Test: BenQ W2000: Full-HD-Beamer mit Farben wie im Kino

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Farben spielen beim W2000 von BenQ eine große Rolle, denn der Beamer kann den Farbraum des HDTV-Standards Rec.709 wiedergeben. Hierdurch werden Farben so wiedergegeben, wie sie vom Regisseur gedacht wurden. Gutes Beispiel sind die Filme der Matrix Trilogie – hier haben die Wachowski-Geschwister sehr gerne die Farbe „Grün“ verwendet. Oder Ihr habt den Film „The Martian“ im Kino gesehen. Hier spielt die Farbe rot / orange eine große Rolle. Auch hier wurde bewusst mit Farbe gespielt, sodass die Szenen auf der Marsoberfläche vom Betrachter noch intensiver wahrgenommen werden. Durch den Rec.709 Standard profitiert nun auch der Heimkino-Enthusiast bei Farbtreue und -qualität. Bisher gab es keinen Heimkino-Beamer, der den Farbraum nach Rec.709 wiedergeben konnte. Der BenQ W2000 ist einer der ersten Full-HD-Beamer, der diesen Farbraum abdeckt.

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Mit dem W2000 Beamer hat BenQ einen neuen leistungsstarken Full-HD-Projektor im Programm, der den Filmgenuss im Wohnzimmer auf ein neues Level hebt. Die Bildperformance zeichnet sich durch lebendige Farben, scharfe Kontraste und feine Details sowie durch optimale Helligkeit aus – auch bei dunklen Filmszenen. Zudem unterstützt der BenQ W2000 den Rec. 709 HDTV-Standard. Hier einige Bespiele:

Die DLP-Technologie sorgt für eine naturgetreue Darstellungsqualität mit einem guten Kontrastverhältnis. Damit die Bildübertragung jederzeit flimmerfrei erfolgt, setzt BenQ seine Triple-Flash-Technologie ein, die Filme mit 144 Hz projiziert. Zudem erlaubt es die Kalibrierungseinheit der Imaging Science Foundation (ISF), Bild- und Farbperformance auf die Umgebungsbedingungen abzustimmen.

Der Projektor von BenQ kann eine maximale Bilddiagonale von bis zu 762 cm erzeugen. Bei einem Projektionsabstand von rund 2,5 m liefert der Beamer eine Bilddiagonale von 100 Zoll, was stolze 2,54 m sind.

Anschlüsse und Bedienelemente am Beamer

Anschlüsse auf der Rückseite

Anschlüsse auf der Rückseite

Die Anschlüsse für die Audio- und Video-Signale befinden sich beim BenQ W2000 alle auf der Rückseite. Hier befinden sich zwei HDMI-Buchsen, ein VGA-Anschluss und zwei USB-Buchsen. Analoge A/V-Signale könnt Ihr über die Composite- sowie die beiden Audiobuchsen einspeisen. Auf der Oberseite des Beamers sind einige Tasten vorhanden, über die sich der Beamer auch ohne Fernbedienung bedienen lässt. Wenn man den Beamer öffnet, zum Beispiel zum Wechseln der Lampe, kommen ein weiterer HDMI- und ein weiterer USB-Anschluss zum Vorschein. Hierfür wird BenQ Erweiterungen für WLAN oder ein neues Wireless FHD Kit herausbringen.

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Erweiterungsslot: Im Inneren hat BenQ noch vieles vor.

Die USB-Buchsen eignen sich nicht für die Wiedergabe von Multimedia-Dateien. Die Buchse vom Typ A soll für den passenden Strom für das optional erhältliche Wireless FHD Kit von BenQ sorgen. Die kleinere Buchse ist für den Service gedacht. Mit dem optional erhältlichen Wireless FHD Kit könnt Ihr den Beamer auch (fast) kabellos ansteuern.

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Beamer mit dem Wireless FHD Kit (optional erhältlich)

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Fernbedienung

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Die beiliegende Fernbedienung zum W2000 (identisch mit der Fernbedienung zum W1110) besitzt eine zuschaltbare Hintergrundbeleuchtung. Das ständige Suchen nach der richtigen Taste wird nicht mehr zum Ratespiel. Sobald Ihr eine Taste antippt, schaltet sich die rote Hintergrundbeleuchtung zu. Die Anordnung der Tasten ist sehr übersichtlich, und viele wichtige Funktionen lassen sich durch einzelne Tasten direkt anspringen.

