Sport Bluetooth Kopfhörer im Vergleich

Bluetooth Sport-Kopfhörer im Test

Bluetooth Kopfhörer werden mittlerweile immer kleiner und leichter, selbst komplett kabellose In-Ear-Modelle sind mittlerweile möglich. Zur IFA 2016 haben daher einige Hersteller neue Kopfhörer vorgestellt, viele davon richten sich vor allem auch an Sportler und versprechen guten Halt und Passform, egal bei welcher Aktivität. Eine kleine Auswahl an neuen Modellen habe ich mir daher geschnappt und miteinander verglichen.

Antreten mussten als eher Universal-Kopfhörer die neuen Beyerdynamic Byron BT und die Motorola VerveRider+. Als „echte“ Sport oder Fitness-Kopfhörer treten der Plantronics Backbeat FIT, Samsungs Level Active und der Aftershokz Trekz Titanium Wireless an.

Alle Modelle sind nicht komplett kabellos, sondern setzen mindestens auf ein Verbindungskabel zwischen den Ohrhörern oder einen Nackenbügel.

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Liefer- und Funktionsumfang

Die Modelle unterscheiden sich hier nur unwesentlich voneinander. Gemeinsam haben alle In-Ear-Modelle einen Satz Eartips zur Anpassung an die Ohren. Daneben liefern Samsung und Beyerdynamic noch Earwings zur Sicherung der Kopfhörer im Ohr mit. Den Byron BT und Trekz Titanium liegen außerdem noch eine kleine Aufbewahrungstasche bei. Ein USB-Kabel zum Aufladen ist bei allen enthalten. Positiv hervorzuheben: Alle Modelle setzen auf Micro-USB als Anschluss.

Hinsichtlich der Ausstattung gibt es dagegen schon größere Unterschiede. Während Beyerdynamic, Samsung und Motorola auf Bluetooth 4.0 bzw. 4.1 setzen und den Apt-X Standard unterstützen, setzt man bei Plantronics auf Bluetooth 3.0 ohne Apt-X. Bei den Trekz Titanium kommt zwar Bluetooth 4.1 zum Einsatz, AptX wird aber nicht unterstützt.

Abgesehen von den VerveRider+ setzen alle Modelle auf Bluetooth Klasse 2, bieten also bis zu 10m Reichweite. Die VerveRider+ hingegen verwenden Bluetooth Klasse 1 und bieten damit bis zu 40m Reichweite – sofern es das Smartphone ebenfalls unterstützt.

Als Akkulaufzeit geben alle Modelle etwa 6 bis 8 Stunden an, lediglich die VerveRider+ stechen mit bis zu 12 Stunden aus der Masse heraus. Die größere Bauform mit der Art „Kragen“ bietet offensichtlich ein paar technische Vorteile gegenüber der Konkurrenz. Bis auf die Byron BT sind außerdem alle Modelle gegen Spritzwasser, Schweiß und Staub geschützt.

Größte Besonderheit hinsichtlich der Bauform ist aber der Aftershokz Trekz Titanium. Es ist kein gewöhnlicher In-Ear-Kopfhörer, sondern arbeitet via Bone Conduction, also der Tonübertragung direkt durch den Knochen. Der Trekz Titanium liegt daher auch nur vor dem Ohr am Kopf und nicht im Ohr. Eine sehr spannende Sache, die ich auch einfach ausprobieren musste.

kopfhoerer

v.l.n.r: Byron BT, Level Active, VerveRider+, Trekz Titanium, BackBeat FIT

Verarbeitung

Grobe Schnitzer erlaubt sich kein Hersteller. Bei den Trekz Titanium gibt es hier und da kleine Unsauberkeiten wie Gummigrate an Verbindungsstellen, die liegen allerdings alle so, dass sie die Nutzung nicht beeinträchtigen und auch die Stabilität dürfte dadurch nicht beeinflusst werden. Am hochwertigsten kommen die Beyerdynamic mit ihrem Metall-Finish daher – fühlt sich extrem hochwertig an und sieht auch so aus. Auch die VerveRider+ und Plantronics BackBeat FIT leisten sich keine Schwächen und machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Samsungs Level Active sind gut verarbeitet, wirken durch das verwendete Material aber etwas billig.

