Test Apple iPad Pro 9,7: Pro oder Air?

Test iPad Pro 97

Ein bisschen still war es um Apples bisherigem Tablet-Spitzenmodell iPad Air 2 mit 9,7 Zoll Display geworden. Der Tablet-Markt stagnierte, ein Modell-Update lohnte im letzten Jahr nicht. Stattdessen erweitert Apple jetzt die jüngst mit dem iPad Pro 12,9 ins Leben gerufene Pro-Serie mit dem iPad Pro 9,7, das mehr Leistung als das Air 2 verspricht und Stifteingabe mit dem Apple Pencil unterstützt. Wir haben uns angesehen, ob das kleine Pro wirklich ein Pro ist oder nicht doch eher ein iPad Air 3.

Design: (Fast) alles beim alten

Äußerlich unterscheiden sich iPad Air 2 und iPad Pro 9,7 nicht besonders: Die Front und die Form des Aluminium-Gehäuses sind weitgehend identisch, das Gewicht stimmt sogar mit 437 g (mit LTE 444 g) haargenau überein. Auch die Anordnung der Tasten für Power-Button und Lautstärkesteuerung sowie der Lightning- und Kopfhöreranschluss ist gleich geblieben. Geändert haben sich die Aussparungen für die hintere Kamera. Hier ist ein True-Tone-Blitz dazugekommen. Außerdem hat das iPad Pro vier Lautsprecher an den schmalen Stirnseiten erhalten und einen Smart Connector zum Andocken einer optionalen Tastatur. Bei der von uns getesteten LTE-Variante sitzen die Antennen jetzt nicht mehr hinter einer großen unschönen Plastikabdeckung, sondern schmalen Kunststoff-Inlets.

iPad Pro 97 Rueckseite

Materialverarbeitung und Haptik sind sehr gut. Alle Tasten arbeiten hervorragend und verfügen über einen spürbaren Druckpunkt, Power-Button und Lautstärke-Tasten wackeln jedoch ein wenig. Der Home-Button mit integriertem Touch ID Fingerabdrucksensor arbeitet wie beim iPhone 6s schnell und zuverlässig. Als Gehäusefarben stehen Silber, Space Grau, Gold und neu als Roségold zur Verfügung.

Display mit True-Tone-Effekt

Das LC-Display mit IPS-Technik verfügt über die bekannte Retina-Auflösung von 2048 x 1536 Bildpunkten im gewohnten 4:3-Format. Die Pixeldichte liegt bei 264 dpi, was bei einem durchschnittlichen Betrachtungsabstand von etwa 40 cm für eine scharfe Darstellung ohne sichtbare Pixel gut ist. Das Display des Pro 9,7 unterstützt den P3-Farbraum, der größer ausfällt als der bisher verwendete sRGB-Farbraum. Die Farben wirken dadurch etwas differenzierter als beim Air 2. Der Schwarzwert liegt bei durchschnittlich 0,37 cd/m2, was eine kleine Verbesserung gegenüber dem Display des Air 2 darstellt. Der Kontrast fällt dadurch mit 1210:1 etwas höher aus. Auch bei der maximalen Helligkeit gibt es keine Überraschung: Mit 448 cd/m2 strahlt es zwar sehr hell, hat aber gegenüber dem Air 2 kaum zugelegt. Auffällig bei unserem Testgerät war die ungleichmäßige Helligkeitsverteilung besonders an den Rändern. Hier gab es Abweichungen von bis zu 26,4 Prozent im Vergleich zur Mitte. Das ist zu viel für ein Premium-Tablet. Die Blickwinkel des Displays fallen ordentlich aus, bei seitlicher Ansicht verändert sich lediglich die Helligkeit. Gut gefällt, dass Apple die Reflexionen der Display-Abdeckung deutlich reduziert hat. Das erleichtert die Ablesbarkeit im Freien oder bei spotartigem Lichteinfall.

iPad Pro Front

Als Neuerung unterstützt das Display die True-Tone-Farbwiedergabe. Je nach Farbtemperatur des Umgebungslichtes passt sich die Farbdarstellung des Displays automatisch mit kurzer Verzögerung an. Die bisher unnatürlich zu kalte Farbwiedergabe entfällt damit. Beim Surfen und beim Lesen von E-Books ist das sehr angenehm. Man hat eher das Gefühl, auf ein Blatt Papier zu schauen, als auf ein hintergrundbeleuchtetes Display. Weniger gut gefällt die True-Tone-Darstellung bei der Wiedergabe von Videos und beim Spielen. Dabei irritiert die Farbtemperaturanpassung, auch wenn sie kaum merklich erfolgt. True Tone lässt sich bei Bedarf in den Anzeige-Einstellungen ein- oder ausschalten, einen Schnellzugriff auf diese Funktion über das Control-Center gibt es jedoch nicht.