Testumfeld

Die Testbedingungen wurden, wie bei meinen anderen Beamertests, im heimischen Wohnzimmer nachgestellt. Das heißt, als Projektionsfläche diente mir die Leinwand von Medium mit 180 cm Breite. Diese steht bei mir vor dem großen Wohnzimmerschrank. Damit der Beamer die Leinwand in der Breite voll ausfüllt, musste ich einen Abstand von rund 2,30 m wählen.

benQ-W2000-Testaufbau

Als Video-Quellen dienten mir ein 4k-Video von Youtube (Stockfootage.com) und Aufzeichnungen von meinem IPTV-Recorder der Deutschen Telekom. Der erste Test mit dem Beamer fand am Nachmittag statt. Das Bild vom Nachmittag überraschte mit satten Farben und guten Kontrasten. Und das selbst im ECO-Modus.

benQ-W2000-Vergleich

Die weiteren Tests standen am Abend auf dem Programm. Hier war es draußen bereits dunkel. Der BenQ W2000 konnte in dieser Umgebung sein volles Potenzial zeigen.

Settings

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Die Settings vom BenQ W2000 sind übersichtlich angeordnet und wirken nicht „überladen“. Über die Fernbedienung lassen sich wichtige Menüpunkte direkt anspringen. Hier lässt sich das Bild den Lichtverhältnissen und Räumlichkeiten anpassen.

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Soundsystem

Im Beamer hat BenQ ein Soundsystem mit 2 x 10 Watt eingebaut, das der Hersteller als CinemaMaster Audio+ bezeichnet. CinemaMaster verleiht dem Beamer eine verbesserte Audioqualität. Der Klang hört sich deutlich besser an, als das, was man bei Beamern gewohnt ist. Über die Fernbedienung lassen sich viele Soundprofile für Kino, Sport, Sprache oder Musik auswählen.

BenQ_W2000-Sound

Aber, wie bei allen Beamern gilt auch hier: Wer einen vernünftigen Sound haben will, sollte sich unter der Projektionsfläche eine Soundbar hinstellen. Bei uns im Shop findet Ihr eine gute Auswahl von möglichen Soundsystemen.

Clint

Zwei Boxensysteme von Clint

Messungen am Beamer

Bei den Hitzemessungen am Beamer, welcher dabei über 2 Stunden lief, zeigte mein ThermoTrace von DeltaTRAK eine Temperatur von 60 Grad Celsius, aber nur vorne am Gerät, dort wo die Restwärme den Beamer verlässt. Sonst blieb der Projektor angenehm kühl. Die Strommessung ergab im Eco-Modus einen Verbrauch von 200 Watt, was mehr als akzeptabel ist. Ohne Sparmodus waren es 270 Watt. Bei der Schallmessung zeigte meine Smartphone-App eine „Lautstärke“ von 46 dB(A) an. Bei diesen geringen Werten hört man das Belüftungssystem nur in unmittelbarer Nähe zum Beamer.

Lampe

Das Leuchtmittel im Inneren des Beamers hält für rund 3.500 Stunden. Danach wird die Lichtleistung der 240-Watt-Lampe geringer und sollte ausgetauscht werden. Im ECO-Modus verlängert sich die Lebensdauer auf bis zu 6.000 Stunden. Der Austausch ist einfach. Hierzu müssen zwei Schrauben am Gehäusedeckel gelöst werden und die Lampeneinheit kommt zum Vorschein. Beim Wechsel solltet Ihr beachten, dass der Beamer mindestens 1 Stunde abgekühlt wurde, denn die Lampeneinheit ist sonst zu heiß zum Anfassen. Nach dem Wechsel sollte auch der Stundenzähler zurückgesetzt werden. Dieser ist in den Settings leicht zu finden.

