Test: Lenovo IdeaPad Flex 5 – AMD Ryzen hat den Dreh raus

Test: Lenovo IdeaPad Flex 5 – AMD Ryzen hat den Dreh raus

Mit dem günstigen IdeaPad Flex 5 schickt Lenovo ein spannendes 2-in-1-Notebook ins Rennen. Mit neuem AMD-Ryzen-Prozessor, IPS-Display samt Touch-Funktion und Aluminiumverkleidung, macht das Datenblatt des IdeaPad Flex 5 schon mal einen guten Eindruck. Wie es in der Praxis aussieht, erfahrt ihr im Test.

Die genauen technischen Daten meines Testgerätes findet ihr in der folgenden Tabelle.

Technische Daten Lenovo IdeaPad Flex 5
Technische Daten Lenovo IdeaPad Flex 5
Display 35 cm (14″) IPS-Display mit LED-Backlight und Touch-Funktion (Eingabe via Finger und Stift)
250 nits maximale Helligkeit
Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel im 16:9 Format
Prozessor AMD Ryzen™ 4500U (4000-Series Renoir)

6x 2,30 GHz, TurboBoost bis 4,00 GHz, 8MB Cache

Grafik Radeon™ Graphics, 512 MB SDDR4
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4 3200 MHz im Dual-Channel
nicht erweiterbar
Festplatte 512 GB PCIe M.2 SSD
Netzwerk Wireless LAN 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 4.2
Anschlüsse 1x HDMI
2x USB Type-A 3.1 Gen 1
4-in-1-SD-Cardreader (MMC, SD, SDHC, SDXC)
1x 3,5mm Mikrofon-/Kopfhörerklinke
Akku Li-Polymer-Akku, 52,5Wh Kapazität
Eingabegeräte Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
Sound Audiosystem mit zwei Lautsprechern, Dolby Audio
Sicherheit Fingerprint-Reader
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 321,5 x 217,5 x 17,9 (B x T x H)
Gewicht 1,5 Kilo
Preis 749 Euro*

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Lenovo IdeaPad Flex 5 bei uns im Shop

Lieferumfang

Der Lieferumfang des Lenovo IdeaPad Flex ist eher minimalistisch gehalten. Neben dem Convertible befindet sich nur noch das Ladegerät und Papierkram in der Verpackung. Für meinen Geschmack könnte das Ladegerät eine Ecke kleiner sein. Auch der Einsatz eines proprietären Anschlusses ist in dieser Preisklasse nicht verwunderlich. Bei etwas teureren Notebooks gibt es bereits Ladegeräte die via USB-C funktionieren. Überraschenderweise lässt sich das Flex 5 aber auch über seinen USB-C-Stecker aufladen. Eine sehr nette Dreingabe. Somit müsst ihr nicht immer das sperrige Ladegerät mitschleppen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Ladegerät

Hervorzuheben ist der spärliche Einsatz von Plastikverpackungen. Lediglich die Schutzhalterung des Laptops ist aus Styropor gefertigt, ansonsten besteht alles dicker Pappe. Viele andere Hersteller dürfen sich von dieser umweltfreundlicheren Praxis gerne eine Scheibe abschneiden.

Design und Eingabegeräte: Tolle Verarbeitung und funktionales Design

Das Design des Lenovo gefiel mir vor allem auf den zweiten Blick. Die kantige Keilform des Lenovo IdeaPad Flex 5 erfindet das Rad nicht neu, wirkt in ihrem matten Silber aber durchaus zeitlos.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Aluminium Deckel geschlossen

Die Oberseite ist sogar mit Aluminium beschichtet und gefällt mit ihrer Verwindungssteife. Selbst deutlich teurere Notebooks wirken nicht so solide, wie das IdeaPad Flex 5. Auffallend ist dafür auch die Dicke des Bildschirmdeckels. Durch die schmale Unterseite fällt das Lenovo aber in der Höhe kaum aus der Norm. Zum guten Gesamteindruck tragen hierbei auch die massiven Metallscharniere bei.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Scharniere

Sie halten das Display im offenen wie geschlossenen Zustand sicher in Position. Auf dem Displaydeckel findet ihr noch einen Aluakzent mit Lenovo-Schriftzug.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Logo Detail