Anwendungsleistung satt

Im iPad Pro 9,7 arbeitet Apples A9X-SoC, der als 64 Bit Dual-Core-Prozessor mit 2 x 2,16 GHz taktet. Zur Seite steht ihm ein M9 Motion-Coprozessor. Im Vergleich zum iPad Air 2 muss das Pro beim Hauptprozessor mit einem Kern weniger auskommen, taktet dafür aber auch um 0,66 GHz höher. Als Grafik kommt eine PowerVR der 7XT-Serie zum Einsatz, die 12 Kerne besitzt.
Das Prozessor-Upgrade hat dem iPad einen ordentlichen Schub verpasst. Die Traumwerte der synthetischen Benchmarks spiegeln sich auch im alltäglichen Gebrauch wieder. Egal ob grafiklastige Spiele, das Bearbeiten von 4K-Videos oder das Anzeigen umfangreicher Webseiten: Das iPad Pro zeigt in keinem Benutzungsszenario irgendwelche Schwächen. Das Umschalten zwischen einzelnen Browser-Tabs oder Apps funktioniert ohne große Nachlade-Verzögerung, was auch dem Arbeitsspeicher von 2 GB geschuldet ist. Im Vergleich zum iPad Air 2 fällt der Leistungsschub deutlich spürbar aus. Trotzdem hätten wir uns Leistung und Ausstattung auf dem Niveau des iPad Pro 12,9 gewünscht. Dessen A9X taktet mit 2,26 GHz und verfügt über 4 GB Arbeitsspeicher.

Die Wärmeentwicklung hält sich bei maximalem Leistungsabruf in Grenzen. Mit durchschnittlich 39 °C bleibt das iPad Pro auf der Rückseite in einem angenehmen Temperaturbereich. Einzelne Hotspots von bis zu 44,8 °C treten nur dort auf, wo man das iPad nicht anfasst.

Die Akkulaufzeit liegt bei guten 10:58 Stunden im Videotest bei 50-prozentiger Helligkeit. Trotz des etwas kleineren 7306-mAh-Akku (ca. 27,91 Wh) im Vergleich zum 7340-mAH-Akku (27,62 Wh) des Air 2 liegt die Laufzeit auf etwa dem gleichen Niveau und ist damit auch für lange Nutzungs-Sessions geeignet. Die Ladezeit des Akkus beträgt 3:55 Stunden.

Herausragend: iSight-Kamera mit 4K und 5 Megapixel FaceTime-Kamera

Die iSight-Hauptkamera des iPad Pro 9,7 tritt etwa 1 mm aus dem Gehäuse hervor. Das war bisher bei noch keinem iPad der Fall. Stört das? Bei der Benutzung zwar nicht, designtechnisch ist es aber unschön. Beim Ablegen des iPads auf einem Tisch liegt es nicht plan auf, sondern die Kameralinse dient als Stütze, ohne dass das iPad dabei kippelt. Gut, dass die Linse durch besonders widerstandsfähiges Saphirglas geschützt ist und nicht verkratzt.

iPad Pro 97 hervorstehende Kamera

Das Kameramodul der iSight-Kamera mit einer Blende von f/2,2 ist identisch mit dem des iPhone 6s. Die Kamera löst mit 12 Megapixeln auf, im iPad Air 2 steckte noch eine Kamera mit 8 Megapixeln. Durch die hohe Auflösung von 4032 x 3024 Pixeln im 4:3-Format legen die Fotos an Detailschärfe ordentlich zu. Das fällt sofort ins Augen, wenn man Fotos auf einem Desktop-PC oder auf einem 4K-TV anzeigt. Ausschnitte lassen sich so aus dem Foto extrahieren, ohne große Einbußen bei den Details in Kauf nehmen zu müssen.

iPad Pro 97 Hauptkamera

Der hohe Dynamikumfang und die natürliche Farbwiedergabe der Fotos überzeugen. Durch die automatische Zuschaltung von HDR saufen Farben und Details auch in dunklen und hellen Flächen nicht hoffnungslos ab. Die Kontraste sind hoch, das Bildrauschen selbst bei problematischen Lichtverhältnissen geringer. Ein optischer Bildstabilisator fehlt, was jedoch für ein Tablet, das man nicht als „Überall-dabei-Kamera“ einsetzen wird, auch einen Overkill darstellen würde. Bei Dunkelheit hellt ein True-Tone-Flash die Szene mit angepasster Farbtemperatur des Blitzes auf. Im Tablet-Bereich gibt es derzeit keine bessere Foto-Kamera.

