Test XciteRC Dragon 250 RTF-Race-Quadcopter: Auf Speed

Test XciteRC Dragon 250

Manche Quadcopter sind etwas langweilig: Man hovert damit in der Gegend rum und verliert nach kurzer Zeit das Interesse. Der Xcite Dragon 250 gehört zur Gattung der Race-Quadcopter und ist auf hohe Geschwindigkeit und Steigleistung ausgelegt. Außerdem kann man die automatische Stabilisierung abschalten und hat so die Möglichkeit, den Multicopter über sechs Achsen frei zu steuern und damit auch waghalsige Flugmanöver auszuführen.

Ready-to-fly

Der XciteRC Dragon 250 Race-Quadcopter ist nahezu fertig aufgebaut. Lediglich die vier Rotoren muss man montieren. Dabei gilt es die Laufrichtungen der Propeller zu bestimmen, ein eingeprägtes L für links und R für rechts geben darüber Auskunft. Vorne montiert man die beiden orangefarbenen Rotorblätter: links rechtslaufend, rechts linkslaufend. Hinten die schwarzen: links linkslaufend, rechts rechtslaufend. Montiert man die Rotoren falsch, hebt die Race-Drohne später nicht ab.

XciteRC Dragon 250 Markierung Drehrichtung Propeller

Die Markierung auf dem Rotor gibt die Drehrichtung an.

Beim Montieren sollte man beachten, dass die Sicherungsmuttern über Links- oder Rechtsgewinde verfügen, damit sie sich nicht lösen können. Zwei Muttern muss man also untypisch nach links festdrehen. Beim Festschrauben hilft ein beiliegender Schraubendreher, den man in das Loch der konischen Mutter steckt und als Hebel benutzt. Die Farben Orange für vorne und Schwarz für hinten sollte man so einhalten, denn sie helfen ein wenig dabei, die Fluglage des Quadcopters in der Luft zu erkennen. Bei der Orientierung helfen außerdem acht LED-Leuchten. Vorne zwei funkelnde weiße Augen, hinten zwei grüne „Rückleuchten“ sowie vorne links und rechts an jedem Motorträger eine weiße und hinten je eine rote LED.

XciteRC Dragon 250 seitlich

Die Positionsleuchten und die Farbe der Rotoren helfen später bei der Orientierung.

Der Körper des Dragon 250 besteht komplett aus einem Kunststoff-Material, das recht flexibel ist und einen stabilen Eindruck hinterlässt. Komplettiert wird der Drohnenkörper durch zwei Landekufen, die man mit je zwei Schrauben befestigt. Die Balance des Multicopters fällt damit etwas hecklastig aus. Die Kufen aus Kunststoff sind recht flexibel. Das müssen sie auch sein, wenn die Landung mal etwas härter ausfallen sollte. Mit abgeschlossener Montage der Kufen ist der Dragon 250 startklar.

XciteRC Dragon 250 oben

Wer will, verpasst dem Quadcopter noch eine optionale, kardanisch aufgehängte Kamera (Gimbal) oder einen DSM2/DSMX Satellitenempfänger. Entsprechende Schraubgewinde sowie Steckeranschlüsse sind vorhanden, unter anderem auch eine Buchse für einen Zusatzakku und ein USB-Anschluss. Ausprobiert haben wir die Xcite Dragon ohne Kamera, denn wir wollten sie als Race-Drohne einsetzen und nicht für gemütliches Videografieren.

XciteRC Dragon 250 Anschluesse

An der Unterseite lässt sich eine Kamera montieren.

Akku

Wer den Drachen steigen lassen will, muss noch den Lithium-Ionen-Akku (11,1 V, 1350 mAh) einsetzen. Er wird von hinten in den Drohnenkörper geschoben und mit der zweipoligen Adapterbuchse verbunden.

XciteRC Dragon 250 Akku einsetzen

Der ebenfalls am Akku befindliche vierpolige Stecker dient ausschließlich zum Aufladen an dem beiliegenden Ladegerät. Das zeigt den Ladezustand in drei Schritten für unterschiedliche Zellbereiche des Akkus über LEDs an. Den Akku lädt der Schnellader in etwa 45 Minuten vollständig auf.

