Test: Acer V7500 – Erster FullHD-Beamer mit Ambient-Light-Sensor

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Der Acer V7500 ist weltweit der erste Full-HD-Beamer, der über einen Ambiente Light Sensor verfügt. Der Sensor reguliert automatisch, wie viel Lichtleistung aktuell benötigt wird. Das soll nicht nur das Bild verbessern, sondern auch Strom einsparen und die Lebensdauer der Lampe verlängern. Bisher ist mir kein anderer Beamer bekannt, egal von welchem Hersteller, der ebenfalls diese Funktion bietet. Der V7500 von Acer eignet sich sowohl fürs Heimkino als auch für den Einsatz im Büro. Mit seinen 2500 ANSI-Lumen und seinem guten Kontrastwert von 20.000:1 kann der Beamer von Acer auch gut bei Tageslicht eingesetzt werden.

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Der DLP-Beamer unterstützt eine maximale Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, was Full-HD entspricht. Den Acer V7500 könnt Ihr mit verschiedenen Videoquellen verbinden. Der Beamer besitzt zwei HDMI-Buchsen und einen VGA-Anschluss. Über HDMI könnt Ihr auch Inhalte in 3D einspeisen. 3-D-Brillen gehören nicht zum Lieferumfang. Diese könnt Ihr hier gleich mitbestellen. Acer_V7500_Rueckseite

Der Acer V7500 kann eine maximale Bilddiagonale von 7,62 m darstellen. Für ein optimales Bild benötigt der Beamer einen Abstand von 100 bis 710 cm zur Projektionsfläche. Über einen manuellen Zoom und manuellen Fokus lässt sich das Bild justieren. Über einen Regler, den Acer über die Linse platziert hat, könnt Ihr das Bild auch versetzt ausgeben (Lens Shift). Die Trapezausrichtung erfolgt über Tasten am Beamer oder über die Fernbedienung.

Ambient Light Sensor

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Mit den Ambient Light Sensor erkennt der Beamer die aktuellen Lichtverhältnisse auf der Projektionsfläche. Zur Justage sendet der Beamer kurz ein helles Bild zur Leinwand und der Sensor erkennt dann, wie er die Lichtleistung einstellen muss. Je nach Dunkelheit des Raumes wird weniger Lichtleistung benötigt. Je geringer diese ausfällt, desto langsamer rotiert auch der Lüfter im Beamer, Ergo: Das Belüftungssystem wird ebenfalls leiser und die Lebensdauer der Lampe erhöht sich.

Der Ambient Light Sensor vom Acer Beamer hat nichts mit der Philips Ambilight zu tun. Auch wenn man das schnell verwechseln könnte.

Anschlüsse und Bedienelemente am Beamer

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Anschlüsse am Beamer

Die Anschlüsse für Audio- und Video befinden sich beim Acer V7500 nicht wie üblich auf der Rückseite. Die Buchsen für HDMI, VGA und Sound sind seitlich platziert und nur unter einer Abdeckung zugänglich. Wenn alle Kabel am Beamer angeschlossen sind, können diese gebündelt nach hinten verlegt werden. Auf der Oberseite des Beamers sind einige Tasten vorhanden, über die sich der Beamer auch ohne Fernbedienung bedienen lässt.

 

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Fernbedienung

Die Fernbedienung des Beamers ist sehr handlich und bietet viele Tasten, die jedoch nicht beleuchtet sind. Recht praktisch sind die vielen Short-Cut-Tasten, die wichtige Einstellfunktionen des Beamers sofort aufrufen. Die passenden Batterien gehören auch zum Lieferumfang.

Testumfeld

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Testaufbau nachmittags bei mir Zuhause

Die Testbedingungen wurden, wie bei meinen anderen Beamertests, im heimischen Wohnzimmer nachgestellt. Als Projektionsfläche diente mir wieder die Leinwand von Medium mit 180 cm Breite, die mittlerweile zum Inventar gehört 🙂 Damit der Acer V7500 die Leinwand in der Breite voll ausfüllt, wurde ein Abstand von rund 2,80 m gewählt. Über die Zoom-Funktion wurde bei diesem Projektionsabstand das Bild in der Breite angepasst. Die Lens-Shift-Funktion benötige ich bei diesem Aufbau nicht.

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Als Video-Quellen dienten mir ein 4k-Video von Youtube (Stockfootage.com) und Aufzeichnungen von meinem IPTV-Recorder der Deutschen Telekom. Die einzelnen Tests wurden am Nachmittag und später am Abend durchgeführt.

Settings

Die Settings vom Acer V7500 sind – wie bei allen anderen Modellen von Acer – übersichtlich angeordnet und gut unterteilt. Über die Fernbedienung lassen sich einige Menüpunkte direkt anspringen. Das beste Bild tagsüber liefert die Einstellung sRGB ohne ECO-Modus. Abends könnt Ihr dann auf ECO umstellen, dann ist auch das Belüftungssystem nicht mehr hörbar. Über die Settings lassen sich zig Einstellungen zum Bild vornehmen.

