Test Samsung Portable SSD T1: Externer Datenträger mit hoher Übertragungsrate

Als externer Datenträger bietet sich eine SSD an: Im Vergleich zu einer 2,5-Zoll-HDD ist sie unempfindlicher gegen Stöße und im Falle der Samsung Portable T1 auch deutlich kompakter. Wir haben das kleinste Modell der Serie mit einer Speicherkapazität von 256 GB einem Test unterzogen.

Die Abmessungen der Samsung Portable SSD T1 gefallen: Mit nur 9 x 5 x 1 cm ist die SSD etwa so groß wie zwei USB-Sticks und lässt sich problemlos in der Hosentasche transportieren. Durch das leichte Gehäuse aus Kunststoff bringt die SSD das geringe Gewicht von nur 30 Gramm auf die Waage. Das mitgelieferte Datenkabel fällt mit 11 cm etwas kurz aus, bietet aber einen guten Mix aus Mobilität und Handhabung an PC oder Notebook.

Größenvergleich: Samsung Portable SSD T1 vs. 2,5-Zoll-HDD

Größenvergleich: Samsung Portable SSD T1 vs. 2,5-Zoll-HDD

Bevor man die Samsung Portable SSD T1 zum ersten Mal nutzen kann, muss man die SSD aktivieren. Dafür startet man die vorinstallierte Software und vergibt der SSD einen Namen, unter dem man den Datenträger im Windows Explorer oder im Mac-Finder aufrufen kann. Zusätzlich zeigt die Aktivierungs-Software den freien Speicherplatz und die Seriennummer der SSD an.

Optional kann man die SSD auch verschlüsseln. Für die AES-Verschlüsselung trägt man eine Passphrase mit mindestens vier und maximal 16 Zeichen ein. Nach kurzer Zeit steht der Datenträger mit voller Kapazität zur Verfügung. Doch Vorsicht: Samsung weist daraufhin, dass bei Verlust der Passphrase die Daten unwiderruflich verloren sind. Zwar lässt sich der Datenträger selbst mit einem Hilfsprogramm von der Samsung-Webseite wieder freigeben, doch werden dabei die Daten gelöscht.

Hat man die Verschlüsselung aktiviert, bekommt man erst nach Eingabe der Passphrase Zugriff auf den Speicher. Nach Anschluss der SSD an einen PC oder ein Notebook mit Microsoft Windows startete das Aktivierungsprogramm automatisch, worauf man die Passphrase eintippen konnte. An einem iMac aktueller Generation mussten wir das Aktivierungsprogramm händisch starten, um die Verschlüsselung aufheben zu können.

Transferraten

Die Samsung Portable SSD T1 soll laut Samsung Transferraten von 450 MB/s bewältigen. Damit könnte sie schneller arbeiten als viele intern eingesetzte SSDs. An einem Windows-Notebook mit USB 3.0 bescheinigte die Benchmark-Software Chystal DiskMark der Samsung T1 eine Lesegeschwindigkeit von rund 425 MB/s und knapp 390 MB/s Schreibgeschwindigkeit. Der Speedtest an einem Apple iMac brachte ähnlich Ergebnisse zutage. Die hohen Geschwindigkeiten werden auch dann erreicht, wenn die SSD mit einem Passwortschutz versehen ist. Damit gehört die Samsung Portable SSD T1 zu den schnellsten externen Datenträgern, die derzeit erhältlich sind. Eine HDD kommt auf Transferraten von gut 100 MB/s, während nur die wenigsten USB-Sticks laut Herstellerangaben 400 MB/s oder mehr erreichen. Selbst nach den lang andauernden Benchmarks erwärmte sich das Gehäuse nur unwesentlich.

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Fazit

Die Samsung Portable SSD T1 überzeugt mit sehr hohen Datentransferraten, die wir sonst nur von internen SSDs kennen. Für den täglichen Transport bietet sich die SSD ebenfalls an. Das kleine und leichte Gehäuse ist schnell verstaut, durch das geringe Gewicht fällt die SSD kaum auf. Sollte die SSD mal verloren gehen, muss man sich durch den Passwortschutz nicht um einen unberechtigten Zugriff auf die gespeicherten Daten sorgen. An einem Windows-Notebook ist der Passwortschutz durch die Autostart-Funktion schnell aufgehoben. An einem Mac muss man das Programm zur Passworteingabe selber starten. Wer auf der Suche nach einem externen Datenträger ist und die Performance einer schnellen SSD nicht missen möchte, ist mit der Samsung Portable SSD T1 sehr gut beraten. Auch wenn man mit einem USB-Stick oder einer USB-HDD mehr Speicherplatz für weniger Geld bekommen kann.

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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