Review: Huawei Watch Classic, das Luxusstück [Tester gesucht]

Review: Huawei Watch Classic, das Luxusstück [Tester gesucht]

Huawei_Watch_Teaser2Der chinesische Hersteller Huawei konnte sich in letzter Zeit einen guten Ruf durch günstige und hervorragend verarbeitete Hardware erarbeiten. Zumindest das „günstig“ muss man bei der Smartwatch von Huawei streichen: Die siedelt sich im oberen Segment der intelligenten Uhren mit Android-Wear an und wirkt wie ein Luxusprodukt. Wir haben uns die Huawei Watch Classic umgeschnallt und suchen eine Leserin oder einen Leser, die oder der die edle Uhr testen will.


Huawei_Watch_SeiteDer Unterschied könnte kaum größer sein: Als letzte Smartwatch schnallte ich mir den Urvater dieser Kategorie um, die Pebble. Die Huawei Watch Classic ist schon auf den ersten Blick ein ganz anderes Kaliber und selbst die Pebble Steel wirkt wie Spielzeug gegen den Konkurrenten mit Android Wear.

Huawei_Watch_SchatulleAber fangen wir von vorne an. Die Smartwatch verpackt Huawei standesgemäß in einer Schatulle, die den Schmuckcharakter der Uhr unterstreicht. Und so wirkt das gute Stück auch: wie ein Schmuckstück. Das liegt vor allem am schlichten Design mit dem runden Display. Ob es einem gefällt, ist wie so oft Geschmackssache. Billig sieht die Uhr jedenfalls nicht aus und die Verarbeitung ist erstklassig. Allerdings wirkt die Huawei Smartwatch Classic durch ihre Dicke etwas klobig, eine kleine Schlankheitskur würde der 11,3 mm hohen Uhr gut stehen. Mit rund 90 g inklusive Stahlarmband ist die Huawei Watch zudem kein Fliegengewicht. Das Armband lässt sich einfach wechseln, beispielsweise gegen das Lederarmband von Huawei, aber auch gegen passende Standard-Armbänder. Wir bevorzugen jedoch das Design des Stahlarmbands, auch wenn der Schließmechanismus etwas grobschlächtig ausfällt. Es bedarf etwas Übung, die Uhr einhändig anzulegen.

Huawei_Watch_Schliesse2Für das Display verwendet Huawei Saphirglas, zudem ist die Uhr nach IP 67 geschützt und soll Tauchgänge von bis zu 30 Minuten und ein Meter Tiefe überstehen. Damit ist die Smartwatch robuster als andere Modelle, die oft nur einen Spritzwasserschutz oder einen anderen Schutz für das Glas benutzen.

Huawei_Watch_ZiffernDer Bildschirm ist vollständig rund und ein echter Hingucker: Huawei setzt ein AMOLED-Display mit einer Diagonalen von 42 mm ein, dessen Auflösung mit 400 x 400 Pixel im Vergleich zu anderen Smartwatches sehr hoch ist. Daraus ergibt sich eine Pixelschärfe von 286 ppi. Farbwiedergabe und Kontrast spielen ebenfalls auf höchstem Niveau. Die Luminanz stimmt und man kann das Display auch in hellen Umgebungen bestens ablesen.

Positives gibt es ebenfalls bei der Akkulaufzeit zu vermelden, denn die Huawei Watch Classic hält mühelos einen Tag durch. Der Hersteller gibt 1 ½ Tage an. Das ändert wenig daran, dass man die Uhr trotzdem über Nacht aufladen sollte. Durch die Schnelladefunktion lassen sich allerdings 80 Prozent des Akkus in 45 Minuten wieder mit Strom versorgen. Für die Befüllung nutzt man ein USB-Kabel mit einem großen runden proprietären Magnetanschluss, der sich einfach an der Unterseite der Uhr andocken lässt.

