Test Elektrischer Stativkopf Cullmann SMARTpano 360CP: 360-Grad-Panoramen einfacher aufnehmen

Test SMARTpano 360CP

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Möchte man schöne Panoramaaufnahmen anfertigen, benötigt man ein ruhiges Händchen, um die Kamera auf einer horizontalen Linie zu bewegen. Gleichzeitig muss man die Kamera um einen Punkt drehen oder der Fotograf um sich selbst. Besser soll es mit dem Cullmann SMARTpano 360CP klappen. Den elektromotorisch betriebenen Stativkopf schraubt man auf beliebige Stative. Ein eingeklemmtes Apple iPhone, Android Smartphone oder eine angeschraubte GoPro sind per Bluetooth mit dem SMARTpano verbunden, mit einer Fernbedienung steuert man die Kameradrehung und löst die Aufnahme aus.

Alles mit dabei

Die Ausstattung des Cullmann SMARTpano 360CP ist umfangreich. Neben dem kugelförmigen Stativkopf befinden sich eine schraubbare Klemmbefestigung für Smartphones, eine GoPro-Halterung, ein ausklappbares Tischstativ, ein Micro-USB-Kabel und eine Infrarot-Fernbedienung im Karton. Ebenfalls mit dabei ist ein kleines Stoff-Säckchen, in dem man alles verstauen und mitnehmen kann. Alle Komponenten hinterlassen einen soliden und haltbaren Eindruck.

SMARTpano 360CP Set

Der Stativkopf des SMARTpano 360CP

Der rundliche Stativkopf ist das Herz des SMARTpano 360CP. Er besteht aus einem Kunststoff mit samtiger Oberfläche, die auch eine rauere Behandlung verträgt, ohne gleich zu verkratzen. Optimal also, um den SMARTpano im Rucksack dabei zu haben. Drei kleine ausklappbare Beine dienen dazu, den Stativkopf auf flachen Untergründen aufzustellen. Ein ¼ Zoll Stativgewinde an der Unterseite ermöglicht das Aufschrauben auf entsprechenden Stativen.

SMARTpano 360CP auf Klapptstativ

Das standfeste Drei-Bein-Tischstativ Cullmann Magnesit Copter aus solidem Metall mit einer Höhe von etwa 11 cm liefert Cullmann gleich mit, sodass Aufnahmen aus einer etwas höheren Position möglich sind. Unterwegs wird man eher ein herkömmliches Fotostativ für die Panoramaaufnahmen einsetzen wollen. Denn damit erzielt man einen wesentlich höheren Stand, falls keine passende Abstellfläche für das Tischstativ zur Verfügung stehen sollte.

SMARTpano 360CP auf normalem Stativ

Oben am SMARTpano befindet sich eine kleine runde Plattform aus Metall, auf der seitlich Gradzahlen von 0 bis 360 Grad aufgebracht sind. Sie dienen später als Hilfe zur Ausrichtung. Die Plattform ist elektromotorisch angetrieben und nimmt entweder die Klemmhalterung oder die GoPro-Halterung über ein ¼ Zoll Gewinde auf.

SMARTpano 360CP Drehplattform

Die Halterungen haben Apples iPhone, Android Smartphones und Phablets sowie GoPro-Kameras fest im Griff. Störend ist allerdings, dass die drehbare Plattform etwas wackelt. Das beeinflusst die Funktion des SMARTpano zwar nicht, wirkt aber nicht besonders vertrauenserweckend.

Steuerung des SMARTpano

Beim ersten Einschalten des SMARTpano 360CP blinkt ein winziges blaues LED-Lämpchen und signalisiert, dass keine Bluetooth-Verbindung zum Fotoaufnahmegerät besteht. Die stellt man über die Bluetooth-Einstellungen am iPhone, Android Smartphone oder der GoPro her. Künftig erfolgt die Verbindung automatisch. Eine App muss man für die Benutzung des SMARTpano nicht installieren. Die Foto-Apps unter iOS und Android sowie die GoPro werden über die Bluetooth-Auslösefunktion angesteuert. Bedient wird Cullmanns Stativkopf über die Fernbedienung RC SP360, die eine Reichweite von etwa fünf Metern besitzt. Damit das Signal erkannt wird, muss man die Fernbedienung auf die Empfangsdiode ausrichten, ansonsten passiert nichts. Eine ebenfalls winzige grüne LED quittiert dann die gesendeten Befehle.

