Test 65-Zoll-Einstiegs-TVs: 4K/Ultra HD gegen Full HD

65 Zoll TV Test

Möchte man im Wohnzimmer ein großes Fernsehbild haben, dann bieten 65-Zoll-Ferseher ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bildgrößen jenseits von 65 Zoll bedeuten gleich einen exorbitanten Preissprung und scheiden deshalb für die meisten Portmonees aus oder man greift zu einem Beamer. Bei der Ausstattung der 65-Zoll-Boliden gibt es aber deutliche Unterschiede: Ultra-HD-Auflösung oder nur Full-HD? Smart-TV oder nicht? Wir haben uns drei günstige Einstiegsgeräte von LG, Panasonic und Samsung mit Ultra-HD- oder Full-HD-Auflösung angesehen und sind der Frage auf den Grund gegangen, auf was man bei einem 65-Zoll-Einstiegs-TV verzichten kann und auf was nicht.

Außen-Check

Für den Test haben wir uns drei 65-Zoll-Fernseher rausgesucht: die beiden Ultra-HD-TVs LG 65UF675V und Samsung UE65JU6450U sowie den Full-HD-Fernseher TX-65CW324 von Panasonic. Die Gehäuse der TVs sind weitgehend aus Kunststoff gefertigt. Nur der Panasonic Fernseher besitzt eine Rückwand, die teilweise aus Metallblech besteht und sich bei unserem Testmodell unschön hervorbog. Das galt auch für das Kunststoffgehäuse am oberen Displayrahmen auf der Front. Bei allen anderen Geräten war die Verarbeitung mängelfrei.

Allen drei Probanden gemein ist eine Bildschirmdiagonale von 65 Zoll, was etwa 164 cm entspricht. Die Rahmen, die das Display umfassen, bestehen bei den TVs aus Stabilitätsgründen aus Metall. Durch das 16:9-Format sind die TVs ohne Standfuß nahezu gleich groß: etwa 145 cm breit und rund 84 cm hoch bei einer Displayrahmendicke von 1,7 cm. Entsprechend sehen alle drei Fernseher von vorne ähnlich aus. Die schmalste Silhouette bietet mit 3,7 cm der LG-Fernseher, gefolgt vom Panasonic TV mit 4 cm. Der Dickste im Bunde ist der Samsung Fernseher mit etwa 5,2 cm. In der Standtiefe unterscheiden sie sich etwas, denn die Hersteller verfolgen unterschiedliche Standfußkonzepte. Der LG 65UF675V verfügt über einen Standfuß, der an zwei Punkten aufgehängt ist und sich über gut zwei Drittel der Breite zieht. Das sieht zwar stabil aus, trotzdem ist er mit 33 cm Standtiefe der wackligste Kandidat im Test. Der Panasonic TX-65CW324 kommt mit zwei Standfüßen an den beiden äußersten Ecken daher. Das sollte eigentlich mit 34,5 cm Standtiefe eine stabile Variante sein, er wackelt aber nur unwesentlich weniger als das LG-Modell, was allerdings auch an dem hohen Gewicht des Panasonic Fernsehers von 38 kg liegt. Zum Vergleich: Der LG wiegt 29,6 kg, der Samsung sogar nur 25,1 kg. Beim Samsung TV ist der Standfuß in der Mitte befestigt und sieht mit 32,8 cm Standtiefe graziler aus. Durch das geringe Gewicht des Fernsehers ist er der Standfesteste der drei Testkandidaten.

Nicht besonders gelungen ist die Standby-Anzeige bei allen Fernsehern: Beim Panasonic ist sie wie ein Fremdkörper mittig an der Unterkante angeflanscht, zeigt aber immerhin einen dezenten roten Leuchtpunkt. Beim Samsung ist die Anzeige weiter rechts montiert, sieht wie eine Fahrrad-LED-Rückleuchte aus und leuchtet unangenehm hell. LG hat die Standby-Anzeige zwar hübsch in die Front integriert, allerdings stört die üppige sichelförmige Dauerbeleuchtung.