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Sicherheit

Hier soll es erstmal weniger um die Sicherheit vor dem Herausfallen gehen, sondern die Sicherheit während der Nutzung. Wer beim Training im Freien und vor allem auch im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs ist, sollte hierauf besonders achten. Bis auf die Trekz Titanium und BackBeat FIT sind alle Kopfhörer geschlossene Systeme, die das Ohr zum Teil sehr stark abdichten und somit Außengeräusche isolieren. Im Studio ist das durchaus wünschenswert, im Straßenverkehr ist davon allerdings abzuraten.

Die BackBeat FIT erlauben es zumindest bei leiser Musik noch die Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, viel hört man dann von der Musik allerdings auch nicht mehr.

Mein Sieger sind hier daher ganz klar die Trekz Titanium. Durch die komplett offene Bauweise kann man problemlos auch beim Radfahren in der Stadt Musik hören, ohne dabei Gefahr zu laufen, etwas zu überhören. Die Klangqualität leidet darunter zwar etwas, aber das ist Nebensache, wenn ich dafür nicht als Kühlerfigur eines LKW ende ;). Zu laut sollte man die Musik aber doch nicht machen, irgendwann gehen sonst die gewünschten Geräusche einfach in der Musik unter. Wer sich gelegentlich abschotten will kann dafür die beigelegten Ohropax nutzen.

Passform und Tragekomfort

Hier muss ich vorwegnehmen, dass der Komfort natürlich extrem subjektiv ist. Ich hatte bislang immer meine Problemchen mit In-Ear-Kopfhörern, so richtig bequem saßen sie noch nie. Das ist bei den meisten Testkandidaten daher nun auch nicht anders – für die meisten Nutzer dürfte es aber damit auch bedeuten, dass sie problemlos eine passende Größe finden sollten. Da sie mir meistens nicht passen, hat ein Freund sich für den A/B Test bereit erklärt und die Passform ebenfalls getestet. Ergebnis: bei fast allen Modellen im Test hat er passende Eartips für sicheren und bequemen Halt gefunden. Ungewohnt aber durchaus angenehm waren auch die VerveRider+. Da die Technik im Kragen liegt und nicht in den Kopfhörern oder deren Kabel sind die Ohrstücke extrem leicht, sodass man sie im Ohr kaum merkt. Auch den Kragen bzw. Bügel bemerkt man nach etwas Gewöhnungszeit kaum noch.

Samsung Level Active

Aus der Rolle fielen lediglich die Samsung Level Active, für die wir beide keine passenden Eartips gefunden haben, sodass die Level Active nie so richtig gut im Ohr saßen. Schon die kleinsten Eartips haben gedrückt, was auf Dauer einfach nicht angenehm war.

Am besten saßen allerdings die Plantronics Backbeat FIT und die Trekz Titanium. Beide reichen wie erwähnt nicht in den Gehörgang und liegen daher nur in der Ohrmuschel bzw. davor, wodurch beide sehr angenehm zu tragen sind. Die Ohrhörer der Backbeat hätten für mich noch etwas kleiner sein können, passten aber dennoch gut und haben auch auf Dauer nicht gedrückt. Bei den Trekz Titanium hingegen gab es überhaupt keine Probleme. Einfach vor die Ohren gelegt, etwas an der Position gespielt bis Klang und Komfort gestimmt haben, fertig. Die Ohrbügel drücken auch als Brillenträger nicht, man kann sie daher auch problemlos über einen längeren Zeitraum tragen.

