Test LG K10: Großes Smartphone mit guten Aussichten

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Mit dem
K4 haben wir von LG ein preiswertes Smartphone getestet und für gut befunden, mit dem K10 begibt sich nun ein interessantes Phablet mit 5,3-Zoll-Display auf den Prüfstand. Die deutlich bessere Ausstattung schlägt sich zwar auch im Preis nieder, günstig ist das LG K10 aber dennoch.

LG_K10_draufsicht_obenDas LG K10 besteht vollständig aus Kunststoff, setzt aber mit seinem „2.5D-Arc-Glass“ einen Design-Akzent: Das Display-Glas erstreckt sich fast über die ganze Oberseite und ist am Rand abgerundet. Netter Nebeneffekt: Der ohnehin schon schmale Displayrahmen erscheint somit noch etwas dünner. Ansonsten setzt LG wie schon beim K4 in der Rahmenkante einen metallisch wirkenden Streifen ein. Die abnehmbare Rückseite weist eine raue und griffige Struktur auf. Das Smartphone liegt mit 142 g Gewicht hervorragend in der Hand, das taktile Gefühl ist angenehm.

LG_K10_rueckseiteAnders als beim K4 wandern die Bedienelemente beim K10 wieder auf die Rückseite. Neueinsteiger tun sich mit der Positionierung mitunter schwer und man trifft ungewollt eher eine der beiden Lautstärketasten, die über und unter dem Power-Button liegen. Wenn man sich an das Handling gewöhnt hat, gelingt die Bedienung gut. Die Tasten befinden sich mittig und LG wirbt damit, dass sie für Links- und Rechtshänder gleichermaßen gut bedienbar sind. Zumindest sind die Voraussetzungen gleich, denn wenn man das Telefon in der Hand hält, wünscht man sie sich eher etwas versetzt, um sie bequemer mit dem Zeigefinger bedienen zu können. Praktisch: Um das Telefon nicht aufheben zu müssen, wenn es auf dem Tisch liegt und man es einschalten möchte, kann man das LG K10 mit einem doppelten Klopfen auf dem Bildschirm zum Leben erwecken.

Schau mich an: Großes Display mit guter Darstellung

Das Display bietet mit 5,3 Zoll eine angenehme Größe, vor allem beim Surfen. Mit der HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln erreicht das LG-Smartphone immerhin 277 ppi und bietet damit eine scharfe Darstellung. Gute Werte zeigen auch die Messergebnisse beim Display: Einer Helligkeit von rund 280 cd/m² steht ein guter Schwarzwert von 0,2 gegenüber, was einen äußerst hohen Kontrast von 1:1400 ergibt. Trotzdem wirken die Farben bei höchster Helligkeit leicht ausgeblichen. Dieser Eindruck lässt sich durch die Reduzierung der Leuchtstärke etwas verringern.

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Die Blickwinkelstabilität ist hervorragend, Farben bleiben auch bei Betrachtungen aus spitzeren Winkeln gut definiert und nur der Helligkeitseindruck nimmt ab. Insgesamt ist das Display für ein Mittelklasse-Smartphone hervorragend.

LG K10: Kernige Performance

Als Prozessor setzt LG auf den Mediatek MT6753, der deutlich stärker als das Modell MT 6735 im K4 ist. Die Leistung war im kleineren Einsteiger-Smartphone unser Hauptkritikpunkt, im LG K10 reicht die Leistung für ein flüssiges Bedienen von Android 5.1.1 Lollipop locker aus. Das SoC besitzt acht 64-Bit-Kerne, die mit 1,4 GHz getaktet und parallel arbeiten können, was in der Praxis allerdings nur die wenigsten Anwendungen ausnutzen können. Benchmarks bestätigen die gute Leistung des LG K10, die auch für etwas aufwendigere 3D-Spiele ausreicht. Die Ausstattung mit 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher ermöglicht es, beispielsweise mehrere Webseiten gleichzeitig in Tabs offen zu halten, ohne dass ständig neu geladen werden muss. An Flash-Speicher verbaut LG immerhin 16 GB, wovon knapp 11 GB für den Anwender übrig bleiben. Das dürfte in vielen Fällen ausreichend sein, notfalls lassen sich bis zu 32 GB per microSD-Karte nachrüsten.

