Praxistipp: So macht ihr mehr aus euren Smartphone-Fotos

Fotos bearbeiten mit dem Smartphone

Das Smartphone ersetzt in vielen Fällen eine Digitalkamera. Klar, dass auch der Bedarf an Apps zur Bildbearbeitung steigt. Wer will schon langweilige Fotos an seine Freunde und Familie schicken? Wir haben uns drei gute Apps angesehen und stellen sie euch vor.

Pixlr ist eine gelungene, übersichtliche und umfangreiche Bildbearbeitungsapp. Die meisten Bedienungen und Funktionen erschließen sich schnell und einfach.

Nachdem ihr ein Foto ausgewählt hat, gelangt ihr zum Hauptbildschirm. Der erste Reiter öffnet die grundlegenden Bildbearbeitungsmöglichkeiten wie Zuschneiden, Drehen, Schärfen, etc. Als Besonderheit sind hier zwei Optionen: Kolorieren und doppelte Belichtung.

Mit Kolorieren kann man einen Colorkey setzen. Dabei bleibt ein Teil des Bildes farbig, der Rest wird schwarz-weiß. Es gibt ein kleines Feld, das man beliebig im Bild verschieben kann, um die farbige Fläche festzulegen. Das Ergebnis wird einem sofort angezeigt. Wenn einem die Fläche zu groß ist, könnt ihr sie noch weiter einschränken.

Ein Tap auf das Radiergummi oben links und schon könnt ihr mit einem Pinsel Flächen ausmalen, die schwarz-weiß werden sollen. Mit dem Pinsel direkt darunter, könnt ihr die Flächen wieder farbig gestalten. Auf den Haken Tippen, bestätigt die Auswahl. Um den Effekt anzuwenden, müsst ihr nur noch unten rechts auf den Haken tappen. Einfach und schnell lassen sich so echte Hingucker erstellen.

Das Werkzeug mit dem Radierer und dem Pinsel steht euch übrigens bei allen Effekten in der App zur Verfügung.

Bildbearbeitung mit Autodesk Pixlr

Der zweite besondere Punkt ist die doppelte Belichtung. Hier könnt ihr ein zweites Bild in euer Foto einfügen. Durch verschiedene Darstellungsmethoden könnt ihr auch hier surreale Effekte schaffen. Die Deckkraft des oben liegenden Fotos regelt ihr über die Leiste am unteren Bildschirmrand. Mit dem Radierer-Werkzeug könnt ihr störende Elemente einfach entfernen und so kreative und ungewöhnliche Bilder erschaffen.

Pixlr verfügt über eine Vielzahl an fertigen Filtern, die ihr über die Bilder legen könnt. Da kommt es einfach auf den Geschmack an, welchen man mag. Ich persönlich nutze sie kaum und bearbeite Fotos lieber über den ersten Reiter. Aufgepasst: Wenn ihr die App installiert, müssen die Filter erst heruntergeladen werden. Da solltet ihr euch also besser in einem WLAN befinden.

Toll ist das Texttool von Pixlr. Auch das ist einfach und intuitiv zu bedienen. Wählt man es aus, öffnet sich gleich ein Feld zur Texteingabe. Den Text kann man anschließend einfach in die gewünschte Position ziehen und nach Belieben drehen und größer und kleiner machen und ihm eine beliebige Farbe zuweisen. Pixlr kommt von Haus aus mit vielen Schriftarten, sodass dort jeder etwas für seinen Geschmack finden dürfte.

Am Ende einfach oben rechts auf „Fertig“ klicken und auswählen, ob das Ergebnis geteilt oder gespeichert werden soll. In welcher Größe die Fotos gespeichert werden, könnt ihr bei den Einstellungen festlegen. Die sind über den Startbildschirm zu erreichen.

Alles in allem ist die App wirklich gelungen und macht das was sie soll sehr gut und effektiv. Pixlr ist für Android, iOS und Windows erhältlich.

