Test Philips SHB3060: Kompakter On-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth

Philips SHB3060Der Philips SHB3060 ist ein sehr leichter Bügelkopfhörer, der über Bluetooth vom Smartphone, Tablet oder Notebook die Musik wiedergibt. Das Bluetooth-Headset verfügt zudem über eine passive Geräuschisolation und lässt sich durch faltbare Hörmuscheln platzsparend transportieren. Wir testen, was der preiswerte Philips SHB3060 leistet.

Nachdem die sehr günstigen Kopfhörer MusicMan BassHead und AEG KH 4230 BT im Test nicht überzeugen konnten, widmen wir uns nun dem Philips SHB3060. Der kostet zwar fast das Doppelte bis Dreifache, ist aber immer noch für weniger als 50 Euro zu haben und gehört damit zu den günstigsten Bluetooth-Kopfhörern, die man derzeit erwerben kann.

Philips SHB3060

Der Philips SHB3060 ist für einen Bügelkopfhörer sehr kompakt und leicht. Er wiegt nur 120 g und misst in der kleinsten Bügelstellung lediglich 35 cm von Hörmuschel zu Hörmuschel. Damit eignet er sich für Kinder oder Jugendliche. Aber auch für Dickköpfe im wortwörtlichen Sinn lässt sich der SHB3060 anpassen, denn in der größten Einstellungen wächst der Muschelabstand auf 45 cm. Durch das geringe Gewicht sitzt der Philips SHB3060 bombenfest auf dem Kopf, ohne dabei zu stark auf die Ohren zu drücken. Zwar erwärmen sich die Ohren unter den mit Kunstleder versehenen Muscheln spürbar, nerviger ist aber der nicht gepolsterte Bügel, der auf den Kopf drückt. Durch das geschlossene System isolieren die Hörmuscheln Umgebungsgeräusche wirkungsvoll.

Neben dem Kopfhörer gehört nur ein USB-Adapterkabel zum Lieferumfang. Damit lässt sich der Kopfhörer beispielsweise über einen USB-Port an Notebook oder PC oder mit dem Ladegerät des Smartphones aufladen. Die Akkulaufzeit beträgt rund zwölf Stunden, wenn man die Musik nicht volle Kanne aufdreht. Viele Bluetooth-Kopfhörer verfügen zusätzlich über einen Klinkenanschluss, durch den man mit einem angeschlossenen Kabel auch dann Musik hören kann, wenn der Akku leergespielt ist. Der Philips SHB3060 bietet keinen Anschluss für das Audiokabel und lässt sich dadurch nicht mehr verwenden, sobald der Akku leer ist. Auch während des Ladevorgangs kann man mit dem Philips-Kopfhörer keine Musik hören.

Philips SHB3060

Die Bedienelemente befinden sich allesamt an der rechten Hörmuschel. Weil die Tasten sehr klein und nur schlecht zu erfühlen sind, kam es im Test immer wieder zu Fehlbedienungen. Vor allem das eng beieinanderliegende Dreiergespann aus Lauter, Leiser und Skip bereitete uns häufig Probleme. Praktisch dagegen ist, dass der Kopfhörer das zuletzt eingestellte Lautstärkelevel auch nach einem Neustart unverändert lässt.

Der kleine Kopfhörer gibt einen beinah erwachsenen Sound aus. Mit guter räumlicher Wiedergabe vermindert er den bei Kopfhörern typischen Effekt der „Im-Kopf-Lokalisation“. Die Musik dominiert ein druckvoller Bass, der nicht zu dick aufträgt und dem man sogar Details entnehmen kann. Auch die Höhen löst der Kopfhörer fein auf, gibt sie aber einen Tick zu leise wieder. Folglich wirkt das Klangbild insgesamt etwas mau und dumpf, was uns aber lieber ist als überzeichnete Höhen, die dann unnatürlich wirken.

Fazit

Der Kopfhörer Philips SHB3060 überzeugt in vielerlei Hinsicht: Durch sein geringes Gewicht ist er angenehm zu tragen und verrutscht selten, sodass er Musikhören auch bei sportlichen Betätigungen ermöglicht. Durch seine großzügige Bügelverstellung eignet er sich für Erwachsene sowie Kinder gleichermaßen. Den Tragekomfort negativ beeinflussen kann aber der Bügel, der nicht gepolstert ist und dadurch spürbar auf den Kopf drückt. Der Sound dagegen kann sich hören lassen. Starker Bass und relativ präzise Höhen, wenn auch etwas zu leise, sorgen für einen guten Klangeindruck bei jedem Musikstil. Würde der Philips SHB3060 eine bessere Bedienbarkeit bieten und mit einem Etui ausgeliefert werden, wäre er ein echtes Schnäppchen.
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Philips SHB3060

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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