischen Neuerungen nicht abgeneigt, aber ein selbst fahrender Kinderwagen, das ist, sind wir mal ehrlich, ein ziemlich unnötiges Gadget, ein teures noch dazu.

  3. avatar Alena sagt:

    Zugeben, im ersten Moment war dort der Gedanke: “ Was für ein Schwachsinn.“
    Etwa zeitgleich mit diesem Artikel erschien ein Blogartikel von Wheelymum zum Thema Kinderwagen und Rollstuhl.
    Für diese und viele andere Mütter mit körperlichen Einschränkungen kann ein solcher Wagen den Alltag erleichtern und bereichern. Man geht vielleicht einmal öfter vor die Tür, fährt in den Park, erledigt die täglichen Besorgungen selbstständig und mit seinem Kind.
    Ein Großteil der zusätzlichen Ausstattung ist in der Tat einfach nur überflüssig, doch die Grundfunktion schließt eine bis jetzt bestehende Lücke.

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