BenQ_W2000_Lampe

Fazit

benQ-W2000-Fazit

Mit dem neuen Farbraum nach REC.709 erzeugt der BenQ W2000 ein sehr farbintensives Bild. Die Farben werden durch Cinematic Color REC.709 so dargestellt, wie es die Filmindustrie vorgesehen hat. Die 2000 ANSI-Lumen reichen aus, um auch tagsüber ein kräftiges Bild auf der Projektionsfläche zu erzeugen. Mit dem Kontrast von 15.000:1 sind auch bei dunklen Szenen viele Details zu erkennen. Direktes Sonnenlicht mag auch der BenQ W2000 nicht.

Mit den vielen Einstellmöglichkeiten lässt sich das Bild den Lichtverhältnissen und Räumlichkeiten gut anpassen. Das Bild lässt sich durch Lens Shift, Zoom und Keystone-Korrektur optimal an jeder Projektionsfläche anpassen. Hierzu muss der Beamer von BenQ nicht einmal gerade zur Leinwand stehen.

Den Preis von rund 1100 Euro finde ich für den BenQ W2000 mehr als gerechtfertigt. Der Full-HD-Beamer von BenQ bietet viele Funktionen, die in diesem Preissegment nicht anzutreffen sind.

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Technischen Daten vom BenQ W2000 (Herstellerangaben)

Projektionssystem DLP, 6X-Speed RGBRGB-Farbrad
Lampe
  • 240 W
  • 3.500 Stunden Lebensdauer
  • 6.000 Stunden Lebensdauer (Eco-Modus)
Natürliche Auflösung 1080p, nativ Full-HD (1920 x 1080)

PC-Auflösung bis WUXGA (1920x 1200)
Helligkeit 2.000 ANSI Lumen
Kontrastverhältnis 15.000:1
Seitenverhältnis 16:9 / 4:3
Anzeigegröße 152 cm – 762 cm
Schnittstelle
  • 2 x USB (5 V out / Service)
  • VGA IN
  • 2x HDMI (1x MHL)
  • RJ-232
  • Composite
  • Cinch (Audio)
Abmessungen (B x H x T) 381 x 122 x 277 mm
Betriebsgeräusch 29/ 27 dBA (Normal-Modus / ECO-Modus)
Besonderheiten Cinematic Color REC.709, Lens Shift, CinemaMaster Audio+

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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4 Antworten auf Test: BenQ W2000: Full-HD-Beamer mit Farben wie im Kino

  1. avatar Schuster sagt:

    Hallo Siggy,

    Danke für deine ausführlichen Tests. Ich würde gern wissen ob der Benq W2000 auch für Games (XBox One) geeignet ist oder man lieber auf einen Optoma GT1080 oder GT5000 zurück greifen sollte? Wobei das Gaming mehr optional ist, da ich dafür eigentlich wenig Zeit habe.

    Grüße Stefan

  2. avatar Siggy sagt:

    Hallo Stefan, wenn ich die Wahl hätte, würde ich zum BenQ W2000 greifen. Wenn Du auch Sportsendungen ansiehst, dann warte noch ~ 2 Wochen, dann habe ich den neuen BenQ W1110S (S=Sport) getestet. gruß Siggy

  3. avatar Schuster sagt:

    Danke für die Antwort. Meine Tendenz ging auch mehr zum BenQ W2000. Den Test des BenQ W1110S werde ich noch abwarten. Die anderen 2 waren auch mehr in mein Interresse gerückt wegen dem Kurzen Abstand zur Leinwand weil da keiner durchs Bild laufen kann – auf der anderen Seite wer sollte das zu Hause beim „Film schauen“ schon groß machen. Mein Wohnzimmer ist 8m lang und ca. 4 m breit. Zur geplanten Leinwand hätte ich vom Sofa ca. 4 – 4,5 m Abstand. Wie groß sollte die Leinwand sein?

    Gruß Stefan

  4. avatar Johnny Wang sagt:

    Abend,

    bin am hadern mit mir selbst.
    Suche einen Beamer bis knapp 1000€.

    Nun stellt sich die Wahl zwischen W2000, W1110 mit oder ohne S.

    Anwendungszweck ist Gaming und Filme – fraglich welcher da am besten ist.

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