Bedienelemente an den Geräten gibt es kaum noch. Der Panasonic TX-65CW324 verfügt über Tasten für Power, Programmwahl, Lautstärke und Wahl des AV-Signals. Sie befinden sich auf der Rückseite und lassen sich blind nur schlecht bedienen, da man nicht weiß, welcher Knopf eigentlich für was zuständig ist. Samsung hat einen Joystick auf der Rückseite eingebaut, über den sich Power, Programmwahl und Lautstärke steuern lassen. Außerdem dient er zur Navigation in den Einstellungsmenüs. LG hat ebenfalls einen Joystick in der Mitte der unteren Rahmenkante integriert. Die TV-Fernbedienungen strahlen allesamt keinen besonderen Schick aus. Sie bieten mit ihrem Plastik-Charme einen starken Kontrast zum durchgestylten Fernseher und dem übrigen Wohnzimmer-Interieur. Zumindest sind die Infrarot-Fernbedienungen allesamt funktional und ermöglichen über ihre Gummitasten eine ordentliche Steuerung der Fernsehgeräte.

4K vs. Full HD

Wie gut das Fernseh- oder Videobild von externen Zuspielern dargestellt wird, hängt vom Panel, der LED-Hintergrundbeleuchtung und der Ansteuerungselektronik ab. Eine Elektronik rechnet die unterschiedlichen Größen des Bildmaterials mit SD-, HD, Full-HD- oder Ultra-HD-Auflösung auf die native Auflösung des Fernsehdisplays hoch oder herunter. Beim Panel und der Hintergrundbeleuchtung weisen unsere drei Testgeräte unterschiedliche Eigenschaften auf: So sind beim LG-Fernseher an den Rändern Schattierungen sichtbar, ansonsten ist die Beleuchtung gleichmäßig, was Messungen bestätigen. Im Betrieb sind diese dunklen Stellen bei hellen Bildsequenzen sichtbar. Beim Samsung TV sind die Ecken abgeschattet. Zusätzlich tritt ein dunkler Fleck im linken mittleren Panel-Bereich auf, was allerdings ein Serienausreißer sein sollte. Das gleichmäßigste Bild liefert der Panasonic Fernseher: bis auf winzige Schattierungen in den beiden unteren Ecken sind keine dunklen Stellen zu erkennen.

Einen allgemeinen Bildeindruck haben wir uns jeweils in der Standardeinstellung verschafft, mit der die TVs ausgeliefert werden. Die Blickwinkel sind bei allen drei Fernsehern sehr hoch. Selbst aus spitzen Blickwinkeln ändert sich lediglich der Helligkeitseindruck ein wenig. Das Bild des Panasonic TX-65CW324 ist hell und kontrastreich, allerdings stark übersaturiert. Die Farben wirken im Standardfarbprofil unnatürlich, sodass man besser auf ein moderateres Farbprofil umschaltet. Gut gefällt der hohe Schwarzwert. Die Helligkeit reicht für Innenräume mehr als aus und gelangt selbst bei etwas Lichteinstrahlung durch einfallendes Tageslicht oder Kunstlicht durch Lampen nicht an ihre Grenzen.

65 Zoll TV Test LG 65UF675V

Der LG 65UF675V liefert ein helles, aber etwas rotstichiges Bild.

Das Panel des LG 65UF675V zeigt einen leichten Rotstich. Die Farben wirken dadurch weniger natürlich. Der Kontrast ist stark, der Schwarzwert hoch. Die Hintergrundbeleuchtung ist sehr hell, sodass der Fernseher auch in hellen Räumen betrieben werden kann.

Das gilt auch für den Samsung UE65JU6450, der ein sehr helles Bild erzeugt und sich durch Fremdlicht unbeeindruckt zeigt. Die Farbwiedergabe wirkt natürlicher als bei den beiden anderen Fernsehern. Der sehr gute Bildeindruck kommt auch daher, dass kein ausgeprägter Farbstich oder gar überbetonte Farben zu erkennen sind. Der Schwarzwert ist hoch und die Kontraste ausgewogen. Das Samsung TV hinterlässt den besten Bildeindruck von den getesteten Fernsehern.

