Swatch Group will gegen Markenname iWatch vorgehen

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Seit vielen Monaten tauchen im Netz immer wieder Spekulationen rund um ein Wearable-Produkt von Apple auf. Konkrete Details zu einem solchen Gerät gibt es zwar noch nicht, doch meist ist dabei von einer Smartwatch – vergleichbar etwa mit Samsungs Gear 2 – die Rede, die angelehnt an andere Apple-Produkte von der Gerüchteküche gerne auch als „iWatch“ bezeichnet wird. Obwohl das Produkt selbst sowie die kursierende Bezeichnung nach derzeitigem Stand völlig spekulativ sind, zeigt sich der Schweizer Uhrenkonzern Swatch Group aktuell sehr besorgt aufgrund potentieller Verwechslungsgefahr mit einer der eigenen Uhren-Serien. Das schreibt die Webpublikation Watson.ch.

Die Swatch Group hat mit dem Markennamen iWatch vorrangig ein Problem, da sie selbst eine Armbanduhren-Reihe mit der Bezeichnung „iSwatch“ vertreibt. Eine Sprecherin des Unternehmens gab gegenüber Watson.ch folgende Stellungnahme ab: „Wir beurteilen die Verwechslungsgefahr als gegeben, die Marken sind verwechselbar. In allen Ländern, wo die Marke eingetragen ist, gehen wir dagegen vor.“

Aus den Aussagen der Swatch-Sprecherin lässt sich also ableiten, dass Apple bereits weltweit bestrebt ist, die Marke iWatch schützen zu lassen. Informationen von Watson.ch nach ist ein entsprechender Antrag unter anderem in der Schweiz gestellt worden. Apple verwende für die Antragstellung allerdings Briefkastenfirmen, um nicht unnötig Aufmerksamkeit zu erregen. Inwiefern dies nun ein konkreter Hinweis darauf ist, dass das Produkt tatsächlich auf den Markt kommen wird, bleibt trotz allem abzuwarten. Große Unternehmen lassen sich häufig Marken oder Patente schützen, ohne das dazu passende Produkt letztendlich auf den Markt zu bringen.

Sollte Apple aber in den kommenden Monaten tatsächlich eine Smartwatch mit der Bezeichnung iWatch vorstellen wollen, muss sich der Konzern offenbar zunächst mit der Swatch Group gerichtlich auseinandersetzen oder eine Einigung bezüglich des Markennamens erzielen. Neu ist ein derartiges Ringen um die Bezeichnung einer Produktmarke für Apple allerdings nicht. In der Vergangenheit mussten sich die Kalifornier beispielsweise mit der Firma Cisco über die Verwendung der Namen „iPhone“ und „IOS“ einigen. In beiden Fällen zahlte Apple eine unbekannte Geldsumme an Cisco, um die gewünschte Bezeichnung für die eigenen Produkte verwenden zu können. Vergleichbares dürfte nun auch beim Thema iWatch passieren.

Was genau sich hinter der ominösen iWatch verbirgt, wissen wir bislang nicht. Möglicherweise wird aber Anfang Juni zu Apples Entwicklerkonferenz WWDC 2014 etwas Licht ins Dunkel kommen. Dort soll iOS 8 offiziell vorgestellt werden, das unter anderem mit einigen neuen Funktionen aufwarten dürfte, die speziell für das Zusammenspiel mit Wearable-Geräten gedacht sind.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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