Sony erwartet nun 1,66 Mrd. Euro Verlust für das laufende Geschäftsjahr

leak_Xperia-Z3-Compact-coloresSony hat heute eine düstere Ergebnisprognose für sein laufendes Geschäftsjahr veröffentlichen müssen. Der japanische Elektronikriese korrigierte darin den im vergangenen Juli veranschlagten Nettoverlust in Höhe von 50 Milliarden Yen (360 Millionen Euro) auf mehr als das Vierfache nach unten, wie re/code informiert. In erster Linie aufgrund schwacher Absätze im Smartphone- und Tablet-Geschäft sowie einer daran geknüpften Wertminderung der eigenen Mobilgeräte-Sparte erwartet Sony daher nun einen Verlust von 230 Milliarden Yen (1,66 Milliarden Euro) für das am 31. März 2015 endende Fiskaljahr.

Den Ausführungen von re/code nach markiert die heutige Ankündigung das mittlerweile sechste Mal, dass Sony unter dem seit 2012 als CEO (Chief Executive Officer) tätigen Kazuo Hirai eine Ergebnisprognose nach unten korrigieren muss. Bei seinem Amtsantritt hatte Hirai versprochen, den angeschlagenen Elektronikkonzern durch Fokussierung auf die Geschäftsfelder Mobilgeräte, Videospiele und digitale Bildverarbeitung wieder zurück in die Gewinnzone zu führen. Bislang wirklich erfolgreich verlaufen nur die Anstrengungen der PlayStation-Sparte, die sich über eine hohe Nachfrage für die PlayStation 4 freuen kann.

Die Probleme der Mobilgeräte-Sparte, welche Sonys Aussichten bis ins kommende Jahr hinein so sehr trüben, kommen allerdings nicht so unerwartet, wie es vielleicht auf den ersten Blick aussehen mag. Im Juli gab Sony bereits zu verstehen, dass es sich von seinem Smartphone- und Tablet-Geschäft im neuen Geschäftsjahr keine Gewinne erwartet, wie re/code hinweist.

Aufgrund starker Konkurrenz auf dem Mobilgeräte-Markt, allen voran durch Apple und Samsung, fallen die aktuellen Prognosen nun sogar noch schlechter aus als die zuvor schon bescheidenen Erwartungen. Auf dem riesigen US-Markt tut sich Sony laut re/code sehr schwer, und das auch, weil kaum nennenswerte Deals mit den großen Mobilfunkbetreibern existieren. Auf einem sehr wichtigen Wachstumsmarkt wie China haben die Japaner gegenüber einheimischen Herstellern das Nachsehen.

Gegen die angespannte Lage im Mobilgeräte-Geschäft vorgehen will Sony nun, indem der Fokus mittelfristig noch mehr als bislang auf Premium-Produkte der Xperia-Serie gelegt wird. Auf der IFA 2014 in Berlin wurde dem Anfang September mit der Vorstellung der neuen Xperia-Z3-Reihe bereits Rechnung getragen. Von günstigeren Geräten der Einsteiger- und Mittelklasse soll es hingegen künftig deutlich weniger Modellvarianten geben.

Bild: Sony
Quelle: re/code

Das könnte dich auch interessieren:

avatar

Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Smartphone, Tablet abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.