Teil 3: D-LINK DNS 323 im Test: Geschwindigkeitstest und UPnP-Server

Dritter Teil der D-LINK DNS 323 Testreihe. Heute: Paul testet die Geschwindigkeit und den integrierten UPnP-Server.

Kleiner Geschwindigkeitstest

Der folgende „Geschwindigkeitstest“ unterliegt realen Anwenderbedingungen, soll heißen: das NAS hängt an einem leicht angestaubten Gigaset SE515 Router und soll Daten per W-LAN austauschen, warum denn das? Weil ich, wie bereits erwähnt, die meiste Zeit am Notebook sitze und mich in der heutigen Zeit nicht mehr an ein Kabel binden will.

Daneben sei erwähnt, dass zwei normale Seagate Platten in dem Teil laufen, die aber sicherlich in diesem Environment nicht den Flaschenhals darstellen. Dazu kommt dass ich die Platten, wie bereits beschrieben, beim einrichten des „DNS-323“ auf Sicherheit und nicht auf Performance eingestellt habe.

Das heißt im Klartext: Ich bin mir durchaus bewusst, mit diesem Setup keine Geschwindigkeitsrekorde brechen zu können, was mir aber solange recht sein soll, wie ich noch einigermaßen smooth Daten zwischen NAS und PC transferieren kann. Ich tausche sozusagen Performance gegen Flexibilität ein. Und die direkten Tests zeigen hier sehr ermüdende Ergebnisse: Ich habe in diesem Use Case sehr, sehr viel Performance eingetauscht, das Tool „Windows Disk Benchmark“ sowie das manuelle kopieren über den Total Commander bescheren mir durchschnittliche Übertragungsraten von ca. 1,5 MB/sec, das ist natürlich gar nichts.

Hier stellt sich die Frage nach dem direkten Flaschenhals, welche „Komponente“ in diesem System dreht hier den Hahn dermaßen zu? Ich vermute es ist besonders der Übertragungsstandard (54 MBit) in Kombination mit dem doch altem Router. Ganz klar hier ein Aufruf an alle, die mit moderner Hardware eine praktikable Performance auch ohne Kabel erreichen: Wer benutzt hier was?

Das ist kein schönes Ergebnis, aber ich akzeptiere das an dieser Stelle, wie gesagt, ich will das Teil hier jetzt nicht zerreißen – bitte das „Setup“ beachten!

Was mich dann aber doch erschreckt hat, ist folgender Umstand: Auch beim kopieren von Daten auf dem NAS selber war die Geschwindigkeit alles andere als zufriedenstellend, guckt euch einfach mal den Speed im Screenshot an, das kann doch eigentlich gar nicht sein, hat jemand dafür eine Erklärung oder Ähnliches beobachten können?

UPnP Server im Kombination mit Android

Schon eimal vorweg: auch hier gibt es keine wirklich guten News, was ich mir so in meinem Kopfkino ausgemalt hatte war folgendes: „Wie gut ist das denn, jetzt haste schon einen NAS da stehen, schmeißt halt mal den UPnP Server (oder halt den iTunes Server) an und streamst was das Zeugs hält“ … Pustekuchen, und zwar weil ich es wieder extravagant haben wollte: Als Receiver wollte ich mein HTC Desire verwenden, für das ich aber keine funktionelle App finden konnte, um den Stream auszulesen.

Wie toll wäre das denn gewesen, per W-LAN die feinsten Lounge-Beats auf mein Desire (natürlich mit externen Boxen dran), aber es sollte mir nicht gelingen. Die Android App „AndroMote“  hat den D-LINK DNS-323 zwar ohne Probleme finden können und auch den dort gesharten Ordner, jedoch fehlt der App die Möglichkeit, das Material auch direkt gestreamt abzuspielen – es gibt die Funktion des lokalen Vorhörens: aber das ist ja nicht das, was ich will!

Wäre doch zu schön gewesen, und hier besteht glaube ich auch ordentlich Diskussions- und Austauschbedarf: Hat das von euch jemand schon hin bekommen, DNS-323 als Streaming.Server und das HTC Desire als Client?