Unter- und Innenseite des Lenovo IdeaPad Flex 5 sind in einem matten hellgrauen Kunststoff gefertigt. Dieser fasst sich zwar nicht ganz so gut an, wie die Metallbeschichtung des Bildschirmdeckels, aber ist dafür auch immun gegen Fettfinger.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Dicke Displaydeckel

Die Displayränder sind an den Seiten sehr schmal, nur oben und unten rahmt den Bildschirm ein deutlicherer Streifen. Dafür ist oben auch gleich noch eine Webcam untergebracht. Mit ihrer 720p-Auflösung eignet sie sich für das Nötigste. In guten Lichtverhältnissen seid ihr dennoch vernünftig zu erkennen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Webcam Display Close Up

Mit 1,5 Kilo gehört der Lenovo-Laptops zu den leichteren 14-Zoll Geräten. Dank einer Höhe von gerade mal 1,79cm passt er zusammengeklappt ohne Probleme in die meisten Rucksäcke.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Dicke zusammengeklappt

Bereits beim letzten Test eines Lenovo-Notebook – dem sehr günstigen V15 – war ich von der Tastatur des Laptops positiv überrascht. Im Ideapad Flex 5 setzt sich dieser Trend fort. Die Tastatur hat einen sehr angenehmen kurzen Tastenhub und knackigen Druckpunkt.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Keyboard Tastatur Close Up

Oftmals sind Keyboards günstiger Notebooks eher keine angenehmen Schreibgeräte. So wirken sie häufig schwammig und ihr wisst beim Schreiben zum Teil nicht einmal, ob ihr die Taste gerade getroffen habt – oder eben nicht.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Keyboard Tastatur Totale

Das Flex 5 bietet hingegen ein angenehmes taktiles Feedback. Die Tasten haben allesamt gute Abstände und sind gut dimensioniert. Selbst größere Hände sollten somit keine Probleme bekommen, den jeweiligen Buchstaben zu treffen. Einziges Versäumnis seitens Lenovos: Eine Beleuchtung haben die Tasten des IdeaPads Flex nicht.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Trackpad

Das Touchpad ist minimal nach links versetzt und arbeitet sehr präzise. Es ist ausreichend groß und reagiert ohne merkliche Verzögerung. Für meinen Geschmack könnte es allerdings noch einen Tick flächenfüllender sein und haptisch ein wenig mehr her machen. Statt eines Glas-Touchpads bekommt ihr im Flex 5 lediglich eine matte Kunststoffbeschichtung geboten. Mit ihr ist das Trackpad dennoch angenehm zu bedienen.

Da es sich um Convertible handelt, könnt ihr natürlich auch den Touchscreen zur Eingabe nutzen. Dieser fasst sich aufgrund der Glasoberfläche schön hochwertig an. Dank der Scharniere wird er auch im Laptop-Modus gut in Position gehalten. Auf eure Eingaben reagiert er dabei fix und sehr genau. Auch mit kapazitiven Stiften könnt ihr das IdeaPad nutzen und somit schon ordentlich digital zeichnen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Display

Insgesamt muss man vor allem die Verarbeitung und den Bedienungskomfort des Lenovo Ideapad Flex 5 hervorheben: Beide liegen deutlich über ihrer Preisklasse. Die verbaute Tastatur hat es mir besonders angetan. Da sie auch bei längeren Texten als angenehmer Partner auftritt und ein gutes taktiles Feedback bietet. Hier hat Lenovo – im Vergleich zu vielen günstigen Konkurrenten – nicht am falschen Ende gespart.

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Anschlüsse: SD-Kartenleser, USB-C… Fehlt da noch was?

Nominell gibt es Anschlussseitig nichts zu beklagen. Lediglich ein LAN-Anschluss ist der geringen Höhe der Unterseite des IdeaPad Flex 5 zum Opfer gefallen.

