Surface Black: Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 ausprobiert

      Surface Black: Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 ausprobiert

      Microsoft hat vor Kurzem einen Teil seines Surface Lineups aktualisiert. Mit den Surface Pro 6 und Surface Laptop 2 gibt nun sogar etwas Farbauswahl, denn neben den klassischen silbernen Modellen sind beide Modelle jetzt auch in Schwarz verfügbar. Außerdem gab es ein kleines Hardware-Update, sodass wir uns die Geräte einmal angesehen haben.

      Vorweg: Insgesamt waren die Änderungen eher marginal, sodass ein vollständiger Test der Geräte nicht notwendig ist. Gehäuse, Display, Akku, Ausstattung und Verarbeitung sind identisch zum jeweiligen Vorgänger. Daher haben wir uns auf die Leistungstests beschränkt, wer mehr Informationen zum Display oder Gehäuse sucht, findet alles in unserem ausführlichen Test zum Surface Pro 5 bzw. Surface Laptop.

      Im Test hatten wir jeweils das Modell mit Intel Core i5-8250U, 8GB RAM und 128GB bzw. 256GB SSD. Große Unterschiede zwischen den beiden Modellen sind also nicht zu erwarten, dafür dürften sich die Leistungsdaten gegenüber den Vorgängern verbessern. Statt eines Dual Core Intel Core i5 stecken nun Quad Cores im Surface Pro und Surface Laptop, was gerade etwas anspruchsvollere Anwendungen beschleunigen sollte.

      Optik

      Aber fangen wir wie üblich bei den Äußerlichkeiten an. Abgesehen von der neuen Farbgebung hat sich nichts geändert. In schwarz gefallen mir beide Geräte gleich deutlich besser – schon weil sie nicht mehr so anfällig für Kratzer und Flecken sind. Gerade das Aluminiumgehäuse des Surface Laptop hat trotz nur unregelmäßiger Nutzung unterwegs schon ziemlich gelitten. Das dürfte bei der schwarzen Oberfläche nun deutlich weniger auffallen.

      Im direkten Vergleich der beiden Geräte fällt aber auch ein leichter Unterschied im Schwarzton auf. Das liegt daran, dass die Materialien, beim Surface Laptop Alu, beim Pro Magnesium, anders auf die Farbe reagieren. Der Unterschied ist sehr subtil und fällt nur im direkten Vergleich auf. Was mir besonders gefällt: Wirklich ALLE Teile sind in schwarz gehalten. Also auch das innere des USB-Anschlusses, die Aussparungen für die Antennen, die Scharnierteile, der Micro-SD-Slot. Alles.

      Leistung

      Ok, jetzt aber zur Leistung. Wie erwähnt setzen beide neuen Surface auf die gleiche Plattform aus 8. Generation Core i-Prozessoren und damit auf Quad-Core CPUs anstelle der Dual-Cores in den Vorgängern. Durch die höhere Anzahl an Threads sind mehr Tasks parallel möglich, die Leistung sollte also höher liegen. Interessant dürfte dabei auch die Wärmeentwicklung sein, da das Kühlsystem weiterhin passiv ausfällt.

      PCMark 8

      Interessant sind die Ergebnisse im PCMark 8. Die beiden neuesten Sprösslinge der Surface Pro und -Laptop Reihe schneiden hier teilweise schlechter ab, als ihre Vorgänger. Das dürfte, insbesondere beim Surface Pro 6, an der verbauten SSD liegen. Verbaut wurde nämlich eine Toshiba SSD anstelle der üblichen Samsung SSD. Allerdings: Auch im Surface Laptop von 2017 kommt eine Toshiba SSD zum Einsatz, die sogar noch langsamer ist – dennoch ist das Endergebnis höher. So wirklich nachvollziehbar sind die Ergebnisse daher nicht.

      PCMark 10

      Im PCMark 10 wird die SSD weniger gefordert, sodass sich hier die stärkeren CPU direkt bemerkbar machen. Die Punktzahl ist deutlich höher, das Surface Pro 6 erreicht knapp 1000 Punkte – oder auch fast 50% – mehr als das Surface Pro 2017. Das ist mehr als eindeutig.

      Cinebench R15

      Auch hier ist das Bild eindeutig. Im Multicore Benchmark liegt die neue Generation deutlich vor den Vorgängern, doppelt so vielen Threads sei Dank. Die GPU-Leistung ist ebenfalls ein wenig höher, dank neuer Intel HD Grafik.