XciteRC Dragon 250 Akku laden

Ungünstig ist, dass der Akku den Batterieschacht des Quadcopters nahezu komplett ausfüllt und kaum Platz für Akku-Steckverbinder und Kabel bietet. Zum einen muss man aufpassen, dass man beim Reinquetschen keine Kabel der Platine des Flight Controllers abreißt und zum anderen, dass man die hintere Verschlussklappe noch schließen kann. Sie wird lediglich eingerastet. Im Test hat sie sich bei allzu rabiaten Manövern im Flug selbstständig geöffnet. Wir haben sie deshalb vorsichtshalber mit etwas Tape gesichert.

XciteRC Dragon 250 Akkukabel

Flugerfahrung

Vor dem ersten Start muss nur noch die beiliegende Funkfernsteuerung XRC 6s mit dem Racecopter gekoppelt und auf das Modell eingestellt werden. Ein LC-Display zeigt die Menüoptionen an, um dem passenden Modellspeicher und den Modelltyp auszuwählen. Fertig!

XciteRC Dragon 250 Fernbedienung

Die Fernbedienung funkt auf dem 2,4-GHz-Band.

Dragon 250 Batterien Fernbedienung

Betrieben wird die Fernsteuerung des XciteRC Dragon 250 mit vier AA-Batterien. Sie sind nicht im Lieferumfang enthalten.

XciteRC Dragon 250 Fernbedienungsdisplay

Über Einstellknöpfe und das LC-Display programmiert man die XRC 6s.

Als Anfänger sollte man darauf achten, zunächst den 3D-Modus aus- und den 6-Achs-Gyro zur Selbststabilisierung einzuschalten. Tut man das nicht, wird es schon beim Starten recht kippelig, erlaubt einem dann aber auch das Fliegen von Flips und Rollen sowie extreme Überkopfmanöver.

XciteRC Dragon 250 draussen

Um die Motoren zu entsperren, bringt man den rechten Steuerknüppel in die untere linke Position. Nach drei Sekunden erfolgt die Entsperrung, die von den grünen Heckleuchten angezeigt wird. Die Motoren lassen sich auf ähnliche Weise auch wieder sperren, nämlich dann, wenn man den Dragon 250 in die Hand nehmen will und nicht durch versehentlich angelaufene Rotoren verletzt werden möchte. Man sollte sich daher bei Nichtbenutzung gleich angewöhnen, den rechten Hebel für rund drei Sekunden in die untere rechte Position zu bringen und die Motoren zu sperren.

XciteRC Dragon 250 Start

Fertig zum Start: XciteRC Dragon 250

Der Xcite Dragon 250 fühlt sich vor allem im Freien wohl. In engen Räumen kann man ihn nur mit viel Übung und Feingefühl fliegen, denn er reagiert über die beiden Steuerknüppel der im freien 2,4-GHz-Band sendenden Fernbedienung recht giftig. Außerdem fehlt ihm jeglicher Rotorschutz, was ihn nicht für den Inneneinsatz prädestiniert. Denn bei einer Kollision mit harten Gegenständen können die Rotorblätter schnell Schaden nehmen. Glücklicherweise liefert XciteRC gleich vier Ersatzrotoren mit.

XciteRC Dragon 250 Flug

Über Hilfen wie beispielsweise Sensoren zur Kontrolle des Bodenabstands oder zur Vermeidung von Kollisionen verfügt der Dragon 250 Quadcopter nicht. Hier ist der Pilot gefragt, der bereits im 6-Achsen-Modus mit aktiver Stabilisierung alle Hände voll zu tun hat. Denn der Quadcopter ist schon in diesem Modus schnell – um nicht zu sagen sauschnell. Da ich bisher eher die etwas gemütlicheren Quadcopter geflogen bin, musste ich mich erst eingewöhnen. Nach einer Akkuladung und einer ungewollten Landung mittlerer Härte konnte ich mich aber immer mehr mit der Race-Drohne und ihrer Geschwindigkeit anfreunden. Besonders die schnelle Reaktion auf Steuerbefehle gefällt. Dadurch lässt sich der Quadcopter sehr präzise steuern. Getestet haben wir den Quadcopter bei wenig Wind. Dann ist etwas Nachsteuerarbeit notwendig, um ihn nicht abtreiben zu lassen. Der Dragon 250 ist aber auch nicht extrem anfällig für Seitenwind. Also alles im grünen Bereich und mit etwas Flugerfahrung gut kontrollierbar.