65 Zoll TV Test Samsung UE65JU6450U

Der Samsung UE65JU6450U hinterlässt den besten Bildeindruck.

Das Display vom Panasonic TX-65CW324 verfügt über eine Full-HD-Auflösung mit 1920 x 1080 Bildpunkten. Das entspricht einer Pixeldichte von etwa 34 ppi. Die Pixeldichten des LG 65UF675V und Samsung UE65JU6450 betragen dagegen 73 ppi bei einer Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten. Aufgrund der hohen Auflösung kann man an einen Ultra-HD-Fernseher näher heranrücken als bei einem Full-HD-Fernseher – vorausgesetzt, er wird mit Videobildern in nativer Bildauflösung gefüttert. Die Details sind bei einem UHD-TV höher, der Schärfeeindruck besser und durch den möglichen geringeren Sitzabstand ist das Bild so groß, das es das Gesichtsfeld besser ausfüllt. Einzelne Pixel sieht man nicht, solange man den optimalen Sitzabstand von etwa 120 cm einhält und nicht dichter als einen Meter heranrückt. Bei einem Full-HD-Fernseher muss man dagegen mit mindestens 220 cm etwas weiter weg sitzen, um keine Pixel mehr erkennen zu können. Die Bildschärfe und der Detaileindruck ist bei ihm geringer, die Bildwahrnehmung durch die höhere Distanz kleiner. Erst ab einer Entfernung von etwa fünf Metern macht es bei einem 65-Zoll-Fernseher kaum noch einen Unterschied, ob er Ultra-HD- oder Full-HD-Auflösung besitzt, denn der Bildeindruck unterscheidet sich dann kaum noch. In der Redaktion waren wir uns einig: Einen Full-HD-Fernseher will hier niemand mehr haben, selbst dann nicht, wenn man rund drei Meter davon entfernt sitzt, wie es der Durchschnitt in deutschen Wohnzimmern ist.

Test Panasonic TX-65CW324

Die Farben sind beim Panasonic TX-65CW324 in der Standardeinstellung sehr kräftig.

Von der hohen UHD-Auflösung profitiert durch Upscaling auch niedriger aufgelöstes Bildmaterial etwa von DVD und Blu-ray sowie HDTV oder HD- und Full-HD-Videos von Streaming-Diensten wie Netflix & Co. Bilddetails und Bildschärfe sind durch das aufgepumpte Bild zwar nicht hoch, trotzdem gewinnen Videos durch das Upscaling eher, als dass der Bildeindruck schlechter wirkt. Bei Fernsehprogrammen, die noch mit 576 Zeilen ausgestrahlt werden, kann aber auch das beste Upscaling der Ultra-HD-TVs nichts ausrichten. Das Bild ist matschig und extrem unscharf. Das Anschauen macht dann keinen Spaß. Das Bild auf native Auflösung zu skalieren, ergibt allerdings auch keinen Sinn, denn dann ist es zu klein.

Alle drei TVs verfügen neben dem analogen Empfang via Antenne zusätzlich über Tuner für Satelliten-Fernsehen, Breitbandkabel und digitales terrestrisches Fernsehen. Dabei gibt es allerdings Unterschiede: Der Panasonic TX-65CW324 und der Samsung UE65JU6450U verfügen neben DVB-C bereits über die neueren Standards DVB-T2 und DVB-S2. Der LG-Fernseher bleibt dagegen zurück und unterstützt nur einfaches DVB-T. Er ist damit nicht für den Empfang hoch- und höchstauflösender Fernsehsignale über digitales terrestrisches Fernsehen geeignet. Dazu fehlt dem LG Fernseher auch ein HEVC-Decoder, um später UHD-Inhalte dekodieren zu können, die mit dem effizienten H.265 Codec komprimiert sind und solch hochauflösende Bilder überhaupt erst übertragen lassen. Möchte man den Fernseher über eine DVB-T-Antenne betreiben, dann sollte man auch beachten, dass das herkömmliche DVB-T-Signal vermutlich 2018 abgeschaltet wird und danach ausschließlich DVB-T2-Empfang möglich ist.