      Insgesamt ist die Leistungssteigerung im erwarteten Rahmen. Der Einsatz von vier statt zwei Kernen ist besonders bei Multitasking spürbar und auch Anwendungen wie Foto- und Videobearbeitung profitieren spürbar von der Mehrleistung durch die Verdoppelung der Kerne. Ob sich ein Upgrade von einem 2017er Modell lohnt ist daher vor allem vom Einsatzzweck abhängig. Bei regulären Office-Arbeiten ist der Unterschied kaum spürbar, bei etwas anspruchsvolleren Aufgaben hingegen ist das Upgrade durchaus wahrzunehmen und kann daher sinnvoll sein.

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      Akkulaufzeit

      Neue Prozessoren bedeuten auch eine Veränderung bei der Energieverwaltung und Energieaufnahme. Im Falle der Surface Pro verbessert sich die Laufzeit leicht. Statt knapp über 5 Stunden im PC Mark 8 Work Benchmark schafft das Surface Pro 6 fast sechs Stunden – 5:46 Stunden um genau zu sein. Allerdings muss hier auch angemerkt werden, dass der Akku unseres Surface Pro 2017 nun knapp ein Jahr in Benutzung war und daher eventuell auch schon etwas an Leistung verloren hat.

      Gleiches gilt für das Surface Laptop gegenüber dem Surface Laptop 2. Große Unterschiede ergeben sich hier dennoch nicht, beide Systeme kommen auf über 7 Stunden Laufzeit im PC Mark 8 Work Benchmark.

      Thermik und Kühlung

      Wie auch zuvor setzt das Surface Pro 6 auf komplett passive Kühlung, während das Surface Laptop 2 auch einen Lüfter verbaut hat. Vorab war klar, dass die Quad Core Modelle wahrscheinlich niedriger takten als die Dual Core Modelle.

      In der Abwärme machte das am Ende kaum einen Unterschied. Surface Pro 2017 und Surface Pro 6 lagen im Schnitt bei 65°C und konnten immer mindestens ihren Basistakt halten, hin und wieder konnten sie auch in den Turbo hochschalten. Wirkliche Probleme hatte keine Generation, erst nach über einer Stunde Dauertest sank die Taktrate zusehends und vereinzelt auch mal unter den Basistakt – zumindest bei den Surface Pro, die Surface Laptops zeigten sich generell ziemlich unbeeindruckt vom Stresstest. Der Lüfter war zwar die ganze Zeit hörbar, aber nicht störend.

      Fazit Surface Pro 6/Surface Laptop 2

      Insgesamt lässt sich sagen, dass die Änderungen spürbar, aber nicht groß sind. Gerade Anwender mit höheren Ansprüchen an die Rechenleistung dürfen sich aber über eine deutliche Steigerung eben jener freuen. Die Quad Core-Prozessoren der 8. Generation machen sich deutlich bemerkbar, sobald mehrere Tasks parallel ausgeführt werden müssen.

      Ansonsten hat sich nicht viel getan. Gehäuse, Display, Tastatur und Touchpad sind identisch zu den Vorgängern und auch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Wobei, nicht ganz: Die schwarze Optik der neuen Modelle macht für mich definitiv einen großen Unterschied. Das Schwarze Gehäuse sieht einfach unglaublich gut aus, gerade weil wirklich jedes Detail in Schwarz gehalten wurde und nichts die dunkle Optik unterbricht.

      Ob sich das Upgrade für Nutzer eines Surface Pro 2017 oder des original Surface Laptop lohnt, müsst ihr selbst entscheiden. Für reine Office-Nutzung dürfte der Umstieg wohl nur bedingt Sinn ergeben, für anspruchsvollere Nutzer hingegen…

      Wer neu dazu kommt und in ein Surface Device „investieren“ will, sollte aber definitiv zur neuesten Generation greifen. Ohne Einschränkungen. Generell spricht kaum ein Grund gegen die neuen Surface Devices. Ihre alten Schwächen bleiben aber weiterhin bestehen: Das glänzende Display könnte heller sein, das Netzteil mehr Leistung liefern und USB Type-C bzw. Thunderbolt 3 fehlen ebenfalls noch. Wer mit diesen Punkten leben kann, kann aber beruhigt zu einem Surface Pro 6 oder Surface Laptop 2 greifen.

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