Test LG K4 LTE: Handliches Einsteiger-Smartphone zum Sparpreis

LG_K4_Teaser_neu

Tipp: Das LG K4 in weiß ist im Rahmen unserer Angebote der Woche bis zum Sonntag, den 24. Juli 2016 oder so lange der Vorrat reicht besonders günstig erhältlich.

LG hat sich mit seinen Spitzen-Smartphones eine gute Reputation erarbeiten können. Aber was taugt die Einstiegsklasse? Die Antwort liefert der Test des LG K4. Das Smartphone besitzt mit seinem 4,5 Zoll Display handliche Abmessungen und lockt mit einem überaus günstigen Preis.

LG_K4_draufsichtMit dem LG K4 platziert LG ein Einsteiger-Smartphone, das vor allem durch sein Design und kompakte Abmessungen auffällt. Den recht schmalen Displayrahmen umläuft ein silberfarbener Kunststoffrahmen, der für ein auffälliges Erscheinungsbild sorgt. Aus Kunststoff besteht auch die abnehmbare dünne Rückwand, hinter der sich der austauschbare Akku sowie SIM- und microSD-Kartenschacht befinden. Das Gewicht ist mit 120 g für ein Smartphone dieser Größe in Ordnung. Die Bedienelemente ordnet LG nicht wie bei vielen seiner anderen Geräte wie das K10 oder LG G3/G4 auf der Rückseite an, sondern verteilt sie auf den seitlichen Rahmenkanten: Links die Lautsprecherwippe, rechts der Power-Button. Die Haptik ist zufriedenstellend, der Druckpunkt gut definiert.

Das LG K4 besitzt ein 4,5 Zoll Display, das im Vergleich mit heute im gehobenen Bereich üblichen Displaygrößen von 5 und mehr Zoll regelrecht „klein“ erscheint. Eine Einhand-Bedienung ist trotzdem nicht mehr problemlos möglich, da zumindest mein Daumen nicht mehr alle Bildschirmbereiche erreicht. Positiv: Das Smartphone liegt hervorragend und durch die geriffelte Rückseite sicher in der Hand.

LG_K4_Rueckseite_purDem 4,5-Zoll-Display spendiert LG eine Auflösung von 854 x 480 Pixeln, was zu einer Pixeldichte von knapp 218 ppi führt. Pixel sind im Abstand von 20 cm gut erkennbar. Die Helligkeit liegt bei durchschnittlich 275 cd/m², der Schwarzwert bei mauen 0,46. Der Kontrast fällt mit 600:1 noch in Ordnung aus, Farben wirken kräftig. Trotz IPS-Display sieht man aus spitzeren Blickwinkeln Farbverfälschungen, manche Elemente des LG-Hintergrundes werden bei seitlicher Betrachtung sichtbar oder verschwinden. Das Display bewegt sich damit im üblichen Rahmen solcher günstigen Geräte, kann sich aber eben auch nicht positiv absetzen.

Auf dem LG K4 ist das nicht mehr ganz taufrische Android Lollipop 5.1.1 installiert, mit einem Update sollte man allerdings nicht rechnen. Als Prozessor kommt ein Quad-Core von MediaTek zum Einsatz, dessen vier Kerne mit 1 GHz takten. Der MT6735M ist nicht für Leistung bekannt, was sich schon bei der ersten Nutzung bestätigte: Das LG K4 bedient sich träge, angefangen bei der Oberfläche bis hin zum Aufbau von Webseiten. Da hilft es auch wenig, dass das Smartphone immerhin 1 GB Arbeitsspeicher enthält. Während Casual Games wie Angry Birds das LG K4 nicht aus dem Tritt bringen, ruckeln aufwendigere 3D-Titel wie Real Racing 3 vor sich hin. Der Flash-Speicher ist mit 8 GB, von denen unter 4 GB für den Anwender übrig bleiben, viel zu klein. Er lässt sich mit microSD-Karten um bis zu 32 GB aufrüsten. Wer nicht nur telefoniert, wird um eine Aufrüstung früher oder später kaum herumkommen.

Relativ stark erscheint auf den ersten Blick die Kamera auf der Vorderseite, die mit 2 Megapixeln auflöst und sich damit gut für Selfies eignen sollte. Per Software will LG der Kamera auf die Sprünge helfen und verspricht, dass man immer eine tolle Figur macht. Tatsächlich liefert die Kamera ansehnliche Ergebnisse, die durch massives Weichzeichnen wenig rauschen und dem Gesicht schmeicheln. Dabei gehen Details naturgemäß verloren und bei Vergrößerungen werden Aquarell-Effekte sichtbar. Die Farbtreue ist jedoch gut, auch bei schlechteren Lichtverhältnissen. Nett: Mit einem Fingerwisch lässt sich zwischen Front- und Rückkamera wechseln, bei Selfies dient der Bildschirm bei Dunkelheit als Aufhell“blitz“. Die Einstellmöglichkeiten sind indes sehr beschränkt und lassen nur zwei unterschiedliche Seitenverhältnisse, aber keine Wahl der Fotoauflösung zu.

Bei der rückseitigen Hauptkamera darf man zumindest zwischen drei Formaten auswählen. Sie besitzt eine Auflösung von 5 Megapixeln, was sich etwas dürftig anhört. Videos nimmt sie lediglich in HD etwas detaillierter als die Webcam auf, aber vorne wie hinten sucht man vergeblich eine Einstellung der Auflösung. Machen wir es kurz: Die Bilder der rückwärtigen Kamera sind für ein Einsteiger-Smartphone in Ordnung und eignen sich, um den ein oder anderen Augenblick festzuhalten. Der Fokus arbeitet recht schnell, allerdings werden die Ergebnisse bei schwachem Licht oft unscharf, da die Belichtungszeit zu lang eingestellt wird. Bei wenig Licht tritt auch bei der hinteren Kamera der Aquarell-Effekt auf und sorgt für ein Verschmieren der Details.

LG_K4_RueckseiteDer wechselbare Akku mit 1940 mAh sorgt laut LG für eine Sprechzeit von immerhin 20 Stunden. In unserem Videotest bei angepasster Helligkeit brachte es das LG K4 auf fast zehn Stunden Laufzeit. Kein schlechter Wert.

Der Lautsprecher vollbringt keine Wunder und schafft zwar eine laute, aber wenig detailgetreue Wiedergabe mit fehlenden Bässen und verzerrter Klangcharakteristik. Für das Abspielen von Musik ist er also nur im Notfall geeignet, aber ausreichend, um mal ein kurzes Video mit Ton abzuspielen.

Die sonstige Ausstattung ist eher im guten Bereich angesiedelt: Immerhin unterstützt das LG K4 Bluetooth 4.1 und den schnellen Funkstandard LTE. GPS für die Navigation ist ebenfalls an Bord, auf NFC muss man hingegen verzichten.

LG_K4_vorneFazit

Eigentlich hätte das LG K4 ein wirklich gutes Einsteiger-Smartphone sein können: Die Ausstattung ist sinnvoll, das handliche Design gefällt uns. Das Display könnte etwas besser sein, geht aber in Ordnung. Die Kameras sind zwar keine Überflieger, eignen sich aber für den einen oder anderen Schnappschuss. Ärgerlich ist der schwache Mediatek-Prozessor, durch den die Bedienung manchmal zäh wird. Das Manko des kleinen Flash-Speichers lässt sich mit microSD-Karten beheben. Wer mit den Einschränkungen leben kann, erhält letztlich ein solides Android-Smartphone.

Das LG K4 ist bei uns im Shop erhältlich.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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