Smart-TV oder nicht

Möchte man in den Genuss von 4K-Video kommen, dann stehen einem derzeit nicht viele Optionen offen. Reguläre Fernsehprogramme über Satellit und Kabel gibt es in UHD-Auflösung nicht. Sky Deutschland hat bisher testweise Fußballspiele und ein Konzert der Fantastischen Vier übertragen, ein Regelbetrieb ist aber nicht in Sicht. ARD und ZDF wollen abwarten. Im Moment senden sie ihre Programme lediglich in HD-ready-Auflösung 720p.

65 Zoll TV Test Smart-TV Samsung

Das Tizen Betriebssystem macht den Samsung UE65JU6450U zum Smart-TV.

Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Video bieten ein paar wenige Filme und einige meist eigenproduzierte Serien in 4K-Auflösung an. Bei Netflix ist dafür das Premium-Abo für 11,99 pro Monat nötig. Im regulären Amazon Prime Instant Video Abo für knapp 50 Euro pro Jahr sind ein paar 4K-Filme und -Serien enthalten. Um in den Genuss von 4K-Streaming zu kommen, benötigt man kein externes 4K-Abspielgerät, sofern man ein Smart-TV sein Eigen nennt, denn Apps für Netflix und Amazon Video bietet fast jeder schlauere Fernseher. Im Testfeld trifft das allerdings nur auf den Samsung UE65JU6450U zu, denn der UHD-Fernseher von LG ist kein Smart-TV. Um damit in den Genuss von 4K-Inhalten zu kommen, benötigt man einen externen Player wie beispielsweise einen Ultra-HD-Blu-ray-Player oder ein Fire TV mit 4K-Ausgabe. Ultra-HD-Blu-ray-Player gibt es zum Testzeitpunkt noch nicht, sie sollen erst in den nächsten Monaten auf den Markt kommen. Angeschlossen werden solche 4K-Player über HDMI. Der Port muss zwingend HDMI-2.0-fähig sein und den Kopierschutz-Standard HDCP 2.2 unterstützen. UHD-Videos gelangen dann mit maximal 60 Hz auf den Fernseher, sofern das Abspielgerät das schafft. Das Fire TV unterstützt beispielsweise nur die 30 Hz Ausgabe. Das LG TV unterstützt beide Standards, sodass es über einen externen Player mit 4K-Videos gefüttert werden kann. Beim Samsung Fernseher, der ebenfalls beide Standards unterstützt, kann man sich das schenken. Denn als Smart-TV mit Tizen Betriebssystem bietet er Apps für Netflix und Amazon Video. Ein externer Zuspieler ist nicht notwendig. Die Videos werden über die Ethernet-Schnittstelle oder über WLAN auf den Fernseher gestreamt. Voraussetzung dafür ist eine schnelle Internetverbindung, die einen Datenfluss zwischen 15 und 25 Mbit/s liefern muss. Im Test klappte das auf dem Samsung UE65JU6450U über einen 50-Mbit/s-Anschluss und über Ethernet problemlos, bei WLAN hängt es davon ab, wie gut die drahtlose Verbindung ist. Der LG Fernseher verfügt weder über Ethernet noch über WLAN. Um ihn smart zu machen, muss man eine externe Streaming-Box oder einen Blu-ray-Player mit Smart-TV-Funktionen anschließen. Wer schnell und einfach in den Genuss von 4K kommen möchte, sollte daher lieber zum Samsung Fernseher greifen. Er erlaubt außerdem über eine App den Zugriff auf YouTube. Dort sind ebenfalls eine Reihe kostenloser UHD-Videos abrufbar.