Plantronics BackBeat FIT

Verbindung und Einrichtung

Alle Modelle im Test wurden per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, soweit nichts Besonderes. Probleme gab es dabei nicht, alle Kopfhörer wurden auf Anhieb gefunden und gekoppelt. Der Vorgang lief überall gleich ab: Power- oder Multifunktionsbutton gedrückt halten bis eine LED Blau blinkt, dann konnte gekoppelt werden. Nach der ersten Koppelung erfolgte die Verbindung aller Kopfhörer mit dem Smartphone dann problemlos und automatisch nach dem Einschalten der Kopfhörer.

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Die Verbindung zwischen Smartphone und Kopfhörern war in der Regel zuverlässig und stabil, kleinere Aussetzer hatten aber alle Modelle, abgesehen vom VerveRider+. Die Aussetzer waren meist nur sehr kurz und nicht reproduzierbar. Auch war es egal, ob das Smartphone in der Tasche steckte oder direkt vor mir lag, beispielsweise in der Smartphone-Halterung am Fahrrad. Ganz vermeiden ließ es sich daher nicht, wobei hier natürlich auch mein Huawei P9 eine Mitschuld tragen kann.

Apps

Manche der Kopfhörer bieten eigene Apps an. Plantronics hat dafür die Backbeat FIT App, über die diverse Einstellungen verwaltet werden können. So kann dort z.B. die Systemsprache eingestellt werden, in der die Ansagen zur Akkulaufzeit und ähnlichem erfolgen. Auch lässt sich der Kopfhörer darüber aktualisieren, wenn es eine neue Firmware gibt und die App zeigt die ungefähre Restlaufzeit des Akkus an. Insgesamt also nice to have, aber nicht unbedingt notwendig.

Samsung hat mit der Samsung Level App eine etwas nützlichere App parat. Hierüber lassen sich zum Beispiel Benachrichtigungen von Apps direkt über den Kopfhörer ansagen, der Active key belegen oder das Handbuch aufrufen. Über den Active Key, eine separate Taste am Kopfhörer, lässt sich so eine bestimmte Aktion aufrufen – beispielsweise kann ein vorbestimmtes Workout in der Samsung Fit App per Knopfdruck gestartet werden. In meinem Versuch hat der Active Key allerdings nicht so recht funktioniert. Eingestellt ist die Ansage der Uhrzeit, drücke ich den Active Key ertönt nur ein kurzer Bestätigungston, mehr nicht.

Die VerverRider+ kommen mit der VerveLife App, die es ermöglicht die Kopfhörer anhand der letzten bekannten Position zu orten und Einstellungen wie die Sprachansagen und Benachrichtigungen per Vibration vorzunehmen. Das war es aber auch schon an Funktionen, also eher ein Nice-to-Have wie bei Plantronics.

Bedienung

Beyerdynamic und Samsung setzen auf die klassische Bedienung am Kabel, mit der Lauter, Leiser, Play/Pause und vorheriger/nächster Titel gesteuert werden kann. Auch können Anrufe über die mittlere Multifunktionstaste angenommen werden. Wer schon einmal ein normales Headset, wie sie den meisten Smartphones beiliegen, genutzt hat, wird sich also umgehend zurechtfinden. Die Bedienung ist dadurch auch sehr schnell blind möglich.

Die Trekz Titanium setzen durch den festeren Bügel auf insgesamt zwei Bedienfelder. Das Hauptpanel sitzt am rechten Ohrbügel, hier kann die Lautstärke geregelt werden, der Lauter-Button dient auch gleichzeitig als Powerbutton, der die Kopfhörer durch längeres Drücken ein- oder ausschaltet. Am linken Ohrhörer sitzt zusätzlich noch ein Multifunktionsbutton, mit dem sich Anrufe annehmen und Titel wechseln lassen. Ein längerer Druck aktiviert auch die Spracheingabe des Smartphones, um z.B. jemanden anzurufen. Um die verschiedenen Befehle zu verinnerlichen dauert es etwas, die Tasten findet man aber dank einer Markierung der Lauter-Taste sehr schnell auch blind.