Dieser Beitrag wurde unter Ausgepackt abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

13 Kommentare auf "Teil 3: D-LINK DNS 323 im Test: Geschwindigkeitstest und UPnP-Server"

Benachrichtige mich zu:
avatar
avatar
Gast

Ich meine dass es einen DLNA Client für das Desire gibt… Aber ob die App wirklich streaming macht hab ich nicht mehr im kopf..

avatar
Webmaster

mh.. würde mal vermuten die miese Performance liegt an der Kombination aus Raid 1, schwacher Hardware im NAS und der Anbindung der Platten per SATA 150.. und bei dem preis würd ich noch vermuten dass der Controller nicht beide Platten separat steuert sondern den Datenkanal zusammenfasst, sodass du wenn überhaupt auf 75MBit/s pro Platte kommst.. dazu das 54 MBit WLAN.. is schon ne fiese kombination 🙂
Aber ich denke selbst mit schnellerem WLAN oder GBit Kabel wäre da nicht viel mehr drin.. is halt ein „Lower End NAS“ ..

avatar
Gast

Carsten was hat der Speedtest überhaupt für einen Sinn wenn du ihn übers WLAN machst? Gut ob das deine Konfiguration ist oder nicht das bringt ja dem Interessenten überhaupt nichts 🙁

Vielleicht kannst du zumindest grob den „echten“ Speed in der Konfiguration des NAS testen.

Mach weiter so!

avatar
Gast

Ich gehe davon aus, dass wenn von Du auf dem NAS herumkopierst, das quasi auf Deinem Notebook machst… Richtig!?

Dann gehe ich davon aus, dass die Daten zuerst übers WLAN auf dein Notebook und zurück aufs NAS geleitet werden. Daher wahrscheinlich die geringe Geschwindigkeit…

avatar
Webmaster

@Björn, stimmt so nicht ganz..
die daten werden direkt auf der NAS kopiert.. aber wie oben schon beschrieben, die Hardware ist mehr als langsam.. da dauerts dann mitm kopieren schonmal länger..

avatar
Gast
Ich gehe auch davon aus, dass von Z auf Z die Daten erst auf das Notebook kopiert und dann auf die NAS geschoben werden. Ich glaube nämlich nicht, dass der Total Commander über das Netz die Daten direkt kopieren kann. Um die wirkliche Geschwindigkeit in so einem Fall zu messen, musst du schon per SSH auf die NAS gehen und dort mal eine Datei kopieren, dann erhält man realistische Ergebnisse. Über WLAN 300mbit (in der Theorie) habe ich bei der DNS-323 übrigens im Lesemodus etwa 3,8 mb/sec. Schreiben geht mit ca. 2,8 mb/sec. Was bei mir auch erstaunlich war: FTP… Read more »
avatar
Gast

Ich denke, aus dem Gerät ist nicht bedeutend mehr rauszuholen, auch wenn man bessere Rahmenbedingungen schafft. Wie Hannes schon richtig festgestellt hat, ist es ja ein „Billig-NAS“. Die Raten bleiben im einstelligen MB-Bereich. Meine Erfahrungen beziehen sich da auf das DNS-313, aber das ist sicher vergleichbar.

avatar
Gast

Beim Kopieren innerhalb des NAS wird die WLAN-Verbindung des Notebooks in beide Richtungen ausgelastet sein. Ob es nun die kompletten Daten oder „nur“ die Checksummen etc. sind, die zum Notebook übertragen werden, möchte ich nicht behaupten.

Sicher ist aber:
Der „Flaschenhals“ ist ganz klar das WLAN!

avatar
Webmaster

dasses nur das WLAN ist glaub ich weniger.. ich kann problemlos von meiner Buffalo Drivestation die per USB an meiner 7270 hängt per WLAN mit ca. 5-6 MB/s daten ziehen, was das technische maximum für WLAN mit 802.11 g Standart ist.. und daten kopieren auf der Platte dauert da keine 2 sec weils auf der platte selbst passiert und nicht auf dem pc..
Eine offene frage is natürlich wie die Signalqualität beim test war..

avatar
Gast

Danke Carsten das beruhigt mich iwie 😛

avatar
Gast
avatar
Gast
Servus, also ich hab auch das DNS-323 und so lahm isses bei mir nicht. Es hängt an nem W-Lan Router im Wohnzimmer der ein Repeater zum W-Lan Router im Schlafzimmer ist wo der I-Net Anschluss ist. Wenn ich vom Laptop das per Kabel am Schlafzimmerrouter hängt Dateien auf das DNS-323 kopiere (also Laptop => Lan Router => W-Lan Repeater => LAN DNS-323) dann habe ich Übertragungsraten von 90Mbit/s (sind beides Draft N Router mit Gbit Schnittstellen), sprich grob runtergerechnet ca. 10-11 Mbyte/s. Finde ich ganz okay. Wenn ich mit dem Laptop direkt per Lan-Kabel an den Router im Wohnzimmer gehe… Read more »
wpDiscuz