Test: König KN-SMP30 Selfie-Stick mit Bluetooth-Auslöser

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn: den Selfie-Stick. Dabei sind Selfie-Sticks für mehr gut, als nur Aufnahmen von sich selbst anzufertigen. Etwa um Fotos aus ungewöhnlichen Perspektiven aufzunehmen. Wir haben uns den König KN-SMP30 Selfie-Stick mit Bluetooth-Auslöser angesehen und wollten wissen, ob ein preiswerter Teleskop-Stab ein Muss für den nächsten (Foto-)Urlaub ist.

Verstellbare Klemmhalterung mit Tücken

Leichte 150 g bringt der König KN-SMP30 Selfie-Stick inklusive Smartphone-Klemmhalterung auf die Waage. Eine Stativschraube mit ¼-Zoll-Gewinde sorgt dafür, dass die mitgelieferte Halterung mit dem Selfie-Stick fest verbunden ist. Bei Bedarf schraubt man statt des Smartphone-Halters eine kleine Kompaktkamera oder eine Action-Cam auf. Mehr als 800 g sollte die Kamera aber nicht wiegen, denn sonst kann ihr Gewicht die ausgefahrenen Teleskopelemente aus dünnem Metallrohr verbiegen.

Die Klemmhalterung nimmt Smartphones im Querformat bis zu einer Breite von etwa 82 mm auf. Das reicht problemlos für Boliden mit Displays bis zu etwa 6 Zoll wie etwa das Huawei Mate 8. Auch ein Apple iPhone 6s Plus passt inklusive dicker Hülle problemlos in die Klemmhalterung. Smartphones, die schmaler als 55 mm sind, nimmt die Halterung nicht auf.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick mit iPhone 6s Plus

Die Klemmhalterung hat auch größere Mobiltelefone fest im Griff.

Um die Festigkeit muss man sich ansonsten keine Gedanken machen: Der Klemmmechanismus packt ordentlich zu und hat das Mobiltelefon fest im Griff. Weniger gut gefällt beim König KN-SMP30 Selfie-Stick, dass die Halterung nicht komplett mit einem Gummischutz abgepolstert ist. Der obere Metallbügel drückt bei dünnen Smartphones direkt auf das Gehäuse, was besonders Aluminium-Gehäusen nicht gefällt und für Kratzer sorgen kann.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Metallbuegel

Der Metallbügel drückt bei schmalen Smartphones ungepolstert auf das Gehäuse.

Die Ausrichtung des Smartphone lässt sich über zwei Stellschrauben in jedem gewünschten Winkel einstellen. Dank großer Stellköpfe gelingt das ohne Anstrengung und ohne die Finger verrenken zu müssen.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Winkelverstellung

Stabiler Teleskopmechanismus

Im ausgezogenen Zustand ist der Selfie-Stick inklusive Griff 97 cm lang, eingefahren sind es 23 cm. Der Teleskopmechanismus arbeitet recht schwergängig. Das ist auch gut so, denn so schiebt sich der Mechanismus nicht versehentlich selbst durch das Gewicht des Smartphones oder einer Kamera zusammen. Ein Teleskopelement klemmte bei unserem Testmodell immer mal wieder, sodass man etwas mehr Kraft aufwenden musste, um den Selfie-Stab komplett ein- oder auszufahren. Zwischen den einzelnen Teleskopelementen fällt das Spiel unterschiedlich aus. Eine aufgepflanzte Kamera kann also etwas wackeln, allerdings nicht so stark, dass es sich beim Fotografieren negativ auswirken würde. Auch die Verwindungen der Teleskopstange sind nicht so ausgeprägt, dass sie das Fotografieren beeinträchtigen. Die Stabilität der Teleskopelemente fällt insgesamt ordentlich aus.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Teleskopstange

Lange Akkulaufzeit

Der Griff ist mit Gummi ummantelt, sodass er sicher in der Hand liegt. Nach kurzer Zeit geht auch der Gummigeruch weg. Eine Handschlaufe besitzt der Griff nicht. Im Griff sind ein Bluetooth-Fernauslöser und ein kleiner Akku untergebracht. Der befeuert den Auslöser für mehrere Stunden oder ist für etwa vier Tage Standby-Betrieb gut.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Schalter und Anschluesse

Den Akku lädt man an einem USB-Port eines PCs oder Notebooks oder über ein optionales USB-Netzteil auf. Ein passendes Ladekabel USB auf Micro-USB liegt bei. Im Test dauerte es etwa 55 Minuten bis der Akku vollständig geladen war. Eine rote LED zeigt dabei den Ladestatus an. Trotz der langen Akkulaufzeit sollte man den KN-SMP30 Selfie-Stick bei Nichtgebrauch über den Schiebeschalter an der Griffunterseite abschalten.

Bluetooth-Fernauslöser für alle Fälle

Der Bluetooth-Fernauslöser arbeitet nach dem Pairing mit Android-Smartphones (Android ab Version 4.2.2) und Apple iPhone (iOS ab Version 4.0) zusammen. Die Verbindung stellt er fortan automatisch nach dem Einschalten zum verknüpften Smartphone her. Außerdem haben wir den Stick an einer GoPro Hero 4 Action-Cam ausprobiert.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Ausloeser

In allen Fällen funktionierte der Auslöser, der über eine Taste am Griff betätigt wird, auf Anhieb und ohne Verzögerung bei einer Entfernung von etwa sechs Metern bei Sichtkontakt. Damit taugt er auch als drahtloser Fernauslöser. Unter Android und iOS haben wir neben den internen Kamera-Apps noch einige gängige Apps wie Camera+, ProCam und Camera 360 benutzt. Auch mit ihnen arbeitet der König KN-SMP30 problemlos zusammen.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick mit GoPro Hero 4

Fazit

Der König KN-SMP30 bietet für kleines Geld einen funktionierenden Selfie-Stick mit Bluetooth-Auslöser. Die Stabilität ist ordentlich, hier und da wackelt es, ohne aber die Funktion als Selfie-Stick zu beeinträchtigen.

Test Koenig KN-CMP30 Selfie-Stick Gesamtansicht ohne Smartphone

Gut gefällt der rasant und zuverlässig arbeitende Bluetooth-Auslöser, der mit allen von uns getesteten Kamera-Apps auf Anhieb zusammenarbeitete. Die Klemmhalterung hält Smartphones zwar fest und sicher, ist aber nicht ausreichend gepolstert. Durch sein geringes Gewicht mag man den Selfie-Stick auch in den Urlaub mitnehmen, um Fotos mit ungewöhnlichen Perspektiven aufzupeppen.

Den König KN-CMP30 Selfie-Stick mit Bluetooth-Auslöser und weitere Selfie-Stäbe sind im Shop von notebooksbilliger.de erhältlich.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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