Test Philips AEA2700 – Musik per Bluetooth zur HiFi-Anlage streamen

Philips AEA2700Mit den Bluetooth-Adapter Philips AEA2700 kann man seine Musik drahtlos vom Smartphone, Tablet oder Notebook an die stationäre Musikanlage übertragen. Das kompakte Gerät nimmt die Musik verlustfrei über aptX auf und bietet drei Audio-Ausgänge für den Anschluss an die HiFi-Anlage. Wir haben den Funkempfänger einem Test unterzogen.

Der kreisrunde Philips AEA2700 lässt sich mit seinen kompakten Abmessungen von 72 mm Breite und maximal 3 cm Höhe problemlos im HiFi-Rack platzieren. Vier Gummifüße sollen ein Verrutschen des Adapters vermeiden. Doch an der Rückseite angeschlossene Kabel können den Stand des nur 40 g leichten Adapters destabilisieren, sodass er mit einer Seite in der Luft hängt. Zum Lieferumfang gehören ein rund 1,5 m langes Stromkabel sowie ein Klinke-Cinch-Adapterkabel mit einer Länge von knapp 45 cm. Alternativ kann man den Adapter über die digitalen Signalausgänge Toslink und Coaxial mit der HiFi-Anlage verbinden. Der Philips AEA2700 sendet nur über einen Ausgang die Audiosignale. Wer beispielsweise den Adapter digital mit der Musikanlage und analog mit einem Kopfhörer verbinden möchte, muss vorher umstöpseln.

Philips AEA2700

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Bis zu drei Bluetooth-Geräte gleichzeitig können mit dem Philips AEA2700 verbunden sein. Den Verbindungsaufbau erleichtert der Adapter durch die Unterstützung von NFC, womit kompatible Smartphones durch Berührung die Funkverbindung herstellen. Beim Connect gibt der Bluetooth-Adapter einen leisen Hinweiston über die Musikanlage aus und informiert zusätzlich über eine blaue LED an der Oberseite über den Verbindungsstatus. Die Funkreichweite ist sehr gut. Im Test konnten wir die Musik sogar durch mehrere Wände hindurch zum Philips AEA2700 streamen. Sind mehrere Geräte mit dem Bluetooth-Adapter verbunden, spielt er die Musik von dem Gerät ab, bei dem zuletzt die Wiedergabe händisch geändert wurde.

Philips AEA2700

Sound

Zum Testen haben wir den Philips AEA2700 an eine Stereoanlage angeschlossen, über den Klinke-Cinch-Adapter direkt mit dem Verstärker und Toslink und Coaxial via externen Digital-Analog-Wandler. Als erstes fiel auf, dass Musik über den Philips AEA2700 deutlich leiser von der Musikanlage wiedergegeben wird als von anderen Quellen. Trotz höchster Lautstärkestufe bei unserem Zuspieler Apple MacBook Air war die Musikwiedergabe deutlich leiser als beispielsweise über das Apple TV der dritten Generation, ebenfalls vom MacBook Air angesteuert. Im direkten Vergleich unterscheiden sich Apple TV und Philips AEA2700 nur marginal bei Räumlichkeit und Dynamik. Doch bei der relativ neutralen Frequenzwiedergabe des Apple TV kann der Bluetooth-Adapter nicht mithalten. Bässe wirken abgeschnitten, weniger voluminös und überzeichnet, Gesang verliert an Präsenz und die höheren Frequenzen wirken unruhig. Trotzdem: Hat man keinen direkten Sound-Vergleich, werden die marginalen Unterschiede den Wenigsten auffallen. Sind Philips AEA2700 und Musikanlage über den analogen Klinken-Anschluss miteinander verbunden, wirkt die Musik einen Tick dumpfer als über die digitalen Anschlüsse. Trotzdem war bei unserem Testgerät der Toslink-Anschluss nicht zu gebrauchen, da die Stereo-Kanäle vertauscht an die Musikanlage ausgegeben wurden.

Philips AEA2700
Empfängt der Philips AEA2700 15 Minuten lang keine Musik, schaltet er auf Standby und trennt alle Bluetooth-Verbindungen. Die blaue Status-LED wird dann gedimmt. Um den Adapter aus dem Standby zu wecken, reicht es nicht aus, die Playlist beim Zuspieler wieder zu starten. Man muss entweder den Bluetooth-Knopf am Philips AEA2700 betätigen oder die Verbindung beim Zuspieler wieder herstellen. Das ist umständlich und nicht notwendig, denn der Standby-Modus spart gar keinen Strom. Ist der Bluetooth-Adapter inaktiv, beträgt die Leistungsaufnahme 0,8 W. Während einer Musikwiedergabe steigt sie auf 1,0 W.

Fazit

Der Bluetooth-Adapter Philips AEA2700 ist schnell mit der Musikanlage verbunden und bietet eine für Bluetooth sehr gute Reichweite. Praktisch ist auch, dass er mit drei Zuspielern gleichzeitig verbunden sein kann, die sich in der Wiedergabe abwechseln. Auch das Klangbild kann überzeugen und schwächelt nur in Details. Trotzdem leistet sich der Funk-Dongle grobe Schnitzer: Über Toslink angeschlossen, gibt er die Stereokanäle vertauscht an die Musikanlage aus. Außerdem nervt der Standby-Modus, aus dem sich der Bluetooth-Adapter Philips AEA2700 nur durch erneutes Pairen oder auf Knopfdruck wecken lässt.

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Bilder: Philips

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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