Huawei_Watch_Lade4Beim Prozessor leistet sich Huawei keine Schwächen und setzt immerhin einen Qualcomm Snapdragon 400 ein. Die vier Kerne takten mit 1,2 GHz und sorgen zusammen mit 512 MB Arbeitsspeicher für einen flüssigen Betrieb der Uhr. Der Flash-Speicher ist mit 4 GB für eine Smartwatch großzügig dimensioniert.

Huawei_Watch_Lade3An Sensoren findet man die üblichen Verdächtigen: ein Schrittzähler informiert in etwa, wie viele Schritte man am Tag zurücklegt. Sofern man die Uhr trägt. Besonders genau zählt der Schrittzähler zwar nicht, für eine grobe Orientierung reicht es aber. Weiterhin bietet die Smartwatch einen Herzfrequenzmesser und ein Barometer, um Höhenunterschiede zu messen. Die Aufgabe als Fitness-Tracking-Gerät erfüllt die Watch also leidlich, wobei man das eher als Zusatznutzen sehen sollte.

Auf der Huawei Watch läuft Android Wear.

Auf der Huawei Watch läuft Android Wear.

Bei der Software kommt Android Wear zum Einsatz. Die App bietet Google sowohl für Android als auch für iOS an, wobei der „natürliche“ Partner Android ist. Voraussetzung ist ein Smartphone mit Bluetooth, Android 4.3 oder höher oder iOS ab Version 8.2. Die Koppelung und Einrichtung unter Android mit einem Smartphone ist ein Kinderspiel und schnell erledigt. Android Wear wirkt durch das Material-Design sehr übersichtlich, die Ziffernblätter können gefallen. Weitere kostenlose und -pflichtige lassen sich wie auch Apps über den Store installieren, die Auswahl ist ausreichend groß. Etwas irritierend ist die Anzeige von Benachrichtigungen, die von unten im Uhrendisplay angezeigt werden. Google hat diese offensichtlich nicht für runde Displays optimiert, weshalb Text im unteren Bereich links und rechts häufig angeschnitten erscheint. Kein Deal-Breaker, aber unschön. Ansonsten geht die Bedienung mit Wischgesten recht gut von den Fingern, lediglich der hohe Rand stört etwas bei der Bedienung des kleinen Displays.

Fazit

Von den Smartwatches mit Android Wear kann mich die Huawei Watch Classic bisher am ehesten überzeugen. Ganz klar ist aber auch, dass die Primetime für diese Geräteklasse noch nicht ganz gekommen ist: Der Nutzen ist noch eingeschränkt und eine etwas flachere Bauweise wäre wünschenswert. iOS-Anwender werden wegen der besseren Integration und beispielsweise mit der Aussicht auf Apple Pay eher zur Apple Watch greifen, Android-Fans mit Smartwatch-Ambitionen und dickerem Geldbeutel dürften aber mit der Uhr von Huawei glücklich werden, wenn ihnen das Design gefällt.

Die Huawei Watch Classic ist in verschiedenen Ausführungen bei uns im Shop erhältlich.

Tester gesucht: Du hast Lust, die Huawei Watch Classic selbst auf Herz und Nieren zu testen? Dann schreib uns bis zum 18. März 2016 um Mitternacht in den Blog-Kommentaren und mit etwas Glück bekommst du ein Muster, das du nach dem Test behalten kannst. Einzige Bedingung ist, dass du einen Test und ein Video erstellst. Viel Glück!

Veröffentlicht von

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.

Das könnte dich auch interessieren

253
Hinterlasse einen Kommentar

251 Kommentar Themen
2 Themen Antworten
0 Follower
 
Kommentar, auf das am meisten reagiert wurde
Beliebtestes Kommentar Thema
247 Kommentatoren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei

Guten Abend:)

Hierit würde ich mich sehr gerne noch schnell als Tester melden,
da ich auch unbedingt eine gute Uhr für meinen Job brauche und ich auch gleich meine neue Kamera auf ihre Filmtauglichkeit testen kann;)

1 4 5 6