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Snapseed ist ebenso eine leistungsstarke und intuitive App. Die Funktionen sind in zwei Gruppen eingeteilt – Tools und Filter. Die Punkte unter Tools sind selbsterklärend. Die Bedienung ist relativ einfach. Wenn ihr nach oben oder unten wischt, wählt ihr aus, welche Option im jeweiligen Tool ihr nutzen wollt. Nach links oder rechts wischen reduziert bzw. erhöht die Effektstärke. Besonders erwähnenswert ist hier nur das Transformieren-Tool. Damit könnt ihr bis zu einem gewissen Grad die Perspektive eures Bildes verändern und so zum Beispiel stürzende Linien beseitigen.

Die Filter bieten verschiedene Einstellungen, die hier aber nicht im Detail vorgestellt werden. Die Bedienung ist analog zu der der Tools. Eine Besonderheit gibt es auch hier. Ihr könnt einen Filter in unterschiedlicher Stärke auf ein Bild anwenden. Oben rechts ist eine Zahl zu sehen, die euch anzeigt, wie viele Bearbeitungsschritte ihr schon angewandt habt. Die wird angeklickt. Es erscheint am unteren Bildrand eine Auflistung aller Schritte, die durchgeführt wurden. Auf den gewünschten Effekt klicken und dann das mittlere Symbol mit dem Pinsel auswählen. Jetzt könnt ihr unten die Effektstärke einstellen und über das Bild malen. Die bemalte Fläche erscheint rot. So habt ihr einen guten Überblick über das, was ihr im Bild anstellt. Je weiter man in das Bild reinzoomt, desto präziser lassen sich auch komplexe Formen nachzeichnen. Das gewünschte Ergebnis bestätigen und dann könnt ihr mit einem Klick auf den Pfeil oben links das Menü verlassen und das Bild speichern.

Bildbearbeitung mit Snapseed

Snapseed arbeitet schnell und präzise und gehört definitiv zu meinen Favoriten. Die App ist für iOS und Android verfügbar.

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Lightroom mobile ist der kleine Bruder der bei professionellen Fotografen sehr beliebten Bildbearbeitungs-Software von Adobe. Und im Gegensatz zu vielen anderen Adobe-Apps braucht man bei Lightroom mobile nicht einmal eine Adobe-ID, um sie nutzen zu können.

Die Bilder lädt man in Sammlungen. Bei der Auswahl der Tools sind einige Optionen ein wenig versteckt. Denn neben den gängigen Optionen und Filtern stehen euch auch ein paar adobe-typische Optionen offen, etwa das Entsättigen von einzelnen Farbtönen.

Die Optionen dazu findet Ihr, wenn ihr im Bearbeitungs-Menü auf das Rädchen ganz links klickt. Es öffnet sich ein Reiter, über den ihr die entsprechenden Felder auswählen könnt. Um einzelne Farben zu entsättigen, wählt Ihr den Punkt Farbe/S/W aus. Dort könnt ihr einzelne Farben bearbeiten. Entweder wählt ihr den entsprechenden farbigen Punkt aus und verschiebt ihn in die gewünschte Richtung. Oder ihr klickt auf das oberste Symbol und wählt dann einen Punkt im Bild aus, an dem ihr die Farben entfernen wollt. Dann werden nur die in dem Bereich vorhandenen Farben bearbeitet. Bei beiden Optionen wird die Farbe im gesamten Bild angepasst. Das Anpassen an einer bestimmten Stelle ist also nicht möglich.

Daneben gibt es noch verschiedene Effekte, aus denen ihr wählen könnt. Das Ergebnis wird sofort in einer Vorschau angezeigt. Etwas unglücklich ist, dass die Auswahlliste der Effekte über dem Bild liegt und so das Bild teilweise verdeckt. Wenn die Effekte nicht ganz dem entsprechen, was ihr euch für das Bild vorstellt, könnt ihr sie anschließend im normalen Bearbeiten-Menü noch anpassen.

Bildbearbeitung mit Adobe Lightroom mobile

Lightroom ist eine ziemlich mächtige App, die sehr genaues Arbeiten ermöglicht. Allerdings muss man hier auf eine Sache verzichten. Es gibt keine Möglichkeit, Bilder zu schärfen. Lightroom ist für Android und iOS verfügbar.

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