Videos nimmt die iSight-Kamera mit bis zu 4K bei einer Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten und 30 Bildern pro Sekunde auf. Schnelle Schwenks führen zu unscharfen Kanten im Video. Pro Minute fallen bei 4K üppige 375 MB an Speicherplatzbedarf an. Standardmäßig nimmt die Kamera Videos in 1080p bei 60 Bildern pro Sekunde auf. Zeitlupenaufnahmen gelingen bei 1080p mit 120 fps. Die Videos verfügen über einen hohen Detailreichtum, Lichtsituation und Farben werden realitätsnah wiedergegeben. Der fehlende optische Bildstabilisator macht sich aber auch bei der Videoaufnahme bemerkbar, denn verwacklungsfreie Aufnahmen aus der Hand gestalten sich schwieriger. Mit an Bord ist ein dreifacher digitaler Zoom, der ordentliche Vergrößerungsergebnisse liefert.

Die 5-Megapixel-FaceTime-Kamera stammt ebenfalls aus dem iPhone 6s. Selfies gelingen mit ihr bei einer Auflösung von 2576 x 1932 Bildpunkten detailreicher als beim Air 2 mit seiner 1,2-Megapixel-Kamera. Statt einen Frontblitz benutzt Apple das Display zur Ausleuchtung, das sich farblich automatisch der Lichtsituation anpasst. Das Ergebnis überzeugt nur bei mäßig dunkler Umgebung, ansonsten reicht die Displayhelligkeit nicht aus, um ein Gesicht gleichmäßig auszuleuchten.

Sound und weitere Ausstattung

Beim Sound setzt Apple auf vier Lautsprecher, die in den kürzeren Seitenkanten eingelassen sind und Stereo-Sound liefern. Je nachdem, ob man das iPad Pro im Hochkant- oder Querformat hält, werden der linke oder rechte Kanal auf die jeweils seitlichen Lautsprecher abgebildet. So hat man jederzeit einen Stereo-Effekt – zumindest wenn man das iPad in den Händen hält. Im Test funktionierte das sehr gut. Die je nach Situation unten liegenden Lautsprecher werden etwas basslastiger angesteuert. Mit dem schlappen Sound eines iPad Air 2 hat das nichts mehr zu tun. Der Klang ist kräftig, eine Bühne können die Lautsprecher aber nicht aufbauen und bei hohen Frequenzen wirken sie überfordert. Die Lautstärke ist nicht besonders hoch und reicht nicht aus, um einen Raum ausreichend zu beschallen. Auch wenn der Klang besser ausfällt als beim iPad Air 2: Wer gerne Musik hört, sollte lieber einen Kopfhörer oder externe AirPlay- oder Bluetooth-Lautsprecher einsetzen.
Bluetooth-Nahbereichsfunk unterstützt das iPad Pro 9,7 in der Version 4.2. NFC ist ebenfalls integriert, taugt aber weiterhin nur für das Auslösen von Apple-Pay-Bezahlvorgängen.

iPad Pro 97 Schriftzug

Ins Internet gelingt man flott über WLAN-ac mit bis zu 300 Mbit/s im 2,4- und 5-GHz-Band. Das schaffte das iPad Air 2 auch schon. Mobil klappt das Surfen nur mit der WiFi + Cellular Variante des iPad Pro 9,7, das LTE-Übertragungsraten bis zu 150 Mbit/s im Downstream unterstützt. Neben einer herkömmlichen Nano-SIM befindet sich im iPad eine fest eingebaute embedded SIM (eSIM), die den Standard der GSM Association nutzt. So benötigt man bei einem Wechsel des Mobilfunkanbieters keine neue SIM-Karte. Im Ausland lässt sich einfacher ein Tarif eines lokalen Anbieters auf dem iPad benutzten. In Deutschland bietet derzeit nur die Telekom einen iPad-Tarif für die eSIM an – und hier auch nur einen einzigen Prepaid-Tarif. Wie schon bei allen vorherigen iPads ist GPS-Navigation nur mit der Version mit LTE-Modul möglich, weil der GPS-Empfänger dort integriert ist.