Auf der linken Seite sitzt ein vollwertiger HDMI-Anschluss. Monitor oder Fernseher könnt ihr damit schnell und unkompliziert verbinden. Direkt daneben befindet sich der 3,5-mm-Klinkenanschluss. Mit ihm könnt ihr sowohl Kopfhörer als auch Mikrofone ans Flex 5 hängen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Anschluesse links

Zwischen den beiden sitzt noch der zuvor angesprochene USB-C-Anschluss. Laut unserem Shop soll der nur Ladefähigkeit bieten. Umso überraschter war ich, als sich problemlos auch Daten von meinem Smartphone via USB-C verschieben ließen. Wie bereits angesprochen, könnt ihr das IdeaPad auch über den Anschluss laden. Somit muss man nicht immer das verhältnismäßig große Ladegerät mitschleppen.

Auf der rechten Seite erwarten euch zwei USB-Typ-A-Anschlüsse. Beide sind mit dem schnellen USB-3.2-Gen1-Standard angebunden. Damit bekommt ihr relativ hohe Datendurchsätze von 5 GBit/s. Eine genaue Aufschlüsselung, was welcher USB-Anschluss kann, haben wir euch hier aufgeschrieben.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Anschluesse Rechts

Erfreulich, dass Lenovo hier nicht noch einen veralteten 2.0-Port verbaut. Ein echter Segen ist auch der 4-in-1-Kartenleser. Gerade als Fotografen landen eure Fotos so deutlich entspannter auf dem Lenovo-Notebook.

Somit bietet das Lenovo IdeaPad Flex 5 eine sehr gute Vielfalt von Anschlüssen. Nur der LAN-Port fehlt prominent. Auf den können die meisten heutzutage aber verzichten oder hierfür einen Adapter nachkaufen.

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Display: Spiegelnd, mit guten Blickwinkeln – aber suboptimalen Farben

Das Display des IdeaPad macht auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Die Blickwinkel bleiben dank IPS-Technik stabil, womit auch dem gemeinsamen Netflix-Abend am Laptop nichts im Wege steht. Dank der hohen Auflösung von 1080p (Full-HD), ist die Darstellung des Bildschirms gestochen scharf.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Totale Zwischenbild

Nur, wenn ihr ganz nah herangeht, sind auf dem 14-Zoll-Bildschirm einzelne Pixel erkennbar. Die maximale Helligkeit von 250 cd/m² könnte mit einer Lichtquelle im Rücken allerdings zum Problem werden. Denn die Beschichtung des Bildschirms spiegelt verhältnismäßig stark. In unserem Test erreichte das Display des Lenovo die Herstellerangabe dafür ziemlich exakt mit 252 nits. In normal ausgeleuchteten Räumen ist das auch völlig in Ordnung.

Mit den physischen Helligkeitsreglern könnt ihr den Bildschirm auch ganz ausschalten und sonst in neun Stufen anpassen. Dabei ist die Ausleuchtung sehr gleichmäßig. Lediglich neun Prozent beträgt die Abweichung am unteren rechten Rand. Mit dem bloßen Auge ist das nicht erkennbar und liegt nominell auf einem sehr hohen Niveau. Somit könnt ihr Filme und Serien ohne nervige „Wolkenbildung“ in den Ecken genießen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Spyder X Elite Farbhomogenität

Auch die Farbdarstellung ist über das gesamte Display sehr homogen. Das bedeutet, dass Farben gleichmäßig und ohne Verschiebungen dargestellt werden. Leider war es das aber auch schon mit dem Positiven, was die Farben angeht. Denn Farbumfang und Farbtreue lassen zu wünschen übrig. So kann das IdeaPad Flex 5 nur 64% des sRGB-Farbraums darstellen.

Ein gutes Drittel an benötigten Farben kann der Bildschirm also technisch nicht wiedergeben. Die Farbtreue liegt unkalibriert mit einem Delta-E von 16,02 deutlich über dem Soll von >2. Auch „kalibriert“ ändert sich daran nicht viel: Das Delta-E schrumpft lediglich auf über 15. Damit solltet ihr das verbaute Display nicht für farbkritische Arbeiten – wie etwa mit Adobe Photoshop, Premiere oder Lightroom – nutzen. Dank des HDMI-Anschlusses lassen sich aber problemlos andere Wiedergabegeräte verbinden.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Spyder X Elite Kontrast Maximale Helligkeit Weißpunkt