Sound

Clint

Stellvertretend für alle Soundboxen.

Die Soundausgabe erfolgt entweder intern über den eingebauten Lautsprecher oder extern über ein Soundsystem. Diese könnte über HDMI oder über Audio-Out erfolgen. Über den internen Lautsprecher klingt der Sound recht ordentlich, ist aber nur als Notlösung oder für Präsentationen gedacht. Bei mir daheim steht mittlerweile ein externer Lautsprecher von Clint und zwar das Modell Freya. Im Büro habe ich auch schon einen zweiten Lautsprecher stehen, der bald in meinen Beamertests mit eingebunden wird. Hierbei handelt es sich um das Modell Odin von Clint.

Messungen am Beamer

Bei den Hitzemessungen am Beamer zeigte mein ThermoTrace von DeltaTRAK eine Temperatur von nur 47 Grad Celsius. Auch der Rest vom Gehäuse blieb angenehm kühl. Die Strommessung ergab einen Verbrauch von 231 Watt, was noch akzeptabel ist. Bei der Schallmessung zeigte meine Smartphone-App eine „Lautstärke“ von 48 dB(A) an. Das Belüftungssystem hört man nur in unmittelbarer Nähe zum Beamer.

Austausch der Lampe

Die eingebaute Lampe hat eine Lebensdauer von rund 3000 Stunden, im ECO-Modus sogar bis zu 6.500 Stunden. Danach wird das Bild immer schwächer/dunkler. Zum Wechseln der Lampeneinheit müsst Ihr den Gehäusedeckel entfernen. Die Lampeneinheit wird ihrerseits mit einer Schraube am Gehäuse gehalten. Nach dem Lösen könnt Ihr die Lampeneinheit herausnehmen. Nach dem Wechsel solltet Ihr den Stundenzähler der Lampe zurücksetzen.

Fazit

Der V7500 Beamer von Acer bringt ein sehr farbenfrohes und kontrastreiches Bild auf die Projektionsfläche. Auch tagsüber ist das Bild sehr farbintensiv und der V7500 zählt hiermit zu einen der Top 5 Beamer, die ich bisher testen konnte. Der Ambiente Light Sensor ist eine nette Spielerei, aber mich hat sie nicht so ganz überzeugt. Egal ob tagsüber oder nachts, die Einstellungen ECO- und Normal-Modus reichen vollkommen aus. Über die vielen Settings lässt sich das Bild den Lichtverhältnissen anpassen. Der Sensor ist mir da zu ungenau und er geht in Sachen Belüftungssystem, immer auf die sichere Seite. Das heißt, dieses arbeitet stärker und somit lauter. Der ECO-Modus ist bei dunklen Räumen für alle Filme mehr als ausreichend und der Lüfter ist nur im unmittelbaren Umfeld des Beamers hörbar.

Ansonsten liefert der Acer 7500 in allen Situationen ein gutes bis sehr gutes Bild ab. Auch bei den Funktionen ist alles vorhanden, was man benötigt. Neben der normalen Trapezsausrichtung lässt sich das Bild auch seitwärts versetzt ausgeben. Diese Funktion nennt sich Lens-Shift. Dass der Beamer neben Full-HD auch 3-D unterstützt, versteht sich von selbst.

Den Acer 7500 DLP Beamer könnt Ihr bei uns im Shop bestellen. Der aktuelle VK liegt bei 749 € (Stand 9.11.2015)

Technischen Daten vom Acer V7500 (Herstellerangaben)

Projektionssystem DLP / Farbrad mit 6 Segmenten
Lampe
  • 260 W
  • Typ UHP (Ultra High Performance)
  • 5.000 Stunden Lebensdauer
  • 10.000 Stunden Lebensdauer (im Sparmodus)
Natürliche Auflösung Full-HD, 1920 x 1080, 16:9
Helligkeit 2500 ANSI Lumen
Kontrastverhältnis 20.000:1
Seitenverhältnis 16:9 / 4:3 wählbar
Anzeigegröße 79 – 762 cm
Schnittstelle
  • 2x HDMI (1x MHL)
  • VGA
  • Composite
  • Cinch (Audio)
  • DC Out (5V/1A) über USB
  • DC Out (12 V)
  • div. Audio In/Out
Abmessungen (B x H x T) 373 x 101 x 223 mm
Besonderheit Lens Shift, Ambient Light Sensor, 2-fach Zoom

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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Eine Antwort auf Test: Acer V7500 – Erster FullHD-Beamer mit Ambient-Light-Sensor

  1. avatar Johannes sagt:

    Hallo,

    mich würde interessieren, wie sich der V7500 im Vergleich zum W1070+ schlägt, in Bild und Ton.

    Mfg

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