Bei den erhältlichen Speichervarianten hat Apple ein Einsehen: Während es beim iPad Air 2 nur 16, 64 und 128 GB gab, sind es nun 32, 128 und 256 GB. 32 GB sind zwar nicht viel, dürften aber für manchen Einsteiger ausreichen. Den Speicher lässt sich Apple wie gehabt gut entlohnen: Der Preissprung von 32 auf 128 GB und von 128 auf 256 GB beträgt jeweils 180 Euro.

Der Lightning-Anschluss fristet für den Datentransfer seit einiger Zeit ein stiefmütterliches Dasein, denn der Anschluss an einen Mac ist Dank iCloud-Backups und iCloud-Speicher kaum noch notwendig. Möchte man das iPad Pro 9,7 trotzdem mit einem Mac synchronisieren, erlebt man eine Überraschung, denn das kleine Pro unterstützt lediglich USB 2.0. Das große iPad Pro 12,9 kann dagegen mit USB 3.0 umgehen und ist damit für schnellere Datenübertragungen gut. Besonders „Pro“ ist das 9,7er in dieser Hinsicht also nicht.

Pro-Features: Stiftbedienung und Tastatur-Dock

Die meisten Verbesserungen des iPad Pro 9,7 im Vergleich zum iPad Air 2 könnten einfach ein Update sein. Das schließt die Lautsprechererweiterung ein. Das Pro 9,7 könnte also eigentlich auch iPad Air 3 heißen. Wo sind also die Pro-Features? Eigentlich sind es nur zwei: die Stiftbedienung und die andockbare Tastatur, wie sie auch das große iPad Pro mitbringt. Merkwürdigerweise sind ausgerechnet die beiden Pro-Features nur durch optionales Zubehör zu erreichen. Für den Apple Pencil muss man etwa 110 Euro zusätzlich ausgeben, für das Smart Keyboard gewaltige 170 Euro. Das Smart Keyboard gibt es bisher aber noch nicht mit deutschem QWERTZ-Tastaturlayout, sondern nur in QWERTY-Ausführung. Wer also ein iPad Pro 9,7 zu einem kleinen „MacBook“ aufrüsten möchte, muss zwei Dinge haben: ein dickes Portmonee und Geduld, bis die deutsche Tastatur erhältlich ist.

iPad Pro liegend mit Stift

Überzeugen kann das Konzept „Aus iPad mach MacBook“ ohnehin nicht. Jeder, der sein älteres iPad mal mit einer Bluetooth-Tastatur versehen hat, weiß, dass es wenig Spaß macht, auf einem kleinen iPad mit 9,7 Zoll Display typische Office-Aufgaben zu erledigen. Die Tasten der erhältlichen Bluetooth-Keyboards sind klein und liegen eng beieinander. Keyboard Cover, wie es auch das Apple Smart Keyboard darstellt, sind außerdem nicht besonders standsicher. Man benötigt dazu immer eine feste, plane Standfläche. Für den Schoßbetrieb in der Bahn ist ein solches Konstrukt zu wackelig. Die Kombi aus iPad Pro und Tastatur wirkt damit wenig professionell. Da macht es keinen Unterschied, ob die Tastatur von Apple oder einem Fremdanbieter stammt. Dazu kommt, dass das iOS-Betriebssystem mit den beschnittenen Office-Apps Pages, Numbers und Keynote sowie dem eingeschränkten Multitasking und Darstellungsoptionen nebeneinander liegender Fenster, mit den Möglichkeiten eines OS X MacBooks lange nicht mithalten kann.

iPad Pro 97 Pencil

Den Apple Pencil muss man separat kaufen.

Was an Pro-Features bleibt, ist einzig die Stifteingabe. Die einmalige Koppelung des Apple Pencils erfolgt einfach durch Anstecken an den Lightning-Port und einer Bestätigung. Danach kann er als kreatives Mal- und Schreibinstrument eingesetzt werden. Durch den integrierten Digitizer im Display arbeitet der Stift weitgehend verzögerungsfrei und setzt Eingaben präzise um. Über den Digitizer setzt er unterschiedliche Druckstufen beispielsweise in stärkere oder weniger starke Linien alleine durch Variation des Aufdrückens um. Außerdem können durch Erkennung des Neigungsgwinkels Schraffuren erstellt oder Pinselstriche realistisch ausgeführt werden. Die angeraute, austauschbare Spitze des Apple Pencils vermittelt dabei in etwa ein Schreib- und Zeichengefühl wie bei mit einem Bleistift. Was fehlt, ist eine Radiergummifunktion durch Umdrehen des Stiftes. Radieren ist nur über die Spitze und Umschalten in der Software möglich.

iPad Pro 97 Malen

Einige kostenfreie Apps unterstützen viele Funktionen des Apple Pencils wie etwa Adobe Draw. Die Zeichenfläche fällt auf einem 9,7 Zoll Display etwas klein aus. Wer kreativ malen möchte, wird mit dem iPad Pro 12,9 glücklicher, denn dessen Display entspricht in etwa der Größe einer DIN-A4-Seite.