Positiv zu erwähnen ist hingegen der Kontrast. Für ein IPS-Panel ist der Wert von 1080:1 bereits sehr gut. Auch der Weißpunkt ist mit 6800K-7000K nur minimal neben dem Idealwert von 6500K. Für fast alle Normalanwender bietet das IdeaPad Flex 5 insgesamt also ein gutes Display.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Spyder X Elite Datacolor Bewertung Display

Für einen angenehmen Medienkonsum sorgen vor allem die weiten Blickwinkel und saturierten Farben des IPS-Panels. Wollt ihr allerdings eher unterwegs Bilder bearbeiten, dann schaut euch nach einem Laptop mit besserer Abdeckung des sRGB-Farbraums um. Hier wäre zum Beispiel die ThinkBook-Reihe von Lenovo eine valide Alternative – sie kommt allerdings mit langsamerer Intel-CPU.

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Software: Keine Bloatware vorinstalliert, aber..

Das IdeaPad Flex 5 kommt im Auslieferungszustand erfreulich „clean“ daher. Keine nervige McAfee-Testversion, die euch mit ständigen Kaufaufforderungen per Pop-Up nervt. Dafür möchte euch Lenovos hauseigener Helfer „Vantage“ beim Erststart einige Programme andrehen. Das könnt ihr aber durch konzentriertes Abwählen leicht unterbinden.

Viele Konkurrenten sind hier aber deutlich schlimmer – und kommen bereits mit allerlei nervigen Programmen daher.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Lenovo Vantage

Ganz nebenbei ist Lenovo Vantage aber durchaus praktisch. Es bietet euch die euch etwa die Möglichkeit, Treiber zu aktualisieren und die Systemfunktionen zu checken.

Auf der SSD sind im Auslieferungszustand noch gute 435 GB frei.

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Massig Leistung für fast alle Anwendungen

Das Beste des Lenovo IdeaPad Flex 5 kommt aber noch – denn die Anwendungsleistung ist wirklich brachial. Der verbaute AMD Ryzen 5 4500U besitzt sechs Kerne und kein Multi-Threading, lässt aber dennoch Intel Core-i7-Prozessoren mit acht Threads hinter sich. Sowohl die Single-Core als auch die Multi-Core-Leistung liegen damit deutlich über den Werten der Konkurrenz.

Lenovo IdeaPad Flex 5 AMD Ryzen 4500U Radeon Graphics

In Cinebench R15 und R20 kann sich der AMD-Sechskerner sogar gegen ehemalige Desktop-Spitzenmodelle behaupten.

Apps und Programme starten dabei jederzeit flüssig und auch der Wechsel zwischen einzelnen Anwendungen klappt immer reibungslos. Das dürfte auch den schnellen 8-GB-Arbeitsspeicher mit 3200-Mhz-Taktung liegen. Von diesen profitiert der Ryzen-Prozessor besonders, da der fixe RAM für eine bessere Verbindung zwischen dem 7nm-Prozessor und dem 12nm-IO-Chip – die beide auf dem CPU-Die sitzen – sorgt.

Lenovo IdeaPad Flex 5 HWInfo Überblick

Dank seiner modernen Fertigungstechnik ist der AMD-Chip meist auch effizienter als die Konkurrenz und hat zudem eine deutlich bessere integrierte Grafikeinheit. Für aufwändige Spiele reicht diese zwar nicht, aber wenn ihr gerne Klassiker wie Half Life 2, Skyrim oder aktuelle (eher anspruchslose) Titel wie Fortnite zockt, dann geht das mit der Radeon Vega . Die größte Einschränkung für moderne Titel dürfte hier der limitierte Videospeicher von lediglich 512 MB sein.

Die SSD des IdeaPad ist ebenfalls richtig schnell und sortiert sich im oberen Mittelfeld der getesteten Laptops ein. Weder bei den Schreib- noch den Lesegeschwindigkeiten leistet sie sich Schwächen.

