Tesla Motors ‚Model D‘ vorgestellt

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Moment, ein Beitrag über Autos in einem Technik-Blog? Klar, warum auch nicht. Denn das gerade neu vorgestellte Tesla Model D hat es aus technischer Sicht in sich.

Aber kommen wir erstmal zu den „normalen“ Daten. Tesla baut ausschließlich Elektroautos, wie das bekanntere Model S. Das allein ist schon eine Sensation für sich, wenn man sich bei den anderen Herstellern so umschaut, die maximal Hybriden oder auch so kleine Stadtautos mit Elektroantrieb auf den Markt bringen. Das neue Model D basiert von der Basis her auch auf dem bekannten Model S, bietet technisch allerdings einiges mehr.

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Beim Tesla D setzt man noch einen drauf und verbaut gleich zwei Elektromotoren mit bis zu 185PS – pro Motor. Durch die zwei getrennten Motoren – einer vorn, einer hinten – bekommt der Tesla D auch einen Allradantrieb. Bei Spitzenmodell Tesla P85D leisten die Motoren wie erwähnt jeweils bis zu 185 PS, was für eine Beschleunigung von 0 auf 100 in nur 3,2 Sekunden sorgt. Schon beeindruckend. Elon Musk, CEO von Tesla Motors sagt dazu: „This car is nuts. It’s like your own personal roller coaster“. Frei übersetzt bedeutet das soviel wie „Dieses Auto ist verrückt. Es ist wie deine persönliche Achterbahn.“. Die Jungs von The Verge können dem nach einer kurzen Testfahrt wohl nur zustimmen:

Zusätzlich soll die Reichweite durch das Dual-Motor-Setup noch einmal gesteigert worden sein. Allein durch den zweiten Motor soll die Reichweite nun ca 17 Meilen höher sein – also rund 27 Kilometer.

Aber kommen wir mal zur technischen Ausstattung, denn die ist nicht minder beeindruckend. Das Model D ist vollgestopft mit Sensoren, die die Straßenmarkierungen, Verkehrsschilder und auch Autos und Fußgänger im Blick haben. Dadurch ist es möglich, dass eine Art Autopilot zugeschaltet werden kann. Dieser hält das Auto automatisch in der Spur, hält sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung, achtet auf Fußgänger und so weiter. Zwar ist das System noch nicht so weit, um während der Fahrt zu schlafen, aber auf längeren Autobahnstrecken o.ä. sicher hilfreich um sich mal etwas zu entspannen. Spurwechsel könnt ihr auch selbst herbeiführen, einfach indem der Blinker gesetzt wird.

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Was aber die Sensoren noch ermöglichen finde ich da fast beeindruckender. Beispielsweise kann das Auto selbstständig einparken. Ihr kommt Zuhause an, steigt direkt vor der Tür aus und euer Tesla parkt dann selbständig ein. Und für diejenigen, die auf einer Ranch oder einem Hof mit riesen Grundstück leben, kann der Tesla nun automatisch vorfahren, wenn ihr das Haus verlassen müsst. Es kann direkt mit dem Kalender gekoppelt werden, so dass es quasi schon vor der Tür steht, wenn ihr los müsst.

Die neuen Sensoren und Features werden ab sofort auch im Model S erhältlich sein – einziger Unterschied besteht letztlich darin, dass das Model D mit gleich zwei Elektromotoren kommt.

Preislich geht es bei $89,570 für das Model S 60 los, was aktuell etwa 70.000 Euro entspricht. Das teuerste Modell P85D mit allen Extras landet bei $120.170 – also rund 94.000 Euro. Verfügbar sind die neuen Modelle wohl ab Dezember, nur das 60D und 85D werden voraussichtlich erst ab Februar 2015 erhältlich sein.

Quelle/Bilder: The Verge

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5 Antworten auf Tesla Motors ‚Model D‘ vorgestellt

  1. avatar Rico Weigand sagt:

    Ist diese automatische Fahrweise in Deutschland überhaupt erlaubt?

  2. avatar Kevin Moritz sagt:

    Solange du das auf deinem eigenen Privatgrundstück machst, dürfte nichts dagegen sprechen. Auf öffentlichen Parkplätzen und Straßen dürfte das allerdings verboten sein.

  3. avatar E-Zigarette sagt:

    Das Autofahren wird ja immer praktischer, aber es kann doch niemand die Garantie geben, dass die Technik des Autos einwandfrei und immer funktioniert. Autohersteller wollen zwar das Autofahren automatisieren, aber schon ein kleiner Defekt in der Technik des Autos kann dafür sorgen, dass Menschenleben unnötig gefährdet wird. Meiner Meinung nach sollte man das Ganze mit Vorsicht betrachten.

  4. avatar Reka sagt:

    Es ist kein „Model D“ sondern nur eine Variante des „Model S“. Das D wird an die übliche Modellbezeichnung angehängt, zB. P85D, S85D, S60D

  5. avatar eCar sagt:

    Was ist daran alles neu?
    Spurassistent – gibts in jedem Oberklasseauto.
    Verkehrszeichenerkennung – auch schon Standard im Preissegment, in dem Tesla unterwegs ist.
    Fußgängererkennung – so neu ist das nicht.
    Automatisch einparken – gibts auch schon länger.
    Im Endeffekt wurde der Tesla S an den Ausstattungsstandard anderer Hersteller angepasst.

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