Prinzipiell lassen sich 4K-Videos von einem USB-Speicher auf dem Fernseher abspielen. Über entsprechende USB-Anschlüsse verfügen beide UHD-TVs. Dann muss allerdings die Kodierung der Videos genau stimmen. Der LG 65UF675V zickte häufig herum und wollte viele MP4-Dateien nicht abspielen und auch der Samsung Fernseher verweigerte die Wiedergabe diverser Testvideos. Bei der Darstellung von Fotos das gleiche Bild: mitunter wollten beide Fernseher keine JPEGs anzeigen.

65 Zoll TV Test Panasonic Smart-TV

Der Panasonic TX-65CW324 ist zwar ein Smart-TV, bietet aber nur eine überschaubare Anzahl an Apps.

Der Panasonic TX-65CW324 ist als Full-HD-TV zwar bei der 4K-Wiedergabe raus, gibt sich aber smart. Zumindest bietet er etwas mehr als 20 gängige Apps wie Netflix, YouTube, ARD, ZDF und Arte Mediatheken sowie Musik-Streaming über Deezer. Amazon Video unterstützt der Fernseher nicht. Vermutlich gibt es eine Kooperation mit Netflix, denn der Streaming-Service hat einen eigenen Button auf der Fernbedienung erhalten. Konkurrent Amazon bleibt so außen vor. Mehr Optionen lassen sich dann nur über externe Boxen wie Fire TV, Apple TV oder entsprechende Blu-ray-Player nachrüsten. Bei der Wiedergabe von Videos und Fotos von USB-Speichern verhält sich der Panasonic Fernseher ähnlich wie die beiden UHD-Fernseher von LG und Samsung: nicht alles wird reibungslos abgespielt, selbst wenn es das richtige Format zu haben scheint.

Sound

Beim Sound vermag keiner der drei Testkandidaten zu überzeugen, ein Problem, mit dem die meisten Fernseher zu kämpfen haben. Beim Panasonic Fernseher hat man den Eindruck, als käme der ohnehin schon wenig kräftige Sound irgendwo hinter dem Fernseher her. Das stimmt zwar, denn die beiden Lautsprecher befinden sich auf der Rückseite, sollte sich aber trotzdem nicht so anhören. Bei LG das gleiche Bild: Der Sound ist wenig kräftig, Sprache eher undeutlich zu verstehen. Der Ton kommt irgendwo hinter dem Fernseher aus dem Off. Das Samsung TV macht es nur wenig besser. Der Sound wirkt zwar kräftiger und verteilt sich besser im Raum, aber auch er vermag kein Hörvergnügen hervorrufen. Über einen optischen Audio-Ausgang lassen sich bei allen drei Fernsehern bessere Sound-Lösungen anschließen.

Stromverbrauch

Komplett ausschalten lässt sich keiner der Fernseher. Im Standby benötigt der Panasonic 0,6, der LG und der Samsung je 0,5 Watt. Wer die Fernseher komplett vom Stromnetz trennen möchte, muss eine separate Schaltsteckdose verwenden.

Den Energieverbrauch im Betrieb haben wir bei allen drei Fernsehern in der jeweiligen Standardeinstellung mit demselben Video getestet und den Maximalwert bestimmt. Der LG 65UF675V benötigte dabei moderate 120,6 Watt, der Panasonic TX-65CW324 dagegen schon 160,1 W und der Samsung UE65JU6450U sogar 181,1 Watt. Durch andere Einstellungen lassen sich hier sicherlich bessere Werte erzielen, allerdings muss man dann Abstriche beispielsweise bei der Bildhelligkeit in Kauf nehmen.

Fazit

Die Frage Ultra-HD- oder Full-HD-Fernseher fällt deutlich zugunsten der beiden 4K-TVs von Samsung und LG aus. Füttert man beide Fernseher mit 4K-Material, dann ist der Bildeindruck bis zu einer Entfernung von etwa fünf Metern immer besser als bei einem Full-HD-Fernseher. Selbst beim Upscaling von HD-Material profitiert man von der höheren Auflösung.