Ist man mutiger, dann schaltet man in den 3D-Modus, der eher fortgeschritteneren Piloten vorbehalten ist, denn dann legt der Speed des Racecopters nochmal kräftig zu. Außerdem kann es sinnvoll sein, den Servoweg für Nicken (AILE) und Rollen (ELEV) auf der Fernbedienung zu vergrößern, um eine weniger giftige Steuerung zu erhalten. Der Racecopter ist dann bei höherer Geschwindigkeit feinfühliger kontrollierbar.

Während viele Quadcopter auf Knopfdruck Flips ausführen, muss das der Pilot beim Dragon 250 händisch erledigen. Bei ausreichender Flughöhe klappt das genauso wie das Fliegen von Rollen. Bevor man sich aber daran wagt, sollte man in etwa die Fluglage des Quadcopters einschätzen können. Zwar verfügt der Dragon 250 über reichlich Positionsleuchten, bei Tageslicht kann man sie aber kaum im hellen Himmel erkennen. Die verschiedenfarbigen Rotoren helfen etwas besser bei der Fluglageerkennung. Trotzdem: Der Pilot muss im Gefühl haben, in welcher Position sich der Quadcopter gerade befindet.

XciteRC Dragon 250 Steigleistung

Die Steigleistung des XciteRC Dragon 250 Race-Quadcopters ist hoch.

Eine Akkuladung reicht für etwa sieben bis zehn Minuten Flugzeit. Hier hängt es davon ab, wie viel Leistung man den Motoren abverlangt. Nach dem Flug sollte man die Motoren erstmal abkühlen lassen, bevor man einen frischen Akku einschiebt und gleich wieder startet. Ansonsten können die Motoren überhitzen und Schaden nehmen.

Fazit

Der XciteRC Dragon 250 RTF-Race-Quadcopter macht sehr viel Spaß. Er ist extrem schnell und wendig und mit etwas Flugerfahrung gut zu kontrollieren. Dabei hilft auch die präzise arbeitende programmierbare Fernbedienung.

XciteRC Dragon 250 schraeg

Im 3-Achs-Modus verhält sich der Quadcopter gutmütig. Man kann ihn dann gemütlich fliegen und sich langsam an höhere Geschwindigkeiten herantasten. Möchte man den Dragon 250 im 6-Achs-Modus betreiben, dann sollte man über einige Flugerfahrung verfügen, denn dann ist der Race-Quadcopter nicht nur pfeilschnell, sondern benötigt auch ein geübtes Auge und Händchen, um ihn sicher in der Luft zu halten.

Der XciteRC Dragon 250 RTF-Race-Quadcopter ist preisgünstig im Shop von notebooksbilliger.de erhältlich.

Das könnte dich auch interessieren:

avatar

Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Test abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Test XciteRC Dragon 250 RTF-Race-Quadcopter: Auf Speed

  1. avatar David sagt:

    Hallo,
    ich habe mir vor kurzem den XciteRC Dragon 250 Quadrocopter gekauft und bin sehr zufrieden. Auch als Anfänger wie mich ist er leicht zu beherrschen und Rollenüberschläge in großer Höhe klappen auch schon. Da ich auch mal gerne von der Luft aus filmen möchte, bin ich nun auf der Suche nach einer geeigneten Kamera, die man unter den Quadrocopter verbauen kann. Wäre schön, wenn mir hier vielleicht jemand weiterhelfen kann.

    LG
    Peter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.