Synology Disk Station DS710+

Seit einiger Zeit setze ich in meinem Heimnetzwerk die Synology DS710+ ein und es ist Zeit, ein kurzes Resümee zu ziehen. Die Synology DS710+ ist ein NAS, welches zwei Festplatten aufnehmen kann. Wie immer nehme ich meine Testschablone, damit auch ein roter Faden im Beitrag ist.

Kaufgrund und Erwartungen: Hier im Haushalt befinden sich zur Zeit vier Notebooks und ein stationärer Computer. Des Weiteren verrichtet eine Logitech Squeezebox ihren Dienst. Ein Musik-Player, der nicht ohne Server auskommt. Normalerweise muss dafür ein PC laufen, einige NAS-Hersteller bieten allerdings Add-on für ihre Geräte an. Ich wollte einen zentralen Ort für meine Daten haben, auf die von allen Rechnern zugreifen kann. Ausserdem sollte ein iTunes-Server auf dem NAS laufen, da ich so den identischen Bestand an Musik überall habe und direkt streamen kann.

Optik und Haptik: Die Synology DS710+ ist robust verarbeitet. Sie lässt sich leicht öffnen um die Festplatten einzubauen. Ansonsten handelt es sich um einen kleinen, schwarzen unauffälligen Kasten.

Ausstattung: Das NAS beinhaltet keine Festplatten, man bekommt nur das Gerät als solches. Im Lieferumfang enthalten: Netzwerkkabel, Netzteil, Handbuch uns Software für Mac OS X und Windows. Diese muss man allerdings nicht einsetzen, schließlich verfügt die Synology über eine Weboberfläche.

Für die nötige Leistung sorgt ein Intel-Prozessor, der mir 1,67 GHz taket. Der Arbeitsspeicher kommt mit 1024 Megabyte daher. Genug Power also, um Serverdienste bereit zu stellen. Angeschlossen wird das NAS mittels RJ45. Um die volle Netzwerkgeschwindigkeit auszukosten, solltet ihr also auch über einen Gigabit-LAN-Switch verfügen. An diesen könnt ihr zum Beispiel eure Geräte und euren Router anschließen. Sollte euer Router nur über 100MBit-Anschlüsse verfügen, dann solltet ihr auf jeden Fall diesen Weg gehen: Rechner und den Router nebst NAS an den Switch. Logisch: hängt das NAS am Router, dann wird auf 100MBit gebremst.

Leistung und Anwendung: Hier könnte ich Bände schreiben, die Synology DS710+ dürfte keinerlei Wünsche offen lassen. Man kann so ziemlich alles mit ihr machen, auch steht eine große Community mit eigenen Entwicklungen dahinter. Ob man das NAS in den eigenen vier Wänden oder im Büro einsetzt: die Kapazitäten sind definitiv da.

Ich kann logischerweise nur meine eigenen Anwendungen beschreiben, allerdings sollten viele Features auch aus den Screenshots der Software namens DSM hervorgehen, die vor nicht allzu langer Zeit in einer neuen, komplett umstrukturierten Version erschienen ist.

So präsentiert sich die Synology, nachdem die Platten eingebaut sind und man das Gerät mittels Software erstmalig eingerichtet hat. Ich selber greife bei einem 2bay-NAS immer zum Mirror, das heisst, dass auf beiden Festplatten die identischen Daten vorhanden sind. Verabschiedet sich eine, so kann ich trotzdem weiter arbeiten und die defekte Platte einfach ersetzen. Ein Mirror ist kein Backup, sondern einfach erhöhte Ausfallsicherheit. Wer mag, kann die Festplatten im laufenden Betrieb tauschen (HotSwap).

Hier einmal die Systemsteuerung der Synology DS710+:

Hier erhaltet ihr eine Übersicht über alles, was man so einstellen kann. Ihr könnt die Synology zum Beispiel zu einem festen Zeitpunkt einfach ausschalten. Aktiviert wird das NAS dann entweder über den Power-Button oder via Weckruf aus dem LAN.

Die für mich relevanten Punkte waren logischerweise die Benutzerverwaltung und diverse Serverdienste. Wie bei fast jedem NAS könnt ihr festlegen, wer auf etwas zugreifen darf und wer nicht.