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Akku: Ausdauernd durch den Arbeitstag

Der AMD-Ryzen-Prozessor bringt euch meist sehr gut durch den Arbeitstag. Im Test habe ich hier das Energieprofil „Ausbalanciert“ gewählt. Die Helligkeit wurde auf 70% festgesetzt – was in den meisten Umgebungen ausreicht.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Filler Totale

Damit konnte ich zwischen sieben und zehn Stunden am IdeaPad sitzen und produktiv arbeiten. Letzteres umfasste bei mir Multitasking im Browser samt YouTube-Videos, Microsoft-Office und Adobe Photoshop.

Selbstverständlich könnt ihr die Akkulaufzeit des Lenovo durch intensive Tasks wie Rendering oder Gaming noch beträchtlich drücken. Gerade dann, wenn ihr im Leistungsprofil „Beste Leistung“ unterwegs seid. Dennoch sollten die meisten Anwender bereits mit „Ausbalanciert“ klarkommen und dürfen sich damit über sehr gute Laufzeiten freuen.

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Emissionen: Leise und meist kühl – doch beim Laden surrt es

Der Lüfter des Lenovo-Laptops ist in Normalsituationen selten zu vernehmen. Wenn ihr den Laptop für aufwändigere Aufgaben nutzt, springt er an und macht sich durch ein leichtes Hintergrundrauschen bemerkbar. Im Stresstest driftete das teilweise auch in hochfrequente Bereiche ab, in Normalsituationen aber eher selten. Meist habe ich die unangenehmere Tonlage aber nur aus einem sehr geringen Abstand vernommen – der von den meisten sowieso nicht beim Arbeiten genutzt wird.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Filler Fingerprint

Eine etwas störendere Geräuschquelle kommt aber vom Akku des Laptops: Ist das IdeaPad voll aufgeladen und hängt weiterhin an der Steckdose, dann surrt es kontinuierlich vor sich hin. Das kann man lösen, indem man den Akkuschonmodus aktiviert. So wird die Batterie immer nur bis 60% geladen und surrt nicht mehr. Wenn ihr vermehrt mit eingestecktem Kabel arbeitet, mag das gutgehen, aber für den mobilen Alltag mit einem Laptop ist das wenig förderlich.

Die Temperaturen des Lenovo-Laptops sind dafür fast durchgehend sehr gut. Im Leerlauf liegen sie konstant bei guten 35 bis 40 Grad. Auch die Taktraten stimmen: Unter Last boosten alle sechs Kerne auf bis zu 4 GHz. Leider war unser AIDA-Stresstest etwas zu viel für das Kühlsystem des IdeaPad.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Stresstest AIDA64 Temperaturen

So schnellten die CPU-Temperaturen nach dem Start auf bis zu 100 Grad und pendelten sich anschließend bei etwa 95 Grad ein. Nebenbei hing sich das Flex 5 immer wieder auf. Hier handelt es sich allerdings auch um eine absolute Extremsituation. Im Alltag – etwa beim Gaming – stiegen die Temperaturen nie über 90 Grad und auch von jeglichem Schluckauf war nichts zu merken.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Filler

Ein positiver Nebeneffekt der Unterseite aus Kunststoff ist die Wärmeentwicklung: Während viele Laptops mit vollständigem Aluminiumkleid so heiß werden, dass ihr sie kaum noch auf dem Schoß nutzen könnt, bleibt das IdeaPad Flex 5 handwarm. Intensiven Tasks im Schoßbetrieb steht damit nichts im Weg.

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Aufrüsten: SSD-Upgrade möglich, RAM verlötet

Um das IdeaPad Flex 5 aufzubekommen, müsst ihr neun Torxschrauben auf der Unterseite lösen. Ich persönlich hätte mir das verbreitetere Kreuzschraubenformat gewünscht. Habt ihr euch einmal das passende Werkzeug besorgt, dann bedarf es noch eines Spudgers oder Gitarrenplektrums. Ohne lassen sich die Haken der Unterseite nicht richtig lösen.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Torx Unterseite

Die Batterie lässt sich dank einfacher Schrauben schnell wechseln. Auch Wi-Fi-Modul und PCI-Express-SSD sind austauschbar. Letztere hat allerdings den etwas ungewöhnlichen M.2-2242-Formfaktor. Sie sitzt in einem Erweiterungsmodul. Dieses könnt ihr einfach entfernen und anschließend eine „normale“ M.2-SSD im Formfaktor 2280 verbauen.