Im LG G4 steckt ein Akku mit 2300 mAh, mit dem es das K10 laut Hersteller auf 10,5 Stunden Sprechzeit bringt. In unserem Video-Test bei reduzierter Helligkeit hielt der Akku knapp zehn Stunden durch. Bei typischer Nutzung kommt man also mit einer Ladung locker über den Tag.

Auflösungserscheinungen

LG_K10_offen_SIMDie Foto-App enthält wie schon beim LG K4 wenige Funktionen, allerdings enthält das K10 bessere Kamera-Module. Die vordere Kamera bietet mit 5 Megapixeln eine sehr hohe Auflösung, Selfies und andere Schnappschüsse fallen entsprechend detailliert aus. Das kommt zwar nicht jedem Gesicht zu Gute, aber ein Weichzeichner glättet auch hier kleinere Probleme. Dadurch können leichte Aquarelleffekte entstehen, die aber wesentlich moderater ausfallen als beim LG K4. Bei wenig Licht leuchtet der Bildschirm kurz auf, um das Gesicht aufzuhellen. Das funktioniert gut. Die Videoauflösung der Webcam beträgt HD oder Full HD.

Die Hauptkamera bietet 13 Megapixel und wird bei schlechten Lichtverhältnissen von einem LED-Blitz unterstützt. Die Bilder zeigen einen hohen Detailreichtum, allerdings erhalten wir wie schon beim K4 öfter unscharfe Bilder: Der Fokus arbeitet zwar schnell und ausreichend genau, die Belichtungszeit scheint aber manchmal etwas zu lang auszufallen. Zudem können Farbstiche auftreten, auch bei Tageslicht. Mit Kameras von Smartphones der gehobenen Klasse kann die der LG K10 nicht mithalten, irgendwo muss man halt Abstriche machen. Videos sind auch mit dieser Kamera in Full HD möglich.

Ausstattung: Funk und Ton

Der Mono-Lautsprecher klingt laut, lässt aber klangliche Qualitäten vermissen: Bässe sind nicht vorhanden, Höhen übersteuern und können bei maximaler Lautstärke unangenehm zu zischen beginnen. Die Tonwiedergabe kann somit schnell nerven. Für das Video auf Facebook reicht es, um Musik abzuspielen sollte man zu Kopfhörern oder externen Boxen greifen.

LG_K10_offenDie sonstige Ausstattung des LG K10 lässt wenige Wünsche offen: Durch den NFC-Chip lässt sich das Smartphone beispielsweise mit entsprechend ausgestatteten Bluetooth-Lautsprechern einfacher koppeln. Für schnelle Datenübertragung unterstützt das Smartphone LTE. Über A-GPS lässt sich das LG K10 auch als Navigationsgerät verwenden.

Fazit

Das LG K10 ist ein günstiges Phablet mit einem sehr guten HD-Bildschirm und einer hervorragenden und praxisgerechten Ausstattung, die auf fast allen Gebieten punkten kann. In dieser Preisklasse muss man allerdings Abstriche machen: Die hintere Kamera ist gut, liefert aber manchmal unscharfe Ergebnisse. Der Lautsprecher ist ebenfalls kein Highlight. Dafür stimmen beispielsweise Akkulaufzeit, Speicherausstattung und Performance. Das LG K10 ist deshalb eine sehr gute Empfehlung für Anwender, die es gerne etwas größer mögen, ohne den Geldbeutel zu sehr belasten zu wollen.

Das LG K10 erhältst du bei uns im Shop.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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Eine Antwort auf Test LG K10: Großes Smartphone mit guten Aussichten

  1. avatar Alex B sagt:

    „In unseren Angeboten der Woche findest du das LG K10 zu einem besonders attraktiven Preis.“ „Als Prozessor setzt LG auf den Mediatek MT6753“.

    Wenn ich die Technische Daten für LG K10 bei Notebooksbilliger.de lese, dann steht da:
    Prozessor Snapdragon 410
    MSM8916
    Quad Core (4 Kerne)
    Max. Taktrate 1,20 GHz

    LG K10 schwarz EU-Ware [13,5cm (5,3″) HD IPS-Display, 1,2 GHZ Quad-Core, 1,5 GB RAM]

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