65 Zoll TV Test UHD

Ein Fernseher mit UHD-Auflösung ist einem Full-HD-Fernseher in den meisten Fällen vorzuziehen.

Der Samsung UE65JU6450 ist deutlich besser ausgestattet als der LG 65UF675V. 4K-Inhalte gelangen via Streaming-Dienste ohne zusätzliche Box auf das Samsung Smart-TV. Der LG ist dagegen wenig smart und benötigt deshalb zwingend einen entsprechenden Zuspieler. Über HDMI 2.0 und HDCP 2.2 verfügen beide TVs und damit über die Option, UHD-Inhalte über HDMI wiederzugeben. Weiß man schon jetzt, dass man später UHD-Fernsehen digital terrestrisch empfangen möchte, dann kommt man am Samsung-Fernseher nicht vorbei, denn nur er verfügt über einen HEVC-Decoder und DVB-T2. Auch bei der Bildqualität und dem Sound liegt das Samsung TV etwas vor dem LG.

Der Panasonic TX-65CW324 punktet durch eine gute Smart-TV Ausstattung. Er hinterlässt bei genügend Betrachtungsabstand einen guten Bildeindruck mit etwas zu kräftigen Farben. Der Sound ist mäßig. Dafür ist er mit rund 1300 Euro der preiswerteste im Bunde. Die beiden Ultra-HD-Fernseher bleiben aber unter der 2000 Euro Marke. Den Mehrpreis sind sie in jedem Fall Wert, besonders der Samsung UE65JU6450.

Alle drei getesteten 65-Zoll-Fernseher LG 65UF675V, Samsung UE65JU6450U und Panasonic TX-65CW324 sind im Shop von notebooksbilliger.de erhältlich. Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Der Samsung Fernseher wird auch als östereichische Variante Samsung UE65JU6470U angeboten. Er unterscheidet sich nicht vom deutschen Modell, ist aber etwas preisgünstiger zu haben.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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6 Antworten auf Test 65-Zoll-Einstiegs-TVs: 4K/Ultra HD gegen Full HD

  1. avatar Tobias sagt:

    Hi Oliver,

    Danke für den ausführlichen Test bzw. Vergleich der 3 Fernseher. Mir persönlich gefällt der UHD-TV von Samsung am besten, da ich ihn selbst besitze und sehr zufrieden bin. Die anderen Modelle kenne ich kaum.

    Viele Grüße
    Tobias

  2. avatar Gustav sagt:

    Das nenne ich mal einen ausführlichen Beitrag!

    Bin der gleichen Meinung wie mein Vorredner, denn auch wir besitzen aktuell den genannten von Samsung und sind sehr überzeugt davon.

    Die anderen Modelle sind aber auch nicht schlecht und auf jeden Fall einen Blick wert.

    Liebe Grüße

    Gustav

  3. avatar Scape sagt:

    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
    Allerdings ist die Aussage beim LG 65UF675V „LG hat auf jegliche Steuerelemente am TV verzichtet, sodass ohne Fernbedienung nichts geht.“ falsch.
    Der LG hat sehr wohl, mittig an der unteren Leiste, unter der roten LED, einen kleinen Joystick, mit dem man im Menü navigieren kann, etc. 🙂

  4. avatar Scape sagt:

    Achja, ich bin übrigens mit dem LG 65UF675V sehr zufrieden. Macht ein grandioses Bild und der Ton ist auch akzeptabel.

  5. avatar Oliver Bünte sagt:

    Hallo Scape,

    danke für den Hinweis. Ist geändert.

    Viele Grüße
    Oliver

  6. WoW, ein sehr Ausführlicher Beitrag!

    Ich würde grundsätzlich bei einem 65 Zoll Fernseher sofort eine SmartTV nehmen.
    Zwar gibt es Möglichkeiten zur Erweiterung (Google Chromecast), dennoch würde ich lieber alles aus einer „Hand“ haben.

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