Ähnlich sieht es beim plantronics Backbeat FIT aus. Die Bedienelemente verteilen sich über die beiden Ohrhörer, die Bedienung selbst ist aber etwas umständlicher als bei den anderen Vertretern und benötigte mehr Zeit sich daran zu gewöhnen. Am linken Hörer sitzt die Play/Pause Taste nebst der Lautstärketaste. Lauter stellt man durch einen Druck auf die Lautstärketaste, leiser durch gedrückt halten der Taste. Ähnlich ist es beim Titel wechseln: Die Play/Pause Taste zweifach drücken wechselt zum nächsten, gedrückt halten bis ein Signalton ertönt zum vorherigen Titel. Am rechten Hörer befinden sich die Anruftaste nebst Power-Button. Die Anruftaste nimmt logischerweise Anrufe entgegen, längeres gedrückt halten sorgt für die Aktivierung der Spracheingabe. Während Play/Pause und Anruftaste sehr groß ausgefallen sind, sind der Powerbutton und die Lautstärketaste sehr klein und schwer blind zu finden. Der Druckpunkt ist auch recht hart, dadurch muss man sich den Kopfhörer regelrecht gegen den Kopf drücken, um den Tastendruck auszulösen.

Die VerveRider+ haben wiederum ein anderes Konzept. Alle Bedienelemente liegen auf dem „Kragen“. Die Play/Pause und Anruftaste liegen ganz vorne am Bügel und dienen gleichzeitig als magnetische Halter für die Kopfhörer, wenn man sie gerade nicht nutzt. Lautstärke und nächster/vorheriger Titel werden über eine Wippe auf der rechten Seite gesteuert. Einfaches drücken ändert die Lautstärke, gedrückt halten den Titel. Die Anruftaste ermöglicht wie bei den anderen Modellen auch die Spracheingabe durch längeres gedrückt halten. Der Powerbutton sitzt separat auf der rechten Seite des Kragens.

Insgesamt ist die Bedienung bei allen Modellen recht einfach, wobei die Tasten des Backbeat FIT verbesserungswürdig sind. Etwas größer und mit leichterem Druckpunkt wäre nicht verkehrt. Etwas Übung brauchen aber sie aber alle, um die Tasten auch beim Laufen noch blind zu finden und bedienen zu können.

Sound

Kommen wir zum Sound. Eigentlich ein Teil, den ich persönlich vernachlässigen kann – will ich ein echtes HiFi-Erlebnis, setze ich auf kabelgebundene Over-Ears samt dediziertem HD-Player. Doch natürlich sollte der Klang auch beim Sport zumindest angenehm sein. Das trifft auch auf alle Modelle im Test zu. Die einen sind etwas besser, die anderen etwas schlechter. Am Ende kommt es stark auf die persönlichen Vorlieben an, welche Abstimmung „besser“ ist.

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In der Grundabstimmung sind sie sich alle recht ähnlich. Die mittlerweile fast schon standardmäßige „Badewanne“ hört man aus allen Testkandidaten heraus. Soll heißen: Die Höhen und Tiefen wurden angehoben, die Mitten dagegen reduziert. Das spricht vor allem die Fans von aktuellen Charts an, aber auch Elektro- oder Hip-Hop/Rap-Fans dürften daran Gefallen finden.

Fangen wir einfach mal alphabetisch an. Bei den Aftershokz Trekz Titanium handelt es sich wie erwähnt um Bone Conduction Kopfhörer, die den Ton mittels Vibrationen übertragen und dafür auf dem Schläfenbein aufsitzen. Diese Vibrationen werden bis zum Innenohr übertragen. Technisch bedingt ist der Klang also nicht mit HiFi-Kopfhörern vergleichbar, allein dadurch dass das Ohr komplett frei bleibt und so auch alle anderen Umgebungsgeräusche mit hineingemischt werden. Dennoch waren sie klanglich durchaus gut. Die Abstimmung ist relativ neutral, hat man einmal die richtige Position gefunden hört man auch Details noch recht gut heraus. Kann man sich abschirmen, helfen die Ohropax noch bei der Klangverbesserung, da die Details nicht mehr in den Umgebungsgeräuschen untergehen. Ansonsten ist die Abstimmung eher etwas höhenlastig, sie lässt sich aber ganz gut per Equalizer beeinflussen. Basslastig bekommt man sie allerdings nur in Kombination mit den Ohropax.