Bei der Notizeingabe wirkt die Integration des Stiftes auf dem iPad Pro 9,7 etwas halbherzig: Die Notizen-App unterstützt zwar handschriftliche Aufzeichnungen, eine Texterkennung ist aber nicht integriert. Handschriftliche Notizen liegen also nur als Bild vor. Möchte man eine Umsetzung in editierbaren Text, dann muss man auf Fremdanbieter-Apps zurückgreifen. Microsofts OneNote und Evernote können handschriftliche Notizen wenigstens durchsuchen. Im Moment ist das iPad Pro 9,7 eher auf Zeichnen und Malen ausgelegt, nicht aber auf Notizen.

iPad Pro 97 Notizen

Technische Daten Apple iPad Pro 9,7 und iPad Air 2

Apple iPad Pro 9,7 Apple iPad Air 2
Betriebssystem iOS 9.3
Display IPS-LCD, 9,7 Zoll (2048 x 1536, 264 ppi)
Prozessor Apple A9X (2 x 2,16 GHz) Apple A8X (3 x 1,5 GHz)
Grafik PowerVR 7XT-Serie PowerVR GX6650
Arbeitsspeicher / Flash-Speicher 2 GB / max. 256 GB 2 GB / max. 128 GB
WLAN IEEE 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz), MIMO
Datenfunk LTE (150 Mbit/s), HSPA (42,2 Mbit/s)
Nahbereichsfunk Bluetooth 4.2, NFC Bluetooth 4.2
Frontkamera 5 Megapixel (2576 x
1932)
1,2 Megapixel (1280 x 960)
Hauptkamera 12 Megapixel (4032 x
3024), 4K
8 Megapixel (3264 x 2448), 1080p
Akku Lithium-Ionen (7306 mAh) Lithium-Ionen (7340 mAh)
Abmessungen / Gewicht 240 x 169,5 x 6,1 mm / 437 g (LTE: 447 g) 240 x 170 x 6 mm / 437 g (LTE: 447 g)

Fazit

Das iPad Pro 9,7 stellt ein Update zum iPad Air 2 dar. Außer bei der Anwendungsleistung fallen die Fortschritte eher klein aus: Die Akkulaufzeit ist nur wenig länger, der Sound ein bisschen kräftiger und der Stereo-Effekt hörbarer. Etwas deutlicher fallen die Verbesserungen bei den Kameras auf: Sie verfügen über eine hohe Auflösung und die Hauptkamera über einen True-Tone-Blitz und 4K-Videoaufzeichnung. Ansonsten bietet das iPad Pro nur wenig mehr als das iPad Air 2. Das Display stellt Farben etwas differenzierter dar, die True-Tone-Funktion mit Anpassung an die Farbtemperatur an das Umgebungslicht ist ein hübsches Feature, stört aber bei der Videowiedergabe und bei Spielen. Dass eine eSIM eingebaut ist, erleichtert den Providerwechsel, krankt aber noch an passenden Mobilfunkangeboten.

iPad Pro Frontal mit Stift

Dass das iPad Pro 9,7 eher ein Air als ein Pro ist, bemerkt man bei den beiden Pro-Features Stifteingabe und dem andockbaren Smart Keyboard. Beides funktioniert nur mit optionalem Zubehör. Das iPad Pro 9,7 ist also eher „Pro ready“.

Das iPad Pro 9,7, das iPad Air 2 und das iPad Pro 12,9 sind in allen Speicherausstattungen und Farbvarianten preisgünstig im Shop von notebooksbilliger.de erhältlich.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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Eine Antwort auf Test Apple iPad Pro 9,7: Pro oder Air?

  1. avatar Stefan Meyer sagt:

    Danke für das auszührliche Review. Das Apple iPad Pro 9,7 sieht definitiv richtig gut aus, bis auf eine Sache: Die aus dem Gehäuse heraustretende Kamera ist wirklich unschön. Apple steht für ein hevorragendes Design und das ist definitiv ein Design-Schnitzer und damit leider enttäuschend!

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