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Sound – Überdurchschnittlich gut.

Seien wir ehrlich: Notebooks klingen oft scheußlich. Dennoch werden sie mit allen möglichen High-End-Audio-Aufklebern zugemüllt. Auch das IdeaPad Flex 5 wirbt mit unter der STRG-Taste mir „Dolby Audio“.

Dementsprechend war ich sehr skeptisch, als ich Metallicas Klassiker „Master of Puppets“ auf dem IdeaPad anwarf. Aber weit gefehlt: Die Lautstärke reicht, um einen mittelgroßen Raum mit etwa 25 Quadratmetern zu beschallen. Wirklich toll oder voluminös ist der Klang natürlich nicht, aber für einen Laptop macht das IdeaPad seine Sache wirklich gut. Die Lautsprecher strahlen seitlich vom Keyboard aus und sorgen sogar für ein leichtes Stereobild. Dazu verzerrt der Sound erst ab einer Lautstärke von über 80%.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Dolby Audio

Marvin Gayes „Inner City Blues“ kommt sogar mit einem leichten Bassfundament daher. Auch die Instrumente werden sauber voneinander getrennt. Kein Vergleich zu billigsten Kopfhörern oder Einsteiger-Lautsprechern – aber für ein Notebook wirklich gut.

Auch Serien und Filme profitieren vom klaren, aufgeräumten Klang des Lenovos. Stimmen sind gut zu verstehen und nichts läuft großartig ineinander über. Der Klinkenanschluss des IdeaPad Flex 5 ist für 99% aller Kopfhörer absolut gut geeignet. Nur mit hochohmigen Modellen hat er verständlicherweise Probleme. Für die bedarf es einen externen Kopfhörerverstärkers.

Insgesamt liegen die Audioqualitäten des IdeaPad Flex 5 deutlich über dem Niveau der meisten Konkurrenten.

Fazit Lenovo IdeaPad Flex 5: Günstiger Allrounder mit massig Performance

Das Lenovo IdeaPad Flex 5 macht sehr viel richtig. Die Verarbeitung und Haptik sind gut, alle Eingabegeräte auf einem hohen Niveau. Damit eignet es sich prima für Studenten oder andere Vielschreiber.

Lenovo IdeaPad Flex 5 Aufmacher vielleicht

Dank guter Lautsprecher und blickwinkelstabilem Display kann man das Flex 5 auch hervorragend zum Medienkonsum nutzen. Mit seinem schnellen Touchscreen navigiert ihr so auch in Windeseile durch Netflix und Amazon Prime. Nur, wenn ihr selber Bilder oder Videos bearbeiten wollt, solltet ihr ein externes Display anschließen. Die Farben des verbauten Bildschirms sind schlicht nicht akkurat genug, um damit in Photoshop und Co. gute Ergebnisse zu erzielen.

Auch die Anschlussmöglichkeiten sind umfassend gedacht und sollten für fast alle Anwendungsfälle ausreichen. Sowohl USB-C-Ladefähigkeit als auch SD-Kartenleser haben es ins IdeaPad geschafft.

Lenovo IdeaPad Flex 5 AMD Ryzen 4500U Close Up

Star des Ensembles ist aber der Prozessor: Der AMD Ryzen 5 4500U lässt selbst Core-i7-Modelle von Intel deutlich hinter sich und ist dabei sogar noch effizienter. Ihr seid also schnell unterwegs und müsst trotzdem erst nach dem Ende des Arbeitstags eine Steckdose aufsuchen. Selbst einfaches Gaming ist mit der integrierten Grafikeinheit möglich.

Lenovo bietet mit dem IdeaPad Flex 5 also ein schönes Allround-Paket, dessen einzige echte Schwäche das Display darstellt und das ansonsten rundum überzeugen kann.

Lenovo IdeaPad Flex 5 bei uns im Shop

*Stand: 10/2020

Veröffentlicht von

Großer Film- und Serien-Nerd, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch die älteren Geschwister fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf seiner PS4 Pro.

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