Die Beyerdynamic Byron BT sind relativ neutral abgestimmt im Vergleich zum Rest. Allerdings hört man dennoch die beschriebene Badewanne heraus, was in meinem Fall eine Feinabstimmung per Equalizer nötig machte. Gerade bei Rock und Metal hatten sie dennoch ihre Schwächen, insbesondere bei den Mitten. Die Höhen sind etwas überzeichnet, die Mitten saufen dafür regelmäßig ab. Bass ist dafür jede Menge vorhanden, wenn man ihn braucht. Für mein Hörverhalten mit primär Rock und gitarrenlastigen Songs wären sie damit nicht meine erste Wahl für den Alltag, für den Sport ist es aber ok.

Motorolas VerveRider+ werben mit „eindrucksvoller HD-Klangqualität“, können dem aber nicht ganz gerecht werden. Die Abstimmung ist sehr auf Bass ausgelegt und auch nach einer Reduzierung per Equalizer brummen sie weiter vor sich hin und geben auch Songs ohne viel Bass einen grummeligen Unterton. Darunter leider vor allem die Mitten, die Höhen spielen währenddessen deutlich stärker auf und klingen oftmals einfach schrill. Auch gegensteuern hilft da nur noch bedingt. Für Bassfanatiker sind die VerveRider+ damit optimal geeignet, wer aber ein ausgewogenes Klangbild sucht sollte besser zu einem anderen Modell greifen.

Plantronics zeigt mit den Backbeat FIT seine Erfahrung vor allem im Klang. Die Abstimmung ist recht neutral und Höhen und Mitten spielen sauber auf. Die Tiefen sind etwas zurückhaltend, auch der Bass könnte etwas knackiger sein. Durch die neutralere Abstimmung kann das Klangbild gut an die eigenen Hörgewohnheiten angepasst werden. Wer nicht ausschließlich auf Bass steht, dürfte jedenfalls zufrieden sein.

Samsungs Level Active haben lediglich eine leichte Bassanhebung. Per Equalizer lassen sich die Level Active gut an die eigenen Vorstellungen anpassen. Dem Bass fehlte es allerdings an Energie, er kam immer etwas träge und behäbig. Bassfans werden hier also eher nicht glücklich. Mitten und höhen dagegen waren klar und konnten überzeugen. Mit etwas Feinschliff war der Klang insgesamt gut.

Gemeinsam haben sie aber alle, dass sich keine richtige Bühne aufbaut, alles wirkt etwas gepresst und eng. Gemessen am Einsatzzweck der Kopfhörer ist das aber zu vernachlässigen.

Einen Sieger zu küren fällt mir aber schwer. Die Samsung kommen meinen Gewohnheiten am nächsten, allerdings fehlt da selbst mir etwas Energie beim Bass. Den Byron fehlt es zu sehr in den Mitten und die VerveRider+ sind einfach deutlich zu basslastig. Plantronics hat einen guten Mittelweg gewählt, mit dem ich gut zurechtkomme, auch die Trekz Titanium liefern gute Ergebnisse für mein Empfinden. Es gibt daher eher zwei Sieger – die BackBeat FIT, wenn die Umgebung ausgeblendet werden kann, während die Trekz Titanium optimal sind für den Straßenverkehr.

Akkulaufzeit

Wie immer ein schwieriges Thema, hängt sie doch von mehreren Faktoren wie der Lautstärke und Verbindungsqualität ab. Auch Telefonate fordern den Akku stärker, als reines Musikhören. Telefoniert habe ich zum Beispiel nahezu gar nicht damit. Insgesamt konnte aber jedes Modell im Test die Herstellerangaben grob erfüllen. Die Trekz Titanium kamen locker auf fünfeinhalb Stunden, bis sie anfingen mich im Fünf-Minuten-Takt mit „Charge Me!“ anzublöken. Laut Herstellerangaben sollen sie knapp sechs Stunden Laufzeit bieten, kommt also in etwa hin.

