Test Sony SRS-XB3: Wasserdichter Bluetooth-Speaker mit Wumms

Sony SRS-XB3Vor kurzem hatten wir den Bluetooth-Speaker Sony SRS-XB2 getestet. Heute nehmen wir seinen größeren Bruder unter die Lupe. Der Sony SRS-XB3 integriert in seinem Gehäuse nicht nur einen weiteren Passivradiator für noch mehr Bass, sondern auch einen stärkeren Akku für längere Spielzeiten im Freien sowie zur Verwendung als Powerbank zum Laden eines Smartphones.

Sony SRS-XB3Mit dem großen Gehäuse (21 x 8 x 8 cm) und dem hohen Gewicht von 924 g bewegt sich der Sony SRS-XB3 knapp an der Grenze zur Immobilität. Aber dank der guten Verarbeitung des stabilen Gehäuses und seinem Spritzwasserschutz nach der Schutzart IPX5 kann man ihn zur musikalischen Unterhaltung mit zum Baggersee mitnehmen, ohne sich Sorgen um Beschädigungen machen zu müssen. Zum Schutz vor Wasser sind die Anschlüsse für Ladeapter, Audiokabel und USB-Port zum Laden eines Smartphones hinter einer wasserdichten Klappe untergebracht. Für einen Bluetooth-Speaker bringt der Sony SRS-XB3 ein großes Ladegerät mit. Es versorgt den Akku des Speakers mit 37,5 W und lädt ihn in gut drei Stunden vollständig auf. Ist der Akku geladen, bietet er eine sehr gute Akkulaufzeit von rund 24 Stunden bei gehobener Lautstärke. Damit hält der Sony länger durch als so manches Smartphone. Wie praktisch, dass der Sony SRS-XB3 über eine Ladefunktion verfügt. Nicht so gut: Der Speaker meldet seine Akkukapazität nicht ans angebundene Smartphone, sondern nur über eine blinkende LED, die erst bei niedrigem Akkuladestand aktiv wird. Zur Sicherheit sollte man den Speaker aufladen, bevor man mit ihm das Haus verlässt.

Sony SRS-XB3

Die Kopplung von Zuspieler und Sony SRS-XB3 ist schnell erstellt. Entweder man versetzt den Speaker über die gut gekennzeichnete Taste in den Pairing-Modus oder man nutzt NFC, ohne weitere Einstellungen am Smartphone vornehmen zu müssen. Außerdem lässt er sich der Lautsprecher als Freisprechanlage mit einem gekoppelten Smartphone verwenden, was er zuverlässig und einwandfrei umsetzt. Wer einen zweiten Sony SRS-XB3 besitzt, kann beide Lautsprecher koppeln und erhält dadurch eine synchronisierte Ausgabe mit Stereo-Sound.

Sony SRS-XB3

Sound

Der Sony SRS-XB3 verfügt wie der kleinere SRS-XB2 über 30 Lautstärkestufen, die eine feine Justierung ermöglichen. Die maximale Lautstärke reicht aus, um eine Gartenparty zu beschallen. Wie schon der kleinere SRS-XB2 gibt auch der SRS-XB3 das harmonischste Klangbild aus, wenn der Extra Bass deaktiviert und die Musik klar und sauber produziert ist. Die Genre Elektro, R’n’B, Rap oder Schlager liegen dem Sony-Speaker am besten, solange er sie nicht mit hoher Lautstärke ausgeben muss. Reizt man die Lautstärke voll aus, tendiert er zu einer unsauberen Wiedergabe in den Höhen. Den Effekt kann man abschwächen, wenn man den Sony-Speaker nicht auf den Hörer ausrichtet, sondern ihn beispielsweise leicht wegdreht oder auf dem Boden platziert. Dann verlieren sich die unschönen Nebentöne und der Sony SRS-XB3 präsentiert ein warmes Klangbild. Aktiviert man den „Extra Bass“, gibt der Sony einen deutlich überzeichneten Bass aus, der aber nur bei hohen Lautstärken zum Überschlagen neigt. Insgesamt eignet sich der Sony SRS-XB3 mehr zur Wiedergabe gechillter Hintergrundmusik und weniger für den DJ auf einer Party.

Fazit

Der Sony SRS-XB3 macht vieles richtig: Dazu gehören die extrem lange Akkulaufzeit, seine Powerbank-Funktion zum Aufladen eines Smartphones und die leicht verständliche Steuerung. Auch die gute Verarbeitung und das stabile sowie spritzwasserdichte Gehäuse gehören zu den Stärken des Sony SRS-XB3, wenn auch der Speaker etwas leichter sein könnte. Ausgerechnet beim entscheidenden Kriterium eines Lautsprechers fällt der Sony-Speaker negativ auf. Zwar kann der Lautsprecher extrem laut aufspielen, gibt die Musik aber matt und unaufgeregt wieder.

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Sony SRS-XB3

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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