Test: Humax iCord Evolution HDTV Sat-Receiver

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Der Humax iCord Evolution ist ein HDTV Sat-Receiver mit vier Tunern und vollgepackt mit aktueller Technik. Im Grunde lässt er keine Wünsche aufkommen und ist der optimale Receiver auf dem Papier, wenn man Wert auf Funktionsvielfalt legt. Wie es in der Praxis aussieht, könnt ihr in diesem Artikel erfahren..

Hardware

Ausgepackt wirkt der Receiver vergleichsweise groß, womit sich der iCord Evolution sehr gut aber in die vorhandene Gerätelandschaft einfügt. Der Quad-Satelliten-Tuner ermöglicht bis zu vier parallele Aufzeichnungen von HD-Sendern. Zum Aufzeichnen stehen insgesamt 1.000 GB Festplattenplatz zur Verfügung, der aber durch eine zusätzliche 2,5 Zoll Festplatte erweitert werden kann. So sind über 250 Stunden Aufnahme in HD-Qualität möglich. Zusätzlich zur integrierten Festplatte, lassen sich über die drei USB Steckplätze noch Wechselspeicher anschließen, auf denen man Video, Foto oder Musikdateien abspielen kann. Der Tuner unterstützt das Einkabelsystem (SCN-LNB), somit ist dort maximale Kompatibilität gegeben. Um die vier Tuner perfekt zu nutzen, müssen aber zwei Antennenkabel von der LNB zum Receiver geführt werden (Ausnahme: Einkabelsystem).

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Hinter der Abdeckung an der rechten Seite befinden sich die Einschübe für die CI+ Module und eine 2.5 Zoll SATA HDD.

Als weitere Anschlüsse besitzt der Tuner einen Gigabit-Ethernet Anschluss, einen HDMI-Ausgang (1080p), einen Composite-Video Ausgang sowie für Audio einen digitalen S/PDIF und einen analogen Stereo-Ausgang. Des weiteren hat der Receiver ein integriertes Bluetooth 3.0 Modul, WLAN 802.11n im 2,4 GHz und 5 GHz Band und einen SD-Karten-Einschub. Natürlich dürfen auch die beiden Slots für die CI+ Module nicht unerwähnt bleiben. Mit einem entsprechenden CI+ Modul lassen sich somit auch HD+ und Sky-Inhalte wiedergeben. An der Front des Receivers finden sich einige Touch-Tasten wieder, mit denen man die wichtigsten Funktionen auch direkt auf dem Gerät aufrufen kann. Im kleinen Display werden stets der Sendername sowie wichtige Systeminformationen angezeigt. Die Boot-Zeit beträgt knapp eine Minute, was völlig in Ordnung ist. Man muss den Receiver ja nicht immer komplett herunterfahren, sondern der Standby Modus reicht völlig aus. Um das Live-TV zu nutzen, sollte der Receiver eh nicht abgeschaltet werden.

Installation und Software

Neben der guten Hardware spielt auch die Software eine wichtige Rolle. Angefangen bei der sehr einfachen Ersteinrichtung des Receivers bis zu den vielen Funktionen, die möglich sind. Oftmals erlebe ich, dass ein Gerät mit vielen Funktionen ebenso kompliziert in der Nutzung ist. Hier muss ich Humax ganz gewaltig loben, denn nicht nur die Ersteinrichtung ist ein Kinderspiel, im ganzen ist das Menü sehr übersichtlich und einfach gehalten, so dass man sich, auch ohne die Bedienungsanleitung studieren zu müssen, sehr gut zurecht findet. Ich habe euch kurzerhand ein paar Screenshots vom Installationsprozess gemacht.

Im Betrieb kann schnell und gezielt in den gewünschten Modus gewechselt werden. Ein kurzer Druck auf die „Home“ Taste und man gelangt neben dem Live-TV-Modus auch in den Medien-Player, die Apps, die Aufnahmen und das Einstellungsmenü.

Mit der übersichtlichen Fernbedienung  lassen sich die Sender wechseln, was bei manuellem Wechsel knapp eine Sekunde dauert, weitere Informationen zur Sendung abrufen und Ausnahmen programmieren. Der elektronische Programmführer (EPG) zeigt eine 14-Tage Vorschau an und reichert die Sendungen mit Bildern an, was optisch recht ansprechend ist.