SMARTpano 360CP Fernbedienung

Die Folientastatur der Fernbedienung löst verschiedene Funktionen aus. Sie lässt den Kopf automatisch in einem Winkel von etwa 100 Grad hin- und herschwenken, manuell nach links oder rechts drehen sowie die Drehgeschwindigkeit festlegen. Über eine Taste lässt man den Kopf alle 10 Sekunden automatisch um 45 Grad weiterdrehen. Eine Stopp-Taste beendet die jeweilige Funktion. Mit einer Auslösetaste nimmt man ein Foto auf oder startet ein Video in Abhängigkeit davon, welchen Aufnahmemodus man gerade in der Kamera-App gewählt hat. Der Motor arbeitet leise, die Schwenks erfolgen präzise und ruckelfrei. Ein- und Ausschalten kann man den SMARTpano über die Fernbedienung nicht. Das klappt nur über den Power-Knopf am Gerät selbst.

Panoramen aufnehmen

Bei den meisten Panorama-Modi der Smartphone-Kameras muss man das Smartphone im Hochkantmodus benutzen und dann langsam eine Drehung von der einen zur anderen Seite ausführen. Das erledigt der SMARTpano für einen. Man muss lediglich den elektrischen Stativkopf auf das Stativ schrauben, das Smartphone hochkant in die Halterung einklemmen und die Kamera-App starten. Dann löst man die Drehung nach links oder rechts per Fernbedienung aus. Sind die Aufnahmen im Kasten, setzt die App sie automatisch zu einem Bild zusammen. Das Panorama ist fertig. Im Test haben wir die Drehgeschwindigkeit auf Minimum gesetzt. Trotzdem war das für einige Kamera-Apps zu schnell, sodass die Panorama-Aufnahme misslang. Mit einem Huawei P8 gab es beispielsweise Probleme, mit einem Apple iPhone 6 Plus funktionierte es hervorragend. Panorama-Aufnahmen klappen mit dem SMARTpano CP360 auf Anhieb, was aus der Hand nicht immer der Fall ist.

SMARTpano 360CP Ladebuchse

Möchte man Panorama-Aufnahmen mit einer Stitching-App aus mehreren Einzelbildern zusammensetzen, dann nimmt man überlappende Einzelbilder auf. Hilfreich ist die 10-Sekunden-Funktion: Der SMARTpano dreht dann die Plattform mit der Kamera alle 10 Sekunden um 45 Grad weiter. Den Auslöser muss man jedoch in den Standpausen manuell über die Fernbedienung betätigen und auch die Bilder mit einer entsprechenden Software auf dem Smartphone oder mit dem Mac oder Windows PC selbst zusammensetzen.

Akku mit langem Atem

Ein fest eingebauter Akku stellt dem SMARTpano die notwendige Energie bereit. Er lässt sich über einen Micro-USB-Anschluss aufladen. Ein entsprechendes Kabel liegt bei, ein Netzteil fehlt. Prinzipiell kann man jedes USB-Netzteil einsetzen. Der Akku hält einige Dutzend Panorama-Aufnahmen durch. Uns gelang es im Testzeitraum nicht, eine Akkufüllung zu leeren.

SMARTpano 360CP Ladebuchse

Fazit

Der Cullmann SMARTpano 360CP Stativkopf hilft bei der Aufnahme von Panoramen. Für die meisten Aufnahmen wird man allerdings immer erst ein Stativ aufbauen und den SMARTpano aufschrauben müssen. Die einzelnen Funktionen des elektrischen Stativkopfes lassen sich zuverlässig mit der IR-Fernbedienung steuern. Für einige Kamera-Apps kann die geringste Drehgeschwindigkeit bei Panorama-Aufnahmen noch zu hoch sein. Ansonsten erhält man auf Anhieb unverwackelte Aufnahmen. Die einzelnen Komponenten des SMARTpano-Sets haben einen robusten Eindruck hinterlassen und auch der Akku des elektrischen Stativkopfes sollte längere Einsätze durchhalten.

Der Cullmann SMARTpano 360CP ist im Shop von notebooksbilliger.de erhältlich .

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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Eine Antwort auf Test Elektrischer Stativkopf Cullmann SMARTpano 360CP: 360-Grad-Panoramen einfacher aufnehmen

  1. avatar Kai sagt:

    Das SMARTpano dreht selbst im langsamen Modus deutlich zu schnell. S.g. Surround-Shot funktionen auf Androids kommen nicht mit; können während der Drehung sich nicht ausrichten od. fokussieren. Zweitens ist die Stabilität nicht ausreichend….d.h. ein ausgerichtetes Mobil Telefon könnte (es wird zu 99%) während der Drehung nicht auf dem ausgerichtetem Level bleiben ….welches keine klaren/sauberen horizontal Aufnahmen erlaubt.
    Für den Rest der oben angeführten Leistungen ist das SMARTpano ein wenig zu teuer, bietet zu wenig Präzision die für die in der Werbung angepriesene Funktion nötig wäre.

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