Beyerdynamics Byron BT hielten bei mir rund sieben Stunden durch, während sie laut Herstellerangaben siebeneinhalb Stunden durchhalten sollen. Auch das also vertretbar. Ein ähnliches Bild liefern die Plantronics BackBeat FIT. Von den angegebenen acht Stunden sind sieben bis siebeneinhalb locker drin. Samsungs Level Active hielten vergleichsweise kurz mit rund fünf Stunden, gemessen an der von Samsung angegeben Laufzeit von fünfeinhalb Stunden aber auch das in Ordnung, wenn auch deutlich kürzer als die meisten Konkurrenten.

Die Krone für die Akkulaufzeit können sich aber die VerveRider+ schnappen: 12 Stunden ruft Motorola aus, in meinem Test konnten sie die auch erreichen. Nach rund 11 Stunden erhielt ich erst den Hinweis, dass ich den Akku doch am besten laden sollte.

Fazit

Einen richtigen Gewinner aus dem Vergleich zu ermitteln fällt mir sehr schwer. Die Einsatzgebiete sind so unterschiedlich wie die Bauart der verschiedenen Modelle. Wirklich enttäuscht hat auch kein Modell, das Ausschlussverfahren funktioniert also auch nicht.

Rückblickend, welche Kopfhörer ich am meisten und liebsten getragen habe kann ich zwei Gewinner auswählen. Die Trekz Titanium sind allein aufgrund der komplett offenen Bauweise und dem angenehmen Tragegefühl mein Favorit für Ausflüge mit dem Rad. Mit locker 5 Stunden Akkulaufzeit ist auch eine längere Tour kein Problem.

Kann ich mich von der Umgebung abschirmen sind die Plantronics die erste Wahl. Da sie nicht in den Gehörgang reichen kann ich sie auch mehrere Stunden problemlos tragen, ohne dass sie unangenehm auffallen. Der Klang ist gut genug und die Akkulaufzeit mehr als ausreichend. Lediglich die Bedienung über die teils sehr kleinen Tasten bedarf einiger Übung und Gewöhnung.

Die VerveRider+ lieferten die längste Akkulaufzeit bei gutem Tragekomfort und hervorragender Verbindungsqualität. Die sehr basslastige Abstimmung ist allerdings nicht mein Fall und hat auf Dauer keinen Spaß gemacht. Wohlgemerkt: Wer auf Bass steht und vor allem entsprechende Musik hört hat mit den VerveRider+ aber wahrscheinlich den optimalen Kopfhörer gefunden.

Ähnlich sieht es bei den Beyerdynamic Byron BT aus. Die Abstimmung passt nicht in mein Hörverhalten, davon abgesehen bieten sie aber eine hervorragende Verarbeitung, lange Laufzeit und guten Tragekomfort.

Nicht so recht einordnen kann ich die Samsung Level Active. Klanglich sind sie gut, die Tiefen sind allerdings zu matschig und träge, selbst wenn man nicht auf Bass steht. Die Eartips haben auch nicht so recht passen wollen und das etwas billig wirkende Material machte auch keinen so guten Eindruck. Stabil waren sie trotzdem und die Akkulaufzeit war in Ordnung. Wer im Samsung Ökosystem unterwegs ist dürfte Gefallen an den Zusatzfunktionen per Active-Key finden.

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1 Kommentar auf "Sport Bluetooth Kopfhörer im Vergleich"

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Gast

Hallo zusammen… Sind die Bluetooth kopfhörer echt so gut wie es geredet wird?
Wollte mir letztens welche davon holen und bin dabei auf diese Seite gestoßen http://www.unendlichmusik.com/inear
Bin aber noch unentschlossen welches Modell mir gut passt..
Bitte helft mir!! Was muss so ein kopfhörer alles können Infos?

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