Nur mal nebenbei: wer die Synology ganz abseits des Netzwerks aufbauen muss, der kann sie auch mit einem WLAN-Dongle betreiben. Auch bei fast jedem NAS Standard: die Systemordner. In diese legt ihr zum Beispiel eure Musik oder die Filme. Die Systemordner lassen sich oftmals nicht selbst festlegen, da Streamingdienste wie iTunes oder DLNA darauf zugreifen wollen.

Natürlich findet man auch Dinge wie FTP & Co vor. Auch eine eigene Webseite kann gehostet werden.

Nachdem ich also alles eingestellt hatte konnte ich direkt loslegen. Der iTunes-Server streamt direkt meine komplette Musik an jeden PC, Filme und Fotos kommen direkt per DLNA auf den TV. Dies setzt allerdings auch einen DLNA-fähigen TV voraus. Jeder Rechner kann zudem auf die Daten zugreifen. Wer Standardmäßiges DLNA nicht mag, der kann seine Synology-NAS auch zur Audio- und Fotostation umbauen. Dann kann man über jedes Endgerät Fotos anschauen.

Ziemlich nettes Feature wie ich finde. Alles in allem lässt die Synology keine Wünsche bei mir offen. Sie steht direkt in meinem Arbeitszimmer und sie ist verdammt ruhig. Ich höre sie eigentlich gar nicht, da eh das Radio immer an ist. Auch die Geschwindigkeit weiss zu überzeugen. Ich habe das Ganze mal mit einem Benchmark getestet:

Gute Werte – meiner Meinung nach.

Pro: wunderbare Ajax-Bedienung, Laufruhig, schnell

Contra: nicht ganz günstig

Fazit: Die Synology DS710+ dürfte im privaten als auch im geschäftlichen Bereich ihre Fans finden. Natürlich ist das Gerät nicht ganz günstig, bietet dafür aber eine Vielzahl an Funktionen. Wer diese nicht benötigt, der kann natürlich auch zu anderen Geräten greifen, schließlich bekommt man NAS-Geräte schon für unter 200 Euro mit Festplatte.

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6 Kommentare auf "Synology Disk Station DS710+"

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Ist ja ganz schön teur. DA bekommt man auch n NAS mit X-RAID2 von Netgear. Sollte auch alles bieten an Diensten etc. Außerdem ist der Sprung zu ner Drobo ja auch nicht mehr so groß…

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😉 na das passt ja. Habe mir gerade vor 2 Stunden eine bestellt, da der Preis bei Amazon gerade runter gegangen ist. Danke für den Beitrag, auf den ich schon so lange von Dir gewartet hatte.

Gruß Stephan

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Benutze bei mir Zuhause selber eine Diskstation von Synology. Zwar aktuell nur die 108j aber immerhin etwas.

Die Übertragungsraten bei der 710+ sind ja echt Top! Was hast du für Festplatten verbaut?

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Gast

Ich persönlich kann die Synology-produkte empfehlen.Benutze seit 18monaten eine DS 207+ mit 2x 1TB im Raid1. Läuft im 24/7 modus problemlos.
Wer will, kann sich mein heimnetz ansehen:
http://www.sysprofile.de/id138380
Die hier vorgestellte DS 710+ ist natürlich noch ein tick besser, aufgrund der besseren prozessorbestückung.

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[…] Kommen wir aber zum Eigentlichen: dem Speed im Netzwerk, der ja als herausragendes Kriterium dargestellt wurde. Zu diesem Zweck nahm ich ein Notebook, einen Router und die WD My Book Live zur Hand. Alle drei Geräte verfügen über einen gigabit-Anschluss. Als Software kam der kostenlose Atto Disk Benchmark zum Einsatz. Diese Software misst den Durchsatz von lokalen Laufwerken, aber auch von Netzlaufwerken, sofern diese eingebunden sind. Das bisher schnellste von mir getestete Laufwerk war die Synology DS710+. […]

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[…] wesentlich leistungsfähiger. Falls es jemand wissen möchte: ich setze unter anderem ein NAS von Synology […]

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