Die Aufnahme lässt sich schnell aus dem laufenden Programm starten oder über den EPG programmieren. Hier wählt man reinfach die gewünschte Sendung aus oder kann Serienaufnahmen programmieren. Bei mehr als vier gleichzeitigen Aufnahmen gibt der Receiver einen Hinweis aus, dass hier das Limit erreicht wurde.

Der Receiver besitzt einen integrierten Media-Server. Mit diesem lassen sich per DLNA Video, Foto und Musik-Inhalte im Heimnetzwerk streamen. Ebenso unterstützt der iCord Evolution die Funktion „SAT->IP“ mit dieser man die SAT-Inhalte im Heimnetzwerk verteilen kann. Per Bluetooth lassen sich Maus, Tastatur und Lautsprecher anschließen, so dass die Bedienung erleichtert wird. Hier kann man zum Beispiel in den Apps mit dem Webbrowser auch bequem am Fernseher im Internet surfen.

Der integrierte Medienplayer spielt zuverlässig MP3, JPEG, XviD Dateien ab. Im Test haben 8 von 10 Medien (Video) problemlos funktioniert. Mit einigen MKV-Dateien konnte er sich nicht anfreunden. Dabei spielte es keine Rolle, ob die Inhalte direkt von einem USB Stick kamen, oder aber durch den Medienserver auf einem NAS-Laufwerk eingespielt wurden.

Die Fernbedienung ist recht schlicht gehalten, was der Übersichtlichkeit sehr gut tut. Der Receiver lässt sich problemlos steuern und man findet sich intuitiv zurecht. Besonders praktisch ist die Bedienung per Smartphone oder Tablet. Humax stellt hier drei verschiedene Programme für iOS und Android zur Verfügung. „Live TV,“ „Media Player“ und „TV Remote“. Die TV-Remote gleicht der Fernbedienung und man kann nun im Heimnetzwerk das Gerät mit dem Smartphone steuern, ohne dass man lange die Fernbedienung suchen muss. Praktisch fand ich die „Live-TV“ App: Hiermit war es möglich, mit zwei unterschiedlichen Geräten (Im Test: Android Tablet & Android Smartphone) unabhängig vom Fernseher einen anderen Kanal zu schauen. Natürlich muss man dabei auch bedenken, dass die Bandbreite im eigenen WLAN vorhanden sein muss, um beide Geräte gleichzeitig zu betreiben. Bei einem Gerät klappte dies überraschend gut, so dass ich neben der normalen Fernsehsendung noch die Formel 1 auf dem Tablet betrachten konnte.

Fazit:

Spitzentechnik die mich überzeugt hat. Anfangs war ich echt skeptisch, ob das Gerät sein Geld wert ist, denn ich habe meinen Sky+ Receiver und bin mit diesem sehr zufrieden. Die Grundfunktionen sind sehr ähnlich, nur bietet HUMAX deutlich mehr Komfortfunktionen, die auch noch erstaunlich gut funktionieren. Das ich vier Sendungen gleichzeitig aufnehme, wird sicher nicht vorkommen, aber ich kann bequem meine Sendungen schauen und eine andere Person im Haushalt kann sich auf dem Tablet etwas anderes anschauen ohne mich dabei zu stören. Auch die Möglichkeit den Receiver als Media-Server zu verwenden und das SAT-TV im Heimnetzwerk zu verteilen sowie die gespeicherten Sendungen auch am PC betrachten zu können, finde ich sehr gelungen. Hier muss man aber immer beachten, dass bei Pay-TV andere Regeln herrschen und diese Inhalte oftmals besonders geschützt sind. Bis zum 15.06. gibt es den Humax iCord Evolution zum Preis von 479,90 € bei uns in den Angeboten der Woche. Mit dem Preis von um die 500 Euro ist das Gerät allerdings nicht gerade günstig, bietet aber viele Funktionen, die den Preis rechtfertigt.

 

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1 Kommentar auf "Test: Humax iCord Evolution HDTV Sat-Receiver"

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Gast

Für Leute die sich nicht erst lange in die Materie einarbeiten wollen, ist ein Gerät wie der iCord Evolution sicher zu empfehlen. Wer aber bereit ist sich ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen ist aber wahrscheinlich mit einem VU+ Duo oder einem Gigablue Quad HD Plus besser bedient. Diese ist nahezu unbegrenzt mit Funktionen erweiterbar und obendrein noch günstiger.

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